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Unterschwelliger Sexismus: Wenn Frauen nicht ernst genommen werden

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bild: shutterstock

«Und was sagt dein Mann dazu?»: Wenn Frauen nicht ernst genommen werden – in 7 Geschichten

22.08.2019, 21:4925.08.2019, 16:51

Als Frau hat man ja sowieso oft das Gefühl, in einigen Bereichen nicht ganz ernst genommen zu werden, beispielsweise bei den Finanzen, Technik im Allgemeinen oder einfach nur Sport. Extra frustrierend wird es, wenn man es dann von einigen Personen unmissverständlich zu sagen bekommt: «Hast du auch die Erlaubnis von deinem Mann?»

Auf Reddit erzählen Frauen ihre schrecklichsten Situationen.

Frau kauft ein Auto

«Als ich mein jetziges Auto kaufen wollte, machte ich den Fehler zu erwähnen, dass ich einen Partner hatte, der jedoch nicht dabei war. Danach fragte mich der Autoverkäufer mindestens vier Mal, ob ich auch die Erlaubnis meines Freundes hätte. Das erste Mal ging ich nicht darauf ein, sondern sagte ihm nur, dass das Auto für mich sei und ich es mit meinem Geld bezahle.

Doch er hörte nicht auf und fragte immer weiter: ‹Hast du das mit deinem Freund abgesprochen? Weisst du auch, was dein Freund will?› Und immer wieder sagte ich ihm, dass mein Freund mit diesem Kauf gar nichts zu tun habe. Am Ende schlug er mir sogar vor, dass ich mit meinem Partner noch einmal wiederkommen solle. Ich machte ihm ein letztes Mal klar, dass er MIR ein Auto verkaufe und nicht meinem Freund.

Natürlich habe ich mein Auto schliesslich woanders gekauft.»
reddit-userin

Frau will kein Kind

«Ich versuche, mich sterilisieren zu lassen, und ich wurde schon mindestens vier Mal nach der Meinung meines Partners gefragt. Ich bin zurzeit Single, und trotzdem hat dieser hypothetische Mann mehr Sagen über meine reproduktiven Entscheidungen als ich selbst.

Ein Arzt sagte mir sogar ganz offen, dass er den Eingriff erst nach der Hochzeit vornehmen würde. Es ist, als ob ich erst jemandes Eigentum sein muss, damit dieser dann über meine Fruchtbarkeit entscheiden darf.

Es ist 2019, was soll das?»
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bild: shutterstock

Frau will ihre Haare schneiden

«Als ich mir das erste Mal meine langen Haare in einen Pixie-Cut habe schneiden lassen, haben mich viele Frauen gefragt, ob das okay sei für meinen Freund.

Ausserdem sagten sie mir, dass ihr Ehemann wütend auf sie wäre, wenn sie das machen würden. Ich sagte dann einfach immer nur, dass es mir egal sei, was er davon halte, da er ja morgens auch nicht meine Haare stylen müsse.»

Frau will arbeiten

«Sehr viele Männer haben mir stolz erzählt, dass sie ‹ihrer Frau› nie erlauben würden, als Barkeeperin zu arbeiten. Die Männer fragen mich ausserdem die ganze Zeit, was mein Freund davon halte. Ähm, er mag, dass ich einen Job habe?

Am besten war der Typ, der mir danach noch sagte: ‹Ich fände das gar nicht gut, weil ich weiss, was ich zu Frauen für Dinge sage, wenn ich betrunken bin!›»

Passend dazu ein Video: Wenn wir mit Männern sprechen würden wie mit Frauen

Unten geht's weiter mit dem Listicle ...

Video: watson/Emily Engkent, Madeleine Sigrist, Knackeboul

Frau will arbeiten II

«Als ich in meinem Unternehmen von der Praktikantin zur Vollzeitangestellten aufsteigen sollte, fragte meine Chefin mich, ob das auch für meinen Ehemann in Ordnung wäre. Es war einfach verrückt für mich, nur daran zu denken, dass

1. mein Mann nicht damit einverstanden wäre, dass ich einen Vollzeitjob annehme und

2. meine Chefin dachte, dass ich seine Erlaubnis brauchen würde.»

Frau will sich tätowieren

«Als ich mir mein erstes Tattoo stechen liess, sagten mir alle in meiner Familie Dinge wie: ‹Was, wenn dein zukünftiger Ehemann keine Tattoos mag?›, ‹Männer mögen keine Tattoos und Piercings!› oder ‹Jetzt wirst du niemals einen Mann finden, der dich schön findet, du ruinierst dich selbst!›

Das war so verletzend.»
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bild: shutterstock

Frau will Haus verkaufen

«Wir verkauften gerade unser Haus. Anscheinend dürfen Frauen jedoch in diesem Bereich keine Entscheidungen treffen, denn der Makler fragte mich immer wieder: ‹Kann ich bitte mit Ihrem Mann sprechen? Sind Sie sicher, dass Ihr Mann weiss, dass Sie diese Entscheidungen treffen? Haben Sie ihn um Erlaubnis gefragt?›»

(sophia sichtermann/watson.de/sim)

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Frauenstreik am 14. Juni 2019

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Frauenstreik am 14. Juni 2019
quelle: keystone / peter klaunzer
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128 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Sauäschnörrli
22.08.2019 22:05registriert November 2015
Mo: „Was wir sicher nicht machen, ist, irgendwelche Pseudo-Shitstorms zu suchen und die dann aufzugreifen – nur um der Empörung willen.“
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darkshadow
22.08.2019 22:04registriert März 2017
naja bei einem Hausverkauf MÜSSEN beide Ehepartner das Einverständnis geben. Das kann ich noch nachvollziehen.
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Blaumeisli
22.08.2019 22:30registriert Januar 2019
So empörend diese Beispiele sind, der Sinn dieses Artikels entzieht sich mir, insbesondere weil Kontext fehlt. Woher stammen diese Frauen, Amerika, wo noch traditionellere Rollenvorstellungen herrschen, oder Deutschland oder die Schweiz, wo man modernere Ansichten erwartet? Was bringt es, mich über die Ungerechtigkeit zu ärgern, die meine Geschlechtsgenossinen in fernen Ländern erfahren? Auch hier gibt es noch viele Unrecht - gegenüber Frauen UND Männern. Wenn über diese geschrieben würde, könnten wir Leser etwas daraus machen. So ist das für mich nur ein Artikel, das Öl ins Feuer giesst..
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Von Vorheizen und Leerläufen: Es gibt noch viel zu tun in meiner Küche
Der Advent ist die Zeit im Jahr, die mich richtig häuslich werden lässt. Während ich sonst eher die Alltags-Köchin bin – am liebsten einfach und schnell – stehe ich um Weihnachten herum auch gern mal etwas länger in der Küche. Übers Energiesparen mache ich mir dabei, ehrlich gesagt, nicht wirklich Gedanken.

Eine Frage stelle ich mir allerdings tatsächlich immer, und zwar beim Einräumen des Kühlschrankes: Ist es jetzt gescheiter, die Tür offenzulassen, bis alles eingeräumt ist, oder mache ich sie zwischendurch zu und wieder auf? Ich mache es einfach mal so, mal so. Überhaupt befasse ich mich, rein energietechnisch gesehen, viel zu wenig mit Kühlschrank und Gefrierer. Ich weiss, dass das Gemüse ins Gemüsefach kommt, sonst würds nicht so heissen, und dass es hinten kühler ist als vorne. Dabei überlege ich mir ehrlicherweise nicht besonders viel, wenn ich die Einkäufe da ablade. Und die Sachen, die ich ganz hinten platziere, kommen nicht zwingend dahin, weil sie am kühlsten gelagert werden müssen, sondern weil ich sie vor den Teenagern verstecke, die üblicherweise innerhalb von maximal drei Tagen den Kühlschrank leerfressen, und zwar von vorne nach hinten.

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