International
USA

Trump verspricht allen Bürgern 2000 Dollar der Zollgelder

epa12508313 US President Donald Trump looks on in the Oval Office of the White House in Washington, DC, US, 06 November 2025. Eli Lilly & Co. and Novo Nordisk A/S have secured deals with the Trump ...
Anfang April hatte Donald Trump Zölle für ausgewählte Länder angekündigt.Bild: keystone

Trump verspricht allen US-Bürgern 2000 Dollar – einen konkreten Plan gibt es aber nicht

10.11.2025, 11:2410.11.2025, 12:36

US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag angekündigt, jedem US-Amerikaner 2000 US-Dollar zu bezahlen. Er will dies durch die Zolleinnahmen finanzieren. Ausgenommen von den Zahlungen seien Wohlhabende und Leute, die bereits gut verdienen. Dies berichtet das «Wall Street Journal».

In einem Post auf seiner Plattform «Truth Social» schrieb der US-Präsident dazu, dass die USA das reichste, respektierteste Land der Welt sei.

«Wir nehmen Billionen von Dollar ein und werden bald damit beginnen, unsere enormen Schulden in Höhe von 37 Billionen Dollar zurückzuzahlen.»

Wann diese Zahlungen erfolgen werden oder welche US-Bürger sich qualifizieren, um diese zu erhalten, sagte Trump bis anhin nicht.

Weiter versprach er, mit den Zöllen Arbeitsplätze im Produktions-Gewerbe zurückzuholen.

Klagen gegen Trumps Zollpolitik

Der oberste Gerichtshof der USA befasste sich vergangene Woche mit mehreren Klagen gegen Trumps Zollpolitik. Dabei äusserte er Zweifel daran, dass Donald Trump die einseitige Befugnis habe, Zölle zu erheben.

Trump reagierte auf diese Zweifel in einem Truth-Social-Beitrag. Dort schrieb er, dass der Präsident der USA den gesamten Handel mit einem anderen Land stoppen dürfe.

Bild
Bild: screenshot: truth social

Die USA haben zwischen April und Oktober, laut dem «Committee for a Responsible Federal Budget», rund 151 Milliarden US-Dollar durch Importzölle eingenommen. Der Finanzminister Scott Bennett rechnet künftig mit Einnahmen von 500 Milliarden Dollar jährlich.

Idee noch nicht stark diskutiert

Nachdem Donald Trump die Idee geteilt hatte, äusserte er die Idee, diese 2000 Dollar direkt in die Gesundheitssparkonten der Bürger einzuzahlen.

Finanzminister Scott Bessent sagte daraufhin gegenüber US-Medien, dass diese Idee noch nicht völlig ausgearbeitet sei. Er relativierte Trumps Aussage denn auch sogleich. Vielleicht würden die 2000 US-Dollar auch via Steuererleichterungen an die US-Bürger gelangen. Es gebe viele Möglichkeiten, diese auszuzahlen.

Kevin Hassett, der Direktor des nationalen Wirtschaftsrats, sagt gegenüber CBS News, dass die Idee noch nicht gross besprochen wurde im US-Senat.

Nicht das erste Mal, dass jemand diese Idee hatte

Anfang des Jahres hatte Senator Josh Hawley einen Gesetzesentwurf mit derselben Idee präsentiert. Nämlich Zolleinnahmen an Bürger zu geben, die mit steigenden Kosten kämpfen. Bürger mit höheren Einkommen würden weniger Geld erhalten.

Der Vorschlag sah vor, 600 Dollar direkt auf die Bankkonten jedes erwachsenen Bürgers einzuzahlen. Der Vorschlag wurde jedoch auf Eis gelegt, da der Shutdown in den USA drohte. Die Idee von Hawley wurde bis anhin nicht wieder aufgenommen. Unter anderem wegen des noch anhaltenden Regierungsstillstands. (nib)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die schönsten Weihnachtsmärkte der Schweiz und rund um den Globus
1 / 12
Die schönsten Weihnachtsmärkte der Schweiz und rund um den Globus
quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das will die Service-citoyen-Initiative
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
700.000 Menschen bei Papstmesse in Paris
Als Höhepunkt seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. im Stadtzentrum von Paris eine grosse Messe mit 700'000 Teilnehmern gefeiert. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wurde auf seiner Fahrt mit dem Papamobil über die Prachtstrasse Champs-Élysées von einer riesigen Menschenmenge bejubelt. Die Messe fand dann auf der Place de la Concorde statt, einem der grössten Plätze von Paris. Schon Stunden zuvor war dort kein Durchkommen mehr.
Zur Story