DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

US-Verkehrsminister warnt: Lieferketten-Probleme auch im nächsten Jahr

18.10.2021, 03:21

Nach Einschätzung von US-Verkehrsminister Pete Buttigieg dürften die aktuellen Lieferketten-Probleme noch bis ins kommende Jahr andauern. Ein entscheidender Punkt sei, dass die aktuelle Nachfrage nach Produkten durch die Decke gehe.

«Nun, viele der Herausforderungen, die wir in diesem Jahr erlebt haben, werden sich mit Sicherheit auch im nächsten Jahr fortsetzen», sagte Buttigieg am Sonntag (Ortszeit) dem Sender CNN. «Das Problem ist, dass unsere Häfen zwar mehr umschlagen als je zuvor, nämlich Rekordmengen an Gütern, unsere Lieferketten aber nicht Schritt halten können», so Buttigieg. Die US-Regierung wolle daher lang- und kurzfristig Abhilfe schaffen.

US-Verkehrsminister Pete Buttigieg rechnet damit, dass die Lieferketten-Probleme auch im kommenden Jahr noch spürbar sind.
US-Verkehrsminister Pete Buttigieg rechnet damit, dass die Lieferketten-Probleme auch im kommenden Jahr noch spürbar sind.Bild: keystone

Grund der Engpässe sind unter anderem Nachwirkungen der Corona-Krise. Die Staus an Häfen und fehlende Containerkapazitäten machen sich zunehmend bemerkbar. US-Präsident Joe Biden kündigte daher vergangene Woche an, dass neben dem Hafen von Long Beach auch der Hafen von Los Angeles in Dauerbetrieb geht. Die beiden Häfen im US-Bundesstaat Kalifornien sind die grössten Häfen der USA. Mit dem Dauerbetrieb soll der Rückstau abgebaut werden.

Die System der Lieferketten sei grösstenteils in privater Hand – und das sei auch richtig, so Buttigieg. Es sei daher Aufgabe der Regierung alle relevanten Akteure zusammenzubringen. Bidens Regierung hat mit Gewerkschaften, Betreibern und Spediteuren verhandelt, um etwa den Dauerbetrieb der Häfen möglich zu machen. Der US-Einzelhändler Walmart und die US-Paketdienste UPS und Fedex hätten zugesagt, ebenfalls ausserhalb ihrer Hauptzeiten zu arbeiten, um die Waren zu entladen oder zu transportieren, hatte der US-Präsident erklärt.

«Ich denke, jede Idee wird ernst genommen, aber im Moment konzentrieren wir uns auf die Arbeitsabläufe», sagte Buttigieg auf die Frage, ob eventuell Strafzölle gegen China aufgehoben werden könnten. Es ginge nun nicht nur um die Häfen, sondern zum Beispiel auch darum, dass es genügend Lkw-Fahrer gebe. Auf die Frage, ob es sinnvoll sei, Weihnachtsgeschenke bereits jetzt zu bestellen, antworte der Minister ausweichend: «Ich weiss, dass die Feiertage dieses Jahr viel besser sein werden als letztes Jahr.» (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Wenn das Schiff fast nicht in den Hafen passt

1 / 19
Wenn das Schiff fast nicht in den Hafen passt
quelle: ap/pa / steve parsons
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dieser Seelöwe setzt sich auf ein Schiff, weil er von etlichen Orcas umzingelt wird

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Franzosen platzt nach Brief von Boris Johnson der Kragen
Premier Johnson will alle Boot-Migranten nach Frankreich zurückschaffen. Die Verzweifelten lassen sich nicht einmal von dem tragischen Unglück am Mittwoch mit 27 Toten abschrecken.

Die Wogen gehen hoch am Ärmelkanal. Auslöser ist ein Brief des britischen Premiers Boris Johnson an den französischen Präsidenten Macron. «Dear Emmanuel» beginnt das zweiseitige Schreiben, das der Autor gleich auf seinem Twitter-Konto veröffentlichte.

Zur Story