Medien: Trump und Maduro haben vergangene Woche telefoniert
Inmitten der Spannungen zwischen den beiden Ländern haben die Präsidenten der USA und Venezuelas, Donald Trump und Nicolás Maduro, Medienberichten zufolge vergangene Woche miteinander telefoniert. Das berichten das «Wall Street Journal» und die «New York Times» jeweils unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Nach Informationen des «Wall Street Journal» sprachen die beiden dabei über Forderungen Venezuelas nach einer Generalamnestie für Maduro, seine hochrangigen Berater und deren Familien. Viele von ihnen sähen sich mit finanziellen Sanktionen der USA und Anklagen konfrontiert, hiess es. Trump soll Maduro laut dem Bericht gesagt haben, dass die USA andere Optionen – darunter auch die Anwendung von Gewalt – in Betracht ziehen, falls er nicht freiwillig seinen Platz räumt.
Laut «New York Times» ging es bei dem Telefonat auch um ein mögliches künftiges Treffen der beiden in den USA. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte der Zeitung allerdings, dass es aktuell keine Pläne für eine solche Zusammenkunft gebe. Das Weisse Haus äusserte sich den Medienberichten zufolge auf Anfrage nicht zu dem Telefonat.
Was wollen die USA von Venezuela?
Die USA erhöhen seit Wochen den Druck auf Venezuela und den autoritären Linkspolitiker Maduro. Sie zogen zusätzliche Soldaten in der Karibik zusammen und verlegten unter anderem das grösste Kriegsschiff der Welt – den Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford» – in die Region. Offiziell begründet die US-Regierung ihr Vorgehen mit dem Kampf gegen Drogen. Doch angesichts des Ausmasses ihres militärischen Aufgebots steht schon länger die Vermutung im Raum, dass sie womöglich einen Machtwechsel in Caracas anstreben könnte.
Die USA betrachten Maduro nicht als legitimen Präsidenten – wie die EU und viele lateinamerikanische Staaten zweifeln sie das offizielle Ergebnis der von Betrugsvorwürfen begleiteten Präsidentenwahl 2024 an. Die Vereinigten Staaten werfen Maduro ausserdem vor, tödliche Drogen in die USA zu bringen. Auf Informationen, die zu seiner Festnahme führen, haben sie eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) ausgesetzt. (sda/dpa)
