Leben
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365 days

Ein Paar, ein Dinner am Pool, Kerzen, unmotivierte Früchteteller ... sind wir hier etwa in der «Bachelorette»? Nein! Im polnischen Erotik-Hit «365 dni». Bild: netflix

Netflix-Hit «365 dni» beweist: «Fifty Shades» hat einen fatalen Dachschaden verursacht

Frau, unterwirf dich! Dann wirst du belohnt. Ein Trend geht immer weiter und hinterlässt seine Spuren in der Realität. Achtung, in diesem Artikel herrscht hohe SPOILER-Dichte.



Es ist Sommer 2020. Auf Ron Orp sucht ein Mann nach einer devoten Frau. Eine, die «Demut und den Drang zu dienen» verspürt. Eine, die durch «Erniedrigung erregt» und befriedigt wird. Die Chancen, dass er viele Antworten erhält, stehen aktuell gut.

Auf Netflix läuft der Film «365 dni» («365 Tage»). Ein Mafioso namens Massimo rammt im Privatjet einer Stewardesse seinen Schwanz in den Rachen. Sie muss weinen, ist aber irgendwie doch auch geschmeichelt. Denn Massimo ist nicht nur brutal, sondern auch brutal reich und schön.

Dann betäubt er schnell auf offener Strasse die leckere Polin Laura, entführt sie, und als sie auf seinem Schloss erwacht wie Dornröschen im Horrorland, erklärt er ihr, dass sie ihm mal als Vision erschienen sei und er sie deshalb 365 Tage lang als Gefangene halten und ihr beibringen werde, ihn zu lieben. Logisch, oder?

Das hier entspricht am ehesten einem Trailer

abspielen

Video: YouTube/Game of TayRap

Laura scheint eigentlich ein ganz interessantes Leben zu haben, sie ist Geschäftsfrau in New York (okay, ihr Freund ist ein tumber, sexmüder Honk). Sie macht ein paar halbherzige Fluchtversüchlein und ziert sich, findet aber allmählich Spass am geilen Leben der Superreichen, vergisst darob den Rest der Welt und hätte eigentlich gern nach 53 Filmminuten Sex mit Massimo, doch der lässt sie an den Handschellen und der Teleskopstange, mit denen sie ans Bett gefesselt ist, zappeln.

Erst in Minute 67 darf sie ihm den ersten Blow Job (er hat halt schampar gerne Blow Jobs) geben, da hat er sie gerade gerettet, weil sie vor lauter Zickerei von der Yacht gefallen ist.

Und dann sind sie noch ganze 50 Minuten lang miteinander glücklich, wollen heiraten, doch ach, Massimos eifersüchtige Ex lässt Laura umlegen. Woah! What? Ja. Mafia halt.

Wie alle grossen, zu rasenden Welterfolgen gewordenen Frauenunterwerfungs-Szenarien des 21. Jahrhunderts steht auch hinter «365 dni» eine Frau. Nicht nur, aber auch. Nämlich die Drehbuchautorin und Regisseurin Barbara Bialowas, die einschlägige Erfahrung im Erotikgenre hat. Zusammen mit Tomasz Mandes, der aus dem Gangsterfilm kommt. Man kann also nicht behaupten, dass «365 Days» auf dem Mist toxischer Männlichkeit gewachsen sei.

365 days

Die Legende von Laura und Massimo. Bild: netflix

Der Erfolg des Films ist so durchschlagend wie eine Abrissbirne: Auch wenn die Juso den Film gern von Netflix verbannt sehen möchte, lieben gerade Frauen das Machwerk wie verrückt. Mädchen seufzen jetzt beim Wort Entführung. So wie vor 15 Jahren beim Wort Vampir. Damals, als «Twilight» auf den Markt kam. Die Saga von Bella und Edward.

Wir erinnern uns lebhaft: Ein normales Mädchen von heute verknallt sich in einen vornehmen Vampir aus einer Villa im Wald. Er sagt, wenn wir uns küssen, muss ich dich beissen, und Sex vor der Ehe liegt auch nicht drin (gut, vielleicht ist dies auch bloss die Meinung der Autorin Stephenie Meyer), was die Liebe ungemein gefährlich und umso reizvoller macht.

Prinz Edward ist nur mittels Schmerz, Blutverlust und überhaupt totaler Selbstaufgabe zu kriegen, aber natürlich lohnt sich das.

2011 kam die Schottin E.L. James, damals sowas wie der grösste schreibende «Twilight»-Fan, ersetzte Fantasy durch Finanzen und Beissen durch Bondage, und schwupps war der Vampirkitsch aus dem Hinterwald in die urbane Unternehmerszene des Christian Grey versetzt und gleich viel, viel realistischer und lebensnaher.

«Fifty Shades of Grey» geisterte nicht mehr durch die romantisch reizbaren Teenie-Gemüter, sondern «befreite» erwachsene Frauen. Solche, die mehr vom Sex wollten als das gewohnte Tagwerk der Geschlechtsorgane, mehr vom Mann als ein durchschnittliches Einkommen und gerne auch etwas Entspannung vom Hamsterrad der Selbstkontrolle und Selbstoptimierung und vom anstrengenden Feminismus.

Fifty Shades Darker, Jamie Dornan, Dakota Johnson

Die Legende von Ana und Christian. Bild: Universal

Das Attraktivste am «Fifty Shades»-Modell jedoch war die Rückversicherung, die hier gleich mit der Selbstaufgabe geliefert wurde. Das war neu. Denn weil der neue Märchenprinz Christian Grey ein knallharter Businessmann war, wurde auch die Beziehung zum Business: Christian und seine Ana setzen einen Vertrag auf, an den sich beide halten müssen. Damit jede Ungewissheit ausgeräumt ist. Und die Beziehung zum Dienstleistungsparadies werden kann. Unromantischer war eine Romanze selten. Ihre Grundlage aber bleibt: Der Mann darf die Frau dominieren.

Es ist erstaunlich, welchen Schaden «Fifty Shades» angerichtet hat. Eigentlich muss man von einem Dachschaden reden.

Unterwerfungsfantasien gelten heute als Mainstream. Als erstrebenswert. Wer sich unterwirft, so sagt «Fifty Shades», so sagt «365 dni», wird belohnt. Durch irre guten Sex. Und irre viel Geld. Da hagelt es Orgasmen und da schneit es in einem Fort Privatjets, Yachten, Villen, Schlösser in Italien oder Chalets in Aspen. Es ist wie im Märchen. Und die kapitalistische Überlegenheit gehört ganz selbstverständlich dem Mann, den Christians und Massimos.

Kristen Stewart

Die Legende von Bella und Edward. War irgendwie herzig und harmlos. Bild: via imdb

Der Einbezug eines Gangsterfilm- und damit auch Gewaltexperten färbt die Tonalität von «365 dni» etwas anders als die von «Fifty Shades»: Es gibt da einen ganz klaren Unterschied zwischen guter und schlechter Gewalt. Schlechte Gewalt wird zum Beispiel von Kinderschändern verübt und ist unentschuldbar. Kinderschänder werden von der Mafia sofort umgenietet. Frauenschänder sind dagegen nicht böse.

Das Nein einer Frau wird irgendwann schon Ja heissen. Notfalls nach 365 Tagen. Wir sind wirklich weit gekommen.

Als wäre der Zahlenmystik noch nicht genug, gibt es ausser 50 und 365 auch noch 3, nämlich die ebenfalls zum Weltbestseller gewordene literarische Reportage «Three Women» («Drei Frauen») von Lisa Taddeo. Sie hat die echten Leben von drei amerikanischen Frauen niedergeschrieben, von einer Schülerin und zwei Erwachsenen, und sie zeigt, was geschieht, wenn der Versuch, Fiktion zu Realität zu machen, scheitert.

«Drei Frauen» ist ein süchtig machendes Buch, Lisa Taddeo kann schreiben und versteht was von Dramaturgie, aber es ist auch unendlich frustrierend: Denn die drei Frauen – eifrige «Twilight»- und «Fifty Shades»-Leserinnen, die sich mit ihrer Lektüre tragische überidentifizieren – haben alle kein Talent zum Glück.

Lisa Taddeo

Lisa Taddeo und drei Gläser mit Wasser, die gewiss symbolisch für ihre drei Frauen stehen. Bloss wie? Bild: wikipedia

Eine lässt sich von ihrem Mann zu zahllosen Dreiern überreden oder zu Fremdgängen, an denen sie ihn voyeuristische teilhaben lässt, sie verwandelt sich in seinen Pornostar, daneben hat sie keinerlei Selbstbewusstsein. Eine andere flieht aus dem erkalteten Ehebett in die Arme eines alten Schulschatzes, er hält sie sich am äussersten Rand seines Lebens als Sexpuppe, sie macht ihn zum Zentrum von allem. Eine Schülerin verliebt sich in ihren Lehrer, er kommuniziert mit ihr über «Twilight»-Zitate und lebt Lolita-Phantasien aus, später kommt es zum Prozess, er leugnet alles, Familie, Schule und der ganz Ort stehen hinter ihm, sie ist das Flittchen, das Fame will.

Die drei Frauen lassen sich willig von Männern manipulieren und legen sich dies als Liebe zurecht, weil sie die Manipulation mit Transgression und also Selbstverwirklichung verwechseln. Die Kosten für etwas mehr Sex und einen halbliterarischen Traum von romantischer Selbstaufgabe sind hochhaushoch. Es ist an Tristesse kaum zu überbieten. Und das Moment der Rückversicherung und der materiellen Erhöhung, der märchenhaften Rettung vor der Normalität, das fehlt natürlich. Showtime hat bereits die Serienrechte gekauft.

Man darf gar nicht damit beginnen, einen feministischen Massstab an diese Geschichten anzulegen. Er müsste sofort entzweibrechen vor Verzweiflung.

Selbstverständlich gehören Kontrollverlust, Submission und momenthafte Selbstaufgabe schon immer zum Kanon der erotischen Spielarten. Aber dass sie in den grossen populären Erzählungen unabdingbar mit der Aufgabe jeglicher Art von Selbstbestimmung einhergehen, offenbart einen beunruhigend rückwärtsgewandten Kern. Und wer jetzt wieder sagt: Ja, aber es ist doch nur Unterhaltung, dem sei gesagt, dass Massenunterhaltung genauso kritisch betrachtet werden muss wie Massentierhaltung. Die Konsequenzen sind nicht gering zu schätzen.

Und merkt euch, Mädchen, die ihr euch eine Entführung wünscht: Die Wirklichkeit ist nicht ein superreicher, geiler Beau. Die Wirklichkeit und ihre Perversionen, ihre Kellerlöcher und Vergewaltiger, kennen Frauen wie Natascha Kampusch oder Duffy. Und sowas wollt ihr nicht im Ernst erleben. Aber schon klar, die Fantasie fragt nicht nach Wirklichkeit.

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129Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Neruda 06.07.2020 17:39
    Highlight Highlight Die Popularität solcher Filme zeigt halt auch, Frauen sind genau so primitiv wie Männer. Oft wird es versucht zu verbergen, aber dass Vergewaltigungen oder Missbrauch durch Schöne und Reiche offenbar OK sind, sagt ja schon alles.
  • Leisure- Goth 06.07.2020 14:52
    Highlight Highlight Würde mir mehr Frauen wünschen, welche auch mal die dominate Rolle übernehmen. Aber da scheint die Emazipation noch nicht angekommen zu sein oder täusch der subjektive Eindruck?
  • quallbum 06.07.2020 14:13
    Highlight Highlight "Man kann also nicht behaupten, dass «365 Days» auf dem Mist toxischer Männlichkeit gewachsen sei."
    Eben doch! Toxische Männlich wird auch von Frauen vorgelebt und gelehrt. Sonnst gäbe es sie ja nicht mehr. Denn bekannterweise haben Frauen auch einen Anteil an der Kindererziehung, oder? Toxische Männlichkeit vergiftet alle Menschen.
  • Privilecheese 06.07.2020 13:31
    Highlight Highlight Der Film war fern jeder unfreiwilligen Komik unendlich schlecht. Ich schaltete nach 20 Minuten ab, dabei hatte ich mich doch unverschämt auf die angedeuteten Kopulationsszenen gefreut.
    Der Handlungsstrang und alle Dialoge wären besser in einem 15 Sekunden Tik-Tok aufgehoben worden.
  • uhl 06.07.2020 10:43
    Highlight Highlight 1. "...aber dass sie in den grossen populären Erzählungen..."
    Die werden ja nur populär, weil sie viele Menschen kaufen.

    2. Wäre es umgekehrt, würde man genau dieselbe Story hier abfeiern. Weil Zeitgeist.

    3. Kommt es mir vor wie bei der TLou2-Diskussion. Müssen Bücher immer alle Moral-Ansprüche etc. des aktuellen Zeitgeistes erfüllen? Dürfen sie nicht einfach unterhalten? Oder ist das zuwenig Kunst, die ja alles darf?

    4. Ist es nicht eben genau richtig zu zeigen, DASS im RL vielfach die Männer das sagen haben? Die Realität nicht abzubilden, macht es nicht besser.
    • Rüebliraupe 06.07.2020 18:12
      Highlight Highlight Hmm, du hast ein seltsames RL. Gut das es in meinem RL keine superattraktiven Stecher gibt, die ständig hübsche Frauen gefangen nehmen, welche ihnen erliegen... und all die Vampire, denen bin ich auch noch nicht begegnet.
  • Atavar 06.07.2020 10:33
    Highlight Highlight Eins von vielen Paradoxa moderner Zeiten. Leider sind nur wenige Menschen selbstreflektiert genug um zu erkennen, dass es eben nicht so läuft.

    Aber wann wusste der Mensch schon mal, was er haben will?
  • Nony 06.07.2020 09:57
    Highlight Highlight Mal ganz ehrlich. Ich möchte fast nichts, was in irgendeinem Film - egal ob gekonnt oder nicht bzw politisch korrekt oder nicht - dargestellt wird, jemals real erleben. Oder möchtet ihr mal Godzilla vorbeilaufen sehen? Der Vernichtung der Erde beiwohnen? Kriege und Massaker erleben? Einem Highlander beim Morden zuschauen? ....??
    • Team Insomnia 06.07.2020 15:08
      Highlight Highlight Godzilla - Au ja sehr gerne👍😅

      Vernichtung - wenns alle killt und danach eh alles vorbei ist, warum nicht🤷‍♂️😉

      Kriege u Massaker - okay das muss nicht sein, passe!

      Highlander - Grundgütiger den Film zieh ich mir Heute rein, Teil 1 ist echt gut, danke und no e schöne😎🙂
    • Weisser Mann 06.07.2020 15:13
      Highlight Highlight Also Godzilla, wie er eine Stadt zusammenhaut, würde ich schon gerne sehen.
  • amazonas queen 06.07.2020 07:39
    Highlight Highlight Eigentlich begann es mit Der Geschichte der O.
  • Anam.Cara 06.07.2020 07:34
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel.
    Fifty Shades war eines der schlechtesten / dümmsten Bücher, das ich je gelesen habe.
    Randnotiz: Auch in 365 dni wird suggeriert, dass dominante Männer stinkreich sind, gut aussehen und wahrscheinlich eine massive Macke haben.

    Es gibt Menschen, bei denen Unterwerfung, Dominanz, Masochismus und Sadismus ein fester, vielleicht gar wesentlicher Faktor der Sexualität, des Lustempfindens ist. Die werden von solchen Machwerken jedoch nicht ins Gespräch gebracht, sondern lächerlich gemacht. Und in ein Rollenmodell zementiert (wo bleiben eigentlich die Dominas?)

    Schade.
  • RAZZORBACK 06.07.2020 07:33
    Highlight Highlight Meine Güte - ich habe selten so einen seichten Mist gesehen.
  • Zeit_Genosse 06.07.2020 06:55
    Highlight Highlight Diese Filme, wie so viele, sind nicht zum Analysieren gemacht. Es ist gerade die Trivialität und die Ansprache an die Inkorrektheit, die Vermischung von zur Realität abgegrenzter Beschönung der Extreme, um unsere Sinne zu reizen. Es ist Business und eine Form der eigentümlichen Unterhaltung, die darauf aufbaut, Macht und Ohnmacht zu theatralisieren. Unter diesen Aspekten funktionieren dies Filme, die niemand zu Ende gesehen haben will.

    Ui, jetzt habe ich voll analysiert.
    • Neruda 06.07.2020 17:36
      Highlight Highlight Das Problem ist halt schon, dass solche Filme trotzdem einen Einfluss haben, wie sich ein Mädchen verhält. Das geschieht alles unbewusst. Daher sollten gerade auch emazipierte Frauen ihre Geschlechtsgenossinen darauf aufmerksam machen, was solche Filme im Unterbewusstsein anrichten.
    • Rüebliraupe 06.07.2020 18:14
      Highlight Highlight Also kanns kurzum, das kann man wegwerfen, auch wenns Kunst ist....
  • Riesenpinguin 06.07.2020 06:31
    Highlight Highlight Wenn diese Filme bzw. Bücher vernünftig mit der Unterwerfungsthematik umgehen würden, wäre es völlig in Ordnung. Leider tun sie es nicht und genau das macht sie so gefährlich - bei BDSM geht es um Vertrauen und Konsens. Immer. Ein "Nein" zu bestimmten Praktiken im Vorfeld und ein Abbruch durch Verwenden des Safe Words sind immer zulässig und müssen respektiert werden.

    Bei 50 Shades bricht Grey den Vertrag mindestens einmal und setzt Ana schon vorher massiv unter Druck. Das ist kein Kink, das ist Manipulation und Missbrauch.
    Trotzdem werden das und 365 Tage aggressiv als Romanze beworben 😑
    • Anam.Cara 06.07.2020 07:44
      Highlight Highlight Einverstanden, Riesenpinguin.
      Mich stört vieles an Fifity shades. Damals wurde es angepriesen als Schlüsselwerk. "Endlich darf man öffentlich über BDSM diskutieren."

      Aber genau das war es nicht. Beispiel:
      Ana ist nicht devot. Sondern neugierig. Vielleicht ein bisschen naiv. Und sie machts gerne. Aber dieser Druck drängt das Ganze in die perverse Ecke.
      Christian ist eine verletzte Seele. Er hat ein psychisches Problem. Deshalb will er sie unterwerfen. Auch das wirkt irgendwie suggestiv. Und schliesst eigentlich aus, dass jemand Rollenspele einfach so geniessen kann. Ohne einen Knall zu haben.
    • Riesenpinguin 06.07.2020 08:00
      Highlight Highlight Genau!
      Es wird im Prinzip unterstellt, dass man nur Fetischist sein kann, weil man(n) eine unglückliche Kindheit hatte und Frauen hasst.
      Aber hey, sie bekommt teure Geschenke (die sie nicht will), also ist ja alles ok...

      Ich hab 365 Tage nicht gesehen, aber allein die Zusammenfassung sorgt bei mir für Übelkeit.
      Missbrauch ist also romantisch, wenn man es als Kink definiert und ihr dann Luxusgeschenke macht, weil ... so Liebe und Konsems funktioniert, den Urhebern nach zu urteilen...
      Super Botschaft...
      und gefeiert wird das, weil yay Luxus und "aber er sieht doch gut aus!"
  • Luki Bünger 06.07.2020 06:15
    Highlight Highlight Volle Zustimmung!
    Es wird halt nun auch die Generation erwachsen, die nicht mehr von Bravo aufgeklärt wurde, sondern von Pornhub & Co., während Letztere eigentlich immer nur tolle Presse bekommen, sei es nun wegen eines besonders lustigen PR-Stunts oder wegen einem Regenbogen-Logo.

    Für mich leider auch ein Beleg dafür, dass die überholten Rollenbilder längst nicht immer nur von Alten Weissen Männern™ propagiert werden. Meine optimistische Hirnhälfte hofft, dass das nur der reaktionäre Gegenwind ist, der jeder Art von Fortschritt auf den Fuss folgt.
  • Andrin Aegler 06.07.2020 02:16
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz was an dem Film so verkehrt ist, es ist ein Film und es ist mehr und nicht weniger, das Problem ist, wie man ihn ansieht, wenn man ihn mit der Realität vergleicht, ist er problematisch, wenn man ihn jedoch als Film und nicht als Realität anschaut, dann ist er völlig legitim.
    Das Problem sind die die das Gefühl haben das das im Echten Leben so laufen würde.

  • dodo, dodo? 06.07.2020 01:25
    Highlight Highlight jetzt muss ich doch noch was dazu schreiben, da ich das gefühl habe, das frauen doch wieder, irgendwie selbst schuld scheinen, dass es solche filme und formate gibt (nicht persönlich nehmen @chris69)
    menschen sind komplex, sowasvon! egal was da die zielgruppe war.
    hier versuchen zu erklären, warum frauen&männer in der phantasie und NUR!!! in der phantasie, devote rollen einnehmen od im kopf abspielen, bräuchte eine erläuterung die jeden rahmen sprengt.
    diese filme/formate sind einfach nicht förderlich!
    und die filme sind einfach grotenschlecht!
    aber zu meinen, dass nur frauen publikum wären?🤔
  • fräulein_dienstag 06.07.2020 01:22
    Highlight Highlight Danke Simone für deinen Mut zu einer starken und klaren Aussage. Hoffentlich dürfen wir diesen 'Trend' auch so erleben wie die Twilight Romane, zuerst ein bisschen lustig mit Vampiren und so und dann, ein wenig reflektierter und später, können die allermeisten sagen, dass es nur um anspruchslose Untwrhaltung ging.

    This being said, irgendwo muss dann aber auch mal Schluss sein mit so Sachen...
  • Bolly 06.07.2020 01:14
    Highlight Highlight Für mich ist der Film nur Unterhaltung sonst nichts. Jeden Tag werden US Serien gezeigt, wie Criminal Minds, sehr extrem finde ich, CIS, wo man Mord und Totschlag darin findet. Man sollte es schon unterscheiden können.
    Wieviele Filme gibt es mit Gewalt und Entführung. Mir kommt es so vor das jeder 2. Kinofilm so ist. Zudem ist es aus eine Buchvorlage. Wer es nicht mag, sollte es sich nicht anschauen. Mich stört eher die nicht gut gemachte Handlung.
    • Riesenpinguin 06.07.2020 06:02
      Highlight Highlight Dein Vergleich hinkt aber ein wenig.
      Bei den oben genannten Krimi-Serien wird allerdings nicht so getan, als sei der Mörder ein Held.
      Selbst bei der Serie Dexter wurde nicht so getan, als hätten seine Opfer das ja eigentlich gewollt.

      50 Shades und 365 Tage machen aber genau das:
      "Guck, die meint das mit dem Nein eigentlich gar nicht so."
    • HugoBalls 06.07.2020 07:39
      Highlight Highlight @Riesenpinguin trotzdem sind es nur Filme, sehr schlechte, aber nur Filme. Wems nicht gefällt, solls halt nicht schauen.
    • Neruda 06.07.2020 17:43
      Highlight Highlight Leider haben Filme und Medien allgemein einen ziemlich grossen Einfluss auf das Selbstverständnis von Heranwachsenden. Daher ist es schon problematisch, was für ein Bild da vermittelt wird. Denn Jungs wird seit Jahren eingetrichtert, ein Nein ist ein Nein. Und dann kommen solche Filme, wo das Nein der Frau offenbar doch ein Ja war. Nicht wirklich zielführend. Auch wenn es "nur" Fiktion ist.
  • vescovo 06.07.2020 00:03
    Highlight Highlight Ihr wisst, was euch erwartet. Also wenn ihr denkt, das sei nichts für euch, dann schaut den Film einfach nicht.
    Ausserdem kann man die ZuschauerInnen ja auch mal als mündige Personen betrachten, die eine eigene Meinung haben und sich nicht von jedem Film in den Lebensentscheidungen beeinflussen lassen.
    Es gibt auch männerfeindliche Filme, aber die sind keinen Artikel wert, genauso wenig wie 365 dni.
    • Anam.Cara 06.07.2020 07:51
      Highlight Highlight Solche Bücher und Filme beeinflussen auch mündige Menschen. Z.B. wenn sie eine verborgene Sehnsucht bedienen (z.B. bedingungslose Liebe bei Twilight).
      Und man darf / soll / muss solche Dinge diskutieren. Und allenfalls richtigstellen.
      Denn wenn solche Themen zu einem längeren Trend werden, können sie durchaus die Menschheit beeinflussen.
  • Ingodubingo 05.07.2020 23:35
    Highlight Highlight ...(3. Teil) diese Filme haben einen Dachschaden verursacht. Und dass es früher nie und nimmer so war, beweist das es eine Modeerscheinung ist.
    • invisible 07.07.2020 09:52
      Highlight Highlight Ich glaub ja der Dachschaden war schon vorher da.
  • Ingodubingo 05.07.2020 23:34
    Highlight Highlight ...(2. Teil) und hat eigewilligt den Samen der anderen WG-Mitbewohnern auch einzunehmen usw. Einfach nur wiederlich. Aber für sehr viele junge Erwachsenen, Dayli Business. Die können gar nicht mehr normal Sex haben. Dieses Unterwürfigkeits-Ding gehört immer dazu. Als ich in einem Forumsbeitrag meine Sichtweise erwähnte, dass dies früher unter den Jugendlichen nie so war, wurde ich heftigst beschimpft als verklemmten. In meiner Jugend gabs sowas wirklich nicht. Wenn man mal von so komischen Praktiken gehört hatte, dann war das sehr selten. Darum hat die Autorin recht..(geht weiter)
  • Ingodubingo 05.07.2020 23:33
    Highlight Highlight Dachschaden, ja mindestens! Ich treibe mich auf vielen social media Plattformen wie Jodel rum. Und vor ein paar Jahren war es in den Unterforen extrem. Jeder 2. Forumeintrag handelte von dieser Art von Erniedrigungs-Sex. Da hiess es : Dom sucht Sub oder umgekehrt. Andere fragten was ihr Sklave alles anstellen muss. Wieviele Subs ein Dom haben kann. Ganz gut in Erinnerung ist mir ein Mädchen geblieben, welche gut dienen muss und täglich die Flüssigkeit ihres Herren trinken darf. Sie wollte ihn stolz machen ....geht weiter...
  • Kiril 05.07.2020 23:27
    Highlight Highlight Solche Filme sind für mich natürlich absolut scheisse, und die Message ist einfach nur widerwertig, da gibt es hoffentlich keine Diskussion. Trotzdem finde ich diesen ganzen Tumult übertrieben, und zwar insofern, dass solche Filme einfach Fantasien sind. Manche Menschen (offensichtlich vor allem manche Frauen) scheinen solche Fantasien zu haben. Achtung: Fantasie ≠ Wunsch fürs Real Life! Das Gute ist immerhin: auch solche toxischen Fantasien und ihre Darstellung in Filmen ändern nichts daran, dass die Frauen generell emanzipierter werden.
  • dodo, dodo? 05.07.2020 22:38
    Highlight Highlight merci simone meier!
    der titel des artikels sagt schon alles: „365 dni und fifthy shades , haben einen dachschaden verursacht“
    mehr dazu zu sagen oder unser aller lebenszeit dafür zu verschwenden? nope!
  • Glenn Quagmire 05.07.2020 22:16
    Highlight Highlight Da sind doch echte Pornos mit Stroh und Maske oder das rumgeb***e von Gina Wild direkt frauenfreundlich.
  • Selbstverantwortin 05.07.2020 21:53
    Highlight Highlight Und seit Harry Potter meinen alle, sie könnten zaubern?
    Fiktion ist Fiktion, weil sie fiktiv ist.
    Jedes Wort und Bild auf die Goldwaage und als Realität verkennen, ist schlimmer als in den verstockten 50er Jahren.
    You must be fun at Parties...
    • Kolo 06.07.2020 00:48
      Highlight Highlight Genau, super Analyse von dir. Und Werbebilder verändern nicht die Wahrnehmung des eingehenden Körpers von Jungen Menschen. Und Barbies seltsame Körperproportionen sind förderlich für ein gesundes Selbstwertgefühl. Schade, dass du keine Artikel über so Themen schreiben darfst.

      *sarkasmus heisst mein schwert*
    • Selbstverantwortin 06.07.2020 12:23
      Highlight Highlight Dann befürwortest du auch Games oder Meinungen sowie Kolumnen in Medien?
      Weil soviel stärker beeinflussend und pöse.
    • Kolo 06.07.2020 13:40
      Highlight Highlight Ja, ich befürworte games und Meinungen und Kolumnen.
      Was du schreibst ist ziemlich wirr. Ich kann nur erahnen was du sagen möchtest, mag aber nicht interpretieren was du meinen könntest.

      Kids lesen nicht wirklich viele Kommentare und Kolumnen, werden aber 24/7 mit gephotoshopten und stereotypisierten Bilder zugebombt. Das verändert etwas im Menschen. Wenn man Kinder hat, kann man das wunderbar beobachten. Und könnte Kotzen darob.
      Wenn du das anders siehst, kann ich da wenig tun. Aber es gibt genügend Studien die das belegen. Ist ja auch im Artikel mit Gipsy mace beschrieben...
  • Team Insomnia 05.07.2020 21:35
    Highlight Highlight „Sie muss weinen, ist aber irgendwie doch auch geschmeichelt.“

    Ich glaube, das war eher weil es sehr tief ging....
  • TanookiStormtrooper 05.07.2020 21:33
    Highlight Highlight Diese ganzen gut aussehenden Milliardäre, die auch noch toll im Bett sind...
    In der Realität sind diese Typen eher Donald Trump oder Jeff Epstein. Schon ist das Ganze nicht mehr "romantisch" sondern schlicht ein richtig übler Horrorfilm. 🤷‍♂️
    • Selbstverantwortin 05.07.2020 21:54
      Highlight Highlight Da hat jemand Vorurteile über Reiche und macht Body Shaming.
    • Ana64 05.07.2020 22:40
      Highlight Highlight Träumen darf man/ frau aber...
    • TanookiStormtrooper 05.07.2020 22:53
      Highlight Highlight @Selbstverantworterin
      Wo habe ich in meinem Kommentar Bodyshaming betrieben? Das war wohl ein Freud'scher Verleser...
      🤣
  • Pfefferkopf 05.07.2020 21:29
    Highlight Highlight Ich kenne diese genannten Filme nur dem Namen nach und auch die Bücher habe ich nicht gelesen. Aber es werden in vielen Filmen Rechte verletzt und niemand stört sich daran.
    Jason Statham tötet Gegner ohne gross zu zögern, es gibt auch keine Warnschüsse in die Beine. Nein, da wird einfach emotionslos nieder gemäht und trotzdem ist er der Held. Vielleicht waren seine Gegner aber liebende Väter und Ehemänner, die nun ihre traurigen Kinder zurück lassen. Auch werden bei gefährlichen Autofahrten unbeteiligte Dritte verletzt oder gar getötet, ohne dass es jemanden juckt. Es ist eben ein Film.
    • Kolo 06.07.2020 00:56
      Highlight Highlight Du denkst also nicht, dass die gewaltverherrlichende Kultur in den USA und der militarismus unter Jugendlichen irgendwie eben doch mit den konsumierten Medien zu tun hat? Oder findest du, bevor Leute nicht auf der Strasse rumballern, haben wir noch kein gesellschaftlich relevantes Thema auf dem Tisch?

      Und BTW gibt es die Debatte über Gewalt in Filmen und spielen seit Jahrzehnten. Dass Filme in denen Frauen gegen ihren Willen zu unterworfenen sexobjekten macht eher neu sind, ist dir nicht entgangen, oder? Was du machst, nennt sich übrigens derailing.
    • Pfefferkopf 06.07.2020 11:06
      Highlight Highlight @Kolo Mol das glaube ich, d.h. ich schaue gar keine Pornos, spiele keine Games und schaue auch keine 356-artigen Filme. Aber die Bourne-Reihe, die fand ich toll und ich schaue auch jeden J.Bond im Kino an. Ich nehme an, dass ein hoher Konsum von bewegten Bildern in 2D langfristig dumm macht. Trotzdem denke ich nicht, dass man den erwachsenen Menschen ihre Spielsachen (LEGALE Pornos, Games und solche Filme) wegnehmen sollte. Ich rauche nicht, trotzdem bin ich nicht für ein Verbot von Zigaretten. Nur einige Männer werden nach Kriegsfilmen zu Boogaloos, die meisten bleiben normal.
    • Pfefferkopf 06.07.2020 11:10
      Highlight Highlight @Kolo Zudem habe ich weiter unten auch hingeschrieben, dass ich eine Debatte wichtig finde. Ich schreibe hier ja auch mit. Nur glaube ich nicht, dass Frauen tief in ihrem Innern dominiert werden wollen, ich gehe aber davon aus, dass offenbar viele Menschen gerne Pornografie konsumieren. Ich finde Pornos absolut widerlich. Ich habe es aber akzeptiert, dass das erwachsene Frauen und Männer schauen wollen. Wieso auch immer. Viele finden das wohl sexuell erregend. Ich akzeptiere das so. Ich bin aber für ein scharfes Vorgehen gegen illegale Pornografie. Bei diesem Film ist es dasselbe.
  • Shiftphoner 05.07.2020 21:18
    Highlight Highlight Mich regt das Gehabe so mancher K(r)ampfemanze oft auf. Und das, obwohl ich selbst weiblich bin! Jedoch scheinen sie dennoch bitter nötig, z.B. bei genau dieser allgemeinen Tendenz, dieser scheinbaren Entartung der zunehmend rohen Gesellschaft... Fehlgeleitet von derart primitiven Mustern, dass selbst Neandertaler wohl weiter im Kopf scheinen. ich bin grade mal 30 – manchmal macht es mir Angst, in was für einer Gesellschaft ich älter werden soll. Ernsthaft.
  • 1 rundes Quadrat 05.07.2020 20:53
    Highlight Highlight Wieso sieht sich die feministische, selbstbewusste und absolut emanzipierte Frau von Heute so etwas überhaubt an?

    • SF_49ers 06.07.2020 00:28
      Highlight Highlight Vorallem es wurde ja dem anschein nach noch von einer frau geschrieben
    • HugoBalls 06.07.2020 07:42
      Highlight Highlight Weil es nur ein Film/Unterhaltung ist und vermutlich gar nicht so schlimm, wie jetzt alle tun
    • Neruda 06.07.2020 18:00
      Highlight Highlight @HugoBalls: Also ich finde es jetzt auch nicht normal, wenn ein Mann "zur Unterhaltung" Filme über erniedrigten schaute. Freud würde wahrscheinlich ein Therapiebedarf orten.
  • blueberry muffin 05.07.2020 20:24
    Highlight Highlight Naja also der Artikel ist ja durchaus faktisch falsch. Natürlich machen Blowjobs Spass, ergo macht es Sinn das es eine Belohnung ist.

    Ansonsten ist das ganze natürlich Anspruchslos, wie die meisten Pornos.
    • Nurmalso 05.07.2020 22:44
      Highlight Highlight Blowjobs sind völlig überbewertet...
    • Somnambulator 06.07.2020 09:19
      Highlight Highlight Nein nein, Blowjobs sind schon super. Aber wie alle Praktiken machen sie (mir) am meisten Spass wenn sie keine Transaktionen sind.
  • James R 05.07.2020 20:13
    Highlight Highlight Im Alltag und im normalen Leben gleichen sich die Geschlechter immer mehr an. Gleiche Chancen, gleich gute Ausbildungen, Teilung von Erziehung etc. ist ja wohl für die Meisten selbstverständlich. Aber „sexy“ ist das anscheinend nicht. Da findet man Unterschiede heiss, vielleicht auch etwas was nicht „gut“ ist. Interessant wenn die Libido etwas ganz anderes möchte als die emanzipierte Person (Frau oder Mann).
  • Prometheuspur 05.07.2020 20:09
    Highlight Highlight Ich arbeite noch immer an meinem «Fifty Shades of Grey» Trauma. Also lasse ich vorerst diesen «365» Schrott.
    • maude 05.07.2020 21:00
      Highlight Highlight Same here, fand das Buch dennoch ziemlich fesselnd...
    • dodo, dodo? 06.07.2020 01:57
      Highlight Highlight lese viel. hab da eine macke bei film und buch: egal wie schlecht, muss es zu ende bringen, auch wenn alle daneben motzen. & ich mich so nerve und es schlecht finde🤷🏽‍♀️
      aber premiere: nach ca. 40 seiten konnte ich endlich mal ein buch einfach aufgeben (das fithy shades ding) wow, so grotenschlecht😂
      schade um das papier 😜
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 05.07.2020 19:18
    Highlight Highlight Ich würde es anders formulieren. Die beiden Filme, die ich beide nicht gesehen und es auch nicht vorhabe, sie noch zu schauen, offenbaren nur, dass die meisten einen Dachschaden haben.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 05.07.2020 20:31
      Highlight Highlight Das kannst du nicht beurteilen ohne zu schauen. Ich hab mir 10 Minuten angetan und kann darum voll berechtigt sagen...was soll der langweilige Scheiss.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 05.07.2020 22:07
      Highlight Highlight Doch, ich kann so etwas einschätzen, ohne es zu schauen. Im Prinzip reicht mir dazu sogar schon nur die Erwähnung "Genre". Die Thematik per se ist platt und damit so oder so langweilig. Ob das nun mit Super8 gefilmt wird oder in modernstem "Hochglanz-Look" daherkommt, spielt dabei keine Rolle. Dafür noch zehn Minuten zu opfern ist von vornherein verlorene Lebenszeit.
  • Asmodeus 05.07.2020 19:15
    Highlight Highlight Das immer größer werdende Interesse an BDSM war die vergangenen Jahre definitiv festzustellen.

    Aber auch, daß viele der Männer die in der Szene unterwegs sind definitiv kein Interesse an Konsens habe.

    Zum Hauen gehört Vertrauen. Diese Kerle ignorieren zweiteres nur zu gerne. Gewalttätige Narzissten die sich hinter der erotischen Spielart verstecken und besonders Jagd auf unerfahrene Frauen machen die glauben es gehöre dazu.
    • Riesenpinguin 06.07.2020 06:11
      Highlight Highlight Sehe ich genauso.
      Es wäre ja alles kein Problem, wenn diese Filme bzw. Bücher vernünftig mit dem Thema umgehen. Aber leider (und gefährlicherweise) wird in beiden Fällen offenbar vermittelt, dass es unsexy ist, vorher über Grenzen zu reden und sich dann auch dran zu halten.
      Dass es bei BDSM immer eine Vor- und Nachbereitung gibt, sieht man halt in Pornos nicht und die Autoren der Werke haben offenbar auch kein Interesse daran, sowas durch Recherche herauszufinden. Der Vertrag zwischen Ana und Grey ist z.B. witzlos, weil er sich einfach nicht dran hält. Konsequenzen? Also ich weiß von keinen...
    • Asmodeus 06.07.2020 12:49
      Highlight Highlight Amen.

      Es ist hat voll unrealistisch, dass man sich LANGE zusammen setzt, über Phantasien spricht, was nur in der Phantasie bleiben kann aber nicht real angewendet werden sollte, Codeworte/Handlungen für "so weit aber nicht weiter" oder "zu weit" und natürlich "sofort stoppen".

      Diese Bücher/Filme haben entsprechend nichts mit BDSM zu tun sondern nur die Prämisse:

      "Let's make rape/abuse romantic". Und sie treiben die Frauen teilweise somit direkt in die Hände von Vergewaltigern und Abusern.
    • Ian Cognito 06.07.2020 15:42
      Highlight Highlight "Zum Hauen gehört Vertrauen" <- Slogan of the day! Danke für den Asmo :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hana Meier 05.07.2020 19:14
    Highlight Highlight Gewisse Leute stehen halt auf sowas, das ist ihr gutes Recht. Sexualität lässt sich ja bekanntlich nicht aussuchen. Wenn man es eher romantisch mag gibts immernoch genug entsprechende Filme. Im Vergleich zu den klassischen Romanzen, in der die Frau gut behandelt wird, sind diese Unterwerfungsfilme ja eine kleine Minderheit...
    • Garp 05.07.2020 19:45
      Highlight Highlight Ja, es gibt Leute die stehen auf so etwas und die haben einen grossen Ehrencodex: Einvernehmlichkeit.

      In diesen Filmen geht es um Manipulation und Missbrauch und das hat absolut nichts mit BDSM zu tun.
    • _Qwertzuiop_ 05.07.2020 19:52
      Highlight Highlight Das Problem ist ja gerade bei 356, dass kein gegenseitiges Einverständnis da ist... 50 shades finde ich da eine ganz andere Liga...
    • Garp 05.07.2020 20:02
      Highlight Highlight Auch bei 50 Shades findet massive Manipulation statt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schlaf 05.07.2020 18:46
    Highlight Highlight Ach kommt, es hat sicherlich auch sehr viele devote Männer unter uns...

    Und was die Dominas mit diesen alles anstellen dürfen/müssen, will ich gar nicht wissen...
    • Samurai Gra 05.07.2020 21:21
      Highlight Highlight @Schlaf: Nur das beim "echten" BDSM die wahre Macht beim Bottom liegt.

      Dieser Part sagt wann schluss ist, dieser Part hat immer die absolute Kontrolle und das letzte (Safe)Wort.
    • Schlaf 05.07.2020 21:49
      Highlight Highlight @Samurai Gra: Ja, mein Vergleich hinkt.
      Es ist auch schwierig Parallelen zu ziehen, kann man eigentlich nicht.

      Nur das die Abgründe, was Lust angeht, unter uns Menschen sehr verschieden Tief liegen. Egal ob Frau oder Mann.

      Aber ja, das eine geschieht freiwillig, das andere ist knallhartes Ausnutzen von anderen Menschen.
    • Anam.Cara 06.07.2020 16:23
      Highlight Highlight @Schlaf. Dein Argument war schon richtig. Denn die Bücher und Filme, die es in den Mainstream schaffen (50 Shades, 365) haben Frauen zum Thema, die sich in eine Abhängigkeit manipulieren lassen. Männer sind darin reich und haben einen Knall.
      Erotisch Dominante und devote Menschen (bei denen diese Veranlagung ein fester Bestandteil der Sexualität sind) dürften sich davon verschaukelt und verspottet fühlen.
  • June 05.07.2020 18:38
    Highlight Highlight Wären die Männer nicht super heiss und mega reich wärs ein Thriller, Drama oder Horrorfilm. In der wahren Geschichte ist es ein Josef Fritzl und keine erotische Vorstellung, dann sieht die Geschichte schon anders aus. Aber hei, nicht weniger realitätsfremd als die meisten Pornos, nur leider hat dieser hier einen unverdienten Status als „Film“.
  • Lupe 05.07.2020 18:34
    Highlight Highlight Muss man den US Schrott gesehen haben ? Nein !
    • Bobo B. 05.07.2020 19:05
      Highlight Highlight Muss man wissen ob Polen ein Bundesstaat der USA ist?
  • Nausicaä 05.07.2020 18:33
    Highlight Highlight Gerade weil solcher Schund solchen Auftrieb hat, brauchen wir hier dringend wöchentlich eine Kolumne zu Themen der Gleichstellung.
    Abwechslungsweise von Frau Meyer und z.B. Herr Toggweiler oder Schurter.
  • GetReal 05.07.2020 18:32
    Highlight Highlight Tatsache ist, dass viele Frauen die Fantasien haben, sich zu unterwerfen, gedemütigt zu werden, eine "Sex-Sklavin" zu sein, die ihre Lust dadurch erlangt, einem Mann oder einer Frau (ja gibt es auch) tabulos zu dienen. Es ist kein Trend, es ist eine Veranlagung, die - und das ist positiv - heute mehr gelebt werden kann als früher.

    Die Aufgabe der Sub ist ein Zeichen der feministischen Stärke, es ist immer sie, die z.B. Grenzen bestimmt. Klar, Missbrauch gibt es, hat nichts mit BDSM spezifisch zu tun: Ich wage gar die Behauptung, statistisch kann man keine Häufung unter BDSMlern nachweisen.
    • Nausicaä 05.07.2020 18:38
      Highlight Highlight Im Film geht es nicht um BDSM. Die Frau wird gegen ihren Willen entführt. Wichtiger Unterschied.
    • GetReal 05.07.2020 18:42
      Highlight Highlight @Nausicaä: Lies meinen Text bitte. Danke :-)
    • June 05.07.2020 18:48
      Highlight Highlight Aber die Frau hier wurde ohne ihre Einstimmung einfach entführt, hat wohl nichts mit Zustimmung zu tun. Hier wird etwas krass romantisiert, was einfach in der Realität wahrscheinlich nicht so wäre. Ich meine, die Wahrscheinlichkeit von einem reichen Sexgott entführt und zum Shopping gezwungen zu werden ist wohl eher klein. Ist mir auf jeden Fall noch nie passiert.
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  • Garp 05.07.2020 18:14
    Highlight Highlight Danke Simone!
  • Leguan 05.07.2020 18:14
    Highlight Highlight Dieser Film ist einfach nur grottenschlecht, noch schlechter als fifty shades.
    • Garp 05.07.2020 20:18
      Highlight Highlight Es geht eben nicht einfach darum, ob es ein schlechter Film ist, sondern was er vermittelt.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 05.07.2020 20:29
      Highlight Highlight Da ich nach 10 Minuten abgeschaltet habe weiss ich nicht ob auch die restlichen 1.5 Stunden so langweilig und nichtssagend sind.
    • Emma7 05.07.2020 21:27
      Highlight Highlight Ich habe leider gestern den Film auch gesehen. Der schlechteste Film ever. Habe sogar früher den TV abgestellt, habe mich mit jeder Minute mehr und mehr genervt. Wie Sie schrieben grottenschlecht und erbärmlich
  • Chris69 05.07.2020 18:08
    Highlight Highlight ich frage mich immer bei all diesen fifty shades, 365 Filmen, banchelors, Super Models Castings..., welche doch alle extrem frauenfeindlich und gegen alle Trends einer modernen selbstbewussten gerichtet sind..Wieso sind diese Formate so erfolgreich. Denn Männer sind definitiv nicht das Zielpublikum der Filme. Das sind Frauen. Kann mir dieser Widerspruch jemand erklären. Ich verstehs echt nicht
    • Antigone 05.07.2020 18:18
      Highlight Highlight Die Dominanz der Männer.
    • I don't give a fuck 05.07.2020 18:20
      Highlight Highlight Dominanz turnt nicht nur Männer an.
    • bossac 05.07.2020 18:25
      Highlight Highlight Es sind halt Fantasien die hier bedient werden. Wenn Mann sich einen männlichen Klischeefilm wie Fast & Furious anschaut, wird er hoffentlich auf der Strasse sich nicht gleich verhalten oder seine Frau exakt wie in einem dieser Hardcore-Pornos rammeln (ausser es entspricht den gemeinsamen Vorlieben...)
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