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Mysteriöse Beschwerden: Wien wird zum neuen Hotspot des «Havanna-Syndroms»

Etwa zwei Dutzend US-Geheimdienstmitarbeitende und andere US-Regierungsbeamte litten in Wien unter mysteriösen Beschwerden. Offiziell werden sie als «nicht erklärliche Gesundheitsvorfälle» bezeichnet. Was steckt dahinter?
19.07.2021, 09:4419.07.2021, 12:25

Die Symptome in Wien gleichen jenen, die erstmals 2016 bei Botschaftsmitarbeitenden in Kuba gemeldet worden waren: Plötzlich auftretende Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Bis heute sind die Beschwerden nicht erklärbar, weshalb sie unter der Bezeichnung Havanna-Syndrom bekannt sind.

Wie The New Yorker berichtet, soll der erste Fall in Wien bereits ein paar Monate nach der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden gemeldet worden sein. Die Vorfälle wurden allerdings nicht bekannt gegeben – die Beamten seien besorgt gewesen, dass dies die laufenden Ermittlungen behindern würde. Derzeit werden etwa 20 Fälle untersucht.

Die Betroffenen leiden unter unerklärlichen Symptomen, die bei den einen nach kurzer Zeit verschwinden und bei anderen langfristige Schäden hinterlassen.
Die Betroffenen leiden unter unerklärlichen Symptomen, die bei den einen nach kurzer Zeit verschwinden und bei anderen langfristige Schäden hinterlassen.Bild: shutterstock

Noch ist die Ursache der gemeldeten Beschwerden in Wien unklar. Von den US-Regierungsbehörden werden sie offiziell als «unerklärliche Gesundheitsvorfälle» bezeichnet.

Das österreichische Aussenministerium will der Sache auf den Grund gehen, wie es gegenüber der Nachrichtenagentur APA schreibt: «Wir nehmen diese Berichte sehr ernst und arbeiten gemäss unserer Rolle als Gaststaat mit den US-Behörden an einer gemeinsamen Aufklärung».

Weltweit seien bisher ungefähr 130 Fälle des Havanna-Syndroms bekannt, schätzt «The New Yorker». Aus Kuba, China, London, Kolumbien und Usbekistan klagten US-Regierungsbeamte bisher über die mysteriösen Symptome. Während die einen Fachleute über mögliche Attacken mit Mikrowellen diskutieren, gehen andere von einer Art Massenpsychose aus. (saw)

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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Der Pinguin
19.07.2021 16:54registriert September 2016
„Wie The New Yorker berichtet, soll der erste Fall in Wien bereits ein paar Monate nach der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden gemeldet worden sein.“

Danke für diese gelungene zeitliche Einordnung. Zum einen muss man dafür wissen, wann die Amtseinführung war und wenn man es weiss (20.1.), kommt man zum anderen zum Schluss, dass mit „ein paar Monate danach“ eigentlich auch heute gemeint sein könnte.
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Pachyderm
19.07.2021 15:19registriert Dezember 2015
Übelkeit und Schwindel in Zusammenhang mit Havanna habe ich in Wien auch schon erlebt. Inklusive Kopfschmerzen am nächsten Tag. Wusste gar nicht, dass das ein Syndrom ist.
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olmabrotwurschtmitbürli #wurstkäseszenario
19.07.2021 14:00registriert Juni 2017
Zyniker würden behaupten, es läge an den Antennen, die in US-Botschaften auf dem Dach stehen. Aber dann müsste das flächendeckender vorliegen.

Eine Hysterie ist das wohl nicht, da offenbar Hirnschädigungen bildgebend aufgezeigt werden konnten.
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