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«Klare Korruption»: Biden fordert Trump auf, brisantes Telefonat zu veröffentlichen



FILE - In this Oct. 31, 2018 file photo, former Vice President Joe Biden speaks during a rally in Bridgeton, Mo. Biden says he'll announce within the next two months whether he plans to challenge President Donald Trump in 2020. The 76-year-old Democrat made his comments Monday, Dec. 3  to an audience at the University of Montana. Biden is touring the nation to promote his memoir,

Joe Biden will Klarheit. Bild: AP/AP

Nach einem mutmasslich brisanten Telefonat: Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, den Wortlaut eines Gesprächs mit einem ausländischen Staatenlenker umgehend zu veröffentlichen.

Biden bezog sich am Freitag auf US-Medienberichte, wonach Trump am 25. Juli mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefonierte und diesen aufgefordert haben soll, kompromittierende Informationen über Bidens Sohn Hunter herauszugeben. Hunter Biden arbeitete bei einer ukrainischen Firma.

«Wenn diese Anschuldigungen wahr sind, dann kennt die Bereitschaft von Präsident Trump, seine Macht zu missbrauchen und unser Land zu demütigen, keine Grenzen», erklärte Biden. Der ehemalige US-Vizepräsident sprach von «klarer Korruption». Das Mindeste sei es, dass Trump «sofort die Mitschrift des betreffenden Anrufs veröffentlicht, damit das amerikanische Volk selbst urteilen kann».

Ein Geheimdienstmitarbeiter hatte Medienberichten zufolge wegen Äusserungen Trumps bei einem Telefonat mit einem ausländischen Staatschef bei einer internen Kontrollbehörde Beschwerde eingelegt. Die Beschwerde schlug in Washington hohe Wellen.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, sprach von einem Vorfall, der «gravierende und dringliche Fragen für unsere nationale Sicherheit» aufwerfe. Im Kongress hatte es am Donnerstag eine geschlossene Anhörung dazu gegeben, kommende Woche soll eine öffentliche Sitzung folgen. Die Regierung hält konkrete Informationen zu der Beschwerde bislang allerdings zurück. Der Generalinspekteur der Geheimdienste stufte die Beschwerde als glaubwürdig ein.

Trump: Verdacht ist «lächerlich»

Trump nannte den gegen ihn laut «Washington Post» von einem Geheimdienstmitarbeiter erhobenen Verdacht «lächerlich». Die Unterhaltung mit dem ausländischen Politiker, um die es gehe, sei nicht «heikel», sondern «völlig angemessen gewesen». Im Kurzbotschaftendienst Twitter sprach Trump von einer Attacke der «radikal-linken Demokraten».

Trump beschuldigte den Informanten, parteilich zu sein. Er kenne dessen Identität aber nicht. Auf Nachfrage von Journalisten, ob es in dem strittigen Gespräch um Biden ging, sagte Trump: «Es spielt keine Rolle, was ich besprochen habe.» Zuvor hatte Trumps Anwalt bei CNN eingeräumt, die Ukraine ermuntert zu haben, Vorwürfen gegen die Bidens nachzugehen.

Das «Wall Street Journal» berichtete, Trump habe in dem betreffenden Telefonat «etwa acht Mal» versucht, Selenskyj auf die Aktivitäten von Hunter Biden anzusetzen, der während Bidens Amtszeit als US-Vizepräsident seit 2014 für eine ukrainische Gasfirma arbeitete. Zu diesem Zweck habe Trump Selenskyj aufgefordert, mit seinem Anwalt Rudy Giuliani zusammenzuarbeiten.

Laut «Washington Post» sorgte der geschäftsführende Nationale Geheimdienstdirektor Joseph Maguire dafür, dass der Kongress nicht über den Inhalt des Telefonats informiert wurde. Die Demokraten im Kongress reagierten empört. Biden ist der Favorit bei den Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur. Er könnte somit im November 2020 gegen Trump antreten. (aeg/sda/afp/dpa)

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Dr. Unwichtig 21.09.2019 10:46
    Highlight Highlight 1. Primär ist der Vorgang, der zur Nicht-Weitergabe der Abschrift des Telefonats an den Kongress führte problematisch, (noch) nicht dessen Inhalt. 2. Stellen sich Giuliani und Co auf den Standpunkt, dass ein US-Präsident die Freigabe von Geldern durchaus mit dem Wunsch verknüpfen kann, die Korruption beim Empfänger stärker zu bekämpfen. Ansonsten wäre die Gefahr gross, dass die Gelder versickern. 3. Hoher Blutdruck ist ungesund. Einfach mal entspannen...
    • Gummibär 21.09.2019 12:35
      Highlight Highlight Wie auch einige Schweizer Firmen schmerzlich erfahren haben gibt es Gesetze und Behörden in den U.S.A. die Korruption in Empfangsländern aktiv bekämpfen.
      https://www.bloomberg.com/news/articles/2010-11-05/shell-bribes-among-culture-of-corruption-panalpina-admits

      Ein Staatschef, der die Zahlung von Regierungsgeldern davon abhängig macht, dass Material gegen einen politischen Gegner geliefert wird ist KORRUPT.
    • Dr. Unwichtig 21.09.2019 12:43
      Highlight Highlight Gummibär: Durchaus. Deshalb ist der Inhalt und Wortlaut des Gesprächs auch entscheidend. Wollen wir also alle nicht warten, bis dieses freigegeben wird (oder auf eine konkrete Begründung, weshalb das nicht geschieht), bevor wir uns gaaaanz fürchterlich aufregen?
  • Gawayn 21.09.2019 10:35
    Highlight Highlight Das Trump korrupt ist,
    Wurde wieder und wieder bewiesen.

    Er kassiert bei jeder seiner Golf Ausflüge in seinen Clubs Unmengen an Gelder.

    Auch die "Geschenke" vom Ausland, die behält er.

    Von der NRA hat er zig Millionen für den Wahlkamp kassiert. Entsprechend unterstützt er die Waffenlobby.
    Alles klare Korruptionsbeweise.

    Damit ist die Liste noch laaange nicht fertig.
    Dennoch kommt er immer wieder davon.
    Auch jetzt wird er wieder davon kommen.
    Nicht weil er clever ist.
    Sondern weil er geschützt wird.

    DAS ist beschämend!
  • walsi 21.09.2019 08:19
    Highlight Highlight Es steht der Verdacht im Raum, dass der Sohn von Biden in Korruption in der Ukraine verwickelt ist. Trump spricht mit dem ukrainischen Präsidenten darüber und empfiehlt ihm sich das genauer anzuschauen. Wo genau ist jetzt der Skandal?
    • Ajx 21.09.2019 08:33
      Highlight Highlight Es geht darum, dass DT als Präsident Mittel aus seiner Position einsetzt, um politischen Gegnern zu schaden.
    • stolca 21.09.2019 08:53
      Highlight Highlight Weil kurz darauf offenbar 250mio Dollar "Militär Hilfe" freigegeben sein sollen?
      Weil Wahlkampf ist und belastendes Material über den Gegner beschafft werden kann?
      Weil die Administration des Landes einmal mehr zum persönlichen Vorteil missbraucht wird?
    • Doppelpass 21.09.2019 08:58
      Highlight Highlight Es steht der Verdacht im Raum, dass der Präsident der USA den Präsidenten der Ukraine dazu drängt, belatendes Material über den Sohn seines grössten Widersachers zu liefern, und im Gegenzug Schutz und Geschäfte in Aussicht stellt.
      Da empfiehlt es sich, das genauer zu untersuchen. Zumal die Ukraine in einem starken Abhängigkeitsverältnis steht.
      Wenn da nix war, kann das Protokoll ja locker veröffentlicht werden.
      Einverstanden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzesammler 21.09.2019 08:14
    Highlight Highlight Hoffentlich vegehen die nächsten 13 Monate wie im Flug und jemand Anderes kommt! Ich kann diese Nachrichtenflut über ,,Trampel,, bald nur noch mit meinem Therapeuten verarbeiten.
  • Alice36 21.09.2019 08:11
    Highlight Highlight Der Orange Kretin kennt keine Grenzen. Was braucht es noch bis die vernünftigen US-Bürger auf die Strasse gehen um gegen das Ungeziefer im weissen Haus zu protestieren? Anders scheint es nicht möglich das Problem zu lösen da die US-Verfassung und die darauf basierenden Gesetze nutzlos zu sein scheinen um gegen die Horde der höhrigen Republikaner ihren korrupten und verlogenen Häuptling in die Wüste zu schicken wo er hingehört.

    Grosses SORRY an die Wüste.

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