International
USA

Rubio: Strafe für X ist Angriff auf amerikanisches Volk

Rubio: Strafe für X ist Angriff auf amerikanisches Volk

05.12.2025, 20:0205.12.2025, 20:02
epa12037258 US Secretary of State Marco Rubio looks on upon his arrival at the Quai d'Orsay before a bilateral meeting with France's minister for Europe and foreign affairs in Paris, France, ...
Aussenminister Marco Rubio hält wenig von der EU-Strafe für Musks X. (Archivbild)Bild: keystone

Die US-Regierung hat mit heftiger Kritik auf die EU-Strafe von 120 Millionen Euro für Elon Musks Online-Plattform X reagiert. Es sei «eine Attacke auf alle amerikanischen Tech-Plattformen und das amerikanische Volk durch ausländische Regierungen», schrieb Aussenminister Marco Rubio auf X. Die Tage der Online-Zensur für Amerikaner seien vorbei.

Dabei geht es bei der Strafe der EU-Kommission gar nicht um den Vorwurf, die Plattform gehe nicht konsequent genug gegen illegale Inhalte oder Desinformation vor; es sind die europäischen Vorgaben dazu, die in den USA oft als Zensur bezeichnet werden.

Die Kommission verhängte die Strafe vielmehr unter anderem wegen einer irreführenden Authentifizierung von Nutzerkonten durch den weissen Verifizierungshaken auf blauem Grund. Sie warf dem Twitter-Nachfolger auch vor, Forschern Daten vorzuenthalten und geschaltete Werbung nicht transparent zu dokumentieren.

Die Strafe setzt sich aus drei Teilen zusammen: 45 Millionen Euro für die Verifizierungshäkchen, 40 Millionen Euro für den fehlenden Datenzugang für Forscher und 35 Millionen Euro für fehlende Transparenz bei Werbung. Untersuchungen zum Vorgehen gegen irreführende und verbotene Inhalte laufen noch. (sda/awp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
109 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Schlaf
05.12.2025 20:22registriert Oktober 2019
Ah, aber willkürlich überall illegale Zölle zu installieren, ist für diese Doppelmoral in Person wohl kein Problem.

Die MAGA-Lappen schaffen es wirklich, stetig noch peinlicher zu werden!

Der tut ja so, als X ganz Amerika wäre.
2947
Melden
Zum Kommentar
avatar
Firefly
05.12.2025 20:48registriert April 2016
Hä? Das sind alles Privatunternehmen, das hat doch nichts mit dem amerikanischen Volk zu tun.

Die Verflechtungen von Staat und Wirtschaft werden immer gefährlicher. Es ist Zeit für eine weitere Reformation, die strickte Trennung von Staat und Wirtschaft, wie damals die Trennung von Religion und Wirtschaft. Ah stimmt, das haben die Amis ja auch noch nicht wirklich geschaft. Eine ziemlich veraltete Demokratie.
2137
Melden
Zum Kommentar
avatar
Avokadocreme
05.12.2025 20:24registriert Mai 2021
Und X ist ein Angriff auf die europäische Bevölkerung…
Spass beiseite, schon bedenklich wie die Amerikaner ihre Digitalfirmen, wie ein geopolitisch wichtiges Werkzeug verteidigen. Ein Schelm wer Böses denkt.
2056
Melden
Zum Kommentar
109
USA nicht mehr in der WHO: weniger Geld, fehlende Expertise
US-Präsident Donald Trump hat vor einem Jahr als eine seiner ersten Amtshandlungen den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verfügt. Nach einer Vereinbarung zwischen den USA und der WHO wird der Austritt ein Jahr nach Einreichung der Kündigung – also heute – wirksam. Theoretisch ist zwar eine in der Vereinbarung genannte Bedingung für den Austritt gar nicht erfüllt. Die USA hätten ihre bisherigen Beiträge voll zahlen müssen, was nicht geschehen ist. Aber die WHO hat keine Handhabe, um das Geld einzufordern oder den Austritt zu verweigern.
Zur Story