Leben
Schweden

Gäste essen und trinken für über 6800 Franken – und keiner zahlt

Gäste essen und trinken für über 6800 Franken – und keiner zahlt

Eine unbezahlte Rechnung hat in Schweden die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. 35 Gäste hatten fürstlich gespeist, aber nicht bezahlt.
11.01.2024, 11:22
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Ein Artikel von
t-online

In Schweden haben Zechpreller für so grosse Aufmerksamkeit gesorgt, dass die Polizei eigentlich eingestellte Ermittlungen wieder aufnehmen musste. Es geht um eine beträchtliche Rechnung: Für insgesamt 82'000 Kronen (6800 Franken) sollen 35 Personen an Weihnachten in einem Restaurant in Malmö diniert haben. Das Essen soll mit 2050 Franken zu Buche geschlagen haben, die Getränke mit etwas über 4700 Franken.

MOTALA, SWEDEN- 11 MARCH 2011: Different kinds of spirits and beer in the bar at a tavern, restaurant, nightclub. Photo Jeppe Gustafsson
Die Gruppe liess es sich im Restaurant gut gehen – vor allem die Getränke schlugen sich massiv zu Buche. (Symbolbild) Bild: Shutterstock

Doch kaum war das Festmahl beendet, sollen die Gäste das Restaurant «Atmosfär» verlassen haben, wie zuerst die schwedische Zeitung «Sydsvenskan» berichtete. Sie seien in Taxis gestiegen und weggefahren, ohne dass jemand bezahlt habe. Die Restaurantbesitzer hätten dann die Polizei gerufen, Beamte hätten auch einige Autos mit Gästen angehalten.

Dem Gast, der die Tische reserviert hatte, wurde eine Rechnung mit 10 Prozent Aufschlag geschickt, berichtete die britische BBC. Die Polizei hätte dann die Ermittlungen eingestellt und das Restaurant auf professionelle Schuldeneintreiber verwiesen.

Doch die Geschichte kam an die Öffentlichkeit und machte schnell in schwedischen Medien die Runde. Am Mittwoch erklärte Staatsanwalt Henrik Nordquist gegenüber «Sydsvenskan», dass er die Entscheidung der Polizei zwar respektiere, aber zu einer anderen Einschätzung gelangt sei. Die Ermittlungen würden wieder aufgenommen. (t-online/wan)

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86 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pummelfee
11.01.2024 12:19registriert Mai 2020
Die Menschen werden immer respekloser und schämen sich nicht mal dafür.
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Zürischnurre
11.01.2024 12:31registriert Februar 2016
Sprechen wir von Weihnachten 2023? Dann sind die Schweden aber fix. Fall aufnehmen, ermitteln, schliessen und wieder aufnehmen, in zwei Wochen. Nicht schlecht.
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Grave
11.01.2024 12:17registriert April 2015
Ist das nicht schon fast bandenmässsiger diebstahl ?
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86
Wir sollten den Geschlechtseintrag gleich ganz abschaffen
Der dritte Geschlechtseintrag wird kommen oder alle gehören abgeschafft. Und das ist gut so.

Soll die Schweiz einen dritten Geschlechtseintrag einführen, der auch non-binären Menschen ein Existenzrecht zuspricht? Oder den Geschlechtseintrag komplett abschaffen?

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