Zendaya, Rosalía und Co: Auf diese 6 Stars kannst du dich in «Euphoria 3» freuen
Endlich sind alle erwachsen, endlich! Es war schon schwierig, die letzten beiden Staffeln «Euphoria» zu schauen, in denen die Hauptfiguren Teenies oder ganz knapp keine mehr waren, und sich nicht andauernd zu fragen, was das solle. Wieso da ein mittelalter Mann namens Sam Levinson eine Serie schrieb und drehte, in denen es darum ging, sehr attraktive junge Menschen sehr voyeuristisch von einem Elend ins andere zu jagen und sie dabei allzu gerne auszuziehen. Gebrochene Jugendliche als Fetisch-Objekte. Trauma als kollektive Erfahrung. Smells like Teen Spirit. Schlimmer wurde es dann nur noch in Levinsons Sado-Maso-Serie «The Idol», die aber nach einer Staffel eingestampft wurde.
Doch der Reiz der monumental erfolgreichen HBO-Serie bestand von Anfang weg nicht in ihrem Narrativ. Er bestand in dem charismatischen Nachwuchs-Ensemble, das einigen jungen Hollywood-Karrieren, etwa denen von Jacob Elordi und Sydney Sweeney, zum grossen Durchbruch verhalf. Jetzt sind sie alle wieder zurück mit einer dritten Staffel. Vier Jahre sind vergangen, sie sind weit weg von ihrer kalifornischen High School, und wenn man dem Trailer trauen kann, gehts jetzt ins Showbusiness (dessen Boss keine andere ist als Sharon Stone). Nur Rue (Zendaya) bleibt im Drogenbusiness.
Zendaya, 29
Zendaya gilt aktuell als die Schauspielerin, die in den meisten Kassenerfolgen mitspielt, und auch 2026 wird da ein erfolgreiches Jahr: «The Drama», «Spider-Man», «Dune 3», «The Odyssey» und «Euphoria» dürften Abermillionen ins Kino und vor den Heim-Bildschirm ziehen. Man kann quasi sein Geld auf sie setzen und nichts falsch machen. Von allen aus «Euphoria» war sie schon zu Beginn die Berühmteste, wie einst Miley Cyrus war sie als Disney-Star und Sängerin gross geworden.
«Euphoria» beginnt mit Zendaya: Rue Bennett kommt drei Tage nach 9/11 zur Welt und entwickelt sich zu einem Kind mit einigen Spleens, die als Zwangsstörungen oder bipolare Beeinträchtigungen diagnostiziert und entsprechend hilflos medikamentiert werden. Weshalb sie später zum Junkie wird. Und allen zuleide lebt, die sie liebt. Weil sie nicht anders kann. Ihr Erkennungszeichen: Grimassen und Chucks.
Rosalía, 33
Rosalía? Im Ernst? Ja! Bevor sie «Lux», ihr Album für die Ewigkeit, veröffentlichte und auf triumphale Welttournee ging, drehte sie noch schnell acht Folgen «Euphoria». Es ist ihr Schauspieldebut. Sie verkörpert Magick, eine Stripperin im Silver Slipper. Im Ernst? Ja. Kennzeichen: Eine ekelhafte, mit Glitzer verzierte Halskrause, hinter der sich gewiss ein schreckliches Schicksal samt Trauma verbirgt. Ein bisschen erinnert sie an Salma Hayek in «From Dusk Till Dawn». Rosalía ist der Gast im «Euphoria»-Universum.
Jacob Elordi, 28
Es war ein nicht wirklich komplexer Film über eine Küsskabine («The Kissing Booth»), der Elordi 2018 in die Teenieherzen und direkt ins «Euphoria»-Ensemble katapultierte. Er wurde zum manipulativen, gewalttätigen Schönling Nate, der als Kind Pornovideos seines Vaters (der mittlerweile verstorbene Eric Dane) mit Männern und trans Prostituierten gefunden hatte und seither traumatisiert war. Elordis Karriere hob ab, «Saltburn» machte ihn zum Sexsymbol, in «Priscilla» war er Elvis, als «Frankenstein»-Monster wurde er für einen Oscar nominiert, sein Heathcliff in «Wuthering Heights» ist ein Ereignis. Keiner schafft es so gut wie er, dem Bösen und Monströsen eine Maske entwaffnender Liebenswürdigkeit überzustülpen. Ein Remake von «American Psycho» wäre wie gemacht für ihn.
Zendaya-Fans behaupten ja, er habe mal Zendaya betrogen, und hassen ihn deswegen, er selbst bestreitet, jemals was mit ihr gehabt zu haben, was über geschwisterliche Gefühle hinausging (gut, geschwisterliche Gefühle sind ein weites Feld), und irgendwie war sie zum Zeitpunkt des Gerüchts auch schon mit Tom Holland zusammen, womit sie ja diesen betrogen hätte ... Egal, es wird halt projiziert, wir kennen das.
Sydney Sweeney, 28
Es ist doch erstaunlich: Da war der vergangene Spätsommer voll mit Schmähartikeln über die Schauspielerin, die sich für eine politisch nicht wirklich rechtfertigbare Jeans-Werbung verpflichtet hatte. War sie eine Waffe des konservativen Amerikas? Ein Trump-Covergirl? Zendaya, so ging ein weiteres Zendaya-Gerücht, solle sich deshalb geweigert haben, gemeinsame Szenen mit Sweeney zu drehen. Und was machte Sweeney an der Hochzeit von Jeff Bezos in Venedig? War sie brutal naiv oder brutal berechnend?
Und dann kommt im Januar der ungemein effiziente Haushalts-Horror «The Housemaid» von Paul Feig mit Syney Sweeney und Amanada Seyfried in unsere Kinos und alle rennen hin. Es ist einer der erfolgreichsten Kinofilme der letzten Monate, gegen 250'000 Zuschauer haben ihn in der Schweiz bereits gesehen. Er ist aber auch gut, ein prototypischer Genre-Film mit zwei perfekten Hauptdarstellerinnen, haarsträubenden Überraschungen und einem sehr befriedigenden Ende. Sweeney funktioniert erstaunlicherweise allem zum Trotz als Publikumsmagnet.
Jetzt ist sie wieder Cassie. Die an der Seite von Jacob genau so dark geworden ist wie dieser. Im Trailer wird ihre gemeinsame Zukunft angetönt ...
Hunter Schafer, 27
Möglicherweise ist sie die grösste, weil stillste Entdeckung im lauten, tränenreichen und sehr nackten Getöse von «Euphoria». Uuuuuuund: eine Ex von Rosalía. Also nicht nur gerüchtehalber, sondern wirklich. Das trans Mädchen Jules in «Euphoria» war die erste Rolle der trans Schauspielerin, und sie füllte sie mit so viel Traurigkeit, Grazie und Sensibilität, dass man nur staunen konnte. Jules' Liebesgeschichte mit Rue war herzzerreissend, denn eine Liebe mit einem Vollblut-Junkie geht nun einmal nie gut. Im Gegensatz zu so ziemlich restlos allen anderen Figuren ist Jules gut. Hoffentlich bleibt das in der dritten Staffel so.
Natasha Lyonne, 47
Sie stand schon als Siebenjährige neben Meryl Streep in «Heartburn» vor der Kamera und hat bis heute über 140 Rollen gespielt oder synchronisiert, war in «American Pie» und «Orange Is the New Black» und hat sich selbst die Serien «Russian Doll» und «Pokerface» auf den Leib geschrieben. Sie gilt als rundum begabtes Kraftwerk an Kreativität. Und sie pendelt schon ein Leben lang zwischen Süchten und Entzügen. Bis jetzt weiss kein Mensch, was ihre Rolle in «Euphoria» sein wird, doch schon nur auf Lyonnes Stimme, die klingt, als würde auf einer lödeligen Raffel Ingwer gerieben, kann man sich freuen.
Die dritte Staffel «Euphoria» startet bei uns am 13. April auf Sky Show und HBO Max. Staffeln 1 und 2 laufen nur auf HBO Max.
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