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bild: screenshot/facebook

Trump lässt seine «Fans» für sich werben – das Problem: Die sind gar keine Fans



Bis zur nächsten US-Präsidentschaftswahl sind es noch 488 Tage – am 3. November 2020 muss US-Präsident Donald Trump um seinen Platz im Weissen Haus bangen.

Der Populist kämpft bereits jetzt um seine Wähler – und das auf allen denkbaren Wegen: Neben seinen Ralleys und diversen TV-Interviews kämpft Trump natürlich auch auf Social Media darum, dass seine Anhänger ihm nicht abhanden kommen.

Auch auf Facebook schaltet das Trump-Team regelmässig Werbeanzeigen – und nimmt es mit der Wahrheit nicht immer so genau. Das haben jetzt die Recherchen mehrerer US-Medien ergeben. (Business Insider)

Ein paar Beispiele:

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bild: screenshot/facebook

Nun ja, wie die Nachrichtenagentur AP vermeldet, stammen die Bilder von «Thomas» aus Izmir. In der Türkei.

Wenn der türkische «Thomas» nicht gerade als Trump-Supporter verkauft wird, ist er auf einer Fotoplattform auch beim Strandspaziergang mit seiner Freundin zu sehen, beim Entspannen am Lagerfeuer oder beim Gewichteheben im Fitnessstudio.

Beim Verbergen von Thomas' wahrer Identität gab sich das Trump-Team ganz schön Mühe: In dem Werbevideo ist auch die angebliche Aussenansicht seines Geschäfts zu sehen – nur wurde diese Szene in Wirklichkeit in Tokio gedreht.

Um diese Tatsache zu verbergen, verpixelten die Trump-Mitarbeiter offenbar ein japanischsprachiges Schild, das im Hintergrund zu sehen ist.

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bild: screenshot/youtube

Problem nur: Wie der Journalist Judd Leggum schreibt, ist «AJ aus Texas» in der Fotodatenbank als Anhänger von Trumps verhassten Demokraten hinterlegt.

Was der wahre «AJ aus Texas» wohl über diese Verfremdung denkt?

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bild: screenshot/facebook

Nun ja, ihr ahnt es sicher schon: «Tracey» heisst nicht Tracey. Und das da hinter ihr ist nicht der Atlantik, sondern das Mittelmeer. Die vermeintliche «Tracey» arbeitet nämlich als Model für eine französische Werbefirma – und posiert dabei auf den Video-Kaufplattformen auch als Zahnarztkundin oder beim Hundeausführen.

Wie der «Business Insider» in der Facebook-Datenbank herausgefunden hat, gab das Trump-Team stolze 392'000 US-Dollar für die Verbreitung der falschen Trump-Fans aus. Die Werbung wurde vor allem Nutzern in den bevölkerungsreichen Staaten Texas, Kalifornien und Florida angezeigt. Für den Bruchteil von Sekunden ist in den Beiträgen der Hinweis zu sehen, dass es sich bei den gezeigten Figuren lediglich um Models handelt.

Bleibt die Frage: Warum das Ganze? Trump-Vertreter wollten sich auf Anfrage der AP nicht zu der Fake-Panne äussern. Dafür aber der Medienexperte Jay Newell, der an der Iowa State University lehrt. Sein Fazit: «Die Tatsache, dass das Material von ausserhalb der USA stammt, macht es umso peinlicher.»

(pb)

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