Ferien auf dem Mond: US-Unternehmen bietet Reservierungen für Hotel an
Wie wäre es mit Ferien auf dem Mond?
Hört sich an wie ein Witz, ist aber ein echter Vorstoss eines US-Start-ups mit dem Namen Gru Space (benannt nach dem Superschurken Mister Gru aus der «Ich – Einfach unverbesserlich»-Filmreihe). Das US-Unternehmen plant eigenen Angaben nach, bis zum Jahr 2032 eine aufblasbare Einrichtung auf dem Erdtrabanten zu installieren. Sie soll Platz für vier Besucher bieten.
«Der Ort wird atemberaubende Ausblicke auf die Mondoberfläche bieten und unvergleichliche Ansichten der Erde. Ausserdem aufregende Aussenbordaktivitäten», schreibt Gru Space in einer Pressemitteilung.
Sind hier Visionäre am Werk, die Grosses schaffen werden? Oder ist das alles ein Riesenschwindel? Auffällig ist, dass für das ambitionierte Projekt weder die Finanzierung noch eine Baugenehmigung vorliegen, aber Reservierungen bereits jetzt vorgenommen werden können. Die Reservierungsgebühren liegen im niedrigen Bereich (rund 800 Euro), während Anzahlungen für Zimmer teilweise im Millionenbereich genannt wurden. Angeblich sollen sich die ersten Interessenten gemeldet haben.
Zumindest führt das Unternehmen aus Kalifornien ganz genau aus, in welchen Schritten ab 2029 getestet und dann Equipment auf den Mond gebracht werden soll. So werde das Aufblasgebäude im geschützten Bereich einer Mondgrube (beispielsweise ein Asteroidenkrater) installiert werden. Dies würde Schutz vor Sonneneruptionen bieten und eine «stabilere thermische Umgebung, wo doch die Temperatur auf dem Mond normalerweise zwischen minus 170 und plus 100 Grad Celsius schwankt».
Auf die Social-Media-Posts des Unternehmens reagieren Menschen entsprechend gespalten: «Fühlt sich nach Betrug an», schreibt einer. Ein anderer: «Alles an dieser Idee ist einfach genial, bis hin zur Namensgebung. Ich meine, Gru. Das ist verdammt genial.»
Bei Gru Space glaube man fest daran, dass die Menschheit so schnell wie möglich interplanetar werden müsse und den Weltraum bereisen sollte, heisst es. Das Unternehmen habe sich diesem Ziel verschrieben. «Sollten wir scheitern, verlieren wir ein Jahrzehnt, sollten wir Erfolg haben, können wir die Entwicklung unserer Spezies dauerhaft verändern», schreiben die drei Macher, die auf wissenschaftliche Karrieren verweisen können.
«Mars One» scheiterte auf ganzer Linie
Menschen auf Zeit oder sogar dauerhaft ausserhalb der Erde anzusiedeln, ist ein Traum vieler. So wollte die niederländische Unternehmung «Mars One» ab 2023 Menschen auf dem Mars landen und siedeln lassen. Das Projekt sollte Angaben des niederländischen Unternehmers Bas Lansdorp im Jahr 2016 als «grösstes Medienereignis der Weltgeschichte» im Rahmen einer Reality-TV-Show vermarktet und finanziert werden – scheiterte aber auf ganzer Linie.

