Luzern
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Frau, Illustration, sexuelle Gewalt

«Für Opfer ist es bei der Befragung so, als würde ihnen ein zweites Mal Gewalt angetan», sagt Corina Elmer von der Frauenberatungsstelle. Bild: Shutterstock

«Was hatten Sie an?» Luzerner Gericht befragt Missbrauchsopfer zu Kürze des Rocks

In Luzern musste vergangene Woche ein Opfer von sexueller Gewalt im Gerichtssaal beschreiben, wie kurz das Kleid und wie gross der Ausschnitt war. Die Frauenberatungsstelle äussert scharfe Kritik an der Richterin.



Juni 2018 am Kriminalgericht in Luzern: Ein Taxifahrer wird zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Über Jahre hat er sechs Frauen sexuell genötigt, ihnen an die Brüste, zwischen die Beine gefasst. Im fahrenden Auto blieb ihnen nichts anderes übrig, als die sexuellen Handlungen über sich ergehen zu lassen. Das letzte Opfer, ein 18-jähriges Au-pair, fuhr der Taxifahrer auf eine abgelegene Strasse und vergewaltigte sie. Er wusste, dass er mit dem HI-Virus infiziert ist und wurde deshalb auch wegen versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt.

Sein Verteidiger legt gegen den Schuldspruch Berufung ein. Er fordert, dass die Strafe auf drei Jahre reduziert wird und der Angeklagte lediglich sechs Monate davon absitzen soll. Vergangene Woche finden sich deshalb der Taxifahrer und dessen Opfer erneut vor dem Luzerner Kantonsgericht ein.

Wieder müssen die Frauen von den Übergriffen erzählen. Und noch mehr: Plötzlich befragt die Richterin eines der Opfer nach ihrer Kleidung an jenem Abend. Was sie getragen habe, welche Farbe das Kleid hatte und wie es oben aussah. Die Frau antwortete, dass das Kleid einen «U-Boot-Ausschnitt» hatte. Ob sie etwas darüber trug, will die Richterin wissen. So beschreibt es das Luzerner Newsportal «zentralplus».

«Ob der Angreifer das Opfer auf der nackten Brust oder durch die Jacke berührt, kann strafrechtlich einen Unterschied machen.»

Barbara Koch, Generalsekretärin des Kantonsgerichts Luzern

«Das ist haarsträubend», sagt Corina Elmer, Leiterin der Fachstelle Frauenberatung sexuelle Gewalt. Die Fragen würden dem Opfer unterstellen, dass die Kleider Grund für den sexuellen Missbrauch waren. «Es ist nicht relevant und zeigt das problematische Vorurteil der Fachpersonen. Nämlich, dass die Kleidung dazu beiträgt, ob jemand sexuelle Gewalt erlebt oder nicht.» Leider komme es immer wieder vor, dass den Opfern solche Fragen gestellt würden. «Für Opfer einer Vergewaltigung ist es bei der Befragung so, als würde ihnen ein zweites Mal Gewalt angetan», sagt Elmer.

Das Kantonsgericht Luzern verteidigt die Fragestellung der Richterin. «Die Kleider spielen bei der Beurteilung des Delikts eine Rolle», sagt Barbara Koch, Generalsekretärin am Kantonsgericht Luzern. So habe es auch schon einen Fall gegeben, bei dem das Opfer eine Winterjacke getragen habe und deswegen das Vergehen weniger gravierend eingestuft wurde. «Ob der Angreifer das Opfer auf der nackten Brust oder durch die Jacke berührt, kann strafrechtlich einen Unterschied machen.»

«Die zuständigen Richter bräuchten dringend ein spezielles Sensibilisierungsprogramm.»

Corina Elmer, Leiterin der Frauenberatungsstelle

Aber man müsse immer abschätzen, wie weit man bei Opfern von sexueller Gewalt mit der Fragestellung gehen könne. Gerichtsmitarbeitende werden laut Koch in ihrer Ausbildung auf solche Situationen geschult.

Für Elmer von der Frauenberatungsstelle reicht das allerdings nicht: «Die zuständigen Richter bräuchten dringend spezifische Fortbildung.» Sie führt das Beispiel des Kantons Zürich an, der eine Tagung für Staatsanwälte zum Umgang mit traumatisierten Opfern durchführte. «Solche Massnahmen verbessern den Kontakt mit Opfern von sexueller Gewalt.»

Entsetzt über die Fragen der Richterin ist auch das Luzerner Frauenstreik-Kollektiv. Am Montag schreibt es in einem offenen Brief an das Kantonsgericht: «Das Mitglied des Luzerner Gerichts impliziert die Mitschuld des Opfers und dies ist in keiner Weise tolerierbar.» Es handle sich hierbei um «Victim Blaming», die gesellschaftliche Tendenz, eher das Verhalten des Opfers zu hinterfragen, als den Täter zur Verantwortung zu ziehen.

«Das Gericht impliziert die Mitschuld des Opfers und dies ist in keiner Weise tolerierbar.»

Luzerner Frauenstreik-Kollektiv

Beim Kantonsgericht Luzern ist die Kritik angekommen. Im Herbst möchte man gegenüber der Öffentlichkeit Klarheit schaffen. «Wir wollen an einem Mediengespräch erläutern, weshalb welche Fragen gestellt werden und den juristischen Hintergrund aufzeigen», sagt Koch.

Sexismus in den Medien

«Es ist kein sexueller Missbrauch, es ist Vergewaltigung»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fiu 25.07.2019 16:21
    Highlight Highlight Dieser typ ist Taxifahrer und hat wiederholt solche Übergriffe an Frauen gemacht, da muss man als Richter auch realisiert haben das der Typ ein Psychisches Problem und wiederholungstäter ist. Man sollte ihn hart Strafen, Taxiverbot für immer und Ausschaffen punkt.
  • Bruno Wüthrich 25.07.2019 10:35
    Highlight Highlight Wieso werden kritische Fragen an das Opfer immer verwechselt mit einer Schuldzuweisung? Ich verstehe das nicht.

    Wir haben doch alle ein Interesse daran, dass eine Tat restlos abgeklärt wird. Dabei muss das Gericht nicht nur wissen, wer was getan hat, sondern auch über das Wie und das Warum Bescheid wissen. Beim "Warum" kann auch die Rolle des Opfers eine Relevanz haben. Weil die Vergewaltigung in jedem Fall strafbar ist, hat diese Abklärung wenig mit Schuldzuweisung zu tun.

    Mit diesen Fragen kann das Gericht die Schwere der Schuld des Angeklagten bemessen und ihn entsprechend bestrafen.
  • JackMac 24.07.2019 22:33
    Highlight Highlight Nun, ich vermute das Problem liegt etwas tiefer.
    Durch das jahrelange Studium des Rechts, durch hunderte Behandelte Fälle von leichten und schweren Fällen, fehlt schlichtweg die menschliche Objektivität und schlussendlich die Empathie.
    Unsere Rechtsgelehrten sind gefangen im Paragraphentschungel, eingeengt durch Präjudiz- und Bundesgerichtsentscheide und dadurch fehlt die Sicht fürs wesentliche.
    Die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke und für Mitgefühl ist kein Platz mehr.
    • LouisvanGaal 24.07.2019 23:07
      Highlight Highlight Und wer definiert das Wesentliche? Haben Sie diese Kompetenz für sich gepachtet? Wer hat Sie dazu ermächtigt und noch viel wichtiger: Wo kann ich mich dafür bewerben?
    • Daniel Caduff 25.07.2019 09:02
      Highlight Highlight Justizia ist blind. Sachlichkeit und Objektivität sind gefragt. Nicht Emotionen oder persönliche Wertvorstellungen.
  • Freddie Quecksilber 24.07.2019 18:53
    Highlight Highlight Die Frage ist kein Skandal sondern wieso man weniger strafe bekommt umso mehr stiff dazwischen ist
  • LaPalomaOhe 24.07.2019 18:34
    Highlight Highlight Mit einer Strafe soll doch eigentlich das Leid des Opfer gesühnt werden, ich komm da meißt nicht mehr hinterher. Dieser Typ hat eine Frau stark traumatisiert und sie mit Aids infiziert, sie wird nie wieder normal leben können, ich finde nicht dass so etwas unter 10 Jahren bestraft werden sollte, er hätte das selbe für 30 Euro irgendwo auf dem Straßenstich bekommen können. Ob dann die 12 Jahre noch etwas abgemildert werden hätten das Gericht auch ohne das Opfer entscheiden können, von mir aus 11 Jahre weil sie fast nackig war.
    • LouisvanGaal 24.07.2019 23:09
      Highlight Highlight Sühne ist nur einer von vier Aspekten des Zwecks einer Strafe.
      Für die Durchsetzung Ihrer politischen Meinung wenden Sie sich bitte an den Parlamentarier Ihres Vertrauens.
    • Balan 25.07.2019 05:49
      Highlight Highlight Ohje, das ist mir eine Ansicht..
      Also erstens, geht es bei der Vergewaltigung zumeist nicht per se um den Sex alleine sondern um die Macht. Ausserdem was ist denn das für eine Aussage..eine Prostituierte hätte er denn mit HIV infizieren dürfen oder was? gehts noch..!
      Und egal was jemand trägt, auch wenn sie komplett Nackt gewesen wäre, es ist NIE gerechtfertigt jemanden zu begrapschen etc.
    • Daniel Caduff 25.07.2019 09:06
      Highlight Highlight Leider tappst Du voll in die gewollte Empörungsfalle, die dieser lausige Artikel aufgestellt hat.

      1. Es wurde niemand mit HIV angesteckt. Der Angeklagte ist HIV-Positiv, keines der Opfer wurde jedoch angesteckt.

      2. Die Tatsache, dass sie wie Du sagst "fast nackig" war, wurde nicht strafmildernd, sondern strafverschärfend gewichtet.

      3. (nicht auf Deinen Kommentar bezogen): Die Frage nach der Kleidung wurde nicht dem Vergewaltigungsopfer gestellt, sondern einer anderen Frau, die als Zeugin befragt wurde.


  • LouisvanGaal 24.07.2019 18:03
    Highlight Highlight Wieso meint immer jede/r, die Arbeit der Rechtsprechung kritisieren zu müssen bzw. überhaupt kompetent dafür zu sein? Die Kommentare hier zeugen einmal mehr von gewaltiger juristischer Inkompetenz. Konzentriert euch doch bitte darauf, mit eurem "Wissen" in Bereichen zu prahlen, in denen ihr auch eine Ahnung habt. Ich als Jurist komme auch nicht auf die Idee, dem Plättlileger nach getaner Arbeit sagen zu wollen, was er anders hätte machen müssen, was professionell ist und was nicht etc.
    • Daroli 24.07.2019 18:49
      Highlight Highlight Aber ob die Platten korrekt gelegt worden sind, das siehst du hoffentlich. Die Richterin scheint ein Problem mit der Frau zu haben; es gibt auch Richterinnen, die sind missbraucht worden und schweigen wegen des Rufs, ihre Behandlung von Opfern zeigt dann alles.
    • LaPalomaOhe 24.07.2019 20:00
      Highlight Highlight Deken sie mal nach: Über 20 Prozent aller Gerichtsurteile sind Fehlurteile, und ich rede hier nicht von Nachbarschaftsstreitigkeiten. Ein Psychiater mit über 40 Jahren Berufserfahrung hat mir mal gesagt: Juristen sind ethisch/moralisch völlig wertfrei, deshalb kommen die auch so gut wie nie in die psychiatrische Behandlung.
      Die machen einfach weiter.

      Ich sag da jetzt nichts mehr zu, sonst lande ich vor dem Kadi.
    • LouisvanGaal 24.07.2019 22:59
      Highlight Highlight @Daroli: ich sehe, ob der ganze Boden bedeckt wurde und die Fugenbreite einheitlich ist. Ob es eben ist, das richtige Material verwendet wurde, seh ich nicht. Genauso ist es hier: man liest ein kurzes Zitat und zieht schon voreilige Schlüsse, ohne "die Arbeit und die Verhältnisse unter den Plättli" anzusehen und sich aufgrund der Aktenlage einen Kontext vorstellen zu können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Hugentobler 24.07.2019 17:59
    Highlight Highlight Das die Richterin damit dem Opfer eine Mitschuld geben will, wage ich stark zu bezweifeln. Stellt euch mal vor das Opfer sagte aus, dass der Beschuldigte mit seiner Hand ihr Bein unterhalb des Rockes berührte. Falls die Beschuldigte einen Minirock trug, wäre dies ein Griff direkt in ihren Schritt oder an den Oberschenkel. Trug das Opfer aber einen Rock der bis zu den Knien ging, wäre es ein Griff ans Knie. Beides unangebracht aber doch ein Unterschied!
  • Reinrassiger Mischling SG 85 24.07.2019 17:00
    Highlight Highlight Geht gar nicht! Nie und nimmer! Es gibt zwar viele "Provokateurinnen" aber "gopfärdammi", wenn du am Arbeiten bist halte deine Lust und voralem deine Hände bei dir! Und eine potenzielle Mitschuld am Opfer zuzuschieben empfinde ich als fahrlässig... Vielmals muss ich mich als Mann auch zusammenreissen, als ich eine attraktive Provokateurin kennenlernte...ABER nur weil ICH denke, dass sie Interesse an mir hat, gibt dies mir NIEMALS das Recht, sie desrespktierlich anzufassen! NIEMALS! RESPEKTIERT BITTE DIE MENSCHEN!
    PS: Für offensive Frauen setze ich den Massstab gleich...
    • Reinrassiger Mischling SG 85 24.07.2019 18:36
      Highlight Highlight ...die Blitze verstehe ich jetzt überhaupt nicht...😕🤔...ich bin Pro Opfer! Der Fahrer muss sich verantworten! Offensive Kleidungsweise gibt nie ein Freipass zum "tööplä"...NIE
    • oh mein lieber Herr! 24.07.2019 20:38
      Highlight Highlight lieber ein Buch lesen?
    • WolfCayne 24.07.2019 21:02
      Highlight Highlight In der Freizeit wäre es ja okay, ABER NÖD BIM SCHAFFE! Nie, auch wenn sie es provoziert nicht.

      Diese Aussage zeugt vom einer Haltung, welche den Betroffenen Schuld zu weist, weil sie durch wenig Kleidung provozieren und ist deswegen problematisch. Deswegen die Blitze, nehme ich an.
  • rodolofo 24.07.2019 16:24
    Highlight Highlight Zweiter Versuch:
    SACHLICH:
    Wenn Frauen sich erotisch kleiden, verschönert das unseren Alltag.
    Es sind aber KEINE Signale dafür, dass diese Frauen vergewaltigt werden wollen!
    So viel sollte auch einer (vermutlich konservativen) Richterin klar sein.
    Und sonst bekämen am Ende die Islamisten überraschend Unterstützung von unserer Justiz....
    Eine Burka signalisiert übrigens nicht, dass die Trägerin NICHT vergewaltigt wird...
    • TingelTangel 24.07.2019 18:12
      Highlight Highlight "Wenn Frauen sich erotisch kleiden, verschönert das unseren Alltag" Das nenne ich mal sachlich.
    • rodolofo 25.07.2019 07:01
      Highlight Highlight Mir fiel später noch ein dass Nonnen in Katholischen Klöstern systematisch vergewaltigt wurden.
      Da half ihnen ihre komplett unerotische Kleidung auch nicht viel...
      Frage der Richterin an die Nonne:
      "Was für eine Kleidung trugen Sie, als Sie vom Kardinal vergewaltigt wurden?"
      Antwort der Nonne: "Ein Nonnen-Kostüm (Christliche Variante vom "Schwarzen Sack")"
      Schlussfolgerung der Richterin:
      "Dann muss dieser Kardinal ja wirklich pervers sein."
  • Chili5000 24.07.2019 16:23
    Highlight Highlight Es ist sogar eine Richterin! Was ist das für eine Frau???
  • Judge Dredd 24.07.2019 15:06
    Highlight Highlight Wie in vielen Fällen, wenn das Thema Emotionen weckt, nimmt die Qualität und die Sachlichkeit der Kommentare ab.
    Die Richterin wird ihre Frage begründen, es gibt wohl gute Gründe für eine solche Frage, wenn man den ganzen Fall kennt. Genau das ist hier der Springende Punkt. Eine Frage der Richterin wird aus dem Kontext gerissen und daran will man ihr jetzt etwas unterstellen.
    Jetzt bitte mal abwarten, was die Erklärung für diese Frage ist und was der Zusammenhang.
    • Bits_and_More 24.07.2019 16:49
      Highlight Highlight @rodolfo
      Wenn Aufgrund von weniger Bekleidung die Berührung direkt auf der Haut war und dadurch eine höhere Strafe ausfällt, ist diese Frage durchaus berechtigt.

      In einem juristischen Verfahren haben nun mal Gefühle wenig verloren. Es geht um eine neutrale, faktenbasierte Klärung des Vorfalls und eine dem Umständen entsprechende Verurteilung. Da helfen auch deine Beleidigungen wenig.
    • Borki 24.07.2019 17:13
      Highlight Highlight rodolfo, mit deiner Tirade bestätigst du gerade die erste Aussage von Judge Dredd!
    • LouisvanGaal 24.07.2019 18:07
      Highlight Highlight @rodolfo: Richter sind nicht dazu da, dem Opfer in der Verhandlung den Kopf zu streicheln, sondern die Wahrheit herauszufinden, den Grad der Schuld und die daran gekoppelte Strafe festzusetzen. Der Gerichtssaal ist keine Wohlfühloase.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tipsi 24.07.2019 13:35
    Highlight Highlight Kann gut sein, dass die Frage nach der Kleidung nicht auf Mitschuld abzielt. Das Problem ist, dass einige Personen es so deuten könnten. Wurde in der Vergangenheit ja auch so gehandhabt, dass man mit solchen Fragen die Schuld bei den Opfern gesucht hat. Dem sollte man am sich am Gericht bewusst sein und die Befragung mit dem nötigen Fingerspitzengefühl durchführen.
  • Luzifer Morgenstern 24.07.2019 13:33
    Highlight Highlight Vergewaltigung im Schweizer Strafrecht: Ein Mann penetriert eine Frau gegen ihren Willen, indem er Gewalt, Druck etc. ausübt. Strafe: 1 bis 10 Jahre.

    (Schwere Körperverletzung: 6 Monate bis 10 Jahre.)

    Warum ist es da noch relevant, ob er seine Schmutzfinger auf der nackten oder bekleideten Haut hatte?

    Ich muss mich grad zurückhalten. Da kommt grad ganz viel Zynismus hoch, und die Galle.
    • ands 24.07.2019 14:35
      Highlight Highlight Weil das Gericht alle Delikte beurteilen muss. Nicht nur die schwersten.
    • Bruno Wüthrich 25.07.2019 10:19
      Highlight Highlight @ Luzifer

      Sie schreiben ja die Antwort gleich selbst (1-10 bzw. 0,5-10 Jahre). Das sind doch riesige Spannweiten der Strafzumessung. Weshalb wohl ist dies so?

      Es geht darum, die Schwere der Tat bzw. der Schuld zu bemessen. Es muss einen Unterschied machen, ob ein Täter einem wahllos ausgesuchten Opfer auflauerte und es brutal vergewaltigte, oder ob ihm das Opfer Hoffnungen machte und ihn sogar noch mit nach hause nahm.

      Eine Vergewaltigung bleibt zwar in jedem Fall eine schwere Straftat und gehört dementsprechend bestraft. Aber es sind markante Unterschiede möglich.
  • no-Name 24.07.2019 13:30
    Highlight Highlight Ziemlicher Clickbait Titel!

    ...für das alles am Schluss warme Luft is....
    ——————————————————

    «Das Gericht impliziert die Mitschuld des Opfers und dies ist in keiner Weise tolerierbar.»

    Im Gegenteil: das Gericht sagt, wenn Sie weniger angezogen ist, gibt es eine härtere Strafe... was also ein Zuspruch an die modische Freiheit ist.

    Bitte sachlich bleiben.

    Und das Scham so eine grosse Rolle spielt liegt zu einem nicht unerheblichen Teil an der (falschen) gesellschaftlichen Bewertung die Opfer zu Mittätern macht. Was durch solche (gutgemeinten) Gewichtungen auch ins Bewusstsein rückt.
  • rodolofo 24.07.2019 13:05
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Abu Nid As Saasi 24.07.2019 13:01
    Highlight Highlight Unverschämte Frage
  • Gawayn 24.07.2019 12:39
    Highlight Highlight Es gibt Situationen, wo gerechtfertigt wird, was ein Opfer getragen hat.
    Aber nicht ob es wie züchtig war. Auch wenn nackt, darf man nicht zugreifen.

    Vor einigen Jahren in Italien.
    Eine Fahrschülerin fiel durch.
    Zeigt ihren Fahrlehrer an, er habe sie vergewaltigt.
    Bei der Befragung aber, stellte sich heraus, die Frau trug an dem Tag enge Jeans.

    Die Frau war nicht so schmächtig, der Mann nicht so kräftig.
    Ausserdem wies das mutmassliche Opfer keinerlei Male von Verletzungen auf.

    Das Gericht verwarf die Anklage, wegen der Kleidung. Zu Recht. Nur so gerechtfertigt!
  • Gawayn 24.07.2019 12:27
    Highlight Highlight Es ist nicht möglich zu entscheiden welche Frage gerechtfertigt ist und welche nicht.

    Es hat mal ein Fall in Italien gegeben, vor einigen Jahren.
    Eine Fahrschülerin die durchgefallen ist, hat einen bisher unbescholtenen Fahrlehrer der Vergewaltigung angezeigt.
    Bei der Befragung, stellte sich heraus
  • Qui-Gon 24.07.2019 12:23
    Highlight Highlight "Das Mitglied des Luzerner Gerichts impliziert die Mitschuld des Opfers und dies ist in keiner Weise tolerierbar."

    Ich denke, dass da v.a. dieses Kollektiv etwas impliziert. Ausserdem geht es nicht nur um den Vergewaltigungsfall. Juristische Verfahren, Medien und deren Konsumenten: schwieriges Thema.
  • Jesses! 24.07.2019 12:04
    Highlight Highlight Ich glaube das Problem liegt in erster Linie bei den Definitionen der Gesetzesartikeln und nicht unbedingt bei den Richtern. Gesetze hinken der Zeit stets hinterher. Den Richtern bleibt, aufgrund der gesetzlichen Grundlagen, oft nicht viel anderes übrig, als Dinge zu ergründen, die wir als nicht angebracht erachten. Einfach weil das Gesetz dies so vorsieht. Es ist gut, wenn das Gericht die Situation den Menschen erklären wird. Denn wir müssen die Hintergründe und die Zusammenhänge erfahren, damit wir uns ein Urteil bilden können.
    • Special K 24.07.2019 14:00
      Highlight Highlight Im Gesetzt steht nichts über die Kleidung eines Opfers. Das kann es also nicht sein.
    • no-Name 24.07.2019 14:50
      Highlight Highlight Spezial K

      Aber über strafmildernde oder verschärfende Umstände. Und wenn sie weniger an hatte, fällt das Strafmass höher aus. (Umgekehrt als impliziert)
  • Ursus der Rächer 24.07.2019 12:03
    Highlight Highlight Also ich finde, dass das schon eine Rolle spielt. Wenn Sie nämlich einen so kurzen Minirock getragen hat, dass man direkt sehen konnte, dass da ach der Slip fehlte, hat das schon eine Relevanz? Mensch, was sind das für Glüschtler! Selbst wenn Sie nackt wäre, aber sexuelle Kontakte ablehnt, ist das kein Grund die Frau zu vergewaltigen. Oder gibts es eine neue Rechtsstufe: Straffreie Vergewaltigung, weil das Opfer dies selbst verschuldet hat? Lasst doch einfach alle Vergewaltiger laufen, dann müsst ihr keine so idiotischen Glüschtlerfragen mehr stellen. Was ist mit FKK? Freie Vergewaltigung?
    • no-Name 24.07.2019 14:50
      Highlight Highlight Hast du den Taxt gelesen?
  • Joe Smith 24.07.2019 12:02
    Highlight Highlight Die Qualität der Kommentare ist wieder mal sensationell. Wie übrigens auch die Unterstellung des Frauenstreik-Kollektivs, die Richterin würde mit Ihrer Frage der Frau eine Mitschuld unterstellen. Oder der übliche Sermon der Opferanwältinnen, man müsse der Frau einfach glauben und jede kritische Nachfrage sei eine Frechheit.

    Sexuelle Übergriffe sind meistens Vieraugendelikte ohne objektive Beweise. Also müssen die Aussagen der Beteiligten akribisch auf ihre Glaubhaftigkeit abgeklopft werden. Da kann es eben auch auf solche Details ankommen. Den konkreten Fall kenne ich nicht.
    • MSpeaker 24.07.2019 14:03
      Highlight Highlight Der sprimgemde Punkt steht auch im Artikel. Die Richter müssen sensibilisiert werden. Die Frage mag notwendig sein, aber wie man fragt ist entscheidend.
    • Joe Smith 24.07.2019 14:32
      Highlight Highlight MSpeaker: Es steht nicht im Artikel, WIE die Richterin fragte. Es wird schon als Skandal eingestuft, DASS sie überhaupt fragte.
    • no-Name 24.07.2019 14:53
      Highlight Highlight „Was hattenSie an“ finde ich sehr neutral. Und nein: der Richter ist für Tatbestandsbeurteilung zuständig und sich darauf konzentrieren.

      Die psychologische Begleitung doch bitte auch während der Vernehmung durch nicht selbst zu bezahlende Psychologen/innen durchführen lassen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rolf Mueller 24.07.2019 11:52
    Highlight Highlight Und jetzt stellen wir uns mal vor statt einer Richterin hätte ein Richter diese Frage gestellt ...
    • Special K 24.07.2019 14:01
      Highlight Highlight Also ich habe es mir jetzt mal vorgestellt und es ist immer noch ein Skandal.
    • rodolofo 24.07.2019 16:33
      Highlight Highlight Vielleicht ist die Richterin transsexuell.
      Jedenfalls müsste man das ganz SACHLICH abklären, mit entsprechenden Rückfragen an die Richterin.
    • Walter Sahli 24.07.2019 16:34
      Highlight Highlight Und jetzt stellen wir uns mal vor, ein Mann, der wegen sexuellem Übergriff klagt, wird vom Richter gefragt, was er denn zum Zeitpunkt der Tat anhatte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 24.07.2019 11:50
    Highlight Highlight Folgende Gedanken bewegen mich:

    1.) Eine Vergewaltigung bleibt eine Vergewaltigung, egal, welche Kleider das Opfer trug. Für eine andere als eine unbedingte Freiheitsstrafe müssten wirklich triftige Gründe vorliegen.
    2.) Wie lange diese unbedingte Freiheitsstrafe dauern soll, muss von den Umständen abhängig sein. Es ist ein Unterschied, ob der Täter seinem Opfer hinterhältig auflauerte, oder ob er eine Grenze überschritt, nachdem ihm das Opfer Hoffnungen machte. Zwischen diesen zwei Extremen gibt es viele Abstufungen. Ist bei der Strafzumessung die Kleidung des Opfers wirklich irrelevant?
    • Walter Sahli 24.07.2019 13:26
      Highlight Highlight Bei einem Serientäter, wie er hier beschrieben ist, ist die Kleidung der Opfer wohl kaum relevant.
    • Special K 24.07.2019 14:03
      Highlight Highlight Die Kleidung ist in jedem Fall irrelevant und eine Vergewaltigung ist Sex gegen den Willen des Opfers, egal ob man vorher geflirtet hat oder nicht.

      Man hat auch beim Sex zu jeder Zeit ein Rücktrittsrecht.
    • Daniel Caduff 24.07.2019 14:39
      Highlight Highlight @Special K

      Lies nochmal den Artikel: "Die Kleider spielen bei der Beurteilung des Delikts eine Rolle".

      Es geht nicht um Victim Blaming. Im Gegenteil. Hätte sie nichts angehabt, wäre er härter bestraft worden.

      Die Frage ist zudem wichtig, nur zur Feststellung des Sachverhalts. Angenommen, der Angeklagte behauptet, das Opfer habe sich die Hose ausgezogen, das Opfer kann aber glaubwürdig bestätigen, dass es einen Rock getragen hat, so ist das wichtig zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit des Angeklagten.

      Ein Gericht MUSS abklären WIE etwas gewesen ist. Niemand gibt dem Opfer eine Mitschuld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 24.07.2019 11:44
    Highlight Highlight 6 Leben zerstört, evtl sogar Frauen mit Aids infiziert und dafür gibts nur 7 Jahre? Es ist weniger schlimm eine Frau zu begrabschen je mehr sie anhat?

    Da bekommt man direkt Lust auf Selbstjustiz!
    • rodolofo 24.07.2019 16:37
      Highlight Highlight Wer hat diese Regel und Gesetze denn gemacht?
      In der Regel waren es Männer.
      Und da brauchen wir uns auch nicht wundern, wenn auch eine RichterIN männlich urteilt.
      Bis sich das wirklich ändert brauchen wir noch viele Frauenstreiks...
  • Paraflüger 24.07.2019 11:39
    Highlight Highlight Liebes Watson Team

    Leider finde ich den Artikel nicht sonderlich gelungen. Die Frage zum Kleid wurde gemäss eurer eigenen Quelle (zentralplus) gestellt, um sicherzustellen, dass das Opfer die Wahrheit sagt, da es zuvor scheinbar Unstimmigkeiten in ihren Aussagen gab. In eurem Artikel könnte der Eindruck entstehen, die Frage sei gestellt worden, um dem Opfer die Schuld an der Nötigung zu unterstellen.
    • Daniel Caduff 24.07.2019 19:50
      Highlight Highlight DANKE! Der Artikel entspricht dem typischen Niveau von "Aufreger"-Artikeln, wie sie tagtäglich bei 20min oder Blick erscheinen. Nur schade, dass Watson sich immer mehr ebenfalls auf dieses Niveau herunterlässt.

      Gerade bei Justiz-Themen, wo es extrem um Spezialwissen und Detailfragen geht, wäre journalistische Einordnung, Erklärung und Erhellung der Hintergründe wünschenswert.

      Stattdessen bekommt man hier durchschaubaren Kampagnen-Journalismus, der einzig darauf angelegt ist, die Kommentarschreiber zu triggern (ja, hat auch bei mir geklappt....). Wichtige Infos werden bewusst weggelassen.
  • R. Peter 24.07.2019 11:36
    Highlight Highlight „Die Fragen würden dem Opfer unterstellen, dass die Kleider Grund für den sexuellen Missbrauch waren.“

    Nein, diese Aussage ist eine Unterstellung und zeugt von den eigenen Vorurteilen, nicht von jenen der Richterin! Die Richterin fragt nach der Kleidung, zum Motiv dieser Frage hat sie keine Aussage gemacht.

    Wieder einmal empören sich die Feministen über ihre eigenen Vorurteile und merken es noch nicht mal. Traurig...
  • bullygoal45 24.07.2019 11:27
    Highlight Highlight Eine Tat rechtfertigen die Kleider nie! Da muss man gar nicht diskutieren.

    Jedoch können Kleider eine solche Tat provozieren. Mit Markenkleidern und Goldkette durch Brooklyn zu laufen rechtfertigen auch kein Überfall, aber ich handle damit auch sehr Fahrlässig.. 🤷🏻‍♂️
    • Special K 24.07.2019 14:07
      Highlight Highlight Wenn du in Brooklyn wegen deines Goldkettchens überfallen wirst, ist es immer noch ein Raubüberfall.

      Es ist ein weitverbreitetes Missverständnis, dass es bei Vergewaltigungen um Sex geht. Es geht um Macht und darum, das Gegenüber zu demütigen. Welche Kleider das Opfer trägt, ist irrelevant.
  • Mister Pucker 24.07.2019 11:20
    Highlight Highlight Dass erwähnt wird, der Mann sei HIV-positiv ohne dabei darüber zu informieren ob er denn therapiert, und damit unter der Nachweisgrenze und damit in KEINEM Fall ansteckend ist, deckt sich mit der auch sonst mangelhaft und reisserisch aufgemachten Story.
    Für das Opfer habe ich grösstes Mitgefühl. Ich glaube, das verdient sauberer gemachten Journalismus.
  • johnnyenglish 24.07.2019 11:18
    Highlight Highlight An alle die immer vom «Rechtsstaat» fabulieren: DAS ist der Rechtsstaat. Eine Tat wird juristisch bewertet und zwar auf Basis der Fakten. Und da ein Richter bei einer Tat - meistens - nicht dabei gewesen ist, müssen alle Fragen zu den Umständen restlos geklärt werden. Oder sollen Täter und Täterinnen nun bestraft werden, weil die Befragung der Opfer unzumutbar ist? Doppelmoral.
  • DocShi 24.07.2019 11:02
    Highlight Highlight Zitat:
    «Ob der Angreifer das Opfer auf der nackten Brust oder durch die Jacke berührt, kann strafrechtlich einen Unterschied machen.»

    Aha, gut zu wissen. Sollte ich jemals Geistes krank und zum Vergewaltiger werden dann vergewaltige ich das Opfer in Luzern und lass beim Opfer die Kleidung an.

    Mal ernsthaft; das ist doch der grösste Blödsinn den ich heute gelesen habe!
    Es spielt doch keine Rolle was eine Frau an hat. Nach der Logik dürfte keine Frau im Bikini im Schwimmbad/Campingplatz rumlaufen. Weil Sie ja Vergewaltigungen provoziert.
    Strunzdoof das Ganze. Mir tun die Opfer leid.
    • Wandervogel 24.07.2019 11:31
      Highlight Highlight Lesen sie doch bitte den Text richtig. Vergewaltigung bleibt Vergewaltigung, egal ob das Opfer eine Skijacke oder einen Bikini trägt. Bei der Belästigung macht das Gesetz aber offenbar einen Unterschied bei den Kleidungsarten. Hier gebe ich ihnen Recht, dies ist wirklich blödsinnig.
    • Yveze 24.07.2019 13:29
      Highlight Highlight ich glaube sie hend gmeint, dass es weniger schlimm fürs opfer isch, wenn de type sie ned uf die nackti bruscht betatscht....aber au grenzwertig....
    • DocShi 24.07.2019 15:05
      Highlight Highlight @Wandervogel, habe ich richtig gelesen. Aber es geht doch schon los mit begrapschen.
      Wer dabei schon keinen Anstand und Respekt aufbringt... Ausserdem habe ich den ersten Teil doch recht sarkastisch und übertrieben geschrieben. Werde es das nächste Mal genauer als Sarkasmus deklarieren.
      @yveze, als wenn mich jemand im Schritt anfassen sollte dann ist es mir egal ob ich ne Hose Angabe oder nicht. Ne verdammte Belästigung ist es in jedem Fall und gehört gleich hart bestraft.
      Imho
    Weitere Antworten anzeigen
  • constant sorrow 24.07.2019 11:00
    Highlight Highlight Setzt euch doch mal in Ruhe etwas näher mit dem Gesetz und der Rechtsprechung in der Schweiz auseinander, bevor ihr hier wieder hyperventiliert.
    • Oigen 24.07.2019 11:33
      Highlight Highlight und danach verstehe ich warum ein gericht ein opfer verhöhnt?
    • wintergrün 24.07.2019 12:01
      Highlight Highlight Kleiner Hinweis: das macht die Leserschaft grade.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 24.07.2019 13:13
      Highlight Highlight @oigen

      Das ist tendenziös und falsch.

      Die Anfeindungen gegen das Gericht sind auch nicht hilfreich: Die Alternative ist nämlich, dass die Aussage des Opfers gar nicht berücksichtigt wird, wenn es nicht möglich ist, die Aussage auf Gaubhaftigkeit zu prüfen und eventuelle Widersprüche zu früheren Aussagen zu klären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Borki 24.07.2019 10:54
    Highlight Highlight Die Arbeit der Judikative zu beurteilen, ist immer schwierig, wenn man nicht vertraut ist mit dem Dossier.

    Aus meiner Sicht wäre aber vor allem die Legislative endlich einmal gefordert:
    Anale und orale Vergewaltigung muss endlich auch im juristischen Sinn eine Vergewaltigung werden. Bei Frau und Mann.
    Der Strafrahmen für diesen "neuen" Tatbestand könnte dann nach meinem Geschmack noch deutlich erhöht werden.

    Ich habe im Hinterkopf, dass entsprechende Bemühungen im Gange sind. Weiss da jemand etwas genaueres?
    • Qui-Gon 24.07.2019 11:43
      Highlight Highlight das läuft heute unter sexuelle Nötigung und kann gleich schwer bestraft werden. Die Abgrenzung ist eher theoretischer Natur.
    • Joe Smith 24.07.2019 11:52
      Highlight Highlight Das Thema wird künstlich aufgeblasen. Dass in der Schweiz nur die vaginale Vergewaltigung eine «Vergewaltigung» ist und alles andere «sexuelle Nötigungen» sind, hat historische Gründe. Ja, die Unterscheidung ist anachronistisch und gehört abgeschafft. Aber es ist kein vordringliches Problem, denn beide Tatbestände sind mit der gleichen Maximalstrafe bedroht. Im Gegenteil, in der Praxis gilt es oft sogar als strafverschärfend, wenn eine Vergewaltigung anal erfolgt. Das Problem ist eher die leider oft unqualifizierte Berichterstattung.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 24.07.2019 12:10
      Highlight Highlight Das ist im Revisionspaket "Harmonisierung der Strafrahmen" enthalten.

      Was daraus wird, ist aber gerade unklar, weil der Bundesrat den "neuen" Tatbestand so offen formuliert hat, dass das mit der Mindeststrafe von neu ab 2 Jahren (und allenfalls dem Bestimmtheitsgebot) nicht vereinbar ist.

      Ich meine derzeit ist das Geschäft in den parlamentarischen Kommissionen hängig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gustav.s 24.07.2019 10:52
    Highlight Highlight Mann Leute, LEST.
    Wobei, bei der Überschrift wundern die Kommentare nur wenig.
    • MadPad 24.07.2019 11:46
      Highlight Highlight Ja war zuerst auch entsetzt und habe dann gelesen, wieso sie dies gefragt hat.

      Absoluter Blick-Stil-Titel. Schade Watson.
  • just sayin' 24.07.2019 10:45
    Highlight Highlight gewalt an schwächere ist nicht tolerierbar, aber...

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    • blobb 24.07.2019 15:36
      Highlight Highlight na ja. Der absolut billigste stereotypen Humor den ich kenne.
  • Mutbürgerin 24.07.2019 10:43
    Highlight Highlight Die Richter haben zu viel Spielraum, deshalb sind diese Verfahren auch so langwierig und aufwändig. Zudem hat die politische Ausrichtung einen Einfluss auf das Strafmass. Wieso ist es relevant, wie viele Vorstrafen ein Täter hat, wie sein Elternhaus und seine Kindheit war? Wenn jemand bei rot über die Ampel fährt, ist das alles egal. Wenn ich jemand ermorde oder vergewaltige, dann gibt es aber x Kriterien für Strafmilderung, dem Opfer und der Gesellschaft hilft dies aber nicht. Im Strafrecht gibt es viel zu viel Willkür.
    • Walter Sahli 24.07.2019 11:33
      Highlight Highlight Kein Wunder, dass sich bei solchen Kommentaren das W aus lauter Scham umdreht.
      Automatismen sollten höchstens bei Kleinstdelikten eingesetzt werden, da sie keine situative Beurteilung erlauben. Und warum das Verhalten eines Täters in der Vergangenheit angeschaut wird, erklärt sich eigentlich für jeden halbwegs denkenden Menschen von alleine.
    • Qui-Gon 24.07.2019 11:44
      Highlight Highlight Von nichts Ahnung, aber zu allem eine Meinung...
    • SemperFi 24.07.2019 12:54
      Highlight Highlight Ich finde auch, man sollte so banale Fragen wie Strafrecht einer Maschine überlasssen, dann würde alles ein bisschen schneller gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kubod 24.07.2019 10:38
    Highlight Highlight Mir scheint der Fragekatalog aus dem Mittelalter muss an heutige Erkenntnisse angepasst werden.
    • fandustic 24.07.2019 13:00
      Highlight Highlight Was sind den die heutigen Erkenntnisse?
    • D. Enken 24.07.2019 14:26
      Highlight Highlight Welches Mittelalter?
    • Kubod 24.07.2019 18:30
      Highlight Highlight "Was für einen Auschnitt hatte Ihr Kleid"
      So als Beispiel
  • Thinkdeeper 24.07.2019 10:36
    Highlight Highlight Es ist an der Zeit Straftat an sich zu beurteilen statt nur mildernde Umstände für den Täter zu suchen. Belästigung ist keine Vergewaltigung. Vergewaltiger gehören versorgt.
    Was das Opfer getragen, ob dumm oder naiv, oder einfach Ihr Rechte wahrgenommen und gar nackt herumgelaufen ist darf hier absolut keine Rolle spielen.
    Es ist ein übergriff auf die Integrität und als solches gehört es bestraft.
    Als mildernde Umstände kommen einzig und allein umfassendes Geständnis, echte Reue und Bereitschaft zur Aufarbeitung (Therapie) in Frage und nicht ob dicker Winterpullover oder Decollte.
    • Hierundjetzt 24.07.2019 10:55
      Highlight Highlight In letzter Konsequenz eben doch. Ob ich Dir als Mann in die Hose greife oder nur via Deine Jeans Deinen Schritt streichle, kann im Kontext einen Unterschied machen
    • Paraflüger 24.07.2019 11:52
      Highlight Highlight Die Frage wurde, unter anderem laut der von Watson genannten Quelle, nicht gestellt, um über die höhe des Strafmasses zu Beurteilen, sondern um sicher zu gehen, dass die Frau die Wahrheit sagt, da es zuvor in ihrer Ausführung zu Unstimmigkeiten gekommen sei.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 24.07.2019 12:24
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: nein. Es macht keinen Unterschied. Wenn es nicht gewollt ist, ist es ein sexueller Übergriff, der aufgrund der Tat zu bestrafen ist. Die dauernde Suche nach Täterschutz-Gründen und „Verhältnismässigkeit“ ist immer zu Lasten der Opfer.
      Täter sollen nach ihren Taten verurteilt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 24.07.2019 10:27
    Highlight Highlight Bevor man sich jetzt aufregt, erst mal die Erläuterungen anhören, die ja im Herbst, wohl bei der Verkündigung des Urteils gemacht werden.
    • Walter Sahli 24.07.2019 11:11
      Highlight Highlight Ich hoffe, bei dieser Gelegenheit wird dann auch gefragt, warum die Richterin nicht nach der Schamhaarfrisur des Opfers gefragt hat. Es kann ja wohl nicht sein, dass nur die Kleidung für die Beurteilung des Strafmasses in Betracht gezogen wird. Da muss alles ganz genau untersucht werden! Nicht, dass der arme Mann noch einen Monat zu lang im Knast sitzt.
  • pamayer 24.07.2019 10:17
    Highlight Highlight Wie war das nochmals mit dem Burka Verbot?
    Wann für Frauen hier ebenso wichtig wie der Velohelm oder die sicherheitsgurten im Auto?

    Tiefstes Mittelalter.
    • karl_e 24.07.2019 11:19
      Highlight Highlight Lotzärn halt.
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 24.07.2019 10:09
    Highlight Highlight Die Frage der Richterin ist faktisch ein weiterer Übergriff.
    Dafür sollte die Richterin angeklagt und verurteilt werden.
    • Count Suduku 24.07.2019 10:16
      Highlight Highlight Gegen welches Gesetz hat sie denn verstossen?
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 24.07.2019 12:17
      Highlight Highlight Sexuelle Belästigung.
    • SemperFi 24.07.2019 12:56
      Highlight Highlight Genau, wer will schon Sachkenntnis? Lieber ein bisschen Stammtisch-Juristerei...
    Weitere Antworten anzeigen
  • häxxebäse 24.07.2019 10:07
    Highlight Highlight 🤮
  • Hierundjetzt 24.07.2019 10:06
    Highlight Highlight Ok, gehen wir von der Prämisse aus, das es im Staat Luzern für einen Täter strafmildernd ist, wenn eine Frau eine Winterjacke trägt (😂😂😂😂 - unglaublicher Unterschied ähä)

    PS: Definition Winterjacke für die Richterin? was nehmen Sie als Referenz den 1990ger Vögele oder den 2005er C&A Katalog?

    Item.

    Wenn dem so sein sollte, stimmt aber die Gesetzeslage nicht und müsste klar präzisiert werden.
  • Adonis 24.07.2019 10:01
    Highlight Highlight ...ist nicht das erste Mal, dass sich ausgerechnet eine Frau im Gericht so äußert. Sollten wir vielleicht unsere Frauen wie im Iran oder bei den Saudis anziehen lassen. Manchmal fragt man sich, ob solche Leute erstens einen über einen Intellekt verfügen und zweitens wissen, was Empathie dem Gegenüber bedeutet.
    • ninolino 24.07.2019 10:45
      Highlight Highlight Tut zwar nichts zur Sache, aber zwischen dem Iran und SA gibts gerade in dieser Beziehung gewaltige Unterschiede.
    • waschbär 24.07.2019 11:17
      Highlight Highlight „unsere Frauen“...
    • häxxebäse 24.07.2019 17:15
      Highlight Highlight Nur dass die quote sevxueller übergriffe und belästigungen noch massiv viel höher ist, trotz verhüllung. Triebtäter bleibt triebtäter, mit oder ohne niqab/hijab oder laken
  • Nik G. 24.07.2019 10:01
    Highlight Highlight Es spielt strafrechtlich eine Rolle ob man eine Winterjacke oder ein T-Shirt angezogen hat?! Wieso sollte mehr Stoff weniger Strafe mit sich ziehen?! Sexuelle Belästigung bleibt Sexuelle Belästigung. Spielt es bei einem Mord eine Rolle wie lange das Messer war? Hat man dann das Opfer Schemrzhafter oder weniger Schmerzhaft getötet.
  • fidget 24.07.2019 09:53
    Highlight Highlight Ich kann nicht beurteilen, ob diese Fragestellung relevant ist für das Urteil. Unabhängig davon ist egal welche Kleidung niemals ein Grund jemanden unaufgefordert anzufassen. Kleidung kann sicher aufreizend sein, aber das stellt keine Einladung dar. Schauen, aber die Pfoten bleiben bei sich.
  • canadienne 24.07.2019 09:51
    Highlight Highlight Der Mann hat eine junge Frau vergewaltigt (!) und mit dem HI Virus angesteckt (!!) - was soll die Frage nach der Bekleidung?
    Jede Frau, die schon Mal alleine Taxi gefahren ist, kennt das unangenehme Gefühl, mit einem Fremden in einen so kleinen, fahrenden Raum zu sein. Wenn der Fahrer übergriffig wird, soll für das Strafmass doch egal sein, ob du Sommerkleid, Rollkragenpulli oder Daunenjacke trägst - alles andere ist tatsächlich victim shaming. Auch wenn eine Frau nackt vor dir steht, gibt das dir nicht das Recht, dich an ihr gegen ihren Willen zu vergreifen. Diese Diskussion muss aufhören!
    • SaraSera 24.07.2019 10:06
      Highlight Highlight @canadienne: Der Mann hat die Frau NICHT mit HIV infiziert. Er ist Träger des HI-Virus. Allerdings kam es nicht zu einer Ansteckung.
    • häxxebäse 24.07.2019 10:09
      Highlight Highlight Ich sitze immer hinten und fahre ausserhalb der stadt nur mit frauen. Seit 20 jahren.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 24.07.2019 10:13
      Highlight Highlight Uber hat hier Vorteile.
      Dort gibt es im Falle einer Straftat keine Anonymität (weder für Fahrer noch Passagier) was vor vielen Übergriffen und Missbräuchen schützt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 24.07.2019 09:46
    Highlight Highlight Vor gericht sollte es kein tabu bei fragen geben. Schliesslich führen auch unangenehme fragen zu einer genauereren betrachtung. Jedes detail kann wichtige informationen enthalten.
    • häxxebäse 24.07.2019 10:10
      Highlight Highlight Wurde er nach sexuellen präferenzen befragt?
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 24.07.2019 10:59
      Highlight Highlight @häxxebäse

      Mit ziemlicher Sicherheit. Vielleicht nicht in der Gerichtsverhandlung, sondern im Untersuchungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft.

      Was hier auch übersehen wird (und im Artikel ausgelassen wird, obwohl es wichtig ist): Dem Beschuldigten (respektive seinem Verteidiger) wurde im bisherigen Verfahren unzulässigerweise das Konfrontationsrecht verweigert. Die eher intensive und parteiöffentliche Befragung durch das Obergericht ist daher wohl ein Versuch, die Aussagen des Opfers überhaupt gegen den Beschuldigten verwenden zu können.
    • MetalUpYour 24.07.2019 11:04
      Highlight Highlight @häxxebäse:

      Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit: Ja!

      Die Befragung des Täters nach dessen sex. Präferenzen erfolgt jeweils im Rahmen der psychiatrischen Begitachtung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • geisit 24.07.2019 09:44
    Highlight Highlight Selbst wenn die Frauen nackt in das Taxi gestiegen wären, er aber gegen ihren Willen handelte, müsste ein Schuldspruch fallen. Ich bin eher über das tiefe Strafmass schockiert: Sechs Frauen belästigt, das letzte Opfer mit dem HI-Virus infiziert und er kassiert sieben Jahre? Ich, als Vater/ Bruder/ Partner der Opfer, würde zur Selbstjustiz greifen (keine weiteren Details). Es ist nur eine Frage der Zeit, bis so etwas geschieht.
    • Robi14 24.07.2019 09:59
      Highlight Highlight wenn sie nackt gewesen wäre, wäre das Strafmass höher, weil er sie dann sicher auf der nackten Haut berührt hätte. Bitte lies den Text!
    • Frances Ryder 24.07.2019 10:02
      Highlight Highlight Er hat die Frau nicht infiziert, der Artikel sagt doch versuchte Körperverletzung. Lies doch mal den Artikel, bevor du anfängst von Selbstjustiz zu quatschen.
    • Pafeld 24.07.2019 10:04
      Highlight Highlight Es geht nicht um die Schuldfrage sondern um das Strafmass. Das Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt, dass jemand, der eine nackte Brust begrapscht hat, härter bestraft wird als jemand, der noch 5 Kleiderschichten zwischen Hand und Brust hatte. Weil ersteres ein schwererer Eingriff in die Intimsphäre darstellt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Labbarabbaber 24.07.2019 09:43
    Highlight Highlight Als würde ich mich als Frau weniger schlecht fühlen, wenn mir jemand trotz Jacke an die Brust fasst. Ist für mich gleichermassen eckelhaft!
  • Oigen 24.07.2019 09:41
    Highlight Highlight " So habe es auch schon einen Fall gegeben, bei dem das Opfer eine Winterjacke getragen habe und deswegen das Vergehen weniger gravierend eingestuft wurde."

    also wenn ich eine frau vergewaltige die eine geschlossene Jacke anhat ist es weniger schlimm als wenn sie nackt ist?

    WT....F
    • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 24.07.2019 09:50
      Highlight Highlight Das Opfer. Da steht das Opfer nicht das Vergewaltigungsopfer.

      Leseverständniss?

      WTF....FFF
    • Oigen 24.07.2019 10:19
      Highlight Highlight Ja Xonco

      Nur gehts im aktuellen Fall um eine Vergewaltigung mit HIV ansteckung.
      Kommt es bei einer Vergewaltigung darauf an ob das OPFER einen Bikini oder einen skianzug trägt?

      Leseverständnis?
    • Arts 24.07.2019 11:17
      Highlight Highlight Aff, warum interpretieren denn alle die HIV Infektion des Täters gleich mit einer Ansteckung.

      AIDS Paranoia der 80er
    Weitere Antworten anzeigen
  • fandustic 24.07.2019 09:41
    Highlight Highlight Man muss nun mal Fragen stellen und gerade im juristischen Irrgarten kann jedes Detail entscheidend sein. Die Möglichkeit besteht ja, dass der Täter angab, dass das Opfer einen Rollkragenpullover trug zum Tatzeitpunkt. Gibt es alles. Wenn man also mittlerweile nicht einmal mehr vor Gericht spezifische Fragen stellen darf, gemäss gewissen Organisationen, ja wo denn dann? So wird es auch schwierig ein Urteil zu fällen. Aber eben, diese Organisationen, so gut und nötig wie sie sind, sind leider teilweise auch sehr verblendet und sehen kaum über den Tellerrand hinaus.
    • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 24.07.2019 12:07
      Highlight Highlight Schön gesagt fandustic.

      Sehen nicht über den Tellerrand hinaus... Das ist ziemlich treffend für die meisten Bereiche /solche Organisationen heutzutage.

  • Nilda84 24.07.2019 09:36
    Highlight Highlight Ich finde die Begründung zur Fragestellung absolut lächerlich. 😠
    Es ist nämlich nicht juristisch relevant was ich anhabe, wenn mich jemand betatscht! Es kann mich genau so stören wenn ich eine Jacke anhabe wie wenn ich im Bikini bin... 🤨 Belästigung ist Belästigung...

    Und im diesem konkreten Fall sowieso irrelevant, da es ja sogar eine Vergewaltigung war, die das arme Mädchen bis an ihr Lebensende zusätzlich bestraft, dadurch das sie jetzt HIV positiv ist.

    Ich wünsche den Opfer viel Kraft alles durchzustehen...
    • Xonco aka. The Muffin Man - Eingebünzelt 24.07.2019 09:56
      Highlight Highlight Du sagst es Nilda. Es Kann. Es Kann aber auch sein das es dich nicht stört. Oder das der Typ die Lage falsch einschätzt und dich deswegen anfässt.

      Oder dich lediglich streift im vorbeigehen wegen Dichte.

      Da es nicht wenige Psychisch schwer angeschlagene Frauen gibt die sich für Aufmerksamkeit und bissl Kohle nicht zu schade sind zu lügen, finde ich es gut das differenziert wird, und bei Kleidung nicht das selbe gilt wie bei ausgezogen.

      Bei der Frage ging es denke ich mehr darum um herauszufinden weswegen der Täter das gemacht hat.
    • häxxebäse 24.07.2019 10:13
      Highlight Highlight Beim erste mal kann man nachfragen. Nach weiteren taten sollten nur noch konsequenzen und keine fragen folgen, auch aus respekt gegenüber männern, denn die minderheit ist übergriffig, das thema wird aber schnell gegendert
    • Nilda84 24.07.2019 10:31
      Highlight Highlight All deine Argumente scheinen mir in diesem konkreten Fall irrelevant...

      Es ist ein Berufungsverfahren, das heisst eine Verurteilung kam schon zu Stande. Heisst auch, dass sich die Frau belästigt gefühlt hat - sonst hätte es ja die Anzeige nicht gegeben.
      Da erübrigt sich die Frage nach der Kleidung. Des Weiteren hat es IM Taxi stattgefunden, also keine Dichte. Kommt noch die Tatsache hinzu, dass sie sich nicht einfach der Situation entziehen konnte, da sie in einem fahrenden Taxi sass... also alles Tatsachen, die die Frage nach der Kleidung komplett irrelevant macht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walter Sahli 24.07.2019 09:35
    Highlight Highlight Hier geht es nicht um eine Grapscherei! Bei einer vollzogenen Vergewaltigung inkl. HIV Ansteckung dürfte die Kleidung des Opfers wohl kaum Einfluss auf das Strafmass haben. Ausser man will dem Opfer eine Mitschuld geben!
    • SaraSera 24.07.2019 10:05
      Highlight Highlight @Walter Sahli: Das Opfer wurde NICHT mit HIV infiziert. Eine erste Version des Artikels wurde korrigiert. Der Taxifahrer ist zwar Träger des HI-Virus, es ist aber nicht zu einer Ansteckung gekommen.
    • Nilda84 24.07.2019 10:32
      Highlight Highlight Danke für die Klarstellung.
    • Walter Sahli 24.07.2019 10:50
      Highlight Highlight Umso besser für das Opfer! Spielt trotzdem keine Rolle was sie an hatte.
  • reaper54 24.07.2019 09:34
    Highlight Highlight Nichts rechtfertigt eine solch Abscheuliche Tat! Für mich ist Vergewaltigung etwas vom aller Schlimmsten das man machen kann, die Strafen in der Schweiz für diese Tat sollten massiv höher liegen!

    Was aber in der heutigen multikulti Gesellschaft beachtet werden muss, es gibt halt auch noch andere Kulturen welche ein anderes Frauenbild haben. Wenn diese Kulturen gefördert werden muss man sich auch nicht wundern wenn so etwas passiert es ist nur die logische Folge davon...
    • grünergutmensch 24.07.2019 10:06
      Highlight Highlight Ach du lässt wohl keine gelegdnheit aus, gegen ausländer stimmung zu machen hm? Eklig
    • Gantii 24.07.2019 10:36
      Highlight Highlight also todesstrafe einführen oder was? verstehen sie eigentlich den grundsatz unseres rechtsystems?
    • Jo Blocher 24.07.2019 10:59
      Highlight Highlight @Reaper: .....ich wette, du kennst das Strafmass für Vergewaltigung nicht, aber das mit dem Multikulti blabla kann man ja zu jedem, auch noch so unpassenden Thema, unterschieben. Schäbig!
    Weitere Antworten anzeigen
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 24.07.2019 09:32
    Highlight Highlight Zwei Anmerkungen:

    1) Es stimmt gemäss anderer Berichterstattung nicht, dass es zu einer HIV-Infektion kam. Daher wird dem Beschuldigten auch "versuchte" (schwere) Körperverletzung vorgeworfen.

    2) Dass Opfer nach den Umständen der Tat und dem Gegenstand ihrer Aussagen befragt werden, ist erforderlich, wenn ein Gericht die Aussagen des Opfers als glaubhaft werten will. Die Alternative ist ein Freispruch des Beschuldigten. Die Frage nach der Kleidung impliziert nicht, dass das Opfer wegen ihrer Kleidung eine Mitschuld am Vorfall trägt oder das Gericht sich überhaupt solche Überlegungen macht.
    • Hierundjetzt 24.07.2019 10:12
      Highlight Highlight Dann soll der Kantonsgerichtmedienheini auch so argumentieren. Für etwas ist der ja in der Lohnklasse 20 🙄🤬
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 24.07.2019 10:49
      Highlight Highlight Einverstanden:)

      Wobei das ist eine schwierige Situation: Richter sollten eigentlich ihre eigenen Urteile/Verhandlungen nicht in der Öffentlichkeit kommentieren (auch nicht durch Mediensprecher). Vor allem nicht vor rechtskräftigem Abschluss.

      Das führt dann dazu, dass der Medienheini sich etwas zusammenreimt und die Diskussionen ziehen Kreise...
  • Niiki 24.07.2019 09:29
    Highlight Highlight Die Befragung einea Traumaopfers ist sehr schwer, selbst eine nicht bös oder wertend gemeinte Frage kann das Opfer falsch verstehen und kann einen nervenzusammenbruch verursachen.
    Es gibt jedoch Fragen die Gestelt werden müssen für den Tathergang und um das Strafmass zu ermitteln. Wie diese gestelt werden erforderr sehr viel feingefühl und kann leider sehr schnell falsch verstanden werden.
  • manhunt 24.07.2019 09:28
    Highlight Highlight jawohl, in der zentralschweiz da herrscht eben noch zucht und ordnung. da werden die opfer dann einfach zu tätern, wenn sie sich zu freizügig kleiden.
  • Toerpe Zwerg 24.07.2019 09:25
    Highlight Highlight Das ist eine grundsätzliche Problematik auf mehr als einer Ebene.

    Befragungen zu solchen Taten werden von den Opfern immer als Zumutung empfunden. Sie sind aber unerlässlich für die Objektivierung eines Tatbestandes.

    Noch schlimmer: Es kann nicht weggeredet werden, dass sexy Kleidung so heisst, weil sie sexuelle Gedanken und Wünsche triggert. Man (!) hat aber ein Recht darauf, sexy zu wirken ohne Sex haben zu wollen.

    Dilemmata.
  • Walter Sahli 24.07.2019 09:24
    Highlight Highlight
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    • Walter Sahli 24.07.2019 14:33
      Highlight Highlight Ich wette, die Blitze stammen allesamt von Männern, die der Meinung sind, dass die Kleidung einer Frau im Vergewaltigungsfall sehr wohl eine Rolle spielt.
  • Stiggu LePetit 24.07.2019 09:18
    Highlight Highlight Juristen und Juristinnen handeln ohne ethische Grundlage. Sie wenden eiskalt das Gesetz an. Das Gesetz ist jedoch nicht immer ethisch. Siehe drittes Reich: die Judenverbrennung war nach der damaligen Gesetzeslage legal. Ethik spielt bei den Gerichtsurteilen nur selten eine Rolle.
    • Hierundjetzt 24.07.2019 10:13
      Highlight Highlight Das hast Du Dir jetzt aber schön zurechtgelegt. Gestern zu lang auf NTV / welt abgehängt?
    • Beggride 24.07.2019 10:21
      Highlight Highlight Ein Richter kann seine Entscheidungen nur auf momentan geltenden Gesetzen fällen, sonst ist sein Entscheid nicht rechtskräftig. Die Sache mit der Ethik muss bei Verabschiedung von Gesetzen gemacht werden, alles nachher kann nur in deren Spielraum geschehen. Das ist auch gut so, denn sonst könnte vor Gericht viel Willkür (und dem Gusto des Richters, also eine Einzelperson) den Fall entscheiden.
    • Gantii 24.07.2019 10:38
      Highlight Highlight unser Gesetz hat ermessensspielraum, wie willst du das "eiskalt" anwenden? aber hauptsache ein bisschen scheisse rauslassen am stammtisch...
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  • Wandervogel 24.07.2019 09:18
    Highlight Highlight Für das Opfer ist es in diesem Zusammenhang wohl weniger schlimm, solche Fragen beantworten zu müssen, die nach Argumentation des Gerichtes klar notwendig sind, um den Täter (im Sinne des Opfers), möglichst korrekt und gesetzestreu verurteilen zu können, als von solchen ''Frauenrechtlerinnen'' für ''Skandale'' instrumentalisiert zu werden, die eigentlich keine sind und um jeden Preis gesucht werden.
    • Fairness 24.07.2019 10:42
      Highlight Highlight Oder legen es so aus, wie es ihnen gerade gefällt ...
  • Eight5 24.07.2019 09:18
    Highlight Highlight Hey jetzt mal ganz easy liebe Frauenberatungsstelle. Sie wurde von einer RICHTERIN befragt - es ist kaum in deren Interesse sie irgendwie zu verletzen oder blosszustellen.

    Warum muss man sich immer gleich empören und zu den lokalen Medien rennen? Auf Radio Pilatus kommt eure Meldung alle Stunden. Lasst doch das Gericht die Arbeit machen.
    • Now 24.07.2019 09:26
      Highlight Highlight Das die Richterin eine Frau ist, ist kein Argument.
    • maude 24.07.2019 09:40
      Highlight Highlight Naja es gibt genügend Frauen die der Ansicht sind, das Belästigungen selbstverschuldet sind?
      'Na dann soll sie halt nicht so rumrennen, die Schlampe'. Da sind viele Frauen ganz übel drauf (von wegen alle Frauen ziehen an einem Strang)
      Wenn ein Mann diese Fragen gestellt hätte wären auch gleich alle die Wände hoch von dem her find ichs nur korrekt, das bei Frauen auch zu tun.
      Zeigt nämlich auch, dass viele Frauen (um-)denken müssen.
    • auloniella 24.07.2019 09:47
      Highlight Highlight Unabhängig vom Thema...Sexismus von Frauen gegen Frauen ist nicht unmöglich. Es ist sogar sehr häufig. Kenne geügend Frauen die denken ein Minirock sei als Mitschuld, ja Mitschuld, an einem Übergriff zu bewerten. Angefangen mit Denken haben die erst als ich ein paar Mal meine ich fände den Auschnitt zu tief...er war übrigens normal. Was als aufreizend empfunden wird ist ja auch kulturell abhängig..
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  • Schso 24.07.2019 09:17
    Highlight Highlight Es ist immer noch zum Kotzen. Auch wenn die Dame im Bikini daher kommt, gehört ihr Körper immer noch einzig und alleine ihr!
    Der Typ hat eine Frau vergewaltigt (und mit HIV angesteckt) und glaubt, er komme mit 6 Monaten einsitzen davon? Ich hoffe der kommt mit den entsprechenden Typen lange in eine kleine Zelle und darf jeweils die Seife aufheben.
  • Alnothur 24.07.2019 09:17
    Highlight Highlight "Das Mitglied des Luzerner Gerichts impliziert die Mitschuld des Opfers" Nein.
    • Oigen 24.07.2019 09:43
      Highlight Highlight anscheinend macht es einen unterschied ob man im skianzug oder im bikini vergewaltigt wird... traurige welt
  • Frankygoes 24.07.2019 09:16
    Highlight Highlight Gehts denn wirklich um "Victim Blaming"? Es geht offenbar darum, das Strafmass zu verhandeln, nicht die Schuld an sich und da sind ja die Umstände schon auch wichtig. Die Fragen sind nicht wahnsinnig geschickt, aber wenn die Richterin sie nicht stellt, muss sie sich am Ende dem Vorwurf aussetzen, das Strafmass nicht richtig abgeklärt zu haben. ..und der Sauhund kommt dann evt tatsächlich mit einer milderen Strafe davon..
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 24.07.2019 10:22
      Highlight Highlight Das Strafmass kann nicht von der Kleidung der Frau abhängen, ohne der Frau eine Mitverantwortung zu geben.
      Und das ist unerträglich.
      Das Strafmass muss dasselbe (hoch!) sein, egal ob sie im Bikini oder Raumanzug ist.
    • Frankygoes 24.07.2019 12:13
      Highlight Highlight Doch. Kann es. Es geht nicht darum, ob die Kleidung provoziert haben könnte, sondern ob der Typ direkt Hautkontakt hatte oder sie durch die Kleidung hindurch angegriffen hat. Hier macht das Gesetz offenbar Unterschiede. Wenn Du eine Bank mit einer offentsichtlichen Spielzeugpistole überfällst, so wirkt sich das auch mildernd aus. Klingt absurd, ist aber so.
    • Jonaman 24.07.2019 13:22
      Highlight Highlight @WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis nein eben nicht, es kommt auf die Begleitumstände drauf an. Das Strafmass hat jeweils eine gewisse Bandbreite, bei Vergewaltigung Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Diverse Aspekte werden da miteinbezogen, was genau weiss ich nicht im Detail. Aber z.B. wenn der Täter eine Waffe gebraucht, liegt die Freiheitsstrafe nicht unter 3 Jahren. Auch wenn die Kleidung nicht direkt Einfluss auf das Strafmass haben muss ist sie wohl Teil der Begleitumstände, die das Strafmass schlussendlich ergeben.
  • one0one 24.07.2019 09:16
    Highlight Highlight Selbst wenn es strafrechtlich relevant sein solle ob nackte Haut berührt wurde hat das nichts damit zu tun was das Opfer trug. Selbst wenn sie einen Wintermantel trug kann er sie darunter berühren genau so wie er sie über einem sommerlichen Oberteil berühren kann.
    In jedem erfolgreichen Unternehmen gibt es eine konstruktive Fehlerkultur. Nicht bei unseren "Staatsbetrieben". Da wird jeder Fehler klein geredet, entschuldigt oder gar mit fadenscheinigen Argumenten erklärt anstatt sich endlich mal an der eigenen Nase zu nehmen und sich zu verbessern. Ein Schlag ins Gesicht der Opfer.
  • ETH1995 24.07.2019 09:15
    Highlight Highlight Nämlich, dass die Kleidung dazu beiträgt, ob jemand sexuelle Gewalt erlebt oder nicht.»

    Steht das in Frage?

    Nicht, dass es eine Entschuldigung ist. Keineswegs!

    Aber es gibt zu 100 % eine Kausalität zwischen Kleidung/Körpermerkmale und sexueller Gewalt. Nur weil es keine Entschuldigung ist, muss man es ja nicht totschweigen. Macht wissenschaftlich keinen Sinn, das offensichtliche nicht zu berücksichtigen. Wie gesagt, es ist keine Entschuldigung und sollte beim Strafmass keine Rolle spielen, aber die Kausalität ist trotzdem da. Verstehe solche Diskussionen nicht.
    • auloniella 24.07.2019 09:32
      Highlight Highlight Äh Daten bitte.! Gib mir eine Studie, mehrere dazu. Und Kausalität...meistens geht es eher um Macht als um Sex, da spielt die Kleidung nicht soo eine wichtige Rolle...Was man sicher weiss ist das die Hälfte der Opfer die Täter kennt.
    • ands 24.07.2019 09:35
      Highlight Highlight Gibt es diese Kausalität? Falls ja, müsste die Anzahl sexueller Belästigungen diese Woche durch die Decke gehen...
      Und selbst wenn es statistisch eine Kausalität gäbe, heisst das nicht, dass man damit Rückschlüsse auf den Einzelfall ziehen kann. In diesem Taxi hätte vermutlich auch eine Winterjacke nichts gebracht.
    • Albert Stpeck 24.07.2019 09:53
      Highlight Highlight @ETH1995
      Verstehe die Diskussionen auch nicht. Obwohl es nichts zur Sache tut, kann man ja wohl trotzdem fragen.

      Die Richterin hat den Täter bestimmt auch gefragt, ob er zur Tatzeit Socken trug...
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerTaran 24.07.2019 09:14
    Highlight Highlight Ok, wenn die Frage nicht gestellt wurde, um dem Opfer eine Mitschuld zu unterstellen, sondern um die schwere der Vergehens abzuschätzen, dann ist die Frage nicht ganz so unsinnig. Insofern müsste in diesem Fall, die Aussage des Opfers zu einer höheren Strafe geführt haben und war nicht Strafmildernd.
    • Nilda84 24.07.2019 09:37
      Highlight Highlight Es geht aber in einem Fall um Vergewaltigung - da liegt die Schwere des Vergehens, glaub ich, auf der Hand... 🤨
    • häxxebäse 24.07.2019 10:08
      Highlight Highlight Es sollte irrelevant sein. Immer. Es ist ein übergriff.
    • ands 24.07.2019 10:25
      Highlight Highlight @ Nilda84: Das Gericht muss ja aber alle Delikte beurteilen. Nicht nur das schwerste.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MetalUpYour 24.07.2019 09:12
    Highlight Highlight Wie kann man die Befragung durch die Richterin kritisieren ohne die Akten zu kennen?

    Es kann durchaus sein, dass es zur Beurteilung des Falles, insbesondere zur Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Aussagen relevant ist, derartige Fragen zu stellen.

    Dass die Richterin dem Opfer eine Mitschuld an den Ereignissen zurechnen will, ist damit überhaupt nicht gleichzustellen.

    Wenn solches aus der Begründung des Urteils hervorgehen würde, wäre es natürlich ein Skandal, aber lasst unsere RichterInnen doch bitte erst einmal unbehelligt ihrer Fragepflicht nachkommen!
    • Ciri 24.07.2019 09:20
      Highlight Highlight waren sie an der Verhandlung? Nein! aber wir waren vertreten. Und es war komplett inakzeptabel der Gerichtsmitarbeiterin diese fragen so zu formulieren!
    • Pezzotta 24.07.2019 09:40
      Highlight Highlight Ich war auch nicht dabei. Aber, wenn die Richterin das, für das mögliche Strafmass, wissen musste, hätte sie ja auch direkt Fragen können: Hat der Täter unter der Kleidung auf die Brust gegriffen (oder so)? Die Art der Bekleidung spielt überhaupt keine Rolle für den Tathergang. Eine Frage nach dem Kleidungsstück Impliziert immer ein mögliches Fehlverhalten des Opfers und das geht ganz sicher niemals!
    • Nordmann 24.07.2019 09:49
      Highlight Highlight @ciri:
      Und weshalb sollte das inakzeptabel sein?
      Nur weil sie den juristischen Hintergrund nicht kennen?

      «Wir wollen an einem Mediengespräch erläutern, weshalb welche Fragen gestellt werden und den juristischen Hintergrund aufzeigen». Damit ist eigentlich bereits alles gesagt. Lasst die Richter ihren Job machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rolf stühlinger (1) 24.07.2019 09:05
    Highlight Highlight Willkommen in der schweiz. Dem land indem verkehrsdelikt ohne verletzte und opfer härter bestraft werden als eine vergewaltigung! Indem land wo opfer zu mitschuldigen gemacht werden!
    Man kann ja dem armen täter nicht das leben zerstören, aber dem opfer schon.
    This is switzerland
    • ands 24.07.2019 09:31
      Highlight Highlight Kannst du mir ein Beispiel für eine siebenjährige Haftstrafe nach einem Verkehrsdelikt ohne Verletzte nennen?
    • hiob 24.07.2019 09:39
      Highlight Highlight ja das ist die schweiz, immer noch meilenweit besser als in anderen ländern. this is switzerland.
    • Fruchtzwerg 24.07.2019 09:43
      Highlight Highlight @ands: Ein Raserdelikt ohne Verletzte wurde bis vor Kurzem mit 1 Jahr Gefängnis bestraft.
      Hingegen gibt es genügend Fälle von Pädophilie oder sexueller Nötigung, wo der Täter Bewährung bekam (war persönlich in genau so einen Fall involviert...).
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