International
USA

Mehr Einwandererfamilien kommen illegal über Grenze in die USA

Mehr Einwandererfamilien kommen illegal über Grenze in die USA

13.09.2018, 09:4413.09.2018, 09:52
Mehr «International»
FILE - In this June 25, 2018, file photo, a mother migrating from Honduras holds her 1-year-old child as surrendering to U.S. Border Patrol agents after illegally crossing the border near McAllen, Tex ...
Bild: AP/AP

Trotz der harten Haltung der Regierung von US-Präsident Donald Trump in der Einwanderungspolitik sind im vergangenen Monat deutlich mehr Einwandererfamilien illegal über die mexikanische Grenze ins Land gekommen.

Zwischen Juli und August stieg die Zahl der nahe der Grenze zu Mexiko festgenommenen Migrantenfamilien um 38 Prozent, wie am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichte Zahlen der Grenzschutzbehörden zeigen. 12'774 Familienmitglieder wurden festgenommen. Die Gesamtzahl der Festnahmen – Familien, Einzelpersonen und unbegleitete Minderjährige – lag bei 37'544.

Die Zahl der illegal über die Grenze gekommenen Migrantenfamilien stieg an, nachdem Gerichte das Vorgehen der Regierung gestoppt hatten, Einwandererkinder von ihren Eltern zu trennen. Im Zuge der Null-Toleranz-Politik der US-Regierung hatten die Behörden in den vergangenen Monaten Familien systematisch getrennt und die Kinder in separaten Lagern untergebracht. Nach einer Welle der Empörung stoppte Präsident Trump die Familientrennungen im Juni.

US-Behörden trennen Kinder illegaler Einwanderer von Eltern

Video: srf

In einer Reaktion auf die neuen Zahlen zu den Grenzübertritten sagte ein Sprecher des Ministeriums für innere Sicherheit, schuld seien «Lücken in der nationalen Gesetzgebung». Notwendig seien härtere Einwanderungsgesetze.

Die Mehrzahl der im August illegal in die USA eingewanderten Menschen kam aus den mittelamerikanischen Staaten El Salvador, Honduras und Guatemala. Wegen der Entfernung ist die Abschiebung dieser Migranten schwieriger als die von Mexikanern in ihr direkt angrenzendes Herkunftsland. (sda/afp)

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA

1 / 9
Die Grenze zwischen Mexiko und den USA
Irgendwo muss die Mauer anfangen: Playas Tijuana, Mexiko, am Pazifischen Ozean.
quelle: x02883 / jorge duenes
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
Israel will Rafah angeblich in Etappen angreifen – das Nachtupdate ohne Bilder
Der israelische Angriffsplan für Rafah steht laut Medienberichten. Zuerst sollen Zivilisten evakuiert werden. Derweil kommt es nach dem Veröffentlichen eines Videos einer Hamas-Geisel in Israel zu Protesten. Hier ist das Nachtupdate.

Israel will seine angekündigte Bodenoffensive auf die Stadt Rafah im Süden des abgeriegelten Gazastreifens einem Medienbericht zufolge in Etappen durchführen. Wie die Zeitung «Wall Street Journal» am späten Mittwochabend unter Berufung auf ägyptische Beamte und ehemalige israelische Offiziere berichtete, änderte Israel auf Druck der USA und anderer Länder seine anfänglichen Pläne für einen grossangelegten Angriff auf die derzeit mit Hunderttausenden palästinensischer Binnenflüchtlingen überfüllte Stadt an der Grenze zu Ägypten. Durch ein stattdessen schrittweises Vorgehen solle die Zahl ziviler Opfer begrenzt werden, hiess es. Israels Militär äussert sich zu seinen Einsatzplänen nicht. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte allerdings vor wenigen Tagen «weitere schmerzhafte Schläge» gegen die islamistische Hamas angekündigt. «Und dies wird in Kürze geschehen», sagte er.

Zur Story