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Katar kauft US-Kampfflugzeuge für zwölf Milliarden Dollar



epa05317140 A US F-15 Eagle fighter aircraft flies during an Arresting Gear Certification event at Lielvarde Air Base, Latvia, 19 May 2016.  EPA/VALDA KALNINA

F-15-Jets für Katar Bild: VALDA KALNINA/EPA/KEYSTONE

Ungeachtet der schweren diplomatischen Krise am Golf haben die USA den Verkauf von Kampfjets vom Typ F-15 an Katar besiegelt. Verteidigungsminister James Mattis unterzeichnete am Mittwoch eine Vereinbarung mit seinem katarischen Amtskollegen Khalid al-Attiyah.

Das Golfemirat Katar zahlt für die Flugzeuge insgesamt 12 Milliarden US-Dollar. Hersteller Boeing lehnte eine Stellungnahme ab. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge handelt es sich um insgesamt 36 Maschinen.

Der Verkauf der Kampfjets war bereits seit längerem vorbereitet worden. Das Aussenministerium in Washington gab im vergangenen November dafür grünes Licht. Der Vollzug des Geschäfts kommt nun aber zu einem Zeitpunkt, an dem sich die diplomatischen Spannungen zwischen Katar und anderen arabischen Staaten dramatisch verschärfen.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Staaten hatten Anfang Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen, den Luftverkehr gestoppt und die Grenzen geschlossen. Damit ist das Golfemirat isoliert.

Die arabischen Staaten beschuldigen Katar, Terrororganisationen wie den sunnitischen Islamischen Staat (IS) zu helfen. Das Emirat weist die Anschuldigungen zurück und wird seinerseits vom Iran und der Türkei unterstützt.

Gespräche über Krise

Verteidigungsminister Mattis und sein katarischer Amtskollege al-Attiya hätten auch über den Kampf gegen die Terrormiliz IS gesprochen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Auch die Spannungen am Golf seien Thema gewesen.

Die USA unterhalten in Katar einen wichtigen Militärstützpunkt. Aus der Regierung in Washington kamen gemischte Signale zur diplomatischen Krise: Während sich Trump hinter die Forderungen stellte, Katar müsse die Terrorfinanzierung einstellen, rief Aussenminister Rex Tillerson zur Mässigung auf. (sda/dpa/reu)

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