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Bild: shutterstock

Nachgeburt als Superfood? – Warum Mütter die Plazenta essen

Als Smoothie, mit Brokkoli oder in der Bolognese-Sauce zu Spaghetti – im Internet kursieren so einige Rezept zur Verwertung der Plazenta. Beliebt ist es auch, den Mutterkuchen zu Pulver oder Pillen weiterverarbeiten zu lassen. Welche Vorteile und Risiken birgt es, die Plazenta, in welcher Form auch immer, zu sich zu nehmen?



Nach der Entbindung die Plazenta verspeisen – allein beim Gedanken daran vergeht vielen der Appetit. Manche aber schwören darauf. In der Fachsprache nennt man das Essen des Mutterkuchens Plazentophagie.

Die angeblichen Vorteile der Plazentophagie

In der Tierwelt fressen viele Säugetiere nach der Geburt ihrer Jungen die Plazenta. Auf der einen Seite geht man davon aus, dass das Tier so Nährstoffe zu sich nimmt, die sich im Mutterkuchen befinden und zum anderen verhindert das Auffressen natürlich Verwesungsgeruch, der Raubtiere anziehen könnte.

Raubtiere müssen wir zwar eher weniger fürchten, aber die Nährstoffe im Mutterkuchen sind ein entscheidendes Argument derer, die ihn nach der Geburt ihres Kindes verspeisen. Angeblich soll die Mutter selbst das Gewebe als wohlriechend und auch im rohen Zustand als wohlschmeckend empfinden. Dass die Milchbildung durch den Verzehr angeregt und die Rückbildung beschleunigt werden soll, wäre dabei ein nicht unerheblicher Nebeneffekt. Das Essen der Plazenta soll dem Mythos zufolge zudem gegen eine postpartale Depression helfen und Schmerzen lindern können, ausserdem soll es energetisierend wirken. Allerdings: Studien konnten keine solcher oder ähnlicher Vorteile belegen, die von dem Verzehr des Mutterkuchens ausgehen sollen.

Rezepte von der Plazenta-Lasagne bis hin zum Mutterkuchen im wahrsten Sinne des Wortes finden sich im Internet reichlich. Eine Alternative dazu sind Plazentakapseln oder sogenannte Plazentanosoden, aus den Zellen der Gebärmutter hergestellte homöopathisch aufbereitete Mittel. Meist werden sie in Form von Globuli genutzt, die man sich aus dem eigenen Mutterkuchen machen lassen kann und die später dem Kind homöopathisch beste Dienste leisten sollen oder auch als Mutterfett oder als vielseitig einsetzbares Plazentapulver.

Diese Risiken birgt der Trend

Gynäkologe Alex Farr von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der MedUni Wien hat zu dem Thema geforscht und ein Statement im «American Journal of Obstetrics and Gynecology» veröffentlicht. Ist es seiner Meinung nach gesund, die Plazenta zu verspeisen? «Im Gegenteil, denn die vermuteten Nährstoffe wie Eisen, Selen und Zink befinden sich nicht in ausreichend hohen Konzentrationen im Mutterkuchen. Allerdings wurden hohe Konzentrationen von Schwermetallen in der Plazenta festgestellt, die sich dort im Laufe der Schwangerschaft ansammeln», schreibt der Experte. Der Verzehr berge zudem ein Infektionsrisiko.

Das zeigt zum Beispiel ein Fall in den USA, bei dem sich ein Baby mit B-Streptokokken infizierte, weil seine Mutter nach der Geburt Plazenta-Pillen zu sich genommen hatte. US-Gesundheitsbehörden warnen deshalb davor, die Plazenta zu verspeisen.

Zudem sei die Plazenta Alex Farr zufolge medizinisch gesehen ein Abfallprodukt. Und der Experte geht noch weiter: «Nachdem die Plazenta genetisch zum Neugeborenen gehört, grenzt das Verspeisen der Plazenta an Kannibalismus.»

Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.

Höhere Bindung zum Kind? Studie zeigt wenig Wirkung

Anthropologin Sharon Young von der Universität von Nevada in Las Vegas untersuchte in einer kleinen Studie, ob das Einnehmen von Plazentakapseln die Wirkung erzielt, die sich manche Frauen von ihr erhoffen.

Ihre 27 Probandinnen nahmen nach der Entbindung drei Wochen lang täglich Kapseln ein. Bei knapp der Hälfte der Studienteilnehmerinnen waren diese mit dehydrierter und homogenisierter Plazenta gefüllt. Die andere Hälfte erhielt einen Placebo. Alle Frauen füllten regelmässig einen Fragebogen aus, der nach ihrer Stimmung und Ermüdung und ihrer Beziehung zum Nachwuchs fragte.

Das Ergebnis: Signifikante Effekte blieben aus. In dem Speichel der Frauen, die die Plazenta zu sich genommen hatten, waren zwar die Hormone aus der Plazenta nachweisbar, was bedeutet, dass sie vom Darm resorbiert wurden. Aber diese Frauen erholten sich nicht schneller von der Geburt als die Vergleichsgruppe. Sie hatten weder eine bessere Stimmungslage noch eine stärkere Bindung zum Kind. Es zeigte sich einzig eine gewisse Abnahme depressiver Symptome bei ihnen.

Allerdings ist die Anzahl der Probanden in dieser Studie sehr gering, weshalb die Ergebnisse mit Vorsicht zu geniessen sind.

Plazenta als Kosmetikprodukt

Auch im Bereich der Körperpflege wird dem Mutterkuchen eine besondere Kraft zugeschrieben. So waren von den 1960ern bis Anfang der 1980er Jahre Kosmetikprodukte mit Plazentasubstanz «in». Man hoffte auf die verjüngende Wirkung der Wachstumshormone und Cremes mit Namen wie Hormocenta oder noch eindeutiger Placentubex fehlten in kaum einem Spiegelschrank. Mit dem Auftreten von AIDS verschwanden diese Produkte vom Markt.

Wie schmeckt eine Plazenta?

In Foren wird berichtet, dass die Plazenta nach Eisen schmeckt. Dementsprechend vergleichen manche Frauen den Geschmack mit dem eines sehr blutigen Steaks. Optisch erinnert ein Mutterkuchen, bei dem alles in Ordnung ist, ein wenig an frische Leber. Doch nicht immer sieht die Nachgeburt so aus, wie sie aussehen soll. Es kann zu Verkalkungen des Gewebes kommen, sie kann Löcher haben oder an sich ungünstig aufgebaut sein. All dies ist nicht ungefährlich für das ungeborene Kind.

Bei einem solchen Mutterkuchen vergeht übrigens auch eingefleischten Plazentaparty-Fans anscheinend der Appetit. Auf den einschlägigen Seiten wird daher dann von Plazenta-Carpaccio abgeraten.

Letztendlich bleibt es ja auch jedem selbst überlassen, ob er einen Baum darauf pflanzt, Mutterfett zubereitet oder es sich einfach schmecken lässt. Rein gesetzlich gesehen gehört die Plazenta nämlich den Eltern – und die können damit machen, was sie wollen.

(sb, cch, t-online.de)

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Doktor Dosenbier 31.12.2019 08:26
    Highlight Highlight wääääääääääh
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  • Bau Mol Ain 30.12.2019 13:43
    Highlight Highlight Und das Kind nennt man Filet im Teig? Sie hatte den Braten in der Röhre. Genug Internet für dieses Jahr.
  • ravendark 30.12.2019 11:53
    Highlight Highlight Mmmhhhh .... Hannibal Lector hätte seine Freude daran.
    Mit etwas altem Chianti ... in einem süssen Olivenöl nur leicht angedünstet ... nein ... keine Zwiebeln. Vielleicht ein Schuss Port ... es soll ja noch roh schmecken .... srrrr srrrr srrrr .....
  • Sir Lanzelot 30.12.2019 08:31
    Highlight Highlight Widerlich, einfach widerlich...
    Trotzdem die Frage:
    Gibts die Plazenta auch Vegan?
  • circumspectat animo 29.12.2019 22:29
    Highlight Highlight Weil sie nicht mehr alle Tassen im Schrank haben.
  • gi_ann 29.12.2019 22:23
    Highlight Highlight Jeder Frau das, was sie essen will. Aber falls ich, mal ein Kind auf die Welt bringen sollte- dann halte ich mich an übliche Lebensmittel, welche ich im Supermarkt erhalte 😅
  • MartinZH 29.12.2019 22:04
    Highlight Highlight Wie ist das eigentlich in der Realität? 🤔

    Einfach als Gedanken-Experiment:
    Wenn jetzt eine werdende Mutter dem werdenden Vater verkündet: "Du, ich werde danach die Plazenta verspeisen." Was geht da in einem vor? Als Mann? Als Frau? Was denkt man in diesem Moment? Gleich zum Psychiater?

    Ich kenne keinen Fall. Vielleicht ihr? Oder wird das praktiziert, ist aber ein absolutes Tabu, darüber zu sprechen?
  • Tekk 29.12.2019 21:07
    Highlight Highlight Früher hatte ich Angst vor der Vorstellung eines Tages zu sterben, mittlerweile denke ich aber ich werde es echt gesehen haben mit meinen Artgenossen wenn ich mal 80 bin... Es wird echt nur noch schlimmer mit der Menschheit... Unglaublich an was manche mittlerweile alles glauben.
  • Stargoli 29.12.2019 19:51
    Highlight Highlight Da kommt bei mir die Frage auf ob das vegan wäre? Das selbe gilt für Fingernägel, Böögen und Muttermilch. Es ist ja nur so halb ein tierisches Produkt und das „Tier“ hat die freie Wahl ob es die „Produkte“ geben will oder nicht:)
  • Don Alejandro 29.12.2019 18:42
    Highlight Highlight In der Tierwelt bei vielen Fluchttieren bekannt. Aber aus anderen Gründen.
  • The Snitcher 29.12.2019 17:38
    Highlight Highlight Im Vorbereitungkurs hat man ziemlich schräges Zeug von den Teilnehmenden gehört.. ab auf den Grill damit und so...
    Benutzer Bild
  • MartinZH 29.12.2019 17:19
    Highlight Highlight Während die meisten Säugetiere nach der Geburt einen Urinstinkt verspüren, die Plazenta zu verspeisen, ist dieser Trieb beim Menschen nicht vorhanden.

    Studien haben gezeigt, dass das Essen der Plazenta sich nicht positiv auf postnatale Depressionen auswirkt, die Milchproduktion der Mutter nicht ankurbelt, beim Hormonausgleich nach der Schwangerschaft nicht hilft und schlaflosen Nächten mit der nötigen Energie für frisch gebackene Mütter nicht entgegenwirkt.

    Das einzige, was evtl. wirkt, ist ein Placeboeffekt.

    Jede Mutter soll es so machen, wie sie will. Aber Kapseln sind nur ein Business.
  • Passierschein A38 29.12.2019 16:52
    Highlight Highlight 🤮🤮🤮🤮🤮🤮🤮
  • Cirrum 29.12.2019 15:47
    Highlight Highlight Heisst ja Mutterkuchen🤭 Geburtstagskuchen, passt.. demfall e guete🙈
  • TheBase 29.12.2019 15:42
    Highlight Highlight Manche Frauen werfen im Kreissaal echt ihre letzten Reste an Verstand, Vernunft und Realitätssinn über Bord 🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️

    „In Foren wird berichtet, dass die Plazenta nach Eisen schmeckt“ - DRÖLF! 🤪

    Hätten diese Idiotinnen in Biologie und Chemie zur Abwechslung mal aufgepasst, hätten Sie vielleicht eine entfernte Ahnung davon, welches Element DEN zentralen Bestandteil im Molekül „Hämoglobin“ ausmacht 🙄

    Stattdessen vergiften sie ihre Kinder mit kolibakterienverseuchten Plazenta-Kapseln (zubereitet vom Schamanen des Vertrauens ☝🏻🤨) und schlucken Blausäure zur Krebsvorsorge...
  • Hirngespinst 29.12.2019 15:39
    Highlight Highlight Die Plazenta ist gegen Ende der Schwangerschaft normalerweise 'verbraucht'. (Verkalkt)
    Schon nur deswegen kann ich mir nicht vorstellen, dass sie noch besonders nährstoffreich ist.
    • MartinZH 29.12.2019 17:39
      Highlight Highlight Ich frage genau Dich mit dem Katzengesicht, warum wohl gerade Katzen die Plazenta verspeisen? Hätte dies keinen Zweck, hätte die Natur es ja wohl nicht so eingerichtet... 🤔
    • Mügäli 29.12.2019 18:00
      Highlight Highlight @Martin - Wildtiere machen das umso die Spuren der Geburt zu ‚vernichten‘, da durch die Nachgeburt ev. Raubtiere auf die Kleinen aufmerksam gemacht werden. Hier gehts der Mutter einzig um den Schutz ihrer Sprösslinge. Ich denke mal, dass das auch der Grund ist weshalb dies auch Katzen noch machen, Instinkt von früher ..
    • MartinZH 29.12.2019 18:18
      Highlight Highlight @Mügäli: Das mit der "Spurenvernichtung wegen Raubtieren" habe ich auch gelesen.

      Aber ist es wirklich so einfach? Überlege doch: Warum ausgerechnet "verspeisen"?

      Raubtiere riechen doch sicher auch die Katzen (Mutter und Neugeborene). Die Katze könnte ja auch, sobald sie wieder bei Kräften ist, die Platzenta irgendwo hinschleppen, um eine falsche Fährte zu legen. Oder sie könnte die Platzenta ja auch vergraben, so wie ihren eigenen Kot.

      Und: Katzen sind ja sehr anpassungsfähig: Z.B. "Miauen" bei Menschen.

      Ist dieser Fress-Instinkt noch vorhanden, weil er auch ohne Fressfeinde nützlich ist?
    Weitere Antworten anzeigen
  • BratmirnenStorch 29.12.2019 15:31
    Highlight Highlight Ich sah in meinem Leben 4 Nachgeburten. Die zu essen wäre mir nicht mal dann in den Sinn gekommen, wenn ich jedes mal 10 Zusatzjahre an Lebenszeit bekommen hätte.
  • azoui 29.12.2019 14:53
    Highlight Highlight Plazenta-Carpaccio = ich suche noch eine Vorspiese für Sylvester.
    • ruvos 29.12.2019 15:36
      Highlight Highlight Ja Planzenta ist nicht schlecht......aber du musst sie gut kochen und dann in Streifen schneiden anschlissend in feiner Currysauce köcheln und mit Erbsli und Rüebli als Beilage servieren. En Guete!
    • Gutemine 29.12.2019 16:21
      Highlight Highlight Knoblauch! Mit viel Knoblauch schmeckt alles 😬
      (Not!)
    • weachauimmo 30.12.2019 00:46
      Highlight Highlight @Gutemine: genau. Danke!
  • Maya Eldorado 29.12.2019 14:53
    Highlight Highlight Ein früherer Brauch:
    Bei der Geburt des Kindes, wird für das Kind ein Baum gepflanzt und die Placenta mit den Wurzeln in die Erde gesenkt.
    So hat jedes Kind seinen Baum, der mit ihm wächst.

    Gibt es diesen Brauch vielleicht noch irgendwo?
    Ich finde das eine sehr schöne Geste.
    • Die blaue Ente 29.12.2019 15:07
      Highlight Highlight Ich kenne den Brauch nicht, finde ihn aber allemal besser, als die Plazenta zu verspeisen.
    • maylander 29.12.2019 17:31
      Highlight Highlight Also der Kirschbaum der zu meiner Geburt gepflanzt wurde steht noch. Eigentlich ist er zu alt und die Früchte zu klein. Mein Vater gibt die Kirsche zum brennen und das gibt jeweils ein paar Flaschen.

      Mangels Garten habe ich es bei meinen Kinder nicht gemacht.
  • S. S. 29.12.2019 14:51
    Highlight Highlight Also bei Rindern ist es normal dass sie die "Süferi" fressen...

    Just saying....
    • RobinBurn 29.12.2019 16:29
      Highlight Highlight Ja und dass sie Gras essen und Wiederkäuen... Sollten wir vielleicht auch mal versuchen :D
  • Na_Ja 29.12.2019 14:33
    Highlight Highlight Gut habe ich schon zu Mittag gegessen... 🤮
  • LongDong Silver 29.12.2019 14:19
    Highlight Highlight Wir könnten die Plazentas pökeln (haltbar machen) und in Krisengebiete schicken. Dann hätten alle was davon ✌️
    • BratmirnenStorch 29.12.2019 15:33
      Highlight Highlight Das finde ich jetzt etwas gar geschmacklos...
    • LongDong Silver 29.12.2019 15:56
      Highlight Highlight @BratmirnenStorch: Keine Ahnung, ich bin nicht so der Organ esser. Weder von der einen, noch der anderen Kuh.
    • hutti 29.12.2019 18:46
      Highlight Highlight Wieso sind so viele 20min Leser hier?!
  • michirueegger 29.12.2019 14:04
    Highlight Highlight 😖😖😖😖😖😖😖😖😖
    Danke für die info aber das geht unter sachen die unaussprechlich sind. Oder gillt ein bein oder arm auch als supperfood und wo liegt di grenze zum kanibalismus??? 😵😵😵
    • Rechthaberwoman 29.12.2019 19:22
      Highlight Highlight Nur weil man etwas nicht okay findet, darf man es nicht zum Tabu erklären. Das hat der Gesellschaft schon sehr oft geschadet. Auch über Dinge, die man nicht gut findet, muss man reden können!
  • Rüebliraupe 29.12.2019 13:29
    Highlight Highlight So viele Probleme in der Geburtshilfe und man erforscht, ob Plazentas gegessen werden können/sollen oder als Homöopathische Kügeli nützen....

    Die Plazenta ist ein überhaus faszinierendes Organ und ich empfehle jedem, sie bei Gelegenheit anzuschauen. Aber was wirklich hilft, Wochenbettsdepressionen vorzubeugen ist Selbstbestimmung, eine kontinuierliche fachliche Begleitung und ein liebevolles Umfeld, dass lieber ne Lasagne (ohne Plazenta) vorbei bringt, anstatt ein Blumenstrauss und ne fünfstöckige Windeltorte.
    • Miicha 29.12.2019 14:22
      Highlight Highlight Und genug Zeit, mit den Kind, dem Vater um sich als Familie zu finden. Aber eben, kostet Geld und das haben wir in der Schweiz leider nicht 🤦
    • Rüebliraupe 29.12.2019 14:34
      Highlight Highlight Gut das mit dem Vaterschaftsurlaub ist dann wieder ne andere Baustelle...
      Da sind wir immernoch Rückständiger als Leute die ihre Plazentas zu Globuli verarbeiten.
    • öpfeli 29.12.2019 17:37
      Highlight Highlight Anders gesagt: eine Wochenbettdepression lässt sich verhindern?
      Oder verstehe ich deinen Kommentar einfach falsch?
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