International
USA

Kim Jong-un ist bereit, mit USA zu sprechen – unter einer Bedingung

Kim Jong-un ist bereit, mit USA zu sprechen – unter einer Bedingung

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat eine prinzipielle Gesprächsbereit gegenüber der US-Regierung signalisiert, sollte diese von ihrem Ziel einer nuklearen Abrüstung seines Landes absehen.
22.09.2025, 05:3422.09.2025, 05:34

«Wenn die USA ihre unrealistischen Vorstellungen von einer vollständigen Denuklearisierung aufgeben und (...) eine echte friedliche Koexistenz mit uns anstreben, gibt es für uns keinen Grund, uns den USA zu widersetzen», sagte Kim während einer Parlamentsrede am Sonntag. Darin sprach er auch davon, «noch gute Erinnerungen an den derzeitigen US-Präsidenten Trump» zu haben.

epa12397003 An undated photo released by the official North Korean Central News Agency (KCNA) shows North Korean Leader Kim Jong Un speaking during the 13th Session of the 14th Supreme People's A ...
Kim Jong-un erklärt, er habe «gute Erinnerungen» an Donald Trump.Bild: keystone

Gleichzeitig machte er deutlich, dass sein Land niemals auf Atomwaffen verzichten werde und sich auch nicht durch Sanktionen unter Druck setzen lasse. «Die Welt weiss sehr gut, was die USA tun, nachdem sie andere gezwungen haben, ihr Atomprogramm aufzugeben und abzurüsten», sagte Kim.

Donald Trump und Kim Jong-un hatten sich während der ersten Amtszeit des US-Präsidenten mehrfach zu Gesprächen getroffen. Neben zwei Gipfeltreffen in Singapur (2018) und Hanoi (2019) kam es auch zu einer kurzen Begegnung zwischen den zwei Staatschefs an der innerkoreanischen Grenze im Jahr 2019.

Zuletzt hatte Trump im August vor Reportern im Weissen Haus gesagt, dass er eine «grossartige Beziehung» zu Kim habe und ihn noch dieses Jahr treffen wolle. Bislang hält die US-Regierung an ihrem Ziel fest, Nordkorea nuklear vollständig abrüsten zu wollen. Das Land wird wegen seines Atomprogramms mit weitreichenden UN-Sanktionen sowie zusätzlichen US-Sanktionen belegt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
13 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Okay, Boomer
22.09.2025 06:56registriert Juli 2022
Ist das einer der zehn Kriege, die Donnie beendet hat?
405
Melden
Zum Kommentar
avatar
Enzasa
22.09.2025 07:07registriert August 2016
Oh will da einer den Weg ebnen, für neue Allianzen? Heißt er Trump willkommen im Bündnis der Autokraten?
257
Melden
Zum Kommentar
13
Tödliche Schneemassen – warum so viele Menschen in Lawinen sterben
124 Menschen sind diesen Winter europaweit bereits Lawinen zum Opfer gefallen. Das sind überdurchschnittlich viele Todesfälle und die Saison ist nicht vorbei. Wo gingen die Lawinen nieder und was macht diesen Winter derartig tödlich? Ein Blick in den aktuellen und die vergangenen Winter.
Am späten Nachmittag des 1. Novembers 2025 geht bei der Vertainspitze im Südtirol eine Lawine ab und begräbt fünf deutsche Bergsteigerinnen und Bergsteiger. Sie konnten nur noch tot aus den Schneemassen geborgen werden. Das Unglück war diese Saison die bisher tödlichste Lawine in den Bergen Europas – doch bei Weitem nicht die einzige. Laut des Europäischen Lawinenwarnsystems (EAWS) endeten diesen Winter bereits 90 Lawinenniedergänge tödlich.
Zur Story