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Schneider-Ammann besucht Ivanka Trump und ist beeindruckt von ihrer Kompetenz



Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat in Washington drei Minister der Trump-Regierung und die Präsidententochter Ivanka Trump getroffen. Er ist der erste Bundesrat, der in der US-Hauptstadt zu formellen Arbeitsgesprächen mit der neuen Regierung zusammengekommen ist.

WBF-Vorsteher Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, spricht an einer Medienkonferenz zum Bundesbeschluss ueber die Ernaehrungssicherheit, am Donnerstag, 29. Juni 2017, im Medienzentrum im Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

«Die US-Regierung – insbesondere auch Präsident Trump – weiss um die wirtschaftlichen Vorteile der Schweiz, das öffnet Türen und ermöglicht interessante Gesprächspartner», sagte Schneider-Ammann am Dienstag vor Medienvertretern in Washington.

Thema der Gespräche waren die Handelsbeziehungen. Zudem warb der Wirtschaftsminister für das Berufsbildungssystem der Schweiz. Mit dem amerikanischen Handelsminister Wilbur Ross sprach Schneider-Ammann über die starke Zunahme des Handels und der Investitionen der Schweiz in den USA.

Schweizer Unternehmen schaffen in den USA laut Schneider-Ammann rund eine halbe Million Arbeitsplätze. Auch tätigten diese Unternehmen hohe Forschungsausgaben in den USA. Schneider-Ammann legte Ross auch dar, dass die Schweizer Wirtschaft abhängig sei von einer Philosophie der offenen Märkte und dass bilaterale Freihandelsabkommen für das Land wichtig seien.

«Minister Ross hat mir den Eindruck vermittelt, dass er das Prinzip der offenen Märkte hochhalten will», sagte der Bundesrat nach dem Treffen. Ein Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und den USA scheiterte 2006. Bevor man mit einem neuen Vorschlag an die US-Partner gelange, müsse die Schweiz zuerst gründlich ihre Hausaufgaben machen, sagte Schneider-Ammann.

Zusammenarbeit in der Berufsbildung

In seinen Treffen mit Bildungsministerin Betsy DeVos, Arbeitsminister Alexander Acosta und Präsidententochter Ivanka Trump stand das Thema Bildung im Vordergrund. Die Schweiz und die USA haben 2015 eine Absichtserklärung zur bilateralen Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung unterzeichnet.

Das Schweizer System lasse sich nicht einfach auf die USA transferieren, sagte Schneider-Ammann. Die US-Gesprächspartner hätten sich aber sehr positiv über die Massnahmen geäussert, mit welchen verschiedenen Partnern in den USA Fachwissen über das Schweizer Berufsbildungssystem vermittelt werde.

Einige in den USA niedergelassene Tochterunternehmen von Schweizer Firmen gingen zusammen mit lokalen Bildungseinrichtungen mit gutem Beispiel voran und hätten eigene Berufslehrprogramme lanciert.

Lob für Trumps Tochter

Besonders an Ivanka Trumps Kompetenzen im Bereich Bildung zeigte sich der Wirtschaftsminister beeindruckt. Er hatte der 36-jährigen Beraterin im Weissen Haus das Schweizer Berufsbildungssystem vorgestellt und fand nach den gemeinsamen Gesprächen lobende Worte für die Tochter des US-Präsidenten:

«Die Frau hat mir ausserordentlich Eindruck gemacht, sie kennt die Berufsbildungsszenerie.»

Bundesrat Johann Schneider-Ammann

Ivanka Trump habe Fragen gestellt, auf die man nur komme, wenn man sich wirklich mit dem Thema beschäftige. Die Präsidententochter habe enormen Willen gezeigt, einen Beitrag zu leisten zur Beschäftigung der jungen Menschen in den USA, sagte Schneider-Ammann.

Ivanka Trump listens during a 2017 Trafficking in Persons Report ceremony at the State Department, Tuesday, June 27, 2017, in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)

Habe sich laut Schneider-Ammann gut geschlagen: US-Präsidententochter Ivanka Trump. Bild: AP/AP

«Wenn man mit ihr am Tisch sitzt, muss man sich gut vorbereitet haben. Mein Kompliment an die Präsidententochter, die sich einiges an Kritik gefallen lassen muss», so der Wirtschaftsminister.

Einladung in die Schweiz für Ivanka

Schneider-Ammann lud Ivanka Trump auch in die Schweiz ein. Sie habe sich von der Idee eines Abstechers in die Schweiz sehr angetan gezeigt. «Wir werden ihr einen Vorschlag machen, wie wir unser System bestmöglich vorführen», sagte der Wirtschaftsminister.

Ein genauer Termin für die Reise der Trump-Tochter in die Schweiz ist noch nicht bekannt. Man wisse aber, dass sie gerne Ski fahre, sagte Schneider-Ammann, so lasse sich doch die ungefähre Jahreszeit des Besuches planen.

Schneider-Ammanns Besuch fällt in die «Made in the USA»-Woche, in der in den Vereinigten Staaten gefertigte Produkte gefeiert werden. Der Bundesrat sagte, er habe Verständnis dafür, dass man Handelsbilanzen, die sich ungünstig entwickelt hätten, etwas korrigieren wolle. «Aber das muss ohne Protektionismus passieren, vielmehr durch Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit», sagte der Wirtschaftsminister. (blu/sda)

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