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Chef von jüdischer US-Organisation: «Wenn Trumps Muslim-Register kommt, werde ich Muslim»



FILE - In this Wednesday, June 17, 2015 file photo, Jonathan Greenblatt, left, incoming national director for the Anti-Defamation League, talks with Abe Foxman, outgoing director of the ADL, in New York. On Thursday, Nov. 17, 2016, American Jews gathered to wrestle with how they should confront an election-year surge in anti-Semitism, a level of bias not seen in the U.S. for decades.

Joathan Greenblatt (l.), Chef der Anti-Diffamierungsliga (ADL), 2015 mit seinem Amtsvorgänger Abe Foxman.   Bild: Julie Jacobson/AP/KEYSTONE

Der Direktor einer jüdischen US-Organisation hat den Muslimen des Landes angesichts der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten seine Unterstützung zugesichert.

Der Tag, an dem die neue US-Regierung ein «Register für Muslime erschafft, ist auch der Tag, an dem ich mich als Muslim registrieren werde», sagte Jonathan Greenblatt, Leiter der Anti-Diffamierungsliga (ADL), am Freitag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP.

Das werde er gerade aufgrund seines jüdischen Glaubens und seiner «Verpflichtung für die fundamentalen Werte der USA tun», sagte Greenblatt in dem Interview. Seine ADL kämpft gegen Antisemitismus und Intoleranz, Greenblatt selbst arbeitete in der Vergangenheit als Berater des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama. Trump hatte im Wahlkampf immer wieder Muslime verunglimpft und unter anderem ein Einreiseverbot gefordert.

Im November 2015 sagte der nun gewählte Republikaner auf die Frage in einem Interview mit dem Sender MSNBC, ob er ein Datensystem zur Erfassung von Muslimen plane, das werde er «sicherlich» tun. Vor einigen Tagen jedoch erklärte sein Kommunikationschef Jason Miller, Trump habe «nie» für ein Register von Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit plädiert.

Greenblatt sagte AFP, als jüdische Gemeinde wüssten sie, was mit derlei Massnahmen einhergehe. «Wir können uns daran erinnern. Wir haben schmerzhafte Erinnerungen daran, als wir identifiziert, registriert und markiert wurden.» (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 19.11.2016 23:20
    Highlight Highlight Ich habe nicht gewusst, dass es in den USA freiwillig ist, sich registrieren zu lassen. In der Schweiz muss sich jede Person an seinem Wohnort registrieren lassen und seine Religion oder Konfessionslosigkeit angeben.
    • strieler 20.11.2016 01:40
      Highlight Highlight Genau - ALLE - schlag mal unter Diskriminierung nach - dann flitzt vielleicht mal wieder ein Glühwürmchen durch dein Geistesgehege..
    • Alnothur 20.11.2016 01:54
      Highlight Highlight Und wer zwingt dich, unter Konfession die Wahrheit anzugeben? ;)
    • Spooky 20.11.2016 06:27
      Highlight Highlight @Alnothur
      Na ja, wenn du mit einer Burka vor dem Gesicht beim Registrieramt auftauchst und behauptest, du seist römisch-katholisch, dann werden sie misstrauisch werden ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Raembe 19.11.2016 17:24
    Highlight Highlight C'mon Leute, Trump ist nich nicht mal im Amt und schon schreit Ihr. Ich mag Ihn ja auch nicht und verurteile seine Aussagen. Aber bitte beruhigt euch mal, vlt wird ja alles halb so schlimm.
    • Sheez Gagoo 19.11.2016 18:05
      Highlight Highlight Ich will mich nicht beruhigen. Ein Typ, der auf dem Buckel von Wehrlosen Wahlkampf gemacht und ein Gruselkabinett aus Rassistennazis zusammengestellt hat verdient KEINE CHANCE. Gerade das "beruhigen" der Vernünftigen hat zum Brexit und zu Trump geführt. Er muss proaktiv bekämpft werden wo immer man kann. Was muss noch passieren? Wenn du dich beruhigen und abwarten willst, ist das deine Sache, ich finde es ist Zeit für höchste Wachsamkeit.
    • Hierundjetzt 19.11.2016 18:42
      Highlight Highlight 1933 musste sich bereits 1 x eine Religionsgemeinschaft registrieren lass.

      In der Schweiz.

      Das EJPD hat den Judenstempel erfunden (vor den Nazis!!) und stempelte ein J in die Pässe der Juden

      Wir können echt stolz auf uns sein. Wow

      (Auch damals hies es: ach was isch doch gar nöd schlimm 🙄 )
    • Alnothur 20.11.2016 01:59
      Highlight Highlight Was immer wieder vergessen geht: Hitler wurde *NICHT* gewählt, sondern u.a. vom senilen Hindenburg ins Amt gehievt. Und auf den Strassen war Kriegszustand, Kommunisten und Nazis schlugen sich die Köpfe ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie woof 19.11.2016 16:42
    Highlight Highlight Bei Trump und seinem Gruselkabinett wird es nur den passenden Vorfall brauchen, und dann wird aufgedreht, und zwar so, dass uns Erdowahn wie ein Friedensstifter vorkommen wird.
  • Pana 19.11.2016 16:17
    Highlight Highlight Hier fehlt noch was Entscheidendes aus dem Jason Miller Interview. Er verglich (verteidigte!) das Register für Muslime mit der Internierung japanischstämmiger Amerikaner im zweiten Weltkrieg.
    • Manuel Vuiti 19.11.2016 16:24
      Highlight Highlight warten wir ab was es passiert
  • Herbert Anneler 19.11.2016 16:09
    Highlight Highlight Hut ab vor MENSCHEN wie Greenblatt!
  • Luis Cypher 19.11.2016 15:37
    Highlight Highlight Es ist einfach nur eine Schande dass wir keine 80 Jahre nach der Reichskristallnacht offenbar 'back to square 1' sind. Ich kann nur hoffen, dass sich - sollte Trump nicht wieder kneifen - Angehörige aller Rligionen registrieren lassen. Ich könnte k....

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