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Weltbank erwartet Stagnation der Wirtschaft

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Bis 2030 werden der Entwicklungsbank zufolge 622 Millionen Menschen weiterhin in extremer Armut leben.Bild: Shutterstock

Weltbank erwartet Stagnation der Wirtschaft – Entwicklungsländer fallen weiter zurück

16.01.2025, 22:00
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Das Wachstum der Weltwirtschaft stabilisiert sich nach einer Prognose der Weltbank auf niedrigem Niveau und soll sich in diesem und im kommenden Jahr bei 2,7 Prozent einpendeln.

Die Weltbank warnt jedoch, dass dies nicht ausreiche, um den Schaden auszugleichen, der in den vergangenen Jahren durch wirtschaftliche Schocks wie die Corona-Pandemie angerichtet worden seien. Dies sei besonders für die ärmsten Länder der Welt gefährlich. Bis 2030 werden der Entwicklungsbank zufolge 622 Millionen Menschen weiterhin in extremer Armut leben.

Die Weltbank mit Sitz in der US-Hauptstadt Washington warnt gleichzeitig vor den negativen Auswirkungen, die etwa weitreichende Zölle auf die Weltwirtschaft haben würden. Der künftige US-Präsident Donald Trump, der am Montag wieder ins Weisse Haus einziehen wird, plant gravierende Strafmassnahmen – etwa für Waren aus China, Kanada, Mexiko und möglicherweise der Europäischen Union.

Schätzungen deuten darauf hin, dass eine Erhöhung der US-Zölle um 10 Prozentpunkte gegenüber allen Handelspartnern das globale Wachstum in diesem Jahr um 0,2 Prozentpunkte verringern könnte – wenn keine Vergeltungsmassnahmen ergriffen werden.

«Der erwartete negative Effekt könnte sich verstärken, wenn proportionale Vergeltungszölle berücksichtigt werden», heisst es in dem Bericht. Das weltweite Wachstum würde dann im Jahr 2025 um insgesamt etwa 0,3 Prozentpunkte niedriger ausfallen.

Weltbank: Ziele wurden nicht erreicht

Weitere Risiken für das Wirtschaftswachstum seien langsamere Fortschritte beim Rückgang der Inflationsrate, die Folgen des russischen militärischen Überfalles auf die Ukraine und des Konfliktes im Nahen Osten, heisst es. Die Weltbank hält fest: «Das erste Quartal dieses Jahrhunderts neigt sich dem Ende zu, und es ist klar, dass die hochgesteckten Ziele der letzten Jahrzehnte nicht erreicht werden können.»

Die langfristigen Wachstumsaussichten für Länder mit niedrigem Einkommen seien so schlecht wie noch nie seit Beginn des Jahrhunderts. Aufstrebende Märkte und Entwicklungsländer, die zu Beginn des Jahrhunderts auf dem Weg gewesen seien, die Einkommenslücke zu den reichsten Volkswirtschaften zu schliessen, fielen nun grösstenteils noch weiter zurück.

Entwicklungsländer, die für 60 Prozent des weltweiten Wachstums verantwortlich seien, werden das erste Quartal des 21. Jahrhunderts laut der Weltbank mit den schwächsten langfristigen Wachstumsaussichten seit 2000 abschliessen.

Schwaches Wachstum im Euroraum

Auch das Wachstum im Euroraum wertet die Weltbank als schwach. Für das Jahr 2025 prognostiziert der Konjunkturausblick ein Wachstum von 1,0 Prozent – das sind 0,4 Prozentpunkte weniger im Vergleich zur Prognose vom vergangenen Juni.

Die Weltbank führt das auf einen schwachen Konsum, schwache Unternehmensinvestitionen und eine schwache Industriekonjunktur zurück. Die Fertigungs- und Industrieproduktion blieben schwach. Das gelte insbesondere für Deutschland, das fast 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Eurozone ausmacht. (sda/dpa)

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