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Fifty Shades Darker, Jamie Dornan, Dakota Johnson

Blumen sind in diesem Film sehr wichtig. Und Feuerwerke. Und Autos, Helikopter und schöne Wohnungen. Ach ja, die Liebe auch. Bild: Universal

Hilfe, ich mach schon wieder ein Orgasmus-Gesicht! «Fifty Shades Darker» ist sooo ...

... aufregend wie ... Egal, wir geben alles, um euch das Sequel von «Fifty Shades of Grey» näher zu bringen. Jetzt im Kino.



Ich schwöre, nach diesen zwei Stunden will ich die letzte Staffel «Bachelor» zurück. Integral. Auch wenn Anna Rothenfluh sagt, dass wir uns noch niemals im Leben so sehr gelangweilt haben. Stimmt. Trotzdem. Machen wir's also kurz, hier die Zusammenfassung im Schnelldurchlauf:

Anastasia Steele (Dakota Johnson) hat sich von Christian Grey (Jamie Dornan) getrennt. Er will sie zurück. Er kriegt sie zurück. Logisch. Sie haben Sex in ihrer Wohnung. In seiner auch. Und im Lift. Aber auch im Haus seiner Pflegeeltern. Mit und ohne Unterwäsche. Mit und ohne Sexspielzeug. Dakota Johnson denkt sich wahrscheinlich: «Hilfe, ich muss schon wieder mein Orgasmus-Gesicht machen!» Egal. Niemand fragt sie.

Und wie sieht dein Orgasmus-Gesicht aus?

Edvard Munch Der Schrei

Edvard Munch, «Der Schrei». bild: wikipedia

Christian Grey hat schöne Muskeln und weniger schöne Exfrauen. Und einen Ödipuskomplex (für alle Nicht-NZZ-Leser/User: Das ist, wenn einer seine Mutter begehrt). Leibliche Mutter: Tot, weil Junkie, Klein-Christian sass drei Tage neben Leiche. Sucht seither nach Frauen, die der Mutter gleichen, peitscht sie aus und so. Zum Spass. Beim Sex. Anastasia gleicht auch der Mutter. Und Ex Leila. Die sieht aus wie Junkie, macht Anas Auto kaputt, gehört klar in die Psychiatrie. 

Zur Auflockerung: Das Lustigste, was es je zu «Fifty Shades» gegeben haben wird:

Übrigens träumen wir von einem fiesen Experiment: Wir schicken ein uns bekanntes Liebespaar in den Film, schliessen beide an Geräte an und messen ihre Erregung. Leider wird das Resultat enttäuschend flach sein. Deshalb lassen wir's wohl bleiben.

Zur Ablenkung: Ein erotischer Themenpark!

Christians Segelyacht heisst wie seine Pflegemutter Grace. Ana erspäht von der Yacht aus ein begehrenswertes Anwesen. Wetten, dass Christian ihr das in Teil drei kaufen wird? Er kauft alles. Auch den Verlag, in dem Ana arbeitet. Ihr Chef bedrängt sie. Christian kennt CEO, CEO feuert Chef, Ana kriegt Job des Chefs. Logisch. Chef scheint sich rächen zu wollen. Spannend. Ein bisschen. Chef wird von brutal schlechtem Schauspieler gespielt. Der kann gefeuert werden.

Dies rät Anas Chef:

«Wenn du dich schon hochschlafen willst, tu's mit jemandem, der dich klüger macht, nicht reicher.»

Wie würdest du enstcheiden?

Du kannst jetzt echt nicht mehr warten? Hier ist der Trailer:

abspielen

Video: YouTube/Fifty Shades

Apropos Psychiatrie: Bräuchte Christian dringend. Schlimm verkachelte Kindheit. Nicht nur das Ding mit der Mutterleiche, der Vater hat auch noch Zigaretten auf Bubenbrust ausgedrückt. Schlimme Narben. Ana muss mit Lippenstift anzeichnen, wo sie ihn nicht berühren darf. Christian zieht Hemd drüber. Wieso macht Lippenstift keine Flecken? Welche Marke ist das? 

Christians Vorteile sind: Er hat undenkbar viel Geld, er ist nicht hässlich, Sex ist super. Christians Nachteile sind: Er ist ein Psychopath, Sex tut weh, mit ihm leben heisst, ihn therapieren. Hab noch nie begriffen, wieso Ana sich dies antut. Egal. Niemand fragt mich. 

«Fifty Shades Darker» (Regie: James Foley) ist jetzt im Kino zu sehen.

Auch das willst du wissen. Alles.

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