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Der ESC wird 70! Hier sind die 70 schönsten Bilder seit 1956

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Willkommen zum ESC-Picdump: Die 70 schönsten Bilder aus 70 Jahren

Am 12., 14. und 16. Mai heisst es wieder: ESC-Nachtschicht! Und natürlich wie immer mit unserem beliebten Liveticker, der mit eurer Beteiligung glühen wird. Zur Einstimmung hier ein Fotoalbum zum 70. Geburtstag des Eurovision Song Contests.
10.05.2026, 13:3910.05.2026, 13:39

Gleich vorneweg für alle, die's besser zu wissen glauben: Nein, das mit dem 70. Geburtstag ist kein Rechenfehler, 2026 wird der ESC nicht 71, sondern erst 70. Eine ESC-Ausgabe fiel nämlich Corona zum Opfer.

1956 bis 1960: Die doppelte Lys

1956, Lugano

F�r ihr Lied Refrain , mit dem sie 1956 den ersten Eurovision Song Contest gewann, bekommt die Schweizer S�ngerin Lys Assia die Goldene Schallplatte von der Firma Decca, Deutschland 1950er Jahre. Swis ...
Bild: imago stock&people

Die Geschichte des ESC beginnt 1956 in Lugano. Damals heisst er noch Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne und beteiligt sind folgende Länder: Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Schweiz. Jedes Land darf mit zwei Songs ins Rennen. Lys Assia gewinnt für die Schweiz mit «Refrain». Hier erhält sie im gleichen Jahr vom deutschen Plattenlabel Decca eine Goldene Schallplatte für viele verkaufte Tonträger. Wie viele das genau waren, ist leider nicht überliefert. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» bezeichnete «Refrain» als «gefälliges Erzeugnis», was ganz gewiss nicht nett gemeint war.

1957, Frankfurt

Die franz�sische S�ngerin Daniele Dupre bei einem Fotoshooting im Hotel Bellevue in Hamburg, Deutschland 1950er Jahre. French singer Daniele Dupre at a photo shoot in her hotel room at Hamburg, German ...
Bild: imago stock&people

Promo-Fotos sind was Wunderbares. Hier bereitet sich die Französin Danièle Dupré auf ihren ESC-Auftritt (für Luxemburg, nicht für Frankreich) in Frankfurt vor. Sie singt «Tant de peine» (So viel Schmerz) und verliert wie alle anderen gegen die Niederländerin Corry Brokken.

1958, Hilversum

Anefo photo collection. Arrival Lys Assia Switzerland at Schiphol for the Eurovision Song Contest 1958. Airplane staircase. March 11, 1958. Noord-Holland, Schiphol Copyright: xpiemagsx pienatarchpart2 ...
Bild: www.imago-images.de

Wer ist denn das? Oh, schon wieder Lys Assia! Nach 1956 und 1957 tritt sie auch 1958 wieder an, jetzt mit dem lüpfigen «Giorgio» (der Gigolo vom Lago Maggiore). Einsteigebilder in die Swissair waren früher wahnsinnig beliebt. Leoparden-Print ist es auch heute noch. Es gewinnt der Franzose André Claveau mit «Dors, mon amour» (Schlafe, meine Liebe), und man möchte lieber nicht allzu exakt wissen, was er damit meint.

1959, Cannes

Anefo photo collection. Arrival Teddy Scholten, winner Eurovision Song Contest 1959, from Cannes at Schiphol. Greeting on the platform. March 12, 1959. Noord-Holland, Schiphol Copyright: xpiemagsx pie ...
Bild: www.imago-images.de

Fans warten auf dem Flughafen Schiphol auf die niederländische ESC-Gewinnerin Teddy Scholten. Sie gewann in Cannes mit «’N beetje» (ein wenig).

1960, London

Die Saengerin Jacqueline Boyer gewinnt den Eurovision Song Contest in London fuer Frankreich mit dem Lied "Tom Pillibi", aufgenommen am 29. Maerz 1960. (KEYSTONE/Str)
Bild: KEYSTONE

Die Französin Jacqueline Boyer ist tatsächlich keine andere als die Stieftochter der grössten französischen Chansonnière schlechthin: Edith Piaf. Auch ihre leiblichen Eltern sind beide aus dem Musikgeschäft und so wäre es eine wahre Familienschande gewesen, wenn Boyer mit «Tom Pillibi» 1960 nicht gewonnen hätte. Hat sie aber.

1961 bis 1965: Zu jung für die Liebe

1961, Cannes

Die Saengerin Franca di Rienzo wird die Schweiz beim Concours Eurovision de la Chanson 1961 in Cannes, Frankreich, vertreten, aufgenommen im Jahr 1961. (KEYSTONE/Str)
Bild: KEYSTONE

Der ESC wächst und wächst, jetzt sind schon 16 Länder dabei, darunter auch Monaco, Jugoslawien, Österreich, Schweden, Norwegen und Finnland. Hier sehen wir die lebenslustige Franca di Rienzo, eine Französin italienischer Herkunft, die für die Schweiz mit «Nous aurons demain» (Wir werden morgen haben) den schönen dritten Platz erreicht. Es gewinnt Luxemburg.

1962, Luxemburg

Anefo photo collection. Eurovision Song Contest 1962 in Luxembourg, for Austria Eleonore Schwarz. March 18, 1962. Luxembourg Copyright: xpiemagsx pienatarchpart216092021-64577 ACHTUNG AUFNAHMEDATUM GE ...
Bild: www.imago-images.de

Damals gab es nur ein einziges Bühnenbild und 1962 passt es besonders gut zur Österreicherin Eleonore Schwarz. Mit «Nur in der Wiener Luft» kommt sie immerhin nicht auf den letzten, sondern auf den lieb gemeinten zweitletzten Platz. Es gewinnt schon wieder Frankreich.

1963, London

London: Luxembourg s Nana Mouskouri (right) is embraced by Denmark s Jorgen Ingmann as his wife Grethe (left) looks on, during tonight s rehearsal for tomorrow s Eurovision Song Contest Grad Prix. The ...
Bild: imago stock&people

Ist dieses Bild zu fassen? Rechts sehen wir die Griechin Nana Mouskouri, die damals in Europa schon ein Superstar ist, am ESC für Luxemburg mit «A force de prier» (Mit inbrünstigem Gebet) jedoch nur auf den achten Platz kommt. Neben ihr: das dänische Sieger-Ehepaar Grethe und Jørgen Ingmann.

1964, Kopenhagen

Watched by 100 million viewers , 16 year old Gigliola Cinquetti , a schoolgirl from Italy , won this year s Eurovision Song Contest with her song , I m Too Young to Love . The contest was held in Cope ...
Bild: imago stock&people

1964 betört die erst 16-jährige italienische Schülerin Gigliola Cinquetti das Publikum und gewinnt mit «Non ho l'età (per amarti)» (Ich bin zu jung, um dich zu lieben).

1965, Neapel

Bands / Komponisten / Instrumente / Musiker / Oper / Orchester / Schallplatten / S�nger / Songwriter / Symphonien 3. M�rz 1965 Kathy Kirby wirft einen Blick auf ihre Mail -Auswahl f�r den Eurovision S ...
Bild: www.imago-images.de

«I Belong» heisst der Song, der die Britin Kathy Kirby auf den zweiten Platz katapultiert. Hinter? Frankreich oder Luxemburg? Luxemburg. Hier ruht sich Kirby nicht auf Fanpost auf, sondern auf der halben Million Postkarten, mit denen das britische TV-Publikum «I Belong» an den ESC schickt.

1966 bis 1970: Udos Aufstieg

1966, Luxemburg

Anefo photo collection. Eurovision Song Contest 1966 in Luxembourg. The winner Udo J�rgens with the winner of 1965 France Gall. March 6, 1966. Luxembourg Copyright: xpiemagsx pienatarchpart316092021-4 ...
Bild: www.imago-images.de

Zwei Legenden! Die Französin France Gall, die mit «Poupée de cire, poupée de son» 1965 für Luxemburg gewann. Und Udo Jürgens, der 1966 mit «Merci, Chérie» für Österreich gewinnt.

1967, Wien

Apr. 04, 1967 - She Will Represents Switzerland In Eurovision Contest: 20-Year-old Geraldine Cogly, born in Paris, will represent Switzerland in the forthcoming Grand Prix Eurovision song contest in V ...
Bild: imago stock&people

Wer ist denn das? Es ist die flotte Bernerin Géraldine, die in Wien mit «Quel cœur vas-tu briser?» (Welches Herz wirst du brechen?) auf den, nun, letzten Platz kommt. Es gewinnt die Britin Sandie Shaw mit einem neuerlichen Puppenlied, nämlich mit «Puppet on a String».

1968, London

Wencke Myhre Wencke Myhre, German Singer. Performing at the 1968 Eurovision Song Contest., PUBLICATIONxNOTxINxUKxFRAxUSA Copyright: xStarstockx/xAvalonx 0559546589
Bild: www.imago-images.de

Die herzige 21-jährige Norwegerin Wencke Myhre bringt Deutschland mit «Ein Hoch der Liebe» auf den sechsten Platz. Die Spanierin Massiel gewinnt mit «La, la, la» (La, la, la).

1969, Madrid

Aktuell 11-5-1969 : Oj-oj-oj for et spetakkel det ble bilde 0034 Aktuell 11-5-1969 : Oj-oj-oj for et spetakkel det ble Kisti Sparboe skal synge Arne Bendiksens lat i Melodi Grand Prix i Spania. Foto A ...
Bild: www.imago-images.de

Die Norwegerin Kirsti Sparboe «Oj, oj, oj, så glad jeg skal bli» (Ui, ui, ui, wie glücklich ich sein werde) demonstriert im Vorfeld des ESC offensiv Glücksgefühle. Es reicht ihr … immerhin für den letzten Platz. Platz eins teilen sich ungelogen Spanien, Frankreich, Grossbritannien und die Niederlande. Gleich dahinter kommt die Schweiz.

1970, Amsterdam

18-year-old Irish singer Rosemary Brown, who will represent Ireland in the Eurovision Song Contest under the name of Dana, 4th March 1970. She won the contest with the song 'All Kinds of Everythi ...
Bild: Hulton Archive

Sie ist 19, kommt aus Nordirland, heisst Dana (nein, nicht Dana International) und gewinnt in Amsterdam mit «All Kinds of Everything» (Alles Mögliche). Später wird sie Politikerin.

1971 bis 1975: ABBA!!!

1971, Dublin

Peter Reber, Susan Schell und Marcel Dietrich, v.l.n.r., Mitglieder des Musikertrios "Peter, Sue & Marc", aufgenommen am 29. Maerz 1971 am Flughafen Zuerich-Kloten vor ihrem Abflug nach  ...
Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Oh, die Swissair! Und drei sehr junge Leute, die nicht zum letzten Mal zum ESC reisen werden. Hier sind Peter Reber, Susan Schell und Marcel Dietrich alias Peter, Sue & Marc vor dem Abflug nach Dublin, wo sie mit «Les illusions de nos vingt ans» (Die Illusionen unserer Zwanziger) auf dem zwölften Platz enden werden. Séverine aus Monaco gewinnt mit «Un banc, un arbre, une rue» (Eine Bank, ein Baum, eine Strasse).

1972, Edinburgh

Bands / Komponisten / Instrumente / Musiker / Oper / Orchester / Schallplatten / S�nger / Songwriter / Symphonien 6. M�rz 1972 Vicky Leandros ist ein internationaler Star im wahrsten Sinne des Wortes. ...
Bild: www.imago-images.de

So sehen Stars aus dem Umfeld von David Bowie aus! Oder Vicky Leandros. Die griechisch-deutsche Sängerin geht mit «Après ski», Quatsch, mit «Après toi» (Nach dir) für Luxemburg an den Start und gewinnt. Da Zwergstaat Monaco eine ESC-Austragung nicht stemmen konnte, hat Grossbritannien die Gastgeberschaft übernommen.

1973, Luxemburg

Der Saenger Patrick Juvet vertritt die Schweiz beim Eurovision Song Contest in Luxemburgh, aufgenommen im Jahr 1973. (KEYSTONE/Str)
Bild: KEYSTONE

Wait, what? Gewinnt 1973 etwa schon wieder Luxemburg? Ja. Anne-Marie David mit der Selbstbespiegelungs-Nummer «Tu te reconnaîtras» (Du wirst dich wiedererkennen). Im Bild ist aber der Schweizer Patrick Juvet, der hier sehr viel mit dem deutschen Schauspieler Sascha Hehn gemeinsam hat und ein tipptoppes Pulli- und Jeans-Model ist. Er wird mit «Je vais me marier, Marie» (Ich werde heiraten, Marie) glanzloser Zwölfter.

1974, Brighton

Swedish pop group ABBA at their hotel in London after winning the Euvovision Song Contest in Brighton, England, in April, 1974. From left Benny Andersson, Annifrid Lyngstad, Agnetha F�ltskog and Bj�rn ...
Bild: www.imago-images.de

Logisch, dass Luxemburg überhaupt nicht in der Lage ist, schon wieder einen ESC auszurichten, deshalb springt das schmucke englische Seebad Brighton ein. Und wir erleben den bisherigen Höhepunkt der ESC-Geschichte. ABBA gewinnt für Schweden mit «Waterloo»! Hier sieht man die Fab Four erschöpft am Tag nach dem Sieg in einem Londoner Hotelzimmer.

1975, Stockholm

ARKIV 1975-03-19 Medlemmarna i den holländska popgruppen Teach-In fr. v. Koos Versteeg, Chris de Wolde, Rudi Nijhuis, John Gaasbeek, Getty Kaspers och Ard Weenink tar en promenad pa Hötorget i Stockho ...
Bild: www.imago-images.de

Et voilà: die niederländische Band Teach-In bei einem vergnügten Stadtspaziergang durch Stockholm. Und weil sie so gut drauf sind, gewinnen sie auch. Mit «Ding-a-Dong». Was auf Deutsch so viel heisst wie «Ding dong».

1976 bis 1980: Swissair-Nostalgie

1976, Den Haag

Anefo photo collection. Eurovision Song Contest 1976 in The Hague. Presenter Corry Brokken in Aktie. April 3, 1976. The Hague, South Holland Copyright: xpiemagsx pienatarchpart417102021-14275 ACHTUNG  ...
Bild: www.imago-images.de

Hier einfach mal eine zufällig ausgewählte ESC-Präsentatorin. Nein, ist sie natürlich nicht. Die Gastgeberin, die in Den Haag durch den Abend führt, heisst Corry Brokken und hat 1957 den zweiten ESC gewonnen.

1977, London

Der Schweizer Bandleader Pepe Lienhard, 2.v.r., mit seiner Band und dem, im Stueck "Swiss Lady" besungenen Alphorn, vor dem Abflug am 3. Mai 1977 auf dem Flughafen Zuerich-Kloten nach London ...
Bild: KEYSTONE

Wie schwierig es ist, ein Swissair-Flugzeug mit einem Alphorn zu besteigen, sieht man hier. Nein, ist es natürlich nicht. Die Pepe Lienhard Band reist mit der von Peter Reber geschriebenen Alphorn-Erotisierung «Swiss Lady» nach London (gewonnen hat im Vorjahr Brotherhood of Man mit «Save Your Kisses for Me») und ergattert sich den immer noch ganz guten sechsten Platz. Es gewinnt mal wieder Frankreich.

1978, Paris

FRANKRIKE PARIS 1978-04-21. Luxemburgs kandidater vid Eurovisonsschlager- tävlingen i Paris april 1978. Sangduon Baccara, Maria Mandiolo och Mayte Metheos, genrepar i Paris. Foto Olle Wester / TT / Ko ...
Bild: www.imago-images.de

Izhar Cohen and the Alphabeta gewinnen mit «A-Ba-Ni-Bi» (Ich), aber das bessere Bild liefern Maria Mandiolo und Mayte Metheos vom spanischen Disco-Duo Baccara. Ihr Song heisst «Parlez-vous français» und sie singtanzen für Luxemburg. Es gibt dafür den siebten Platz.

1979, Jerusalem

Gali Atari, Israeli singer, posing for a studio portrait, sitting in a white rattan chair, against a light background, United Kingdom, in April 1979. Atari performed with the group Milk and Honey, rep ...
Bild: Redferns

Und schon wieder gewinnt Israel. «Hallelujah» ist längst zum ESC-Klassiker geworden, im Bild Sängerin Gali Atari von Gali Atari and Milk and Honey in einem damals äusserst populären Rattan-Stuhl. Der Londoner Zoo taufte nach den ESC-Siegern zwei Braunbären-Babys Milk und Honey.

1980, Den Haag

Anefo photo collection. Eurovision Song Contest 1980 The Hague Winner Johnny Logan in the flowers. April 19, 1980. The Hague, South Holland Copyright: xpiemagsx pienatarchpart417102021-33263 ACHTUNG A ...
Bild: www.imago-images.de

Den Haag erlöst Israel von der Last, schon wieder einen ESC veranstalten zu müssen. Es gewinnt der Ire Johnny Logan mit «What's Another Year?» und einem herzigen Luftsprung mitten im Feierchaos des ESC. Die Schweiz erreicht mit Paola und «Cinéma» den sehr suprigen vierten Platz.

1981 bis 1985: Friedensdemo-Soundtrack

1981, Dublin

UK POP GROUP BUCKS FIZZ WHO WON THE 1981 EUROVISION SONG CONTEST WITH MAKING YOUR MIND UP / LTD UK POP GROUP BUCKS FIZZ WHO WON THE 1981 EUROVISION SONG CONTEST WITH MAKING YOUR MIND UP / LTD, PUBLICA ...
Bild: www.imago-images.de

Die britische Band Bucks Fizz gewinnt mit «Making Your Mind Up» (Entscheide dich) und einer kleinen Halbstrip-Einlage: Die beiden Sängerinnen kommen nämlich zuerst mit züchtig langen Jupes auf die Bühne. Exakt in der Mitte ihrer Nummer langen die beiden Herren zu und die Damen stehen im Minirock da. Der Handgriff geht um die Welt. Und die Schweiz schafft es schon wieder auf den vierten Platz! Peter, Sue & Marc & ihre Panflöte verzaubern die Welt mit dem Liebesseufzer «Io senza te» (Ich ohne dich).

1982, Harrogate

Nicole, representing Germany, performing her song during the Eurovision Song Contest in Harrogate, North Yorkshire. 24th April 1982. (Photo by Bill Rowntree/Mirrorpix via Getty Images)
Bild: Mirrorpix

Sie singt als Letzte und geht als Erste: Nicole mit Gitarre und Klosterschülerinnenlook gelingt, was bisher noch nicht gelungen ist – ein deutscher ESC-Sieg! Und dann auch noch mit einem deutschen Lied! Das schafft nach ihr niemand mehr. «Ein bisschen Frieden» ist nicht nur ein bisschen ein Friedensdemo-Song, sondern sehr. Für die Schweiz erreicht Arlette Zola mit «Amour, on t'aime» (Liebe, man liebt dich) den sensationellen dritten Platz.

1983, München

Mariella Farré am Concours Eurovision de la Chanson; Vorbereitung 1983 (Photo by Bruno Torricelli/RDB/ullstein bild via Getty Images)
Bild: ullstein bild

Höchste Zeit, dass mal wieder Luxemburg gewinnt, oder etwa nicht? Und ja, die 21-jährige Corinne Hermès trägt die Siegestrophäe mit der Betrachtung «Si la vie est cadeau» (Wenn das Leben ein Geschenk ist) nachhause. Im Bild: unsere glücklose Mariella Farré, die zwar schön geschminkt, aber nur 15. wird. Was sie prima mit ihrem Songtitel «Io così non ci sto» (Da mache ich nicht mit) kommentieren kann.

1984, Luxemburg

LUXEMBURG 1984-05-05 Norske schlgerikonen Jahn Teigen tar ett sprang �ver den svenska sanggruppen Herreys med br�derna fr. v. Richard, Per och Louis Herrey i samband med deras seger i Eurovisionsschla ...
Bild: www.imago-images.de

Hier springt der norwegische Mehrfachteilnehmer Jahn Teigen über die schwedische Gewinner-Boyband Herrey's. Ihr Songtitel lautet «Diggi-loo Diggi-ley» und lässt sich nicht übersetzen. Herrey's besteht aus den drei Brüdern Per Herrey, 25, Richard Herrey, 19, und Louis Herrey, 17. Die Schweizer Band Rainy Day fragt sich «Welche Farbe hat der Sonnenschein?», was aber niemanden interessiert. Platz 16 von 19.

1985, Göteborg

ARKIV 1985-05-05 Den norska duon Bobbysocks med Hanne Krogh tv och Elisabeth Andreassen th firar segern i Eurovisionsschlagerfinalen med det norska bidraget La det swinge degen efter pa hotellet i Göt ...
Bild: www.imago-images.de

Wer erinnert sich nicht an die so ansteckend gut gelaunten Norwegerinnen Hanne und Elisabeth von Bobbysocks? An ihr «La det swinge» (Lass es swingen)? Nach dem Sieg trinken sie gleichzeitig Champagner und telefonieren nach Hause. Ihre Nummer verbreitet immer noch fantastische Laune. Für den Schweizer Altersheim-Evergreen «Piano, piano» gibts Platz zwölf.

1986 bis 1990: Superstar Céline Dion

1986, Bergen

- ZAVENTEM, BELGIUM : (FILE) This file picture dated 04 May 1986 shows Belgian singer Sandra Kim as she arrives at Brussels International Airport in Zaventem after winning (1986) the 31st edition of T ...
Bild: imago stock&people

13! Sandra Kim aus Belgien ist 13, als sie mit ihrer Lebensbejahungs-Hymne «J'aime la vie» alle anderen wegtischt. Im Bild ist sie bei ihrer triumphalen Ankunft in Brüssel zu sehen. Und die Schweiz setzt allmählich zu ihrem Eighties-Höhenflug an: Daniela Simons wird mit «Pas pour moi» Zweite!

1987, Brüssel

ARKIV 1987-05-07 Sangerskan Lotta Engberg med 16 dagar gamla dottern Malin pa s�ngen i hotellrummet 7:e maj 1987, mellan repetitionerna inf�r Eurovisionschlagerfinalen i Bryssel d�r Lotta ska framf�ra ...
Bild: www.imago-images.de

16! 16 Tage nach der Geburt ihrer Tochter Malin singt Lotta Engberg in Brüssel für ihr Heimatland Schweden. Es ist unfassbar. Zumal sie sich nicht einfach ganz ruhig an ein Mikrofon stellt, sondern Rad schlagend über die Bühne turnt. Doch es gewinnt schon wieder der Ire Johnny Logan, jetzt mit «Hold me Now». Die Schweiz macht eine kurze Verschnaufpause auf dem unbedeutenden 17. Platz mit der gewiss Fondue-inspirierten Nummer «Moitié-moitié». Inzwischen nehmen 22 Länder am ESC teil.

1988, Dublin

Eurovision Song Contest 1988, Eurovisionsschlagerfestivalen. Celine Dion, sangare Kanada 1988-05-01 c KARL MELANDER / Aftonbladet / IBL Bildbyra * * * EXPRESSEN OUT * * * AFTONBLADET / 4896 x2512x *** ...
Bild: www.imago-images.de

A Superstar is born! Und für eine Nacht gehört sie nur uns! Die knapp 20-jährige Kanadierin Céline Dion singt für die Schweiz und dominiert Dublin. Mit einer Stimme, an der sämtliche guten Himmelsmächte mitgewirkt haben müssen, mit einem perfekten Gespür für Drama und Freude. «Ne partez pas sans moi», geschrieben von Nella Martinetti und Atilla Şereftuğ, ist bis heute ein Stück atemlose Perfektion. Danke an alle Beteiligten.

1989, Lausanne

Die Band Riva tritt am 7. Mai 1989 in Lausanne fuer Jugoslawien mit dem Song "Rock me" am Grand Prix Eurovision de la Chanson auf und gewinnt den Contest. Freude herrscht waehrend der Punkte ...
Bild: KEYSTONE

Die jugoslawische Gruppe Riva gewinnt in Lausanne mit «Rock Me» und freut sich wie verrückt bei der Punktevergabe. Die Schweiz versucht's mit Furbaz, vergebens.

1990, Zagreb

Bild
Bild: screenshot youtube/eurovision song contest

In Zagreb holt Toto Cutugno mit «Insieme: 1992» den Sieg für Italien und auch er hat wie Deutschland, Österreich, Norwegen und Irland eine politische Botschaft: Es geht um Gemeinschaft und Grenzenlosigkeit und nicht ganz heimlich um den Zusammenbruch des Ostblocks und den Mauerfall. Aber selbstverständlich lässt es sich nach dem ESC auch im Fussball-Kontext recyceln.

1991 bis 1995: Drei irische Siege

1991, Rom

Die Saengerin Sandra Studer alias Sandra Simo, posiert an einer Veranstaltung des Eurovision Song Contest, wahrscheinlich 1991 in Rom, Italien, mit einem Blumenstrauss. (KEYSTONE/Str)
Bild: KEYSTONE

Das ist er also, der Beginn der Sandra-Studer-Saga. Die spätere SRF- und ESC-Moderations-Legende singt 1991 in Rom als Sandra Simó für die Schweiz und wird sehr respektable Fünfte mit «Canzone per te» (Lied für dich). Es gewinnt die Schwedin Carola.

1992, Malmö

ARKIV 1992-05-09 Sangaren Christer Björkman och latskrivaren Niklas Strömstedt deppar efter att ha slutat pa 22:a plats med Sveriges bidrag I morgon är en annan dag i Eurovisionsschlagerfinalen pa Mal ...
Bild: www.imago-images.de

Oje, oje, diese beiden Schweden hingegen versagen unsäglich: Sänger Christer Björkman (links) und Songwriter Niklas Strömstedt enden auf dem beschämenden 22. Platz. In Schweden. Entsprechend bedröppelt verfolgen sie die Punktevergabe. Der Sieg geht an ... Irland! Der unverzichtbare Johnny Logan hat für Linda Martin den Song «Why Me?» geschrieben. Seit 1992 heisst die Veranstaltung übrigens auch offiziell Eurovision Song Contest, zuvor war dies nur in Grossbritannien üblich, nämlich ab 1960.

1993, Millstreet

Left to right family members Donna Evans, Nan Kate Evans and Angela Evans. They hold a poster of Sonia. Picture taken in Liverpool. 14th May 1993. The family of singer Sonia Evans, from Liverpool, che ...
Bild: Mirrorpix

Das hier sind Verwandte der britischen Sängerin Sonia (auf dem Poster), die zweite wird. Hinter .... Luxemburg? Nein, schon wieder Irland! Genauer Niamh Kavanagh mit «In Your Eyes». Jetzt ganz ohne Johnny-Logan-Beteiligung.

1994, Dublin

Der Saenger Duilio vertritt die Schweiz beim Eurovision Song Contest 1994 in Dublin, aufgenommen im Jahr 1994. (KEYSTONE/Str)
Bild: KEYSTONE

Hier begegnen wir dem 21-jährigen Duilio aus Frenkendorf, der die Schweiz in Dublin vertritt. Mit «Sto pregando» (Ich bete) wird er 19. Es gewinnt … neiiin! Echt! Nicht! Wahr! Zum dritten Mal hintereinander Irland! Paul Harrington & Charlie McGettigan begeistern Europa mit ihren «Rock 'n' Roll Kids».

1995, Dublin

Eurovision Song Contest Eurovision Song Contest 1995, Mitwirkende: Stella Jones Copyright: KPA Nur redaktionelle Nutzung. Editorial usage only. UnitedArchives55002151 ACHTUNG AUFNAHMEDATUM GESCH�TZT
Bild: www.imago-images.de

Seit die osteuropäischen Staaten am ESC mitmachen dürfen, werden die Regeln immer komplizierter und ändern sich jährlich, da blicken nur noch ESC-Vollnerds durch. Fest steht 1995, dass die Schweiz pausieren muss, sie war zu schlecht im Vorjahr. Im Bild: Die Wienerin Stella Jones, die mit «Die Welt dreht sich verkehrt» 13. wird. Norwegen gewinnt mit «Nocturne».

1996 bis 2000: Der Nussecken-Bäcker

1996, Oslo

Oslo. Eurovision Song Contest 1996 i Norge - Eurosong. Eurosong programlederne Morten Harket og Ingvild Bryn stilte sammen i bunad, henholdsvis fra Kongsberg og Voss, foran Slottet pa 17. mai. FOTO: M ...
Bild: www.imago-images.de

Wer ist denn das? Etwa der aparte a-ha-Sänger Morten Harket in aparter norwegischer Tracht? Ja! Denn Morten moderiert den ESC gemeinsam mit Ingvild Bryn (rechts). Siegerland wird Irland. Ja, ehrlich wahr. Mit «The Voice» von Eimear Quinn. Kathy Leander landet für die Schweiz mit «Mon coeur l'aime» (Mein Herz liebt ihn) auf dem 16. Platz.

1997, Dublin

SCANPIX SWEDEN, 1997-05-02. Melodifestivalen - Eurovision Song Contest 1997. Bilden: Hollands bidrag melodin -Niemand heeft nog tijd- med Mrs Einstein. x50020x *** SCANPIX SWEDEN, 1997 05 02 Melodifes ...
Bild: www.imago-images.de

Wenn es um einen Wettbewerb in nicht synchroner Choreografie ginge, dann würde die niederländische Formation Mrs. Einstein (im Bild) mit «Niemand heeft nog tijd» (Niemand hat mehr Zeit – um die Schritte richtig zu lernen?) mit Abstand gewinnen. So geht der Sieg an Grossbritannien – Katrina and the Waves gelingt mit «Love Shine a Light» ein neuer ESC-Klassiker. Die Schweiz ist unter «sehr viel ferner liefen».

1998, Birmingham

Bildnummer: 55314952 Datum: 02.04.1998 Copyright: imago/APress
Guildo Horn mit Mutter Lotti PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY HJ03B People Entertainment privat Shooting kbdia xmk 1998 quer Highlight Fa ...

Ach, wenn das nicht Guildo Horn und seine Mutter Lotti beim Nussecken-Backen sind! Der deutsche Exzentriker schafft es mit dem Meta-Schlager «Guildo hat euch lieb!» auf den überraschenden siebten Platz, die trans Künstlerin Dana International gewinnt mit «Diva» für Israel und macht den ESC für immer zum queeren Mega-Event. Und die Schweiz? Ehrt den letzten Platz mit Gunvors «Lass ihn» und spektakulären null Punkten.

1999, Jerusalem

Dana International, winner of the 1998 Eurovision song contest, performs in Jerusalem's Old City streets Tuesday May 11 1999, during the recording of a video clip to be shown in the 1999 Eurovisi ...
Bild: AP

Hier sehen wir die 98er-Gewinnerin Dana International, wie sie in der Altstadt von Jerusalem einen Einspieler für die grosse ESC-Show aufzeichnet. Auch 1999 darf die Schweiz nicht mitmachen, Regeln sind Regeln, der letzte Platz vom Vorjahr führt erst einmal ins Abseits. Es gewinnt mal wieder Schweden beziehungsweise Charlotte Nilsson mit «Take Me to Your Heaven».

2000, Stockholm

Musiker und TV-Star Stefan Raab singt am Freitag, 18. Februar 2000, waehrend der Generalprobe zur deutschen Vorausscheidung zum Grand Prix Eurovision in Bremen. Raab wird mit dem Lied 'Wadde hadd ...
Bild: AP

Deutschland, deine Männer … Auf Guildo Horn folgt Nonsens-Maschine Stefan Raab mit «Wadde hadde dudde da?» und erreicht in der Zirkusmanege namens ESC den viel zu guten fünften Rang. Die Schweiz ist schon wieder so schlecht, dass sie 2001 wird aussetzen müssen, und die dänischen Olsen Brothers gewinnen mit «Fly on the Wings of Love».

2001 bis 2005: Russische Pseudolesben

2001, Kopenhagen

SCANPIX SWEDEN, 2001-05-11. Melodifestivalen 2001, Köpenhamn, Danmark. Bilden: Henrik Sethsson t.h. Thomas G:son skrev det svenska bidraget till Eurovision song Contest Listen To Your Heartbeat. Stads ...
Bild: www.imago-images.de

So sehen Männer hinter Songs aus. Diese beiden heissen Henrik Sethsson und Thomas G:son (kein Schreibfehler!) und haben den schwedischen Wettbewerbsbeitrag «Listen to your Heartbeat» (Rang fünf) geschrieben. G:son schreibt später auch die beiden Siegertitel für Loreen. Doch jetzt gewinnt zum ersten Mal Estland.

2002, Tallinn

EST02 - 20020525 - TALLINN, ESTONIA : Sandrine Francois of France phones with her handy in the green room of The European Song Contest in Tallinn on Saturday, 25 May 2002. EPA PHOTO LEHTIKUVA/JUSSI NU ...
Bild: EPA LEHTIKUVA

Darf man in Tallinn backstage etwa rauchen? Es scheint so! Die Französin Sandrine François (sie wird Fünfte) jedenfalls hat sich zum Telefonieren eine Zigarette angesteckt – wer genau schaut, sieht den feinen Rauchfaden. Die Schweiz ist mit Francine Jordi schon wieder so schlecht, dass sie auch 2003 aussetzen muss. Und nach Estland gewinnt Lettland.

2003, Riga

Russian pop duo t.A.T.u Yulia (L) and Lena (R) pose for the cameras at a reception at the Russian embassy in Riga, Latvia, Friday 23 May 2003, on the eve of the Eurovision Song Contest. They are one o ...
Bild: DPA

Den russischen Pseudolesben (ein genialer Marketing-Schachzug) von t.A.T.u. gelingt am ESC der Sprung auf den dritten Platz. Sie liegen nur knapp drei Punkte hinter Siegerin Sertab Erener aus der Türkei.

2004, Istanbul

epa00192980 Ukrainian singer Ruslana Lyzichko (L) and Pavlo Gryshak, head of the Ukrainian delegation, kiss Ukrainian soil after arriving at Borispil airport near the Ukrainian capital Kiev late Sunda ...
Bild: EPA

Hier kehrt Siegerin Ruslana heim und küsst ukrainische Heimaterde, ebenso ihr Begleiter, der Leiter der ukrainischen Delegation. Und die Schweiz? Schickt ein «MusicStar»-Allstars-Grüppli nach Istanbul, erhält dafür im neu ausgerichteten Vorfinale null Pünktli und kommt entsprechend nicht weiter.

2005, Kiew

Vanilla Ninja of Switzerland performs during the finale of the Eurovision song contest in Kiev, Ukraine, Saturday, May 21, 2005. More than 150 million people are expected to watch the show of groups f ...
Bild: AP

Sehr viel besser ergeht es «uns» 2005. Die Ladys von der estnischen Band Vanilla Ninja singen die Schweiz sowohl im Halbfinale als auch im Finale auf den jeweils achten Platz! Sensationell! Danke, danke, danke! Number One wird die Griechin Elena Paparizou mit «My Number One».

2006 bis 2010: Monster, Vampire und ein Truthahn

2006, Athen

Eurovision Song Contest 2006. Det finska bandet Lordi vann t�vlingen med sangen Hard rock hallelujah . Scenbilder, gruppbilder 2006-05-21 c PETER WIXTR�M / Aftonbladet / IBL Bildbyra * * * EXPRESSEN O ...
Bild: www.imago-images.de

Da die Finnen gewinnen, nehmen auch die Monster von Lordi wie alle menschlicheren Kandidatinnen und Kandidaten Blumenbouquets in die Hand. Herzig. Ihr «Hard Rock Hallelujah» ist definitiv die Nummer, die einen zuhause auf dem Sofa wieder so richtig aufweckt und fällt mal wieder in die Kategorie lustiger ESC-Quatsch. Die Schweiz geht mit einer Formation namens six4one auf dem undankbaren ersten Startplatz ins Rennen und endet auf Rang 16.

2007, Helsinki

FILE - In this May 12, 2007 file photo, Verka Serduchka from the Ukraine sings 'Dancing Lasha Tumbai' at a dress rehearsal for the 2007 Eurovision Song Contest, in Helsinki, Finland. The cor ...
Bild: AP

DJ Bobo beweist 2007, dass seine Vampires very much not alive sind und scheitert beim Versuch, sich fürs Finale zu qualifizieren. Die menschliche Discokugel Verka Serduchka (im Bild) aus der Ukraine hat damit keinerlei Probleme und wird mit «Dancing Lasha Tumbai» Zweite hinter der Serbin Marija Šerifović und «Molita» (Gebet).

2008, Belgrad

Bildnummer: 52544820 Datum: 19.05.2008 Copyright: imago/Aleksandar Djorovic
Dustin the Turkey (Irland) anl�sslich des Halbfinales des Eurovision Song Contest in Belgrad - PUBLICATIONxNOTxINxSER , Per ...

Irland hat sich offenbar geschworen, unter gar keinen Umständen in die Nähe des Siegerpodests zu kommen, und schickt die wirre Quatschkiste Dustin the Turkey (Dustin, der Truthahn) mit «Irelande douze points» ins Rennen. Die Rechnung geht auf! Irland kommt – wie natürlich auch die Schweiz – NICHT ins Finale. Es gewinnt der Russe Dima Bilan mit «Believe». Uuuuund: 2008 wollen ganze 43 Länder am ESC teilnehmen. Deshalb feiern in Belgrad zwei Halbfinal-Events ihre Premiere.

2009, Moskau

Bildnummer: 53025354 Datum: 22.05.2009 Copyright: imago/Stefan M Prager
S�nger Alexander Rybak (Sieger Eurovision Song Contest 2009) anl�sslich eines Pressetermins in M�nchen, Personen; 2009, M�nchen ...

Alexander Rybak feiert seinen 23. Geburtstag zwischen dem ersten und zweiten Halbfinale. Der in Weissrussland geborene Norweger mit der Geige ist vor dem Finale klarer Favorit und gewinnt mit 169 Punkten auf das zweitplatzierte Island. Europa erliegt seinem Charme und seinem Können, er erlebt das «Fairytale», von dem er singt, in vollen Zügen. Und die Schweiz so? Auch die Lovebugs gelangen nicht ins Finale.

2010, Oslo

epa02171177 German singer Lena Meyer-Landrut holds some balloons with the colors of the German flag on the roof of a building in the Norwegian capital Oslo, Norway, 24 May 2010. Lena will represent Ge ...
Bild: EPA

Länderballone über Oslo! Und untendran die von Stefan Raab gecastete Lena Meyer-Landrut. Fast dreissig Jahre nach Nicole gewinnt sie mit «Satellite» und ihrem englischen Fantasie-Dialekt mal wieder für Deutschland. Freude herrscht. Unser Michael von der Heide wird mit «Il pleut de l'Or» und nicht null, sondern lieb gemeinten zwei Punkten sowohl im ersten Halbfinale als auch insgesamt Letzter.

2011 bis 2015: Conchitaaaa!!!

2011, Düsseldorf

Anna Rossinelli performs for Switzerland during a dress rehearsal prior to the first semifinal of the Eurovision Song Contest (ESC) in Duesseldorf, western Germany, Monday, May 9, 2011. The final of t ...
Bild: AP

Wir sind im Finale!!! Es ist schon fast un-fucking-believable! Zwar reicht es dann auch wieder nur auf den allerletzten Finalplatz, aber das Publikum war immerhin «In Love for a While» oder zeitweise verliebt, wie Anna Rossinellis überaus hübscher Song heisst. Auch heute kann man ihn noch prima zum Frühstück hören und der Tag startet gut. Es gewinnen Ell & Niki aus Aserbaidschan mit «Running Scared» (in Panik geraten), und kurz geraten alle in Panik, ob Aserbaidschan politisch gesehen wirklich zum Gastgeberland taugt.

2012, Baku

Russia entrant Buranovskiye Babushki perform during rehearsals for the 2012 Eurovision Song Contest at the Baku Crystal Hall in Baku, Azerbaijan, Monday, May 21, 2012. The final of the 2012 Eurovision ...
Bild: AP

Nur knapp kann Loreen mit «Euphoria» verhindern, dass der Sieg schon wieder nach Russland geht, die Brot backenden und Party feiernden («Party for Everybody») Grosis namens Buranowskije Babuschki sind erwartungsgemäss ein kurioser ESC-Hit. Sinplus schafft es nicht, die Schweiz ins Finale zu hieven.

2013, Malmö

Anthony Bighead bei ihrem Song "Do The Monkey" in der Eurovision Song Contest 2013-Entscheidungsshow in Kreuzlingen am Samstag, 15. Dezember 2012. (KEYSTONE/Walter Bieri)
Bild: KEYSTONE

Muss man das kennen? Oh nein! Hierbei handelt es sich nämlich um die Schweizer Vorausscheidung in Kreuzlingen und eine Formation namens Anthony Bighead mit ihrem Song «Do The Monkey». Man hat weder vorher noch nachher von ihnen gehört. Doch auch die Heilsarmee-Band Takasa, die schliesslich für die Schweiz nach Malmö reist, hat kein Glück und scheidet im Halbfinale aus. Es gewinnt die Dänin Emmelie de Forest mit «Only Teardrops».

2014, Kopenhagen

ITAR-TASS: COPENHAGEN, DENMARK. MAY 11, 2014. Conchita Wurst representing Austria, the winner the 2014 Eurovision Song Contest, gives a press conference. PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY RE1436CF
Bild: imago stock&people

Fotos müssen gemacht werden. Und deshalb wird der göttlichen Conchita Wurst nach ihrer Siegersong-Performance und nach dem Ende der ESC-Übertragung auch sofort die Trophäe in die rechte und etwas Dekogemüse in die linke Hand gedrückt. Die Schweiz kam mit Sebalter und «Hunter of Stars» tatsächlich ins Finale und auf den 13. Platz.

2015, Wien

WIEN 20150518 Eurovision Song Contest i Wien. Mans Zelmerlöw besöker den svenska ambassaden i Wien. WIEN ÖSTERRIKE x10070x *** WIEN 20150518 Eurovision Song Contest in Vienna Mans Zelmerlöw visits the ...
Bild: www.imago-images.de

Da bebt die Botschaft! Vor der grossen TV-Show tritt der Schwede Mans Zelmerlöw samt Länderballonen in der schwedischen Botschaft in Wien auf. Er besucht auch die schwedische Schule und den schwedischen Fanclub. Nach diesem Mammut-Vorprogramm gewinnt er federleicht den ESC mit «Heroes». Die Schweiz fehlt im Finale.

2016 bis 2020: Luca, erlöse uns!

2016, Stockholm

epa05295370 Contestant Rykka of Switzerland poses on the red carpet during the official opening ceremony for the 61st annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Euroclub in Stockholm, Sweden, 08 May  ...
Bild: EPA TT NEWS AGENCY

Das ist Christina Rieder alias Rykka aus Meilen, die 2016 in Stockholm für die Schweiz singt. Und was soll man sagen? Sie fehlt zwar nicht auf dem roten Teppich von Stockholm, aber im Finale. Dieses wird von der Ukrainerin Jamala und ihrer tragischen Geschichtslektion «1944» dominiert.

2017, Kiew

People dressed as cartoon characters to promote the Eurovision Song Contest, take a break in Kiev, Ukraine, Friday, April 28, 2017. Kiev will host the Eurovision Song Contest with the final taking pla ...
Bild: AP

Diese vier haben ungeheures Pech. Sie müssen nicht auf eine ESC-Bühne, aber in Maskottchen-Kostümen in Kiews Strassen unausgesetzt für den ESC werben. Hier gönnen sie sich missmutig eine Pause. Der Portugiese Salvador Sobral holt mit «Amar pelos dois» (Für beide lieben) den ESC nach Lissabon, was für eine schöne Überraschung. Nicht überraschend ist hingegen, dass die Schweiz im Finale fehlt.

2018, Lissabon

Britain's Prince William, left reacts with Israeli 2018 Eurovision song contest winner Netta Barzilai during a tour of Rothschild Boulevard, in Tel Aviv, Israel, Wednesday, June 27, 2018. Prince  ...
Bild: AP Pool Reuters

Eben hat Netta mit ihrer lautmalerischen Nummer «Toy» den ESC in Lissabon für Israel gewonnen, schon wird sie von Prinz William als Fremdenführerin durch Tel Aviv gebucht. Was für ein Stress! Zwischen den beiden Weltereignissen liegen nämlich nur drei, vier Wochen. Wie auch immer: Beide geben vor, miteinander Spass zu haben. Die Schweiz kam leider, leider mal wieder nicht ins Finale.

2019, Tel Aviv

Luca Haenni of Switzerland performs the song 'She Got Me" during the 2019 Eurovision Song Contest grand final in Tel Aviv, Israel, Saturday, May 18, 2019. (AP Photo/Sebastian Scheiner)
Bild: AP

Jetzt aber. Die Schweiz kommt aus ihrem Loch, nein, nicht gekrochen, geradezu geschossen. Luca Hänni mimt in «She Got Me» den Latin Lover und ab geht die Post und fast nach ganz vorn, nämlich auf den vierten Platz! Wie wohltuend ist das! Der Gewinnersong heisst «Arcade» und kommt aus den Niederlanden und erinnert sich noch irgendwer daran? Wir nicht. Aber an Luca Hänni schon.

2020, nirgendwo (Rotterdam)

Gjon Muharremaj, alias Gjon's Tears, vertritt die Schweiz am Eurovision Song Contest 2020, fotografiert am Mittwoch, 4. Maerz 2020, in Zuerich. Nachdem die Veranstaltung 2020 in Rotterdam wegen d ...
Bild: KEYSTONE

Corona kills the ESC. Gjon Muharremaj, besser bekannt als Gjon's Tears, ist bereits als Schweiz-Vertreter auserkoren, da wird alles wieder gestoppt. Dass sich unser Ausnahmekünstler da die Haare raufen muss, ist verständlich.

2021 bis 2025

2021, Rotterdam

epa09221775 Maneskin from Italy with the song 'Zitti E Buoni' react after winning the Grand Final of the 65th annual Eurovision Song Contest (ESC) at the Rotterdam Ahoy arena, in Rotterdam,  ...
Bild: EPA ANP POOL

Ein Jahr später findet der ESC wieder statt. Und Gjon's Tears erreicht mit seiner spektakulären Performance von «Tout l’univers» sogar den dritten Platz. Sind wir etwa auf dem Weg zur ernstzunehmenden ESC-Nation? Spoiler: Ja, sind wir. Es gewinnt the sexiest band alive, nämlich Måneskin aus Italien mit «Zitti e buoni» (Leise und brav). Selbst die Siegestrophäe müssen sie zum Penis machen, so sind sie.

2022, Turin

Oleh Psiuk, frontman of Ukraine's Kalush Orchestra kisses his girlfriend Oleksandra before leaving Universo Hotel, after winning the Grand Final of the Eurovision Song Contest, in Turin, Italy, S ...
Bild: AP Photo/Luca Bruno

Das sind Oleh und Oleksandra aus der Ukraine. Oleh hat gerade mit seinem Kalush Orchestra und «Stefania» – so heisst Olehs Mutter – den ESC in Turin gewonnen, jetzt sind die beiden kurz vor der Abreise. Die Band wird danach lange durch Europa touren und alle Einnahmen nach Hause schicken, ein kleiner Zustupf an die Kriegsfinanzen. Aggressor Russland wurde direkt nach Ausbruch des Kriegs aus dem Kreis der ESC-Länder ausgeschlossen und ist es auch heute noch. Der Schweizer Marius Bear wird 17. mit der Männertränenballade «Boys Do Cry».

2023, Liverpool

LIVERPOOL 20230508 Loreen fran Sverige under mandagens andra genrep inför semifinal 1 i Eurovision Song Contest i Liverpool. LIVERPOOL STORBRITANNIEN x10070x *** LIVERPOOL 20230508 Loreen from Sweden ...
Bild: www.imago-images.de

Da die Ukraine im Krieg keinen ESC veranstalten kann, übernimmt Liverpool. Hier sehen wir die schwedische Schon-wieder-Siegerin Loreen bei einer offenbar lustigen, aber doch auch recht gefährlich wirkenden Probe mit ihrem Quetschbett. Der Kriegsverweigerer-Song «Watergun» von Remo Forrer bringt die Schweiz auf den dümpeligen 20. Platz.

2024, Malmö

Nemo of Switzerland, who performed the song The Code, celebrates with last year's winner Loreen of Sweden after winning the Grand Final of the Eurovision Song Contest in Malmo, Sweden, Sunday, Ma ...
Bild: AP

Nemo unser in Malmö, erlöse uns von der Sieglosigkeit ... Der kollektive Wunsch der Schweiz geht in Erfüllung, Nemos «The Code» ist stilistisch ein fantastisches Fabeltier mit 23 unterschiedlichen Köpfen und katapultiert uns 36 Jahre nach Céline Dion wieder an die Spitze des weltgrössten TV-Events. Es ist alles viel zu schön. Im Bild: Nemo hat soeben Loreen die Trophäe entrissen (und wird sie im nächsten Moment aus lauter Freude auch noch entzweihauen).

2025, Basel

KEYPIX - The hosts Petra Mede, Sandra Studer and Hazel Brugger, from left, make a performance during the dress rehearsal and preview show of the first semi-final at the 69th Eurovision Song Contest in ...
Bild: KEYSTONE

Der 69. ESC der Weltgeschichte findet in Basel statt und ist selbstredend wundervoll. Der Schweizer Beitrag von Zoë Më kommt auf den anständigen zehnten Platz, doch es zählen andere: Sandra Studer, Hazel Brugger und Michelle Hunziker sind die besten Moderatorinnen seit Hannah Waddingham 2023 in Liverpool! Okay, das ist ja noch gar nicht lange her, möglicherweise sind sie schlicht die besten der bisherigen ESC-Geschichte. Aber ganz sicher ist die musikalische Schweiz-Satire «Made in Switzerland» (im Bild), die Studer und Brugger gemeinsam mit ihrer schwedischen Kollegin Petra Mede und einem Monsterfondue im ersten Halbfinale abliefern, ein absolutes Bijou der TV-Live-Unterhaltung. So böse, so schräg, so lustig. Die Welt liebt sie dafür. Und jetzt übergeben wir nach Wien.

Fortsetzung folgt …

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Senkrechtstart – Conchitas Jahr nach ihrem ESC-Sieg
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Am 7. Mai 2014 holt Conchita Wurst mit ihrem Auftritt beim Finale in Kopenhagen den ESC-Titel nach Österreich. Tom Neuwirth, so heisst Conchita bürgerlich, bekommt als Travestiekünstler europaweit Aufmerksamkeit. Nachdem der «Rise Like a Phoenix»-Sänger ...
quelle: scanpix denmark / nikolai linares
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Veronika Fusaro über ihren ESC-Song «Alice»
Video: watson
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