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«Was willst du tun, mich erschiessen?» – diese US-Politikerin hat genug von Waffengewalt



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In Rage: Stephanie Flowers.

Im US-Bundesstaat Arkansas wurde diese Woche die «Stand Your Ground»-Initiative behandelt. Diese sollte das Tragen von Schusswaffen im öffentlichen Raum liberalisieren. Das Gesetz soll es Menschen erlauben, sich zu verteidigen. Es wurde aber in anderen Staaten immer wieder als Grundlage genommen, Tötungsdelikte vor allem an Schwarzen nicht strafrechtlich zu verfolgen.

Aber gegen «Stand Your Ground» erhob sich Widerstand – und zwar in der Person von Stephanie Flowers, einer demokratischen Senatorin im Bundesstaat Arkansas. «Das ist verrückt!», schrie sie ins Mikrophon in der öffentlichen Debatte. «Sie müssen sich nicht um ihre Kinder fürchten. Ich fürchte mich um meinen Sohn und viele andere schwarze Kinder.»

Es folgt eine mehr-minütige Tirade Stephens, in der sie ihren republikanischen Opponenten die Meinung geigt. «Ich bin die einzige Farbige hier, okay. Und ich bin auch eine Mutter. Ich mach mir um meine Kinder genau so Sorgen wie ihr um eure. Aber meine Kinder gehen nicht den selben Weg wie eure.»

Als sich Stephens nicht beruhigen wollte, schritt ein Parlamentarier ein, sie müsse sich beruhigen. «Nein, muss ich nicht!» schrie sie weiter. «Was wollen sie tun? Mich erschiessen!?». Dieser Schuss sass.

Stephens gewann die Diskussion und wenig später auch die Gesetzesabstimmung. «Stand Your Ground» wurde knapp verworfen. (aeg)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Domino 09.03.2019 23:51
    Highlight Highlight Jaja, Politiker die hinter meterhohen Mauern wohnen mit eigenem persönlichem und bewaffnetem Sicherheitsdienst beschweren sich über die Verteitigung des Grunds von Anderen.

    By the way: vielleicht sollte mal ihre eigene Community mit Schusswaffen aufräumen....
    ....aber das geht schlecht, da die meisten Waffen da illegal sind.

    War das Huhn oder Ei zuerst?
  • Erba 09.03.2019 13:04
    Highlight Highlight Es gibt halt immer noch hirnverbrannte die sich mit einer Waffe besser fühlen. Dieses "Stand your ground" ist so veraltet und hat in einer aufgeklärten nichts verloren.
    • Mugendai 09.03.2019 14:05
      Highlight Highlight Räuberische Überfälle und Einbrüche sollten eigentlich in einer modernen und aufgeklärten Welt auch nichts zu suchen haben. Trotzdem gibt es das. Wenn die Schafherde findet, der Hund sei nicht mehr nötig, freut sich der Wolf. Achtung: Ich stehe "Stand your ground" auch etwas skeptisch gegenüber. Der Umgang mit Waffen will geübt sein, besonders in Stresssituationen. Das jetztige Notwehrrecht mit der "angemessenen Verteidigung" ist aber auch nicht über alle Zweifel erhaben.
  • Nero1342 09.03.2019 11:41
    Highlight Highlight ✊🏿
    • bansaighdear 09.03.2019 19:04
      Highlight Highlight Darf ich ein solidarisches 🤘 abgeben?
  • Chrigi-B 09.03.2019 11:18
    Highlight Highlight Stand your Ground würde ich mir auch in der Schweiz wünschen. Du greifst mich an? Tja, dass kann bitter enden.
    • ScottSterling 09.03.2019 12:11
      Highlight Highlight Stgb Art. 15: Rechtmässige Handlungen und Schuld. / Rechtfertigende Notwehr
      Rechtfertigende Notwehr

      Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umständen angemessenen Weise abzuwehren.
    • Korrekt 09.03.2019 12:25
      Highlight Highlight Wenn sie jemand angreift, dann dürfen sie sich im gleichen Masse wehren. Wenn jemand sie schlägt, dann schlagen sie zurück. Eine Waffe zu verwenden macht nur in den absolut äussersten Ausnahmesituationen Sinn und ich denke nicht, dass man sich ausser aus Berufsgründen in der Schweiz auf so etwas vorbereiten muss.
    • MacB 09.03.2019 12:27
      Highlight Highlight Warum?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 09.03.2019 09:36
    Highlight Highlight Widerstand ist nicht immer sinnlos...

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