DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ex-Taliban-Gefangener Bergdahl bekennt sich schuldig



epa04234511 A handout image released by IntelCenter showing captured US Army soldier Bowe Bergdahl (L) with a Taliban commander (R) in a video released by the Taliban in 2010. Sgt. Bowe Bergdahl was released from captivity in Afghanistan after being held for five years, according to a White House press release. Bergdahl was released in exchange for five Afghan prisoners held at the US prison at Guantanamo Bay, Cuba.  EPA/INTELCENTER / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Bergdahl in Gefangenschaft. Bild: EPA/INTELCENTER

US-Sergeant Bowe Bergdahl, der 2014 nach fünfjähriger Taliban-Geiselhaft in einem spektakulären Gefangenenaustausch freigekommen war, hat sich am Montag nach Medienberichten der Fahnenflucht und des «Fehlverhaltens vor dem Feind» schuldig bekannt.

Im Gegenzug zu seinem Eingeständnis vor einem Militärgericht in Fort Bragg (North Carolina) könnte der heute 31-Jährige eine mildere Strafe erhalten als sie ihm sonst im Fall eines Schuldspruchs in einem Prozess gedroht hätte.

Damit beginnt der möglicherweise letzte Abschnitt in der langen Saga um den US-Soldaten. Bergdahl hatte sich Ende Juni 2009 unerlaubt von seiner Basis in der afghanischen Provinz Paktika entfernt und war nur Stunden später von Taliban-Kämpfern gefangengenommen worden. Mit ihnen verbündete Militante hielten ihn dann fünf Jahre lang in Pakistan fest; in dieser Zeit soll er wiederholt gefoltert worden sein.

FILE - In this Dec. 22, 2015, file photo, U.S. Army Sgt. Bowe Bergdahl leaves the courthouse after his arraignment hearing at Fort Bragg, N.C. Bergdahl, who was held captive by the Taliban for half a decade after abandoning his Afghanistan post, is expected to plead guilty to desertion and misbehavior before the enemy rather than face trial. (Andrew Craft /The Fayetteville Observer via AP, File)

Bild: AP/The Fayetteville Observer

Unter dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama wurde er schliesslich im Mai 2014 im Austausch gegen fünf in Guantánamo Bay gefangene Taliban freigelassen - ein stark umstrittener Deal. So hatte auch Donald Trump Bergdahl während des Präsidentschaftswahlkampfes mehrfach als «miesen Verräter» gebrandmarkt.

Nun wird Strafmass festgelegt

Bergdahl sagte aus, er habe keine Fahnenflucht begehen wollen. Ziel sei es vielmehr gewesen, mit dem Verlassen der Basis eine Krise zu erzeugen, die ihm - so seine Hoffnung - die Gelegenheit geben würde, auf Probleme in seiner Einheit aufmerksam zu machen.

FILE - In this Tuesday, Jan. 12, 2016 file photo, Army Sgt. Bowe Bergdahl arrives for a pretrial hearing at Fort Bragg, N.C. Attorneys for Bergdahl said Saturday, March 5, 2016, they may seek a deposition from presidential contender Donald Trump or call him as a witness at a legal proceeding, saying they fear his comments could affect their client's right to a fair trial. (AP Photo/Ted Richardson, File)

Bild: AP/FR83921 AP

Fahnenflucht kann mit fünf Jahren Gefängnis geahndet werden, der schwerere Vorwurf des «Fehlverhaltens vor dem Feind» mit lebenslanger Haft. Hintergrund dieses zweiten Anklagepunkts ist der Vorwurf, dass Bergdahl mit seinem Verhalten Kameraden gefährdet habe: Demnach waren drei von ihnen bei der Suche nach ihm schwer verletzt worden.

Es folgt nun eine weitere Anhörung zu Festsetzung des Strafmasses mit Zeugenaussagen. Diese Prozedur soll am 23. Oktober beginnen. (sda/dpa)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Genf im Ausnahmezustand: 11 Beobachtungen in der Hochsicherheitszone

Ein verrückter Tag für alle Anwesenden. Ob Journalistin, Anwohner, Schulkind, Flughafenmitarbeiter, Bistro-Barista: Wer am Mittwoch in Genf unterwegs war, sah zwar nicht viel vom Gipfeltreffen und wurde doch Zeugin eines historischen Tags.

Genf ist sich internationalen Besuch gewohnt. Seit der Gründung des internationalen Komitees vom roten Kreuz (IKRK) im Jahr 1863 entwickelte sich die Stadt am Lac Leman zu einem wichtigen Ort für internationale Konferenzen und Friedensgespräche. Heute ist sie der europäische Hauptsitz der Vereinten Nationen, beherbergt rund 40 internationale Organisationen, fast 700 NGOs und Dutzende diplomatische Missionen. Doch so etwas hat die Stadt noch nie gesehen.

Für das Gipfeltreffen zwischen …

Artikel lesen
Link zum Artikel