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epa06052897 US President Donald J. Trump makes a phone call to Prime Minister of Ireland to Leo Varadkar in the Oval Office of the White House in Washington, DC, USA, 27 June 2017.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Soll am Telefon immer mal wieder ausfällig geworden sein: Donald Trump. Bild: EPA/EPA

Trump beleidigte am Telefon andere Staatschefs – Merkel attackierte er am «bösartigsten»



Es war ein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, das ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump auslöste. Nun will der US-Sender CNN erfahren haben, dass sich Trump am Telefon auch gegenüber anderen Staats- und Regierungschefs ungewöhnlich verhält.

Dessen «bösartigste Angriffe» hätten der Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damaligen britischen Premierministerin Theresa May gegolten, berichtete der Sender am Dienstag unter Berufung auf zwei von mehreren namentlich nicht genannten Geheimdienstbeamten und Quellen aus dem Weissen Haus.

Trump soll Merkel am Telefon als «dumm» bezeichnet und beschuldigt haben «unter dem Einfluss der Russen zu stehen», zitierte CNN eine Quelle. Merkel sei nach aussen hin gelassen geblieben und habe Trump Fakten entgegen gehalten. Ein deutscher Regierungsbeamter habe die Anrufe CNN gegenüber als «ungewöhnlich» und «problematisch» bezeichnet, weswegen Berlin besondere Massnahmen ergriffen habe, um sicherzustellen, dass ihr Inhalt geheim bleibe. Ein deutscher Regierungssprecher wollte den CNN-Bericht nicht kommentieren.

epa07926720 German Chancellor Angela Merkel talks on the phone after her speech to the German Bundestag in Berlin, Germany, 17 October 2019. Merkel delivered a government declaration to the members of the German parliament Bundestag prior to an EU summit in Brussels on 17 October 2019.  EPA/CLEMENS BILAN

Soll auf die Angriffe Trumps ruhig reagiert haben: Angela Merkel. Bild: EPA

Über Telefonate mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Russlands Staatschef Wladimir Putin will CNN erfahren haben, dass Trump selten vorbereitet in die Gespräche gegangen sei. Mit Erdogan soll er ein bis zwei Mal wöchentlich telefoniert haben.

Putin gegenüber habe er versucht, Eindruck zu schinden. Demnach bezeichnete Trump gegenüber dem russischen Präsidenten Obama und seine Vorgänger als «Schwächlinge» und «Idioten».

Das sagt das Weisse Haus

«Präsident Trump ist ein Weltklasse-Verhandlungsführer, der die Interessen Amerikas auf der Weltbühne konsequent gefördert hat», erklärte die stellvertretende Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Matthews, auf Anfrage. Sie führte an, dass Trump Handelsabkommen mit China sowie mit Mexiko und Kanada ausgehandelt habe. Auf Trumps angebliche Ausfälle gegen Merkel ging sie nicht ein.

Trump wird von Kritikern, darunter früheren Regierungsmitarbeitern, immer wieder als selbstbezogen und erratisch beschrieben. Zuletzt hatte sein früherer Sicherheitsberater John Bolton mit einem Enthüllungsbuch für Wirbel gesorgt, in dem er Trump vorwarf, dass dessen Aussenpolitik häufig auf Bauchgefühl und Unwissenheit basiere.

Trump hatte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj im Juli 2019 am Telefon zu Ermittlungen ermuntert, die seinem politischen Rivalen Joe Biden von den Demokraten potenziell schaden könnten. Die Ukraine-Affäre stand im Zentrum des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump, das mit einem Freispruch endete. (cma/sda/dpa)

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