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US-Senatorin: Trump missbraucht Justizministerium

epa11941185 US Senator Elissa Slotkin rehearses the Democratic response to US President Donald Trump's address to a joint session of congress in Wyandotte, Michigan, USA, 04 March 2025. EPA/Paul  ...
Senatorin Elissa Slotkin legt sich mit Trump an.Bild: keystone

US-Senatorin: Trump missbraucht Justizministerium

23.11.2025, 21:0623.11.2025, 21:06

Im Streit um Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen mehrere demokratische Kongressmitglieder hat die Senatorin Elissa Slotkin nachgelegt. «Es ist kein Geheimnis, dass der Präsident versucht, das Justizministerium als Waffe einzusetzen», sagte sie im Gespräch mit ABC News. «Wir haben schon mehrfach erlebt, wie er bei verschiedenen Personen so vorgegangen ist. Es ist ein Instrument, um einzuschüchtern.»

Vorangegangen war ein Video, in dem sechs demokratische Kongressmitglieder, die selbst einen Militär- oder Geheimdiensthintergrund haben, im Kern Angehörige des US-Militärs auffordern, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. «Unsere Gesetze sind klar: Ihr könnt illegale Befehle verweigern – ihr müsst illegale Befehle verweigern», heisst es. Niemand müsse Anordnungen ausführen, die gegen Recht oder Verfassung verstiessen.

Daraufhin hatte Trump auf der Plattform Truth Social mehrere Beiträge abgesetzt, in denen er einer Gruppe von Demokraten «aufständisches Verhalten von Verrätern» vorwarf. In einem weiteren Post nannte er sie zwar nicht namentlich, schrieb aber: «AUFSTÄNDISCHES VERHALTEN, mit dem TODE bestrafbar!» Zudem schaltete sich der dem Justizministerium untergeordnete, stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche ein und forderte, dass die Kongressmitglieder zur Rechenschaft gezogen werden sollten.

Slotkin: «Juristische Winkelzüge» bei Angriffen in Venezuela

Slotkin verteidigte die Veröffentlichung des Videos. Es hätten sich einige junge Offiziere an sie und ihre Kollegen gewandt, die sich als Nationalgardisten oder als Teile von Militäreinheiten in Lateinamerika nicht sicher seien, ob sie ihre Befehle ausführen sollten. Angesprochen darauf, ob sie glaube, dass Trump dem Militär bisher rechtswidrige Befehle erteilt habe, antwortete Slotkin: «Mir sind keine illegalen Dinge bekannt, aber es gibt sicherlich einige juristische Winkelzüge im Zusammenhang mit den Angriffen in der Karibik und allem, was mit Venezuela zu tun hat.»

Am Samstag bemühte sich der Präsident, seine Drohungen zu relativieren. «Ich drohe ihnen nicht mit dem Tod, aber ich glaube, sie stecken in ernsthaften Schwierigkeiten. Früher bedeutete das den Tod», sagte er in einem Gespräch mit Fox News Radio. Aus seiner Sicht hätten die Parlamentarier das Gesetz gebrochen, indem sie Angehörige des US-Militärs dazu aufgefordert hätten, Befehle des US-Präsidenten zu verweigern. (sda/dpa)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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webedr45
23.11.2025 23:15registriert Januar 2020
Gibt es etwas, was Trump und seine Kumpan:innen nicht missbrauchen? Die mutige Frau hat recht.
Leider bewirkt sie mit dem Aufruf rein gar nichts. Trump ist allmächtig, niemand fragt nach Verfassungs- und Rechtmässigkeit, wenn er etwas befiehlt und gar die Streitkräfte sind nicht zum Nachdenken über diese Dinge dressiert. Die Mehrheit von Ihnen (Mannschaft) weiss vermutlich nicht einmal, was im Uniform Code of Military Justice steht und der Mehrzahl der Offiziere ist es egal, ob der Befehlshaber im Recht ist.
Die Beamten in den Gefälligkeitsjobs werden sich hüten, zu widersprechen.
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Black Cat in a Sink
23.11.2025 22:46registriert April 2015
Und ich dachte immer, die Berner seien langsam. Aber die Amerikaner schlagen alles, wenn es sich um Trump handelt…
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