Historische Pleite bei Bafta Awards für Timothée Chalamets Film «Marty Supreme»
Timothée Chalamet ist seit «Call Me by Your Name» zwar in aller Munde, auf einen Darsteller-Oscar wartet er aber noch. 2026 könnte es endlich so weit sein, denn sein neuer Film «Marty Supreme» wird als vielversprechender Kandidat gehandelt.
Das Problem: Die Konkurrenz ist gross, und das nicht nur in Form von «One Battle After Another» beziehungsweise Leonardo DiCaprio. Eben das bekam das Team um «Marty Supreme» am Sonntag bei den britischen Bafta Awards zu spüren.
«Marty Supreme»: Negativ-Rekord bei den Bafta Awards
Mit insgesamt elf Nominierungen ging «Marty Supreme» ins Rennen und verliess die Preisverleihung ohne eine einzige Auszeichnung. Damit zieht das Drama mit «Woman In Love» aus dem Jahr 1969 und «Finding Neverland» von 2004 gleich.
Diese beiden Filme halten bislang den Rekord für die meisten Bafta-Niederlagen, wie die «Daily Mail» rekapituliert.
Im Mittelpunkt stand vor allem Timothée Chalamet. Der 30-Jährige war nach seinen Erfolgen bei den Critics Choice Awards und den Golden Globes als Favorit für den Preis als Bester Hauptdarsteller gehandelt worden.
Doch seine Siegesserie endete überraschend. Der Bafta ging stattdessen an den britischen Schauspieler Robert Aramayo für seine Rolle im Drama «I Swear». Er setzte sich damit auch gegen Leonardo DiCaprio durch.
«One Battle After Another» hat die Nase vorn
Die Auszeichnung als Bester Film ging hingegen an «One Battle After Another» und damit den womöglich grössten Konkurrenten von «Marty Supreme» im Oscar-Rennen.
Das Werk von Paul Thomas Anderson war insgesamt 14-mal nominiert und gewann sechs Awards, darunter auch für Beste Regie.
In der Kategorie Beste Nebendarstellerin unterlag Chalamets Kollegin Odessa A'Zion aus «Marty Supreme» derweil ihrer Kollegin Wunmi Mosaku, die für «Sinners» geehrt wurde.
Oscars: Ist «Marty Supreme» aus dem Rennen?
Die Bafta Awards gelten als einer der wichtigsten Indikatoren für die Oscars. Die Hauptgründe sind erhebliche Überschneidungen bei den Abstimmungsberechtigten sowie die zeitliche Nähe zu den Academy Awards.
Somit sind die Ereignisse vom Sonntag als herber Rückschlag für Chalamet und «Marty Supreme» zu werten. Ganz aus dem Rennen ist die Produktion aufgrund vorangegangener Erfolge bei anderen Verleihungen jedoch nicht. Vielmehr könnte es bei den Oscars spannend wie lange nicht mehr werden, gerade in der Hauptdarsteller-Kategorie.
