International
Waffen

Atomwaffenvertrag zwischen USA und Russland läuft aus

Atomwaffenvertrag läuft in 2 Tagen aus: Putin wartet noch immer auf Antwort aus den USA

03.02.2026, 14:3003.02.2026, 14:30

Der Kreml hat sein Angebot an Washington erneuert, sich ein weiteres Jahr an die Bestimmungen des auslaufenden Atomwaffenabrüstungsvertrags New Start zu halten.

Der Vorschlag von Präsident Wladimir Putin liege noch auf dem Tisch, bisher gebe es aber keine Antwort aus den USA dazu, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow russischen Nachrichtenagenturen zufolge.

Die Zeit dränge – «buchstäblich in ein paar Tagen wird die Welt wohl in einer gefährlicheren Lage sein als sie es bisher war», sagte Peskow mit Blick auf den am 5. Februar ablaufenden Vertrag.

Zahl der Sprengköpfe und Trägerraketen begrenzt

Die ursprünglich noch zwischen den USA und der Sowjetunion unterzeichneten Start-Verträge sahen eine Reduzierung strategischer Atomraketen und Nuklearsprengköpfe vor. Der 2010 geschlossene Nachfolgevertrag New Start beinhaltet dabei eine Begrenzung der Sprengköpfe auf je 1550 Stück und der Trägerraketen auf 800 Stück.

Ein Jahr nach dem von Putin begonnenen Krieg in der Ukraine setzte er 2023 die Teilnahme Russlands am New-Start-Vertrag aus – mit der Begründung, dass russische Inspekteure die US-Waffenarsenale nicht mehr besichtigen könnten. Zugleich versicherte die russische Führung, sich aber weiter an die Obergrenze bei den Atomwaffen halten zu wollen.

USA wollen China dabei haben

Washington hatte mehrfach auch eine Beteiligung Chinas an künftigen atomaren Abrüstungsverträgen gefordert. Peskow erteilte dem nun einmal mehr eine Absage. Das chinesische Atomwaffenpotenzial sei mit dem Russlands und der USA nicht zu vergleichen, daher sei es zu vernachlässigen.

«Zugleich können wir, wenn wir das künftige System strategischer Stabilität besprechen, das Atompotenzial der US-Verbündeten in Europa, konkret Grossbritanniens und Frankreichs, nicht ignorieren.» Bei Gesprächen über eine Verlängerung des Vertrags müssten diese berücksichtigt werden, wiederholte Peskow eine Forderung Putins. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Nordkorea lässt U-Boot für Angriff mit Atomwaffen zu Wasser
1 / 11
Nordkorea lässt U-Boot für Angriff mit Atomwaffen zu Wasser
Die selbst ernannte Atommacht Nordkorea hat eigenen Angaben zufolge ein neuartiges U-Boot für den Angriff mit taktischen Nuklearwaffen vom Stapel gelassen.
quelle: keystone / kcna
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Putin stellt sein neues Atomwaffen-Arsenal vor
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
3
13-Jähriger schwimmt 4 Stunden, um seine Familie zu retten
Eine Familie wurde während eines Kajakausflugs vor der Küste Westaustraliens vom Wind abgetrieben. Der 13-jährige Sohn machte sich daraufhin allein auf den Weg zur Küste, um Hilfe zu holen. Seine Ausdauer überraschte die Rettungskräfte.
Die Mutter und ihre drei Kinder waren mit Kajak und Stand-up-Paddle bei der Küste von Geographe Bay im Westen Australiens unterwegs, als starke Winde sie vom Kurs abbrachten und Richtung offenes Meer trieben, wie Medien berichten.
Zur Story