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Das Ende seiner Karriere? Nach zwei Vorwahlen steht Joe Biden mit dem Rücken zur Wand

Der Ex-US-Vizepräsident, 77, landet in New Hampshire auf dem enttäuschenden fünften Platz – und muss sich kritische Fragen anhören.

Renzo Ruf, New Hampshire / Aargauer Zeitung



Wie klingt es, wenn ein Präsidentschaftskandidat versucht, seinen Anhängern Mut einzuflössen? So: «Das war der Beginn – und nicht das Ende – des Kampfes, Donald Trumps Präsidentschaft zu beenden.» Und: «Wir legen erst so richtig los.»

Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden listens to his introduction during a campaign event, Monday, Jan. 27, 2020, in Iowa City, Iowa. (AP Photo/Matt Rourke)
Joe Biden

Für Joe Biden waren die ersten beiden Vorwahlen in Iowa und New Hampshire ein Desaster. Bild: AP

Diese Mutmacher stammen aus einem E-Mail, das der Wahlkampfstab von Joe Biden in der Nacht auf Mittwoch an potenzielle Unterstützer verschickte. Biden hat im Kern recht: Es ist falsch, nach 2 von mehr als 50 Entscheidungen im Wahlkampf um die Nomination zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten bereits vom Ende zu sprechen.

Und trotzdem: Barack Obamas ehemaliger Vizepräsident steht mit dem Rücken zur Wand. Seine schlechten Ergebnisse in Iowa und New Hampshire, wo er gestern nur auf dem fünften Rang landete, stellen die Strategie des ehemaligen Umfrage-Spitzenreiters in Frage. Der 77-Jährige kehrte einzig aus dem Vorruhestand zurück, weil er – und nur er – fähig sei, eine Koalition zu zimmern, die den Amtsinhaber aus dem Weissen Haus vertreiben könne. Während seiner Wahlkampfauftritte sprach Biden deshalb oft und gerne darüber, dass er um die «Seele der Nation» kämpfe und nach einer Reihe von persönlichen Schicksalsschlägen nicht auch noch sein Land an Donald Trump verlieren wolle.

Diese Botschaft zielte auf das Bauchgefühl der Wähler. Gerade ältere Amerikaner fühlten sich angesprochen. Häufig glichen die Biden-Auftritte in Iowa und New Hampshire improvisierten Therapiesitzungen, an denen vom Leben geprüfte Bürger einander zuhörten. Biden gelang es aber nicht, seine oft berührenden Geschichten mit einem programmatischen Überbau zu verknüpfen. Er vermochte es nicht, unentschlossene Wähler zu einer Stimmabgabe für ihn zu motivieren. «Seine Zeit ist abgelaufen», sagte ein Wähler nach einer Veranstaltung in Hudson (New Hampshire). Und seine Frau ergänzte: «Mir war das viel zu negativ und zu traurig.»

Bidens 40-jährige Karriere steht auf dem Spiel

Die Resultate Bidens – in Iowa landete er auf dem vierten, in New Hampshire sogar nur auf dem fünften Rang – könnten dazu führen, dass sich einstige Anhänger auf die Suche nach einem neuen Kandidaten machen – wenn Biden nicht bald in die Gänge kommt. Alle Augen sind deshalb auf South Carolina gerichtet, wo am 29. Februar die Urnenwahl stattfindet. Afroamerikanische Demokraten stellen hier die Mehrheit der Wähler. Dank seiner Arbeit an der Seite Obamas, dem ersten dunkelhäutigen Präsidenten Amerikas, geniesst Biden unter schwarzen Amerikanern einen Vertrauensvorschuss.

Andererseits wird das gute Abschneiden von Ex-Stadtpräsident Pete Buttigieg (zweiter Platz in New Hampshire) und Senatorin Amy Klobuchar (dritter Platz in New Hampshire) dazu führen, dass sich Afroamerikaner noch einmal Gedanken über ihre Stimmabgabe machen. Auch der Sieger von New Hampshire, Senator Bernie Sanders, fischt in South Carolina nach Wählern. Er hat aus den Fehlern seines Wahlkampfes 2016 gelernt und seine Kontakte zu schwarzen Amerikanern ausgebaut. «Es ist Blut im Wasser», sagte der Politstratege Quentin James der Insider-Postille «Politico». Die Resultate Bidens zeigten, dass er unter weissen Demokraten keinen derart grossen Rückhalt besitze, wie er behauptet habe. Das werde dazu führen, dass sich afroamerikanische Wähler nach einem neuen Kandidaten umschauten, der Trump besiegen kann.

Biden scheint sich bewusst zu sein, dass seine lange politische Karriere – die 1970 in Delaware begann – in den nächsten zwei Wochen auf dem Spiel steht. Am Dienstagabend, als in New Hampshire noch die Stimmen ausgezählt wurden, befand er sich bereits in South Carolina.

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

Joe Biden

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    Alle Leser-Kommentare
  • luegeLose 13.02.2020 11:26
    Highlight Highlight Biden ist 77!! Das macht doch keinen Sinn, so einen alten Mann als Praesi zu waehlen. Wenn man Trump schon alt empfand, nun sollen noch aeltere Greise ran? In dem Alter waere ich froh, noch etwas Sport zu taetigen oder am liebsten verreisen zu koennen.
  • MartinZH 13.02.2020 11:03
    Highlight Highlight Joe Bidens 40-jährige Polit-Karriere ist endgültig zu Ende – wurde langsam auch Zeit! Gier ist dem Ex-US-Vizepräsidenten zum Verhängnis geworden: Biden war Obamas Mann für die Beziehungen zur Ukraine. Bis zum heutigen Tag konnte Biden nie eine plausible Erklärung liefern, warum sein Sohn Hunter über mehrere Jahre vom ukrainischen Burisma-Konzern 50 000 US-Dollar monatlich überwiesen bekommen hat.

    Niemand will jetzt nochmals einen korrupten US-Präsidenten!

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/joe-biden-und-die-ukraine-affaere-das-ist-hunter-bidens-gas-connection-a-1288590-amp.html
  • Ric_O 13.02.2020 10:48
    Highlight Highlight "40-jährige Karriere" - "...begann 1970..."

    mmhhh.... ich rechne nochmal nach...
  • Spooky 13.02.2020 09:04
    Highlight Highlight "...dass er um die «Seele der Nation» kämpfe und nach einer Reihe von persönlichen Schicksalsschlägen nicht auch noch sein Land an Donald Trump verlieren wolle."

    Let's talk bullshit!
  • Läggerli 13.02.2020 07:23
    Highlight Highlight Biden ist der JEB! dieser Wahl: Wunschkandidat der Partei, der langsam untergeht, zu lange im Rennen bleibt und hauptsächlich für Memes sorgt.
  • Auric 13.02.2020 06:54
    Highlight Highlight 40 Jahre Lange politische Karriere...
    er ist 77

    was hat er die ersten 37 Jahre gemacht?
  • lilie 13.02.2020 06:12
    Highlight Highlight Der Autor des Artikels scheint sich Bidens von der düsteren Sicht anstecken gelassen zu hsben: Eine 40-jährige Karriere kann gar nicht auf dem Spiel stehen, weil sie unberührt davon bleibt, ob Biden nun gewinnt oder verliert.

    Die Frage ist nur, ob ein weiteres Kapitel hinzugefügt wird oder ob es nun darum geht, das Schlusswort zu verfassen.

    Dass Biden es schwer haben wird, war nach den schwachen Fernsehauftritten noch vor den Vorwahlen abzusehen. Er zögerte ja auch lange, bis er sich zur Wahl stellte - ich glaube, viele hatten da schon abgehängt und akzeptiert, dass die Ära Obama vorbei ist.
  • Goldjunge Krater 13.02.2020 05:16
    Highlight Highlight Der Amerikaner hat die 8 verlorenen Jahre unter Obama nicht vergessen! Biden war kein wichtiger Teil davon aber eben trotzdem dabei. Er soll doch wieder in Rente gehen..
    • Fichtenknick 13.02.2020 06:26
      Highlight Highlight Ok, mal abgesehen von den abgedroschenen Phrasen... Warum waren die Obama-Jahre "verloren"? Bitte um Antwort mit Substanz, nicht Breitbart-Talkingpoints.
    • Amboss 13.02.2020 09:50
      Highlight Highlight Das ist eben der Fluch an der Sache.
      Was eine Regierung effektiv geleistet hat, zeigt sich immer erst in der Zukunft.
      Obama musste den ganzen Schlamassel der Bush-Regierung ausbaden und dabei halt auch unpopuläre Entscheide fällen.
      Jedenfalls hat er Trump einen Staat in grandiosem Zustand übergeben, wofür Trump sich nun rühmt. Es ist ungerecht...
      PS: Eigentlich unglaublich, dass Trump unter diesen Umständen die Mid-Terms dermassen verkacken konnte.
    • Chili5000 13.02.2020 10:38
      Highlight Highlight Verlorene Jahre die Trump wieder Rückgängig machen musste um Vorvorgerstern stehen zu bleiben...
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