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In den sozialen Netzwerken dominieren schwarze Bilder. bild: instagram/screenshot

Kommentar

Warum es nicht reicht, ein schwarzes Bild auf Instagram zu posten

Auf Instagram dominiert die Farbe Schwarz. Doch um gegen Rassismus zu kämpfen, braucht es viel mehr als nur einen Post mit einem schwarzen Bild und dem Hashtag Blackouttuesday.



Mein Instagram-Feed zeigt ein schwarzes Bild nach dem anderen. Die Solidaritätswelle für George Floyd, der nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben ist, ist überwältigend. Die Posts sind wichtig. Sie machen auf Rassismus aufmerksam und rütteln auch den newsdepriviertesten Zeitgenossen wach.

Doch beim Scrollen durch die Feeds frage ich mich: Reicht es wirklich, als weisse, privilegierte Person ein schwarzes Bild zu posten? Oder ist es mehr leere Geste und Gewissensreinigung, anstatt ein wirklicher Akt der Solidarität?

Postings auf Insta sind schön und gut, Social Media ein mächtiges Tool für Protest und Aktivismus. Reale Missstände werden damit publik gemacht, aber noch lange nicht gelöst. Es braucht mehr.

Während der Coronakrise applaudierte die Insta-Community für das Pflegefachpersonal – online und offline. Doch die klatschenden Hände sind verstummt. Der Hype ist vorbei. Gelöst sind die Probleme im Gesundheitswesen noch lange nicht.

Dasselbe gilt für Rassismus. Ein paar Tausend schwarze Bilder, die die gängigen Selfies mit Glitzerfilter und hochalpinen Bergpanoramas aus dem Feed verdrängen, machen die Welt nicht besser. Wir müssen unsere digitale Solidarität in analoge umwandeln.

Wie das funktionieren soll? Indem man denen eine Stimme gibt, die wissen, wovon sie sprechen*. Indem man Organisationen finanziell unterstützt, die sich gegen Rassismus einsetzen**. Indem man Bücher, Dokumentationen und Podcasts zum Thema konsumiert***. Aber als Allererstes muss man sich immer und immer wieder bewusst machen, dass Weiss-sein in unseren Breitengraden in so gut wie allen Lebensbereichen als Norm gilt.

«Neutral ist weiss. Die Norm ist weiss. Weil wir in ein bereits existierendes Drehbuch hineingeboren werden, das uns sagt, was wir aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Akzents und ihres sozialen Status von Fremden zu erwarten haben, ist die gesamte Menschheit weiss codiert. Schwarzsein ist das ‹Andere› und deshalb verdächtig», schreibt die in London geborene Journalistin und Bloggerin Reni Eddo-Lodge in ihrem preisgekrönten Buch «Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche».

Diese Erkenntnis ist der Anfang. Und sie führt hoffentlich dazu, dass man seine eigenen Meinungen und Ansichten zu hinterfragen beginnt. (An welche Farbe denke ich beispielsweise, wenn mir jemand sagt, «reich mir doch den Farbstift in Hautfarbe?») Nur so schwappt die digitale Solidaritätswelle auch in die reale Welt über und kann Rassismus eine genügend starke Stirn bieten.

* Accounts

** Organisationen und Bewegungen

*** Bücher, Dokus und Podcasts über Rassismus:

Du kennst weitere Organisationen, denen man spenden kann, oder Bücher, die man lesen soll? Dann ab damit in die Kommentare.

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178Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • I don't give a fuck 04.06.2020 22:35
    Highlight Highlight Ich möchte kurz meinen Respekt und Lob an die Redaktion aussprechen, die es immerwieder schafft, relevante Kommentare, die nicht ihrer oberflächlichen linken Orientierung entsprechen, wie in alten Zeiten zu zensieren und nicht aufzuschalten. Dabei hätte der Kommentar gezeigt, wie ein rechts eingestellter Bürger den Rassismus verurteilt und aufzeigen wollte, dass auch Millionen Schwarze Rassisten auf dieser Welt gibt. Eure Oberflächlichkeit und Heuchlerei verunmöglicht es jedoch, dies öffentlich anzuerkennen. Es zählt der Mensch, nicht die Hautfarbe. Schönen Abend.
  • Knety 04.06.2020 22:16
    Highlight Highlight Alle aufgezählten Punkte sind imho völlig überflüssig.
    Alles was es braucht ist: Kein Rassist sein und das logisch begründen!
    Ist auch nicht so schwer!
    Ich bin auch bereit mit Rassisten (egal welcher Hautfarbe) an einen Tisch zu sitzen und zu diskutieren. Mir konnte bisher noch nie jemand eine rassistische Einstellung logisch begründen.
  • Rage Dinah 04.06.2020 17:22
    Highlight Highlight Hier scheinen fast nur leute zu sein, welche sich im alltag mega engagieren und aktiv für die benachteiligten kämpfen.
    Ich finde es kein verbrechen, sich nicht für jede minderheit, erdbebenopfer, kriegsversehten, goldschürfer und andere einzusetzen. Das wäre ungesund.

    Wenn jemand rassismus berührt, darf er sich doch in einem post ausdrücken.
    Im schlimmsten fall interessiert es niemanden im besten regt es jemand zum nachdenken oder reagieren an.

    Schade, diskutieren dann alle, ob die posts etwas bewirken, statt sich dem problem zu widmen. Inklusive mir jetzt gerade.
  • Joypad 04.06.2020 11:08
    Highlight Highlight Das ganze nervt einfach nur und ist in 90% der Fälle pure Heuchelei. Was passiert ist, ist ohne Zweifel nicht gerade schön und braucht Konsquenzen für die sich falsche verhaltenden Polizeibeamten. Aber solch ein Aufstand wegen einem Toten und dann die Plünderungen von Läden? Einfach nur peinlich - es sterben fast täglich Polizisten in Amerika durch Gewalttäter.
  • Kong 04.06.2020 07:52
    Highlight Highlight fragt mich die 12jh Tochter ob „black lives matter“ aussagt, dass die Weissen weniger wert seien.
    Darum glaube ich ist der korrekte Umgang mit solchen Themen eine etwas grössere Herausforderung als nur sein FB Profilbild anzupassen.
  • badumtsss 04.06.2020 07:46
    Highlight Highlight 1. Leute sprechen lassen, die wissen, von was sie sprechen. 2. Spenden. 3. Sich informieren.
    Aber der wichtigste Punkt fehlt: Da mitbeeinflussen, wo du kannst. Einschreiten und nicht akzeptieren - auch wenn der Kommentar von jemandem kommt, den man schätzt. Bereit sein, einen Blick auf die eigenen Vorurteile zu werfen - die jede und jeder hat - und zu reflektieren und anzupassen, wenn man vor jemandem steht, der die vorhandenen Vorurteile nicht erfüllt. Dem Vis-a-vis die verdiente Chance geben, auch wenn du vorher schon andere Erfahrungen gemacht hast.
  • Pasionaria 04.06.2020 07:39
    Highlight Highlight Rassismus ist keine Meinung - er ist.ein Verbrechen!
  • Rage Dinah 04.06.2020 07:38
    Highlight Highlight Die Aussage "warum hier solidarität? Wo war die solidarität mit den im Mittelmee Ertrunkenen und den Kriegsgebieten?«
    finde es verheerend!

    Jeder soll/muss sich engagieren dürfen, wo es ihn berührt. Ansonsten hilft bald nirgends mehr jemand.

    Mir persönlich hat instagramm aufgezeigt, wie weit verbreitet rassismus und homophobie ist. Ich hatte in meinem leben nie kontakt mit diesen themen. Schwarze und lgbt waren für mich ganz alltäglich. Ohne die instaaktionen wäre mir das problem nicht so bewusst geworden und dafür muss ich dieses oberflächliche netzwek loben.
  • Laut_bis_10 03.06.2020 23:03
    Highlight Highlight Ein Bild auf Instagram zu posten wäre mir zu heuchlerisch, da poste ich lieber einen Kommentar bei watson.
  • Las Palmas 03.06.2020 21:42
    Highlight Highlight Ich bin selbst eher dunkel und kann im grossen und ganzen fast keinen Rassismus in der Schweiz feststellen.. klar gibt es Sprüche und Bemerkungen - da muss man sich zu wehren wissen... aber sonst kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass in der Schweiz jede*r zu 100% die Chance auf eine gute und bezahlbare Bildung hat!

    Ich bin mit null gestartet und jetzt bei einem 100k Job - das ist auch nicht überall möglich!

    Finde es aber z.b. lächerlich wenn ex-Rapper „Kiko“ im SRF auf betroffen macht - hat doch genau er mit „gangsta-Rap“ alle möglichen Klischees zu seinem Zweck genutzt!
    • Stefan Morgenthaler-Müller 03.06.2020 23:05
      Highlight Highlight @Las Palmas. Im Schweizer Lotto hat jede*r zu 100% eine Chance auf einen Gewinn. Das hat etwa die gleiche Aussagekraft wie Ihr Kommentar.

      Warum kein Wort über strukturellem Rassismus, Las Palmas? Warum kein Wort darüber, dass Ausländer für die gleiche Arbeit im Schnitt 20% weniger verdienen? Warum kein Wort darüber, dass in schönen Einfamilienhaussiedlungen kaum ein Sanchez, Demioglou oder Mihalovic wohnt? Ich könnte beliebig so weitermachen.

      Las Palmas, nur weil man 100k verdient, bedeutet das noch lange nicht, dass man von den Mechanismen der Gesellschaft etwas versteht.
    • badumtsss 04.06.2020 07:33
      Highlight Highlight Eher dunkel sein und in der Schweiz aufwachsen ist doch noch eine andere Situation als dunkelhäutig zu sein und als Migrant in die Schweiz zu kommen. Es freut mich sehr, dass du keine oder nur wenige schlechte Erfahrungen gemacht hast - aber daraus zu schliessen, dass es in der Schweiz kein Rassismus-Problem gibt ist ein Fehlschuss!
    • Qui-Gon 04.06.2020 09:15
      Highlight Highlight @badumtss, Einem Rassisten ist es eben egal, ob hier aufgewachsen oder zugewandert. N ist für den gleich N.
      Generell fremdenfeindlich sind aber leider viele.
    Weitere Antworten anzeigen
  • la-pirate 03.06.2020 21:05
    Highlight Highlight „White Innocence“ von Gloria Wekker, „So you want to talk about race“ von Ijeama Oluo, „Zwischen mir und der Welt“ von Ta-Nehisi Coates, „Postkoloniale Schweiz: Formen und Folgen eines Kolonialismus ohne Kolonien“ von Patricia Purtschert, „Reise in schwarz-weiss“ von Hans Fässler, oder alle Romane von Chimamanda Ngozi Adichie
  • ernst.haft 03.06.2020 20:52
    Highlight Highlight Erinnert mich ein wenig an die Posts mit der BH-Farbe.

    Wobei – scheint schon funktioniert zu haben, seither ist Brustkrebs auf Social Media kein Thema mehr.

    (Und genau das ist das Problem dabei.)
  • Name der Redaktion bekannt 03.06.2020 20:36
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, wenn ich ein schwarzes Bild poste um zu zeigen, dass ich Rassismus verabscheue und verurteile ist das „heuchlerisch“? Auch wenn ich mich im Altag dem entsprechend verhalte und das Antirasissistische täglich lebe. Muss ich mich aktiv engagieren und/oder spenden, damit meine Einstellung „zählt“ und ich das schwarze Bild posten darf? Nur mal sogefragt 🤷🏽‍♀️
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.06.2020 22:52
      Highlight Highlight Es ist opportunistisch und ändert rein gar nichts. Willst du etwas ändern, ändere deinen Konsum. Denn Rassismus findet schon lange vor deinem Post statt, als die Rohstoffe für dein "posting device" irgendein afrikanischer Sklavenarbeiter unter widrigsten Bedingungen aus dem Boden geholt hat, während diese "Arbeit" sein Leben nicht im Geringsten zum Besseren wendet, weil der Boden, den er zuvor selbstbewirtschaftet hat, vom superreichen Westen in Beschlag genommen und inzwischen auf lange Zeit vergiftet wurde - was du gekonnt ausblendest.

      Zusammengefasst: Amüsiere dich nicht, werde demütig.
    • rstnpce 03.06.2020 23:13
      Highlight Highlight Wenn du an das Gute im Menschen und in der Welt glaubst dann setz dich doch irgendwie dafür ein. Allen recht machen kann man es nicht, aber wenn du nicht nur dich selbst sondern auch das Wohl Aller im Hinterkopf behältst, bei dem was du tust, ist schon vieles getan. Ich habe auch keine Ahnung was „das Richtige“ ist, aber wer kann das schon von sich behaupten.
  • KnolleBolle 03.06.2020 20:09
    Highlight Highlight Es reicht mit "Schwarz", also den dunkel pigmentierten Mensche, so wie mit Schwulen. Lespen, Gender, ect. man kann alles in den Medien extrem hochspielen, lasst die Menschen doch einfach so sein wie sie sind UND ENDE.
  • Loko 03.06.2020 20:09
    Highlight Highlight Ein schwarzes Bild ist rassistisch.
  • Kaep 03.06.2020 19:56
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • MGPC 03.06.2020 19:53
    Highlight Highlight Solange wir unseren Kindern zeigen dass es Sklaverei, Rassismus oder sonst eine Form von Diskriminierung gab und gibt, wird sich nichts ändern. Warum müssen wir Ihnen noch die Möglichkeiten aufzeigen wie sie einen Menschen hassen, unterdrücken oder ausgrenzen können? Irgendeinmal im Leben steht jeder vor der Wahl diese Richtung oder diese zu nehmen. Warum müssen wir ihnen noch zeigen das Sie einen Menschen aufgrund seiner Herkunft auch hassen können, weil das vor ihnen ja auch schon jemand gemacht hat. Kein einziges Kindergartenkind ist rassistisch. Das werden sie erst in der Schule.
  • Сédric Wermutstropfen 03.06.2020 19:51
    Highlight Highlight Es wird bereits viel zu viel getan.
    • Bac_Ardi 03.06.2020 23:28
      Highlight Highlight Genau.
      Das muss der Grund sein wieso solche Schandtaten passieren.
      Man tut viel zu viel um diese zu verhindern.
      Molmol. Klasse erkannt. Einfach Klasse...
    • grünerantifaschist #blm 04.06.2020 07:46
      Highlight Highlight Was meinst du?
    • Сédric Wermutstropfen 04.06.2020 11:53
      Highlight Highlight @Ardi: Du verstehst nicht. Ich meine, es wird zu viel gegen „institutionellen Rassismus“ getan. Denn ich sage, diesen gibt es nicht und daher ist alles was man vermeintlich dagegen tut, zu viel.

      Nur weil irgendwelche Leute behaupten, sie würden systematisch ungerecht behandelt, muss man das doch nicht glauben. Sehen wir uns den aktuellen Fall an: Gibt es irgendeinen stichfesten Grund zur Annahme, dass die Hautfarbe Floyds einen Einfluss darauf hatte, was ihm widerfahren ist?

      @gutmensch: Hallo, lange nichts mehr von dir gehört.. Die Antwort an Ardi sollte auch deine Frage beantworten.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 03.06.2020 19:06
    Highlight Highlight Artikel: Schwarzsein ist das ‹Andere› und deshalb verdächtig», schreibt die in London geborene Journalistin und Bloggerin Reni Eddo-Lodge in ihrem preisgekrönten Buch «Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche».

    In diesem Buch könnte man auf jeder Seite den Begriff "Schwarze" durch "Ausländer" (vorzugsweise Türke, Albaner, Serbe, usw.) ersetzen und hätte eine passende Schweizer Version.

    Rassismus ist keine Frage der Hautfarbe, sondern ein Instrument zur Sicherstellung und Ausübung von Herrschaft und Macht.
  • Notabik 03.06.2020 19:03
    Highlight Highlight In der Geschichte gab es dort am wenigsten Konflikte, wo eine homogene Gesellschaft innerhalb eines gemeinsamen Landes ihre unverfälschte Identität pflegte. Multikulti ist zu Konflikt geladen, als dass es friedlich funktionieren könnte. Denn Rassismus ist niemals einseitig.
  • De-Saint-Ex 03.06.2020 18:56
    Highlight Highlight Danke Frau Obrist. Ein wichtiger, wertvoller Kommentar. Ich bin weder auf Facebook noch Instagram unterwegs (kann mit diesem ganzen Selbstinszenierungswahn nichts anfangen) und kann entsprechend diese Blackouttuesday-Aktion nicht beurteilen. Aber mit # verändert man wohl kaum irgendwas. Ist ja mehr ein „Statement“ oder aber man will dazugehören und die Botschaft dann eigentlich egal.
    Ich hoffe (einmal mehr), dass die schrecklichen Vorkommnisse (diesmal) in den USA uns allen die Frage stellt: wie gehe eigentlich ich mit dem „Anderen“ um.
    Also nochmals danke!
    • Las Palmas 03.06.2020 22:36
      Highlight Highlight Ich würde Ihnen sonst ‚TikTok‘ empfehlen - dort hält sich er selbstinszenierungswahn nich stark in Grenzen!
  • Sebastian Lenzlinger 03.06.2020 18:50
    Highlight Highlight Das ganze ist gedacht als solidaritätsaktion. niemand denkt, gut es reicht ich habe meinen teil getan. deswegen ist es auch egal obs heuchlerisch oder nicht, je sichtbarer (und unsichtbarer auf den hastags #blm & #BlackLivesMatter) desto besser. natürlich kann man jetzt die einzelnen der heuchelei veryrteilen. es geht aber gar nicht um die, und sich darüber aufzuregen und als entschuldigung nehmen nicht (auf irgend eine art) mit zu solidarisieren bringt niemandem was. ausser vielleicht ein besseres selbstwertgefühl, da man ja alles “durchschaut” hat.
  • El Dudo 03.06.2020 18:45
    Highlight Highlight
    Play Icon


    Die Sklaverei in den USA existiert nach wie vor - sie wird einfach einigermassen gut versteckt und in einen strikt wirtschaftlichen Rahmen gesetzt.
  • John Henry Eden 03.06.2020 18:35
    Highlight Highlight Wie soll diese Solidarität im Kampf gegen Rassismus helfen? Sie zementiert die Fixierung auf Hautfarben doch nur.

    Influencer-Eltern stehen bereits in den Startlöchern. Ich sehe all die Posts schon, in denen die Hautfarbe im Mittelpunkt steht. "My son is a role model, he also has black children as friends."

    Meine Güte, "Black Power" ist gleich dumm wie "White Power". Keine Hautfarbe ist besser oder schlechter. Und irgendwelche Begebenheiten geben keiner Hautfarbe mehr oder weniger Rechte.

    Wir leben im Hier und Jetzt, und hoffentlich in der Zukunft. Die Vergangenheit ist vorbei.
    • badumtsss 04.06.2020 07:50
      Highlight Highlight Jaja, alle sind gleich - wissen wir! Aber um das geht es gerade nicht! White Power bezahlt nicht mit dem Leben für ihre Hautfarbe. In diesem Fall kostet es Leben, einer Minderheit anzugehören. Und das schon ZU LANGE! Wenn der Sprung direkt zur Gleichberechtigung möglich wäre, wären wir schon da und müssten uns nicht immer noch mit diesem verdammten Thema beschäftigen. Scheint aber nötig zu sein. Immer noch. Und das frustriert mich garantiert noch mehr als dich.
    • grünerantifaschist #blm 04.06.2020 07:51
      Highlight Highlight Wann wurden weisse verfolgt? Systematisch gefoltert ermordet? Es waren immer die natives welche leiden mussten weltweit unter der grausamen herrschaft der weissen herrenrasse😢
  • Gabriela Kasperski 03.06.2020 18:34
    Highlight Highlight Buchtipp: mein Kinderroman #einfachyeshi, erschienen beim Arisverlag, 2019. Im Sommer erscheint mit Agentin Yeshi Band zwei.
  • nigital_Fatives 03.06.2020 18:32
    Highlight Highlight Ich kann zu diesem Thema die Netflix-Doku "der 13." empfehlen und spenden an racialprofiling.ch
  • Bee89 03.06.2020 18:26
    Highlight Highlight Diese ganzen “was soll das bringen sich zu informieren”. Da hättet ihr ja nie zur Schule gehen müssen, denn was bringt es sich zu bilden?
    Dass man gut überlegte Entscheidungen treffen kann... vielleicht mal darüber nachgedacht, dass gut informierte Bürger dann auch die richtigen Leute in oder aus einer Regierung wählen können?
    Und ausserdem können wir alle unseren Beitrag leisten, dass Rassismus im kleinen Kreis (Familie/Freunde) nicht akzeptiert wird.

    Viele Kommentare hier zeigen genau auf was white privilege ist. Mich betrifft es nicht persönlich, also wieso soll ich mich damit beschäftigen
    • Leo L. 03.06.2020 19:36
      Highlight Highlight Sehe ich nicht so. Man kann das Feld nicht den Hasskommentierer und Socialmedia- Faschisten überlassen.
    • Leo L. 03.06.2020 23:26
      Highlight Highlight Sorry ich habe auf den falschen Kommentar geantwortet 🙈. ich meinte Roaming212.
  • Dr. Unwichtig 03.06.2020 18:23
    Highlight Highlight Entschuldigung, aber in diesem Fall plädiere ich ganz stark dafür, zuerst vor der eigenen Haustüre zu kehren. Der Fall George Floyd ist primär aber Ausdruck einer Problematik, die für die USA gilt. Der Rassismus in CH hat ein anderes Gesicht und lässt sich viel weniger an der Hautfarbe festmachen. Er zeigt sich unter anderem dadurch, dass die SVP die wählerstärkste Partei im Land ist. Und dass Menschen auf die Strasse gehen, um für "Gerechtigkeit für George Floyd" zu demonstrieren, aber gepflegt die Klappe halten, wenn Hunderte im Mittelmeer ertrinken, ist nochmal ein ganz anderes Thema...
    • JASY 03.06.2020 18:50
      Highlight Highlight PS: Zum Rassismus in der CH. Sie halten ja auch die Klappe, wenn jemand keine Lehrstelle, keine Arbeitsstelle erhält und dies obwohl sie dafür qualifiziert wären. Der Grund: Nachnamen der mit -ic endet, andere Hautfarbe und und und.
      Sie halten ja auch die Klappe, wenn jemand aufgrund der Hautfarbe nicht bedient werden möchte.


    • failgail 03.06.2020 19:49
      Highlight Highlight Die SVP ist nicht rassistisch. Wenn man Einwanderung eindämmen will hat das nichts mit Rassismus zu tun. Tatsächlich gibt es unter der SVP Mitglieder mit extremeren Ansichten (Anzeichen von Rassismus), es ist aber falsch eine Pauschalaussage zu machen. Die Mehrheit der Politiker der Parteien haben keine extreme Ansichten und sind wählbar nach meiner Meinung.
    • Dr. Unwichtig 03.06.2020 23:32
      Highlight Highlight failgail: Die SVP hat sowohl Exponenten, als auch Kampagnen, die wegen Verstosses gegen die Anti-Rassimus-Strafnorm rechtskräftig verurteilt wurden. Natürlich ist die Gleichung „SVP-Wähler = Rassist“ zu einfach - Tatsache ist aber, dass ein grosser Teil der Wähler offenbar kein Problem damit hat, wenn „ihre“ Partei in einem Graubereich (oder darüber hinaus) operiert.

      Kurz: Wir brauchen uns wirklich nicht über Rassismus in den USA aufzuregen. Wir haben genug eigene Tendenzen, die wir kritisch hinterfragen sollten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bernhard K. 03.06.2020 18:11
    Highlight Highlight Ein schwarzes Bild auf Instagram genügt nicht. Als privilegierter Weisser ist es für mich Pflicht, mich mit den Gründen auseinanderzusetzen, wieso es mir besser geht als andern. Das hilft mir, die Lebenssituation von Minderheiten/Ausgebeuteten/Benachteiligten zu verstehen. Geschichtskenntnis hilft auch z.B. der Roman "Underground Railroad" von Colson Whitehead oder ein Artikel in GEO zum Kolonialismus: https://www.geo.de/wissen/21459-rtkl-bilanz-wie-der-kolonialismus-die-welt-bis-heute-praegt. Aber das wichtigste ist, in seinem täglichen Handeln im Gegenüber immer den Menschen zu sehen.
    • Roland Bach 03.06.2020 19:32
      Highlight Highlight "Priviligierter Weisser" Da hat man ihnen ja schön ein Komplex in den Kopf gesetzt.
    • Bernhard K. 04.06.2020 07:15
      Highlight Highlight @Roland Bach: Nein, es ist kein Komplex, sondern eine Tatsache. Ich bin übrigens wohl in meiner Haut.
    • grünerantifaschist #blm 04.06.2020 08:19
      Highlight Highlight Natürlich sind wir westeuropageborenen in hohem masse privilegiert und in der pflicht nichtprivilegierten menschen möglichst zu helfen🖤🤍
  • DrMedFacharztFürStatistischeKrankheiten 03.06.2020 18:07
    Highlight Highlight Ob es ein Akt der Solidarität ist mag ich so nicht beurteilen, aber es ist definitiv ein aufgeblasenes social media phänomen ala social enigneering (und natürlich ist rassismus verwerflich)

    Inhaltlich gehts wohl aber auch mehr um schlechte Polizeiausbildung und Bildung generell in Amerika
  • xlt 03.06.2020 18:03
    Highlight Highlight Deutschland schwarz weiss von Noah Sow. Das Buch öffnet die Augen.
    Dazu noch Exit Racism von Tupoka Ogette.
  • Mad Heidi 03.06.2020 17:57
    Highlight Highlight Chapeau, Frau Obrist. Zum ersten Mal bin ich vollumfänglich einer Meinung mit Ihnen.
  • Ebony 03.06.2020 17:53
    Highlight Highlight Leider gibt es auch in der Schweiz viele rassistisch motivierte Polizeikontrollen
    • DunkelMunkel 03.06.2020 18:47
      Highlight Highlight Wie eruiert man sowas? Hat die Polizei dir das gesagt? Oder ist es Projektion?
    • Roland Bach 03.06.2020 19:36
      Highlight Highlight Nicht die Schuld der Polizei wenn Ausländer Krimineller sind als Schweizer.
      Ist ihnen Mal in den Sinn gekommen, nicht diejenigen zu beschuldigen die Verbrechen öffentlich machen, sondern die die es verüben? Soll die Polizei denn Verbrechen ignorieren, wenn sie von Ausländern kommt nur damit sie nicht als Rassiten darstehen?
    • manta 03.06.2020 21:33
      Highlight Highlight Ich befürchte die 4 US Polizisten haben teils ähnliche Ansichten wie Sie, Herr Bach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • -thomi- 03.06.2020 17:51
    Highlight Highlight Posts auf Social Media machen ein Anliegen nicht mal publik. Sie erreichen die Filterblase derer, die Ihnen folgen. Kostet etwas Speicherplatz irgendwo auf der Welt, mehr Nutzen gibt es nicht. Ausser, wenn Ronaldo ein Bild von sich mit einem Turnschuh postet. Damit verdient er ein Vermögen. Von daher gebe ich Ihnen recht. Aber ob ich jetzt ein Rassist bin, weil ich den leicht beigen Farbstift wählen würde, darüber würde ich mich mit Ihnen definitiv streiten.
    • kupus@kombajn 03.06.2020 19:26
      Highlight Highlight 1. Es gibt Menschen mit sehr vielen Followern
      2. Social Media unterliegt durch das Teilen und die Likes dem Schneeballsystem
      3. Wenn ich nur einen aus meinem Umfeld zum Nachdenken animiert habe, ist es ein Erfolg
      4. Es ist immer nich besser, als gar nichts zu tun, insbesondere unter dem Vorwand „Das ist heuchlerisch“ oder „das erreicht ja kaum jemandem“
    • moedesty 04.06.2020 04:12
      Highlight Highlight dann musst du aber das ganze jahr durch, dich auf insta mit solchen themen befassen und nicht nur wenn der hype da ist. #weare... #metoo ...

    • kupus@kombajn 04.06.2020 09:44
      Highlight Highlight @moedesty: falls das mir gilt (und davon gehe ich aus): seit ich auf Social Media unterwegs bin, teile ich zumindest entsprechende Beiträge. Ich persönlich bin auf SM allerdings nicht besonders aktiv.

      Aber selbst wenn man es nur während des Hypes tut: ja, einiges davon ist heuchlerisch und dient den Likes. Einige sind aber einfach nur Menschen, und Menschen vergessen schnell und kehren schnell zum Alltagstrott zurück. Trotzdem: absolut nichts tun ist nicht besser. Dass man bei einem Hypie nicht mittun möchte, ist doch nur ein Vorwand, eben gar nichts zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thatotherwhitegirl 03.06.2020 17:46
    Highlight Highlight Buch/Hörbuch: Me and White Supremacy, Layla F. Saad.
  • Eiswalzer 03.06.2020 17:40
    Highlight Highlight Ich glaube, dass sehr viele (wohl die Mehrheit) derer, die ein blackout Bild posten, solche Empfehlungen ohnehin befolgen. Politisch bei der Stimmabgabe, Lektüre usw.
    Das Problem sind ja eher die Leute, welche ohnehin nicht empfänglich dafür sind und/oder rassistisch sind. Dass ich unter meinen Social Media Followern viele solcher schwarzer Bilder sehe, ist ja wenig überraschen. Das ist nun mal meine soziale Bubble. Das ist auch nicht heuchlerisch. Ich glaube nicht, dass die grosse Mehrheit der Unterstützer nur Heuchler sind...
  • Antichrist 03.06.2020 17:36
    Highlight Highlight Ich treffe in der Schweiz nirgends Rassismus an. Wir haben Gesetze, die dies verhindern. Es ist auch seltsam, dass Rassismus lange Zeit kein Thema in den Medien ist, bis mal wieder ein Einzelfall auftritt, wo jemand offensichtlich gegen das Gesetz handelt. Dann kommen alle aus dem Busch und es werden wieder alle Weissen in Sippenhaft genommen und alle Schwarzen sind Opfer. Das sieht mir eher nach linkem Lifestyle Aktivismus aus. Ich wüsste nicht, wo und wozu ich dem Rassimus die Stirn bieten soll.
    • xlt 03.06.2020 18:37
      Highlight Highlight Als Weisser trifft man auch keinen Rassismus an, aber frag mal eine dunkelhäutige Person ob sie hier in der Schweiz nichts dergleichen erlebt.
    • bossac 03.06.2020 18:47
      Highlight Highlight Klar sind wir in der Schweiz meilenweit von diesem tief verankerten teils institutionellen Rassismus wie in den USA entfernt, aber finde es schon mutig zu behaupten es gäbe hier keinen, wenn auch eher einen Alltagsrassimus. Gerade im privaten Umfeld bei entfernten Bekannten/Verwandten komme ich immer mal wieder in Situationen, in denen ich nachfragen muss, ob ich das jetzt gerade richtig verstanden habe. Dabei geht es meistens um ein Haltung der eigenen "weissen" Überlegenheit oder auch schon Aussagen, dass keine Mischung stattfinden darf. Finde hier sollte man jeweils klar Stellung beziehen.
    • Mr. Malik 03.06.2020 18:49
      Highlight Highlight Haha..

      "Ich treffe in der Schweiz nirgends Rassismus an."

      Ja wenn du ihn nicht siehst, dann kann es Rassismus in der Schweiz nicht geben.

      Genug getrollt für heute, geh raus, geniess das Wetter und mach was schlaues.

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  • Rundlauf 03.06.2020 17:32
    Highlight Highlight Mag ein "hot take" sein, aber halte es für grösstenteils irrelevant, ob sich machtlose Individuen über das Thema informieren oder nicht. Was hast du davon, wenn du viel über das Thema weisst? Solange du das nicht in politische Taten und somit Gesetze ummünzen kannst, die dann Rechtskraft entfalten und sich durchsetzen lassen, hast du genau nichts bewirkt. Da kannst du 1000 Bücher lesen - oder auch 0. Es ist egal.

    Die aktuelle Unruhe ist gut, um politische Aufmerksamkeit zu bekommen - den Rest müssen die Politiker erledigen. Weise wählen bringt mehr als 1000 Bücher lesen.
    • LeserNrX 03.06.2020 17:54
      Highlight Highlight "Weise wählen bringt mehr als 1000 Bücher lesen."

      Aber ein paar Bücher zu lesen, ist sicher nicht die schlechteste Voraussetzung, um "weise wählen" zu können (, wenn nicht sogar eine Grundvoraussetzung).
    • Bee89 03.06.2020 18:21
      Highlight Highlight Ja aber wer wählt die Politiker im Besten Fall? Genau, gut informierte Bürger.
    • Grohenloh 03.06.2020 18:37
      Highlight Highlight Ich habe in der Schnelle gelesen: „Weisse wählen bringt mehr als ...“
      😬
  • DuhuerePanane 03.06.2020 17:28
    Highlight Highlight Ich finde es richtig unverschämt, dass die Familie vom armen George das ganze Gofundme Geld kassiert. Es sind bereits über 12 Mio. und sie lassen es einfach weiterlaufen!
    • DuhuerePanane 03.06.2020 17:52
      Highlight Highlight Interessant, dass im anderen Artikel jemand das Gleiche geschrieben hat und lauter Likes bekommen hat, aber hier gibts lauter Blitze!
    • Spörli 03.06.2020 18:03
      Highlight Highlight Wieso genau ist es unverschämt? Das Geld bringt ihren liebsten Mensch nicht zurück, aber ich bin überzeugt, dass sie damit in die richtigen Organisationen Weiterspenden werden...
    • DuhuerePanane 03.06.2020 19:04
      Highlight Highlight Nein eben nicht, gemäss Gofundme geht das GANZE Geld an die Familie und nicht an Organisationen! Deswegen habe ich das geschrieben!
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  • w'ever 03.06.2020 17:25
    Highlight Highlight all diese wohlfühl hashtags (jesuischarlie/paris/blackoutthuesday/noonebehind) sind nichts anderes als pseudo socialmedia solidarität.
  • ChillDaHood 03.06.2020 17:21
    Highlight Highlight Das ganze Konzept von "Rassen" in den USA ist doch missgelenkt.

    Da soll ich mich als "Caucasian" outen? Ich weigere mich, das zu sein. Ich bin Mensch, das ist die einzige Rasse, derer ich mich zugehörig fühle. Schon mal die Herkunft von Caucasian gegoogelt. So unterschieden Nazis! Europid/Kaukasisch versus Mongolid und Negroid. Wenn man (sehr berechtigt) die letzteren beiden nicht mehr verwendet, weshalb dann ersteres?
    • 155West 03.06.2020 18:41
      Highlight Highlight "Race" in der englischen Sprache meint nicht dasselbe wie "Rasse" in der deutschen Sprache.
    • Agnesse 03.06.2020 19:30
      Highlight Highlight Schöne Gedanken! — Leider können sich Schwarze, die von der Polizei grundsätzlich schon mal als verdächtig gesehen werden, und Menschen, die wegen eines -ic am Ende ihres Namens eine Stelle nicht erhalten, sich nicht einfach auch weigern.

      Sich Mensch als einziger Rasse zugehörig zu fühlen, ist leider eben auch etwas, was als White Priviledge gewertet werden kann. 😔
    • ChillDaHood 04.06.2020 08:56
      Highlight Highlight Agnesse - es geht mir darum, dass dieser Unterscheidung eine Denke zugrunde liegt, die Naziideologie ist. Ich habe kein Problem, meinen Hautton, meine Haarfarbe oder Augenfarbe zu klassifizieren.

      Eine Unterscheidung in Rasse, oder englisch Race, auch wenn es nicht ganz das gleiche ist, ist abstrus, wissenschaftlich widerlegt und grundfalsch. Und in meinen Augen ein Grundübel der ganzen Sache.

      Der Rassismus, der alltäglich ist, kommt noch obendrauf, aber so eine Unterscheidung darf nicht noch institutionell gestützt werden.
  • Pumba 03.06.2020 17:21
    Highlight Highlight Das eine schliesst das andere ja nicht aus. Und mit einer solchen Aktion bekennt man sich immerhin auch öffentlich dazu. Ob die Leute das nun ernst meinen oder nicht. Es ist ein Zeichen.
  • Negan 83 03.06.2020 17:21
    Highlight Highlight Ehrlich gesagt mache ich bei so etwas prinzipiell nicht mit. Denn nutzen tut es keinem!
  • blueberry muffin 03.06.2020 17:18
    Highlight Highlight Nein, Kapitalismus abschaffen, fairere Systeme einführen die nicht aus Smartphone Fabriken kommen, in denen die Arbeiter aus Protest Suizid begehen müssen.

    Eine Ernährungsindustrievaufbauen, die nicht auf Ausbeutung abziehlt. Bildung breit zugänglich machen. Mittels Grundeinkommen auch Kindern aus Armen Familien eine Chance auf Universitäre Ausbildung zu geben.

    Solche Dinge. Oder halt irgendwas spenden, um das Gefühl, was für eine fairere Gesellschaft, geleistet zu haben.

    Wir haben riesige Probleme. Gleich wie Klimawandel werden wir sie vermutlich nicht lösen. Kostet ja Geld.
    • Hier Name einfügen 03.06.2020 18:25
      Highlight Highlight Kapitalismus abschaffen und durch was ersetzen?
    • Roland Bach 03.06.2020 22:32
      Highlight Highlight Aber diese Mal funktioniert es sicher Chrigi.
    • blueberry muffin 04.06.2020 07:37
      Highlight Highlight Hätte Kapitalismus nur 100 Millionen auf dem gewissen, wäre ich beruhigt.

      Mit was ersetzen? Irgendetwas das fairer läuft? Umverteilung von Vermögen und Güttern, abschaffen von Erben und wir kommen langsam aber sicher in eine fairere Gesellschaft.

      Dann müssen wir auch alle etwas verzichten, also wir eher wohlhabenden und können so Produktionen herunterfahren um unsere Kinder nicht dem Profit zu opfern.
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  • Nate Smith 03.06.2020 17:18
    Highlight Highlight "Diese Erkenntnis ist der Anfang".

    Und der muss gemacht werden und da ist es sicher hilfreich wenn Leute die sich nur auf Instagram, TikTok und Snapchst informieren und deren News Fotos und Stories von Sportlern, Bachelor, Influencern etc. bestehen, mal merken das da noch was anderes auf der Welt abgeht.
    Benutzer Bild
  • solo31 03.06.2020 17:13
    Highlight Highlight Fund der Floyd Familie verlinken finde ich falsch. Worum es der Familie geht sieht man daran, dass der Fund weiterläuft obwohl das Ziel bereits um das 8fache übertroffen wurden, reine Selbstbereicherung. Es gibt so viele Organsiationen die gegen Diskriminierung kämpfen, welche Unterstützung verdient haben, jetzt einfach diese Familie zu Multimillionären machen dient der Sache nicht. Man könnte auch meinen, irgendwann würden sie sagen "Wir spenden einen Teil an Hilfsorga xy", jetzt sinds 12 Millionen die laut Text "100% to my family" gehen.
    • Ebony 03.06.2020 17:57
      Highlight Highlight weisst du schon jetzt, was die Familie mit dem gesammelten Geld macht?
  • lilie 03.06.2020 17:11
    Highlight Highlight "Aber als allererstes muss man sich (...) bewusst machen, dass Weiss-sein in unseren Breitengraden so gut wie allen Lebensbereichen als Norm gilt."

    Das liegt trivialerweise daran, dass die kaukasische Ethnie in unseren Breitengraden die Norm IST. Statistisch hingegen dürften die meisten Erdenbürger asiatisch sein.

    Genau wie bei der LBTQ-Debatte geht es bei uns einfach darum, Minderheiten als Teil der Gesellschaft zu akzeptieren und ihnen die gleichen Chancen geben. Das ist eigentlich nicht schwer.

    Schwer wird es erst dann, wenn es zu Konflikten kommt.
    • Garp 03.06.2020 18:12
      Highlight Highlight Offenbar ist es sehr schwer, auch wenn es nicht zu Konflikten kommt, lilie. Es gibt viele Menschen die fühlen sich bedroht, nur schön wenn jemand anders ist, anders denkt als er selber.
    • lilie 03.06.2020 18:41
      Highlight Highlight @Garp: Scheint so zu sein. 🤔

      Wenn dann eben noch Konflikte dazukommen, kann jeder seine Vorurteile auch noch zementieren.

      Ich glaube kaum, dass man jemand von etwas anderem überzeugen kann, wenn er feste Vorurteile hat. Da kann man eigentlich nur versuchen, zumindest die Betroffenen von entsprechenden Handlungen abzuschirmen.
    • Garp 03.06.2020 21:28
      Highlight Highlight Wir können hinkucken, wie die Vorurteile entstanden sind. Meist hat das lange Tradition, hat viel mit Familie und Verletzungen zu tun.

      Betroffene abschirmen, heisst halt auch wieder, sie zu Aussenseitern zu machen, das kann nicht die Lösung sein.

      In die Mitte nehmen, aufnehmen nicht ausgrenzen, das ist der beste Schirm gegen Ungerechtigkeit. Dazu braucht es aber viele, die sich nicht gleich bedroht fühlen durch den Andern.
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  • smartash 03.06.2020 17:07
    Highlight Highlight „...Indem man Bücher, Dokumentationen und Podcasts zum Thema konsumiert“

    Ok.... Und wie genau hilft das jetzt den Unterdrückten und Benachteiligten?


    „solidarisch“ kann sich jeder zeigen...

    wirklich ernst meinen wir es erst, wenn uns die Solidarität was kostet. Wenn wir etwas riskieren oder auf was verzichten




  • himmelrot 03.06.2020 17:04
    Highlight Highlight Schaut mal auf Netflix Trial by Media die Episode ‘41 Shots’. Ein Fall von 1999. Vier weisse Cops töten einen unschuldigen Schwarzen. Und heute, mehr als 20 Jahre später sind wir kein bisschen weiter...
  • Waldorf 03.06.2020 17:02
    Highlight Highlight Als ob ich auf Instagram ein schwarzes Bild poste und in der realen Welt sonst nichts dazu beitrage, dass diese etwas friedlicher wird. Aktionismus heilt die rassistische Seele übrigens ebenso wenig.
  • Les Paul 03.06.2020 16:57
    Highlight Highlight Danke 🙌
  • Martel 03.06.2020 16:56
    Highlight Highlight War es nicht blackout tuesday? Black friday ist dich was anderes😁
    • Helene Obrist 03.06.2020 17:11
      Highlight Highlight @Martel: In der Tat waren da die Finger schneller als das Gehirn. Vielen Dank für den Hinweis, ist angepasst!
  • Scaros_2 03.06.2020 16:48
    Highlight Highlight Ich persönlich finde das ganze insgesamt einfach heuchlerisch. In der Gameindustrie werden etliche Termine jetzt abgesagt mit der Begründung: Zitat Sony: "we do not feel that right now is a time for celebration and for now"

    Im Umkehrschluss heisst das, dass wenn Leute im Meer versinken und Kriege geschehen ist es ok "to celebrate".

    Aber wenn der Absatzmarkt USA und damit der Konsum stockt und die Aufmerksamkeit nicht garntiert ist. Ja dann ist #BlackLivesMater eine dolle Sache.

    Einfach heuchlerisch.

    Ps. Ich sage NICHT dass das Thema nicht wichtig ist. Viele verfolgen aber ein anderse Ziel
    • pete.waterman 03.06.2020 17:38
      Highlight Highlight Mich haben diese geposteten Blacks nur genervt, wie wohl viele andere. Das ist zu einfach. Und die ganzen Promis, die das halt fast müssen.... statt eine persönliche diesbezügliche Message zu posten... aber das ist dann halt schon wieder mit Aufwand verbunden, gell
    • Sebastian Lenzlinger 03.06.2020 18:51
      Highlight Highlight Ist dir bewusst, das BlackLivesMatter eine organisation ist? Und Ihr Umkehrschluss, ist keiner.
    • Scaros_2 03.06.2020 22:27
      Highlight Highlight Ist dir Bewusst, dass ich #BlackLivesMater in Zynischer Form für eine Verallgemeinung der Problematik genommen habe, weil die Beiträge hier ggf. eine Limite haben und ich deswegen nicht um den heissen Brei eines Themas herumschreiben kann, wie es mir belieb ist, obwohl man damit gerne Dinge im Detail erläutern könnte, was ich im Grunde stets äusserst wichtig finde?

      Merkste was oder?
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  • Roaming212 03.06.2020 16:48
    Highlight Highlight Posts auf Social Media sind bei jeder Tragödie sowieso falsch motiviert. "Seht mal, ich setzte mich für das Richtige ein, bitte anerkennt mich".
    • Garp 03.06.2020 17:42
      Highlight Highlight Sie müssen gar nicht falsch motiviert sein, können ja. Wenn wir Menschen uns im Alltag nicht mehr anerkennen, dass man auf Social Media setzen muss, dann haben wir alle ein ernsthaftes Problem. Dem kann man nur im Alltag abhelfen, indem man andern positives Feedback gibt und sie anerkennt, einfach als Mensch und nicht nürnberg für Leistung.
    • kupus@kombajn 03.06.2020 19:37
      Highlight Highlight Das mag durchaus so sein. Aber es soll tatsächlich Menschen geben, die auf diesem Weg versuchen, andere Menschen zu erreichen und zum Nachdenken zu animieren.
    • rüeblisaft 04.06.2020 08:22
      Highlight Highlight Zum Teil ist das natürlich so, ich bin auch kein grosser Fan von Social Media, und vieles davon ist ziemlich scheinheilig. Aber es hat einen Einfluss, besonders auf die junge Generation. Wie im Artikel gesagt wurde, Social Media sorgt für Publicity, es sorgt dafür, dass über ein Problem gesprochen wird. Und über ein Problem zu sprechen, es ins Scheinwerferlicht zu rücken, sorgt für Agenda-Setting. Und das ist der erste Schritt, wie Dinge verändert werden können. Wenn nicht über ein Problem gesprochen wird, ist es für die Politik und die Gesellschaft inexistent, und nichts wird sich ändern.
  • freeLCT 03.06.2020 16:43
    Highlight Highlight "Aber als allererstes muss man sich immer und immer wieder bewusst machen, dass Weiss-sein in unseren Breitengraden so gut wie allen Lebensbereichen als Norm gilt."

    Ich bin für das "Mensch-sein" und erachte auch dies als lebenswerte Art und Weise der Koexistenz.

    Gilt dies jetzt als Verdrängung existenter gesellschaftlicher Dynamiken im Bezug zu Rassismus, oder bin ich derjenige, welcher richtig mit dem Thema umgeht?

    Meine Hauptfrage:
    Darf man sich im Bezug zu Rassismus überhaupt noch nicht positionieren?

    (das "Darf" ist natürlich rhetorisch, ich würde es so oder so tun)
    • smartash 03.06.2020 17:09
      Highlight Highlight Ja, das ist definitiv Verdrängung. Wir werden nie in einer farbenblinden Welt leben. Das ist utopisches Wunschdenken.
      Und vorallem hilft es keinem, wenn du so tust als würdest du nur einen Menschen und keine Hautfarbe sehen
    • Statler 03.06.2020 17:20
      Highlight Highlight @smartash: Was heisst «so tun als würde man nur den Menschen sehen»?
      Ich mach' das auch so. Die Hautfarbe ist mir wirklich schnuppe. Ich verdränge weder was, noch «tu ich so als ob».
    • smartash 03.06.2020 17:33
      Highlight Highlight @Statler belüg dich ruhig weiter selber, wenn du dich dann gerechter fühlst

      Ich sage ja nicht, dass du auf Grund der Hautfarbe Menschen bewertest. Aber du siehst sie und sie hat Einfluss wie du Menschen siehst. Nicht mal zwingend negativ, aber definitiv einen Einfluss

      Und nur wenn du dir das eingestehst und jeden Tag vor Augen führst, kannst eventuell mal in die Nähe deiner Utopie kommen. Aber auch nur in die Nähe
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  • Atavar 03.06.2020 16:41
    Highlight Highlight Schöne Ausführungen und interessante Links.

    Generell ist Rassismus (auch Homophobie, etc. / die Auflistung ist nicht abschliessend) ein konstantes Problem, welches mit dem gesellschaftlichen Wording zu- und abnimmt.

    Worten und Schlagzeilen erschaffen Rassismus! Oft genug gehört, werden diese Worte verfangen (Beispiele: Deutschlandfeindlichkeit, Meinungsdiktatur, etc.).

    Worte schaffen Wirklichkeit!
    • Statler 03.06.2020 17:20
      Highlight Highlight Mein Liebling: «Bildungsferne Schichten» - eine PC-Umschreibung für «Idioten»
    • Garp 03.06.2020 17:29
      Highlight Highlight Rassismus ist schon in uns drin, seit Jahrhunderten, er wird von Generation zu Generation weitergegeben.

      Idioten und bildungsferne Schichten gleich zu setzen, trifft den Nagel nicht auf den Kopf, Statler, wenn ich auch glaube zu wissen, was Du sagen möchtest. Es gibt auch viele gebildete Idioten, auch in der Schweiz.
    • Statler 03.06.2020 22:48
      Highlight Highlight @Garp: Ich meinte damit, dass der Ausdruck einfach eine verklausulierte Bezeichnung für «Idioten», oder von mir aus «dumme Menschen» ist.

      Der OP meint «Worte schaffen Wirklichkeit» - und da geben ich ihm Recht.

      Mein Punkt ist, dass man auch mit vermeintlich «schönen» oder «harmlos erscheinenden» Worten verletzen und herabwürdigen kann. Denn wer «bildungsfern» sagt, meint letztlich eigentlich immer noch «Deppen» - was ebenfalls eine Wirklichkeit schafft, die sich in gewissen Köpfen festsetzt.

      Und ja, es gibt auch gebildete Idioten ;)
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  • Garp 03.06.2020 16:39
    Highlight Highlight "Wir müssen unsere digitale Solidarität in analoge umwandeln."
    • Garp 03.06.2020 17:03
      Highlight Highlight Das ist der wichtigste Satz in dem Artikel für mich. (sorry kam blöd auf den Knopf)

      Wichtig ist auch unseren eigenen Rassismus zu erkennen, er beginnt in vielen kleinen Dingen, in Vorurteilen, mit Ignoranz, mit der Angst vor dem Unbekannten. Ich ertappe mich selber manchmal, dass ich rassistisch denke und ich bin doch ein offener Mensch. Selbstreflexion ist wichtig.

      Es ist schwer diesem Thema gegenüber offen zu sein, mit der nötigen Selbstkritik. Alle tun so als wären sie keine Rassisten. Leider stimmt das nicht, sonst sähe die Welt anders aus.

    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 03.06.2020 22:22
      Highlight Highlight Du meinst so mit Geräten, die noch mit AM, FM, PM oder SSB arbeiten? CB-Funk zum Beispiel?

      CQ CQ, this is Garp 79. Don't be a racist. Hashtag black-lives-matter. Over and out.

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