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Wizz-Air-Maschine vor dem ungarischen Parlament in Budapest. Bild: wizzzair

«Wir möchten die billigste Billigairline Europas sein» – der CEO von Wizz Air im Interview

Der Chef der Billigairline Wizz Air will in Basel expandieren – und übt Kritik am Flughafen Zürich. Dieser beschütze die Swiss auf Kosten anderer Airlines.

benjamin weinmann / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Einst wurde er in der Aviatikbranche als «Windelverkäufer» verhöhnt wegen seiner früheren Karrierestation beim Pampers-Hersteller Procter&Gamble. Heute lacht niemand mehr über József Váradi. Der 52-jährige Ungare, der einst im Jugend-Nationalteam Karate kämpfte, hat Wizz Air seit ihrer Gründung 2002 zu einer der grössten Billigairlines Europas getrimmt. Die aggressiv wachsende Firma zählt 4000 Angestellte, 30 Millionen Passagiere – die Swiss hat 17 Millionen –, und bedient 141 Flughäfen in 44 Ländern, darunter auch Genf und Basel mit Flügen nach Belgrad, Bukarest oder Pristina. Im Gespräch mit der «Schweiz am Wochenende» gibt Váradi Einblick in die Strategie der ungarischen Airline, die wegen ihrer Bemalung ehrfürchtig auch schon als «Pink Panther» bezeichnet wurde.

Herr Varadi, innert gerade mal 14 Jahren ist Wizz Air zu einer der grössten Billigairlines Europas avanciert. Wie war das möglich?
József Váradi: Wir haben ein äusserst simples Geschäftsmodell mit Direktverbindungen und eine extreme Kostendisziplin. Hinzu kommt, dass es Anfang der 2000er-Jahre ein Vakuum gab in Ost- und Zentraleuropa was Flugreisen anbelangt. Hier sahen wir unsere Chance.

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Wizz Air-CEO József Váradi.  bild:wizzair

Wie wichtig war die EU-Osterweiterung 2004 für Ihren Erfolg?
Die war absolut zentral. Ohne die EU-Osterweiterung gäbe es Wizz Air nicht. Vorher waren uns die Hände gebunden, da viele Märkte geschützt waren und mit jedem Land bilaterale Abkommen für Flugverbindungen nötig waren. Unser Timing war perfekt. Hätten wir auch nur ein wenig länger mit der Gründung zugewartet, wären uns die westlichen Airlines zuvor gekommen.

«Heute transportieren wir 30 Millionen Passagiere und in Zukunft dürften es rund 100 Millionen sein.»

Stimmt es, dass Sie zu Beginn selbst an der Victoria Station in London standen und versuchten, Polen umzustimmen, statt mit dem Bus mit Wizz Air in ihr Heimatland zu reisen?
Ja, es gibt in London nun mal zehntausende Polen und auch Litauer. Wir verteilten deshalb Prospekte und sagten ihnen, dass ihre bisherige Reise keinen Sinn macht. Für denselben Preis konnten sie nun innert zwei, drei Stunden nach Hause fliegen, anstatt zwei Tage mit dem Bus unterwegs zu sein.

Wie würden Sie Ihren Passagier-Mix beschreiben?
Fast die Hälfte unserer Passagiere fliegt aus Migrationsgründen; Leute, die im Ausland arbeiten oder studieren, oder Freunde und Familie besuchen. Etwa 40 Prozent sind Ferienreisende. Und der Rest sind Geschäftsreisende. Sogar Banker und Politiker fliegen mit uns.

Ihre Flotte besteht inzwischen aus über 100 Flugzeugen und Sie haben angekündigt, diese in den nächsten zehn Jahren auf 300 zu vergrössern. Was macht Sie derart zuversichtlich?
Diese Prognose gilt nach wie vor. Heute transportieren wir 30 Millionen Passagiere und in Zukunft dürften es rund 100 Millionen sein. Wir sind überzeugt, dass die Nachfrage in Osteuropa nach wie vor grösser als das Angebot ist. Und die dortige Wirtschaft wächst deutlich stärker als in Westeuropa. Und vergessen Sie nicht: Wir fliegen an Orte hin, wo sonst niemand hinfliegt. Zudem arbeiten wir stets an unseren Kosten. Wir möchten die billigste Billigairline Europas sein, was die Kosten anbelangt. Billiger als Ryanair.

Die grössten Flugzeuge der Welt

Europa wird momentan von einer Hitzewelle erfasst. Sie tragen zur Klimaerwärmung bei, indem Sie Flüge zu lächerlich tiefen Preisen verkaufen. Haben Sie nie ein schlechtes Gewissen?
Überhaupt nicht. Und Sie haben recht: Unsere Kosten und Preise sind lächerlich tief. Aber unser ökologischer Fussabdruck pro Passagier ist 30 Prozent kleiner als jener der Lufthansa oder Swiss. Wenn Sie also ein ökologisches Gewissen haben, dann sollten Sie mit Wizz Air fliegen und niemals mit der Swiss oder Lufthansa.

«Swiss ist eine sehr gute, qualitativ hochstehende Airline, eine der besten in Europa, aber mit einem anderen Geschäftsmodell als wir es haben.»

Na ja …
Im Ernst! Das Durchschnittsalter unserer Flotte ist vier Jahre, bei der Lufthansa sind es über 10 Jahre. Unsere Maschinen sind viel effizienter beim Kerosinverbrauch, wir haben so viele Sitze wie möglich in den Maschinen und unsere Auslastung beträgt 94 Prozent. Das ist Ressourceneffizienz.

Sind Langstreckenflüge für Sie eine Option?
Nicht wirklich. Wir fliegen heute Routen mit bis zu 6 Stunden Flugzeit. Die Hersteller arbeiten an Maschinen mit längerer Reichweite, die für uns interessant sein könnten. Aber aktuell ist das kein Thema.

Sie beschäftigen 4000 Angestellte. Wie viele werden es in zehn Jahren sein?
Ich gehe von rund 10'000 Angestellten aus. Wir werden also rund 6000 schaffen.

Sie müssen Ihre Pläne aber vielleicht begraben, wenn der Ölpreis weiter stark ansteigt und Sie Ihre Tickets nicht mehr für 15 Euro verkaufen können.
Der Ölpreis hat einen Effekt auf die ganze Industrie. Bei uns macht das Kerosin rund 30 Prozent der Kosten aus. Wir müssten die Preise also auch erhöhen. Weil wir aber bereits viel günstiger als die Konkurrenz arbeiten, wären wir nach wie vor die günstigsten. In der Branche sprechen wir von den Kosten pro Sitzkilometer. Bei uns beträgt dieser Wert 3,20 Euro-Cent, bei Ryanair sind es 3,30. Bei Easyjet sind es bereits 6,50 und bei Swiss, Lufthansa oder Austrian sind es um die 12 Euro-Cents.

Um Zürich machen Sie bisher einen Bogen, obwohl sich hier nach dem Aus der Air Berlin Chancen ergaben. Weshalb?
Zürich ist einer der teuersten Flughäfen in Europa und wir haben nun mal unsere Kosten-Prinzipien. Wir waren schon mehrmals in Gesprächen mit dem Flughafen, aber für uns ist er nach wie vor zu teuer. Ich wünschte mir, der Flughafen Zürich würde unsere Effizienz irgendwann honorieren.

Wieso tut er das nicht Ihrer Meinung nach?
Ich habe das Gefühl, dass der Flughafen Zürich die Hub-Airline Swiss schützen will. Das war auch in Frankfurt oder Wien der Fall, wo die Flughafen-Verantwortlichen jahrelang stur waren. Inzwischen sind sie aber für Billigairlines offener geworden. Und in Wien haben wir sogar eine Basis eröffnet.

Gibt es etwas, das Sie von der Swiss lernen können?
Swiss ist eine sehr gute, qualitativ hochstehende Airline, eine der besten in Europa, aber mit einem anderen Geschäftsmodell als wir es haben. Zudem sind ihre Kosten sehr hoch, deshalb wüsste ich nicht, was wir von ihr lernen könnten.

In der Schweiz bedienen Sie heute Genf und Basel mit total 17 Verbindungen. Haben Sie Ausbaupläne?
Ja, vor allem von Basel sind wir begeistert. Es ist der vernünftigste Flughafen in der Schweiz was die Kostenstruktur anbelangt. Wir möchten das Angebot in Basel weiter ausbauen und neue Flüge lancieren. Im vergangenen Jahr haben wir die Kapazitäten um einen Drittel erhöht. Genf ist leider recht teuer, wenn auch nicht ganz so schlimm wie Zürich.

2017 transportierte Wizz Air eine halbe Million Passagiere auf Schweiz-Flügen. Und in Zukunft?
Das Potenzial ist gross, wenn ich mir den österreichischen Markt anschaue, der vergleichbar ist. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten drei Jahren die Millionen-Grenze knacken werden. Denn in der Schweiz leben nun mal viele Migranten, da sie eines der migrationsfreundlichsten Länder Europas ist. Viele Leute reisen mit uns zu den Verwandten im Heimatland. Und viele Schweizer fliegen mit uns in osteuropäische Länder in die Ferien.

Der operative Hauptsitz von Wizz Air ist in Budapest, ihr grösster Aktionär ist der US-Investor Bill Franke, die Firma ist an der Londoner Börse gelistet, Ihr strategischer Hauptsitz ist jedoch in Genf. Weshalb?
2010 haben wir uns entschlossen, in Genf Büros zu beziehen, da wir unser Geschäft immer mehr auf Westeuropa ausdehnten. Deshalb wollten wir auch mehr Westeuropäer anstellen. Und nicht zuletzt ergaben sich steuerliche Vorteile.

«Die Aviatikbranche ist in den vergangenen Jahren viel stärker als erwartet gewachsen.»

Hat es auch damit zu tun, dass Sie so weiter weg von der ungarischen Regierung sind? Diese gilt im Gegensatz zu Ihnen als EU-feindlich und dürfte immer noch sauer sein, dass Wizz Air erfolgreicher ist als die untergegangene Staatsairline Malev.
Wir versuchen immer, konstruktive Beziehungen mit Regierungen zu pflegen, egal ob mit Ungarn oder mit England. Wir fokussieren uns auf unser Business und nicht auf die Politik.

Verlassene Flugzeuge in aller Welt

Wie volatil ist der heutige Aviatik-Markt? Rechnen Sie mit weiteren Groundings?
Langfristig wird die Konsolidierung weiter voranschreiten. In den letzten Jahren ging es der Branche allerdings sehr gut; die BIPs stiegen weltweit, die Einkommen nahmen zu, der Ölpreis war tief. Das war rückblickend die goldene Ära der europäischen Aviatik. Aber ich bin Ökonom und weiss, dass auf jeden Aufschwung ein Abschwung folgt. Insofern dürften schwach aufgestellte Airlines früher oder später in Turbulenzen geraten.

Sind Sie nach wie vor interessiert, Teile der serbelnden Alitalia zu kaufen?
Nicht einzelne Firmenteile oder gar die ganze Airline, denn die Firma ist in sehr schlechtem Zustand. Aber wir könnten uns vorstellen, einzelne Slots zu übernehmen.

Einige Billigairlines sind zuletzt Kooperationen mit arrivierten Fluggesellschaften eingegangen. Könnten Sie sich einen Schulterschluss mit Lufthansa oder Ryanair vorstellen?
Nein. Wir sehen noch genügend Chancen, aus eigener Kraft zu wachsen. Mit wem sollen wir denn zusammenarbeiten? In vielen Ländern sind wir bereits Marktführer, wir haben unsere Kosten unter Kontrolle, und in Westeuropa ist der Markt grösstenteils gesättigt.

«Fliegen war noch nie so sicher wie heute, insbesondere in Europa. Die Regulierungen sind streng und die Sicherheitsstandards hoch.»

Sie haben kürzlich mit British Airways, Iberia, Ryanair und Easyjet bei der EU eine Beschwerde eingereicht wegen der Fluglotsenstreiks in Frankreich. Auch in der Schweiz gab es Streikdrohungen. Rechnen Sie in Zukunft mit mehr Arbeitsniederlegungen?
Die Aviatikbranche ist in den vergangenen Jahren viel stärker als erwartet gewachsen. Flugzeughersteller geraten in Lieferverzug, es fehlt an Piloten, die Flughäfen haben zu wenig Kapazitäten, und so weiter. Das zeigt sich auch bei der Flugraumkontrolle, die nach wie vor national geregelt ist, was äusserst komplex ist. Das Problem ist, dass die Airlines die Folgekosten von Fluglotsenstreiks tragen und die Passagiere bei Flugausfällen entschädigen müssen. Dieses System ist unfair.

In der Schweiz sorgte zuletzt der Absturz der historischen Ju-Air-Maschine für Aufsehen. In der Vergangenheit gab es auch Abstürze bei der Swissair und Crossair. Wie sicher ist das Fliegen heute?
Fliegen war noch nie so sicher wie heute, insbesondere in Europa. Die Regulierungen sind streng und die Sicherheitsstandards hoch. Auch die Hersteller haben enorm viel in die Sicherheit investiert. Die Unfallstatistiken beweisen das. Aber jeder Absturz ist tragisch, und die Schweiz war in der Vergangenheit leider zu oft betroffen.

Was sind für die Branche die grossen Herausforderungen in den kommenden zehn, zwanzig Jahren?
Die Eigentümerschaft. Amerikanische Airlines müssen heute nach wie vor in amerikanischer Hand sein, genauso wie die europäischen Fluggesellschaften. Das gibt es in keiner anderen Branche. Die Politik spielt noch immer eine zu grosse Rolle und sorgt für Ineffizienzen.

Werden Sie Ihren Flugzeugen irgendwann eine schönere Bemalung gönnen?
Das ist nicht geplant. Als wir 2003 die Firma gründeten, wollten wir auffallen, mit einer grellen Farbe und einem jungen, dynamischen Namen, auch wenn Wizz keine Bedeutung hat. Unseren Kunden gefällt unser Auftritt. Wir müssen nicht wie Singapore Airlines aussehen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Knety 12.08.2018 02:25
    Highlight Highlight Ich flog schon mit EasyJet, Ryanair, Vueling, Eurowings und mit Norwegian sogar Langstrecke. Bis auf Ryanair bin ich mit allen Airlines zufrieden. WizzAir werde ich garantiert auch einmal austesten.
  • Juliet Bravo 11.08.2018 22:51
    Highlight Highlight Ach das ist doch nur so ein Marketingeschwafel. Der hat von Michael O‘Leary, dem CEO von Ryanair gelernt. Er nutzt gekonnt, dass Ryanair gerade gestern in mehreren Ländern wegen unterirdischer Arbeitsbedingungen bestreikt wurde.

    Dieses Interview bietet ihm die Platform. Es erschien auch auf 20min.ch
  • Nicci92 11.08.2018 20:51
    Highlight Highlight Dummheit kennt wirklich keine Grenzen 🤦🏻‍♀️
  • Illyria & Helvetia 11.08.2018 16:26
    Highlight Highlight Lufthansa, Turkish Airlines, Air France und alle anderen europäischen Nicht-Billigfluggesellschaften haben ein Monopol auf dem Kontinent, das es zu zerbrechen gilt. Die Preise werden künstlich hochgehalten und den Angestellten wird knapp ein Mindestlohn bezahlt. Deswegen ja all die Streiks. Ich fliege nur mit Wizzair, Easyjet und anderen Billigfluggesellschaften, weil die reale Preise verlangen und ausgelastet sind. Ich kann mein Gewissen nicht im Reinen halten, wenn ich mit einer halb leeren Swiss-Maschine nach London fliege. So etwas ist unverschämt!
    • Juliet Bravo 11.08.2018 23:02
      Highlight Highlight In einer vollen Maschine ist dir aber pudelwohl? Ich mache die Londonstrecken oft (Cabin Crew) und es ist selten, dass die nicht gutgebucht sind. Und wenn schon: geniesse den vielen Platz und, dass die Crew mehr Zeit für dich hat, die Mitpassagiere entspannter sind, und alles entschleunigt stattfindet ;)
  • Waedliman 11.08.2018 11:59
    Highlight Highlight Swiss ist eine Fluggesellschaft von vielen. Nichts Besonderes, wie überhaupt Fliegen nur noch dem Transport von A nach B dient. Die Romantisiererei vom Galadinner in 10.000 Meter Höhe gehört der Vergangenheit an. Wir fliegen wir 100 Franken in andere Länder und am Ende ist es genau das, was der Kunde will.
    • mogad 11.08.2018 15:51
      Highlight Highlight Ist es nicht auch das Resultat von Konkurrenzkampf. Es gibt zu viele Airlines. Inzw. Haben sich die Kunden nat. an die Billigfliegerei gewöhnt.
  • infomann 11.08.2018 11:45
    Highlight Highlight Hier wird soviel über Umweltschutz geschrieben.
    Was ist jetzt schädlicher: Eine teure Fluggesellschaft mit der gleichen Maschie unterwegs
    130 Person an Bord mit viel Platz, oder 200 Personen eng gestuhlt in der billigen????
    • Stan_the_man 11.08.2018 14:03
      Highlight Highlight In absoluten Zahlen ist beides schädlich. Umweltfreundlich wäre eine Fahrt mit dem Zug - Mittel-/Osteuropa hatte vor dem Aufkommen der Luftverschmutzenden Billigflieger ein top-ausgebautes Nachtzugnetz.
    • mogad 11.08.2018 15:55
      Highlight Highlight Es ist beides so schädlich, dass es völlig wurscht ist, welche Maschine, bzw. Airline ein Quentchen weniger schädlich ist als die andere. Je mehr Billig-Airlines es gibt, umso mehr wird geflogen. Und umso mehr leidet das Klima unter CO2 und andern Umweltgiften.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 12.08.2018 09:42
      Highlight Highlight @mogad Sorry, aber das Klima leidet keineswegs. Das Klima ist einfach da und ein paar Grad mehr oder weniger lassen es verändern, aber sicher nicht leiden.
  • vescovo 11.08.2018 11:32
    Highlight Highlight Nein Herr Varadi, Ihre Gesellschaft ist ALLES ANDERE ALS ÖKOLOGISCH. Selbst wenn Sie weniger Ausstoss pro Kilometer als andere Airlines haben, so verführen Preise wie 15.- für Berlin-Sofia ganz viele Menschen dazu, unnötigerweise das Flugzeug zu nehmen.
    • Hoppla! 12.08.2018 07:53
      Highlight Highlight Weil ich Berlin-Sofia so locker mit dem Zug machen kann?

      Btw: 23h 53 min... Und vieles im Bus.
  • FancyFish - Stoppt Zensur! 11.08.2018 11:17
    Highlight Highlight Ich hoffe die werden in der Schweiz verboten. Noch mehr Umweltverschmutzer, die die Umwelt für noch weniger Geld zerstören dürfen wir hier echt nicht unterstützen
    • Pisti 11.08.2018 15:20
      Highlight Highlight Naja WIZZ transporiert hauptsächlich Gastarbeiter aus Ost-Europa, ohne PFZ gäbe es keinen Markt für solch eine Airline. Oder wollen Sie den Leuten, die sowieso nicht viel verdienen, das Recht absprechen möglichst schnell und günstig nach Hause zu reisen?
  • flying kid 11.08.2018 10:40
    Highlight Highlight Schade wurde der Herr nicht auf die Arbeitsbedingungen im Cockpit und in der Kabine befragt.
    Wenn sie noch billiger als Ryanair werden wollen, dann liegt der Verdacht nahe, dass die Crews zu ähnlichen Bedingungen arbeiten.
    So von wegen pay to fly im Cockpit. In meinen Augen eine sehr fragwürdige Entwicklung in den letzten Jahren. Und dies nur als ein Beispiel.
    • Saasi 11.08.2018 11:35
      Highlight Highlight Nein eben nicht. Fliege viel mit Billigairlines in Europa, ausser Ryanair. Dass ist ein Saftladen. Alle anderen geschäften gut, sonst könnten sie sicher nicht expandieren sprich wachsen. Mal das Hirn einschalten, anstatt den Neid zeigen. Übrigens bei WIZZ verdienen sie gleich viel wie bei Easyjet heisst, etwas mehr als bei der Swiss, die ein hunger Lohn zahlen, Punkt.
    • flying kid 11.08.2018 16:08
      Highlight Highlight @Saasi Das hat nichts mit Neid zu tun, wenn es nur ums geschäften gehen würde, dann ist Ryanair sicherlich weit vorne mit dabei. Weil, auch die expandieren und sind nicht umsonst die eine der grössten Airlines in Europa.
      Wenn du tagtäglich mit deinen geliebten Billigairlines und im Vergleich mit den Flag-Carrier zu tun hättest, dann wüsstest du um was es mir geht.
  • mogad 11.08.2018 10:33
    Highlight Highlight "Wir wollen die billigste Billigairline sein."
    Wer in Zeiten des Klimawandels hin zur Katastrophe einen solchen Spruch raushaut, ist ein Täter. Aber vielleicht brauche ich einen Gesinnungswandel nach dem Motto, immer feste noch einen drauflegen. Je schneller wir uns kapputt konsumiert haben, umso schneller haben wirs hinter uns.
    • Saasi 11.08.2018 11:32
      Highlight Highlight Warum? Er sagt ja im Intervieux, dass seine Maschinen 1. nur 4 Jahre alt im Durchschnit sind, da sind sehr viele von anderen viel älter und 2. 30% ökologischer sind als bei anderen Airlines. Bei der WIZZ Airline wird sehr wohl darauf geschaut, wohl noch besser als bei sehr vielen anderen. Bei der WIZZ oder Easyjet geschäften sie halt besser als bei den renomierten Airlines. Darum gibt es auch diesen krankhaften Neid. Ich fliege innerhalb Europa bis 4-5 Std. nur mit solchen Airlines, dafür gönne ich mir bei Langstrecken gute Airlines mit einem Upgrate für mehr Beinfreiheit und besseres Essen.
    • Influenzer 11.08.2018 13:11
      Highlight Highlight Mogad fliegst du manchmal?
    • mogad 11.08.2018 15:48
      Highlight Highlight @Influenzer. Meine letzte Flugreise war 2014 nach Neapel mit der Swiss. Und das war meine Letzte Flugreise. Wir müssen nicht ans andere Ende der Welt fliegen um schöne Ferien zu haben. Die Billigfliegerei führt dazu, dass die Leute sinnlos um die Welt jetten, weil Alle es tun und man nicht hinten anstehen will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Illyria & Helvetia 11.08.2018 10:32
    Highlight Highlight Wizz Air gefällt mir. Frech, innovativ, tiefe Preise für kurze Flüge in einem engen Sitz. Ich finde das vernünftig in Zeiten des Klimawandels und verabscheue alle Flugzeuge, die nicht ausgelastet sind und bloss Linienflüge machen, weil sie müssen. Bei Wizz Air waren schon immer alle Sitze belegt. Ausserdem sind die Flugzeuge bloss ein paar Jahre alt und verleihen so ein sicheres Fluggefühl. Tourismus und die ganze Wirtschaft wachsen in Osteuropa stärker als in West- oder Südeuropa, die Schweiz sollte das nicht verpassen und endlich auf den Zug aufspringen. Wizz Air ist ein solcher Zug.
    • flying kid 11.08.2018 10:56
      Highlight Highlight Auf welchem Planeten wohnst denn du?
      Neue Flugzeuge heisst sicher nicht per se Sicherheit.
      Alle Flugzeuge von allen Airlines werden regelmässig gewartet, mehr als dein Auto.
      Die Hauptsicherheit ergibt sich anhand der Ausbildung, Weiterbildung, Entlöhnung und Arbeitsbedingungen der Crews.
      Und sorry, da stehen die meisten Billigairlines den Flag-Carrier bei weitem hinten an.
    • 7immi 11.08.2018 12:17
      Highlight Highlight und wie geht es den angestellten? wenn man überall spart, dann sicher auch beim personal?
    • Illyria & Helvetia 11.08.2018 16:19
      Highlight Highlight Hört man wohl nicht gerne, dass ein osteuropäisches Unternehmen etwas gut macht.
      Neue Flugzeuge bedeutet, man fliegt mit einer Maschine, die auf dem neusten technologischen Stand ist. Zur Sicherheit kommen viele weitere Aspekte. Die Wizzair-Piloten sind unterschiedliche Langzeitpiloten, die sowohl bei Billig- als auch Nicht-Billigfluggesellschaften Karriere gemacht haben.

      Für osteuropäische Verhältnisse zahlt Wizzair nicht schlecht. Riesige Löhne sollte man als Steward/ess auch nicht erwarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lucandrea 11.08.2018 10:18
    Highlight Highlight Bedenklich finde ich folgende zwei Punkte, die ich aus dem Interview heraushöre:

    -Die Vision und die Art zu Denken dieses Konzernes beruht einzig auf der finanziellen Ebene. Die ökologische und soziale Dimensionen rücken in den Hintergrund. Für allfällige Streiks zeigt man kein Verständnis.

    -Der Konzern argumentiert mit Ressourceneffizienz, kann das strukturelle Problem des Emissionsausstosses nicht lösen. Im Gegenteil er erschafft mehr Angebote zu fliegen, obwohl es eines der grössten Faktoren für die Klimaerwärmung ist.
    • mogad 11.08.2018 10:58
      Highlight Highlight Wer Billigstflüge auf Kosten von Personal und Umwelt anbietet, sollte nicht von Ressourceneffizienz faseln. Innerhalb der Ressourcenverschleuderung Ressourcen sparen? Im Falschen das Richtige tun? Und dafür will der Mann dann auch noch bejubelt werden? Würg!
    • Saasi 11.08.2018 11:26
      Highlight Highlight So ein Hafechäs. Hast du den Beitrag ganz gelesen, oder ignorierst du bewusst die Aussage vom WIZZ Chef, dass die Airline bis zu 30 Prozent ökologischer Fliege als die Meisten europäischen Fluggesellschaften, um deinen Post für höchst naive besser aussehen zu lassen?
      Die WIZZ Air hat nagelneue Maschinen, im Durchschnitt 4 jährig. Bin vor zwei Jahren mit der Swiss nach San Francisco geflogen. Die Maschine nicht mal halb gefüllt und 16 Jahre alt. Sehr ökologisch nicht? Aber die Swiss muss man ja mit händen und füssen verteidigen, auch wenn nur die Aufschrift schweizerisch ist.
    • Stan_the_man 11.08.2018 14:07
      Highlight Highlight @Saasi: Die Fliegerei ist generell umweltschädlich, die einen Gesellschaften etwas mehr, die anderen etwas weniger.
      Egal wie alt das Flugzeug ist, es lässt viele Treibstoffgase raus - und dies völlig unnötig, denn innerhalb Europas hätte man genügend landgebundene Verkehrsmittel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Loeffel 11.08.2018 09:49
    Highlight Highlight Toller Name für eine Airline!! Was für ein Wizzpold 😝 Vor allem im deutschsprachigen Raum. Es gibt überall platz für Spass und Humor, aber beim Fliegen bevorzuge ich es eigentlich so ernsthaft wie nur möglich 🙄
    • ghawdex 11.08.2018 12:19
      Highlight Highlight Ernsthaftes Fliegen?
  • osaliven 11.08.2018 09:48
    Highlight Highlight Genau das was wir brauchen. Eine weitere Billig Airline die Mitarbeiter zu Dumpingpreisen und schlechten Arbeitsbedingungen anstellt. Dazu eine weitere Kerosinschleuder am Himmel. Aber Hauptsache der Flug war billig
  • Flint 11.08.2018 08:42
    Highlight Highlight Der soll sich nicht über etablierte Airlines lustig machen wenn sein Geschäftsmodell nicht mal mit Zürich umgehen kann. Das Problem der Billigairlines in Zürich sind nicht nur die hohen Gebühren, sondern auch die oft überlastete Luftraumstruktur (-> Verspätungen) und das Nachtflugverbot. Gestrandeten Fluggästen Hotels bezahlen zu müssen können sich Wizzair und co mit ihren Dumpingpreisen schlicht nicht leisten.
    • mogad 11.08.2018 11:02
      Highlight Highlight Vielleicht geht den Konsumenten irgendwann ein Licht auf und sie pfeifen auf Billigflüge. Wie wärs mit Pferdetrecking im Emmental mit Übernachtung im Heu? Mit Velotouren in der Lindtebene, der Aare entlang, Campingferien im Maggiatal?
    • Illyria & Helvetia 11.08.2018 16:22
      Highlight Highlight Flint, ich kenne einige, die mit Wizzair geflogen sind und sich verspätet haben. Wizzair zahlt einen guten Hotelaufenthalt. Da kann man nicht meckern.
    • Hoppla! 12.08.2018 08:01
      Highlight Highlight mogad: ehrlich, da verzichte ich lieber auf Urlaub...
  • Netwho 11.08.2018 08:16
    Highlight Highlight Braucht es wirklich noch eine dieser billig Airlines? Man sieht ja bei Ryanair wohin das führt. Ich will nicht mit einer Sirline fliegen. Bei der der Pilot für 35000 Euro im Jahr Verantwortung für ein Flugzeug mit Passagiere übernehmen soll...
    Ich für mich habe seit einigen Jahren die Devise: entweder kaufe ich mir ein Ticket bei LH / LX, wenn’s Müritz teuer ist bleibe ich in der CH oder fahre mit dem Auto. Von mir aus sollte es keine Flüge unter CHF 500 mehr geben.
    • Blitzableiter 11.08.2018 11:32
      Highlight Highlight Dafür wäre ich auch. Und gewisse Flugrouten wie z.b Zürich-Genf, die lächerlich kurz sind gehören auch verboten.
    • Pisti 11.08.2018 15:25
      Highlight Highlight Je nachdem wo der Pilot seinen Wohnsitz hat, ist 35000.- ein Haufen Geld.
  • MaxHeiri 11.08.2018 07:54
    Highlight Highlight Ich fände es genial, wenn die doch auch nach Zürich kommen würden!
    Die Swiss hat für viele osteuropäische Destinationen die Monopolstellung und nutzt diese mit sehr hohen Preisen auch aus (wie Budapest).
    • Saasi 11.08.2018 11:19
      Highlight Highlight Auch im Balkan. Pristhina, Belgrad, Niš, Skopje, Sofia, Bukarest, Bratislava, Budapest, Sarajevo, Zagreb usw. Wer schreibt die Swiss sei ökologischer und besser als die WIZZ Air muss einen Dachschaden und sonstigen Schäden haben.
  • Beggride 11.08.2018 07:33
    Highlight Highlight Langsam gebe ich es auf, dass die Menschen die Natur als das Wichtigste ansehen, was es gibt. Wor stellen unsere super Wachstumswirtschaft und unsere eigenen Komfort-Interessen über das, was uns am Leben erhält...
    • rauchzeichen 11.08.2018 13:12
      Highlight Highlight auch schon drauf gekommen? und genau dieses aufgeben führt bei anderen zum selben verhalten. eine riesige negativspirale, gewunden aus gruppendynamiken. nimmst noch die geldgeilheit und raubtierkapitalismus drauf, und die hoffnung könnte gleich gänzlich in dir sterben. doch genau das wäre der fehler, der anderen denselben erlaubt.
  • Holch 11.08.2018 07:27
    Highlight Highlight ...und natürlich wird nicht gefragt,ob Kabinenpersonal und Piloten anständig entlöhnt werden...
    • Saasi 11.08.2018 11:16
      Highlight Highlight WIZZ Mitarbeiter bekommen gleich viel wie bei Easyjet heisst, mehr als bei der Swiss.
  • Saab93 11.08.2018 07:01
    Highlight Highlight Vorbildlich, wie die ihre Verantwortung bezüglich Klimaschutz wahrnehmen.

    Gegen solch hirnrissige Strategien hilft nur eins: Saftige Abgaben auf Flugreisen! Und nein, der Flieger fliegt sonst nicht einfach ohne dich sowieso und überhaupt.
    • Saasi 11.08.2018 11:15
      Highlight Highlight Die Strategie wird auch ohne saftige Flugpreisen weiter sehr gut funktionieren. Vielleicht sollten sich viele andere renomierte Fluggesellschaften mal ihre Gedanken bezüglich Strategie machen, um auch so gewinnorientierend zu sein, um nicht ein Grounding zu erleben. Neidisch dass es auch so geht, was viele andere Airline nicht können?
  • Galippo 11.08.2018 06:50
    Highlight Highlight Also ich finde es ganz gut dass in Zürich nur Easyjet und Eurowings sind. Alle Billigairlines sollen dort hin wo sie hingehören, nach Basel.
    Alle wollen etwas vom grossen Schweizer Kuchen, aber nix bezahlen. Und was ist falsch die Hauptairline zu schützen? Die bringt am meisten Passagiere.
    • 00892-B 11.08.2018 11:07
      Highlight Highlight Vueling, Aer Lingus, Air Europa, Air Baltic operieren ebenfalls in ZRH, nur um einige weitere Billigairlines zu nennen.
    • Saasi 11.08.2018 11:12
      Highlight Highlight Immer diese billig Airline feindliche Posts. Soll doch jeder von diesen denken was er will, aber solche Posts wie von dir nerven nur noch. So wie er die Flieger u. Airline beschreibt, hat er sehr viel richtig gemacht und fliegen mit neuen Maschinen, nicht so wie ach so gute Fluggesellschaften. Wenn ich beim Flugradar sehe wie alt teilweise die Flieger sind, so ist Wizz Air doch sehr gut aufgestellt und bestimmt ökologischer als 10-18 jährige Maschinen der Swiss, Edelweiss und vielen anderen Fluggesellschaften und bestimmt weniger ökologischer sind. Aber Hauptsache man kann seinen Senf abgeben.
    • Juliet Bravo 11.08.2018 14:17
      Highlight Highlight Ein 19-jähriger A320 ist nicht viel unökologischer als ein 4-jähriger. Erst der Neo ist eine neue Klasse. Und: Die Bombardier CSeries 300 (neu A220-300) ist heute das Mass der Dinge in Sachen Ökologie. Die betreibt die Swiss und nicht die Wizz😉
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