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Italienische Stadt führt knallharte Strafen ein – sogar für Badelatschen

Italienische Stadt führt knallharte Strafen ein – sogar für Badelatschen

19.08.2023, 11:1719.08.2023, 12:57
Nathalie Trappe / watson.de

Urlaub, das bedeutet für viele endlich einmal ausspannen, die Seele baumeln lassen und vor allem keine Verpflichtungen mehr zu haben. Dass das viele Tourist:innen gerne mal auf die Spitze treiben, ist mittlerweile von Partyhochburgen wie dem Ballermann bestens bekannt.

Entsprechend beginnen viele Kommunen, vor allem in Südeuropa, mit gewissen Regeln für Tourist:innen wieder für Ordnung in ihren Städten zu sorgen. Ein italienischer Ort geht jetzt sogar so weit, Vorschriften für den Dresscode ihrer Besucher:innen zu erlassen.

Urlaubern drohen Bussgelder beim Barfusslaufen

Konkret besagt die neue Regelung, dass in der Stadt Forio auf der Insel Ischia im Golf von Neapel niemand mehr in Badekleidung unterwegs sein darf. Entsprechend werden auch Strafen gegen Personen erlassen, die barfuss oder in Badelatschen durch die Altstadt laufen.

Die Insel Ischia im Golf von Neapel.
Die Insel Ischia im Golf von Neapel.Bild: Shutterstock

Zudem wird künftig auch das Flanieren mit nacktem Oberkörper durch die Gemeinde geahndet. Je nach Vergehen sollen die Strafen für Tourist:innen zwischen 25 und 500 Euro liegen.

Die kürzlich veröffentlichte Liste enthält zudem auch Vorschriften zum allgemeinen Verhalten in der Stadt. Raucher:innen können etwa bestraft werden, wenn sie Zigarettenstummel achtlos auf die Bürgersteige werfen.

Auch Familien mit Kindern sollten sich künftig auf einen Trip auf die Insel Ischia vorbereiten. Denn das Spielen mit Bällen im Zentrum von Forio gilt als Fehlverhalten, ebenso wie das Hinterlassen von Kaugummis auf dem Boden.

Italienische Gemeinde erlässt Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

Die wohl grösste Einschränkung folgt allerdings dem Vorbild des Ballermanns. Ab sofort darf auch in Forio kein Alkohol mehr in der Öffentlichkeit konsumiert werden, ausser es handelt sich um ein gastronomisches Lokal.

Ischia ist nicht der erste Ort in Italien, der Konsequenzen aus dem grossen Ansturm an Besucher:innen zieht. Während einige Strände etwa auf Sardinien mittlerweile Eintritt für einen Besuch verlangen, wird auf der vorgelagerten Insel Caprera sogar die Anzahl der Strandbesucher:innen pro Tag eingeschränkt. In einigen Regionen des Landes sind in den Sommermonaten sogar Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen nicht gestattet.

Ischia ist bei Urlauber:innen vor allem für seine schönen Sandstrände und die malerische Küste bekannt. Für einen Urlaub auf der Insel vor der Westküste Italiens muss man zunächst bis nach Neapel fahren oder fliegen und von dort mit der Fähre übersetzen.

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