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Vollmond im Dezember 2022: Spannende Fakten über den Mond

Vollmond: Ein faszinierendes Ereignis, das die Menschheit seit den Anfängen beschäftigt.
bild: shutterstock

13 Fakten zum Vollmond, mit denen du angeben kannst

Am 8. Dezember 2022 tritt der Vollmond in der Schweiz um 05:08 Uhr ein. Der Vollmond im Dezember wird auch als Julmond oder Kalter Mond bezeichnet.
26.02.2021, 09:1122.11.2022, 14:27

Der Mond begleitet uns Menschen schon seit Urzeiten. Seit jeher übt er eine anziehende Wirkung auf die Menschheit aus. Besonders in den Vollmondnächten zieht uns die silbrig strahlende Kugel am Sternenhimmel immer wieder aufs Neue in ihren Bann.

Doch was wissen wir alles über den Mond? Warum leuchtet er immer anders? Bringt er uns um den Schlaf? Hat er andere Effekte? Wir klären dich auf.

Wie gross ist der Mond im Verhältnis zur Erde?

Wenn wir zum Erdtrabanten hochschauen, wirkt er sehr klein. In der Tatsache ist er aber mit einem Durchmesser von 3474 Kilometern fast ein Viertel so gross wie die Erde mit ihren 12'742 Kilometern Durchmesser. Im Vergleich zur Sonne, die einen Durchmesser von 1'392'700 Kilometern aufweist, ist der Mond aber wie auch unser Planet winzig.

Warum leuchtet der Mond immer anders?

Der Mond leuchtet nicht von selbst. So wie die Erde wird er immer zur Hälfte von der Sonne beschienen. Ob wir von hier aus einen Halbmond, Vollmond oder nur eine Mondsichel sehen, hängt davon ab, wie der Mond im Verhältnis zur Sonne und zur Erde steht.

Steht er im rechten Winkel zur Sonne, dann sehen wir einen Halbmond. Wenn Mond und Sonne in Opposition zueinander stehen – also wenn Sonne, Erde und Mond sich auf einer Linie befinden – kann man je nachdem, wo man sich befindet, eine voll beleuchtete Kugel am Himmel sehen.

Welche Mondphasen gibt es?

Der Mondzyklus, auch Lunation genannt, ist die Zeitspanne von einem Neumond zum nächsten. In dieser Zeit sehen wir ständig wechselnde Lichtgestalten. Wir unterscheiden:

  • Neumond
  • Zunehmender Sichelmond
  • Zunehmender Halbmond
  • Zunehmender Dreiviertelmond
  • Vollmond
  • Abnehmender Dreiviertelmond
  • Abnehmender Halbmond
  • Abnehmender Sichelmond
Diese Mondphasen gibt es und so heissen sie.
Das sich verändernde Mondlicht: Von der Mondsichel zur Mondscheibe und zur Sichel zurück.bild: shutterstock/watson

Übrigens: Wer sich manchmal beim Blick in den Himmel fragt, in welcher Phase sich der Mond gerade befindet, für den gibt es einen «Trick»: Dafür muss man sich die in der Schule gelernte, «geschwungene» Schrift vorstellen. Ist der Mond abnehmend, zeichnet er ein kleines «a» nach – seine Ausbuchtung befindet sich auf der linken Seite. Ist er zunehmend, dann zeichnet er ein kleines «z» nach – mit Ausbuchtung nach rechts.

Wieso gibt es verschiedene Mondphasen?

Der Mond hat keinen fixen Platz. Er ist ständig in Bewegung. Genauso wie die Erde auch. Dabei gibt es aber einen grossen Unterschied. Die Erde umkreist die Sonne in einem Jahr. Um genau zu sein in 365 Tagen, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Der Erdtrabant braucht für die Umkreisung unseres Planeten aber nicht ein Jahr, sondern nur 27 Tage, 7 Stunden und 43,7 Minuten. Also circa einen Monat.

Die Phasen des Mondes von der Erde aus gesehen.
Von der Sichel zum Vollmond, so verändert sich das Mondlicht.bild: shutterstock

Aufgrund der ständigen Bewegung des Mondes sehen wir ständig andere Facetten des Mondes und seines Lichtes.

Was ist ein Supermond?

Ein Vollmond wird als Supermond bezeichnet, wenn die Distanz zur Erde besonders klein ist. Konkret wird seit den 70er-Jahren von einem Supermond gesprochen, wenn die Distanz zwischen Mond und Erde weniger als 367'600 Kilometer beträgt.

Gemäss der US-Raumfahrtsbehörde Nasa wirkt der Supermond aufgrund seiner geringen Distanz etwa 17 Prozent grösser und scheint sein Licht gar bis zu 30 Prozent heller im Vergleich zum Vollmond, der am weitesten weg ist.

Ein Supermond im Vergleich zu einem normalen Vollmond: So viel grösser erscheint der Mond, wenn er sich am Perigäum befindet.
Der Vergleich von Erdnähe und Erdferne: Supermond (Vollmond am Perigäum) und normaler Vollmond.Bild: wikicommons/Marcoaliaslama

In der Regel gibt es drei bis vier Mal pro Jahr einen Supermond zu bestaunen – und das immer in Folgemonaten. Am 12. August 2022 war das im laufenden Jahr bereits zum vierten Mal in Folge der Fall. Mit nur 357'418 Kilometern Distanz kam der Vollmond aber schon im Juli der Erde am nächsten.

Weil sich der Mond nicht in einem perfekten Kreis, sondern in einer elliptischen Bahn um die Erde dreht, kann er sich entweder in Erdnähe oder in Erdferne befinden. Trifft es sich, dass der Mond sich in der Vollmond-Phase und gleichzeitig am Perigäum (dem erdnächsten Punkt) befindet, spricht man umgangssprachlich von einem Supermond.

Im Perigäum ist der Mond durchschnittlich rund 363'300 Kilometer entfernt. Bei seiner grössten Entfernung, dem sogenannten Apogäum, wächst diese Distanz im Durchschnitt auf 405'500 an.

Wie beeinflusst der Mond Ebbe und Flut?

Der Mond ist zu einem grossen Teil verantwortlich für Ebbe und Flut. Dieser Effekt hängt mit der Gravitation zusammen. Der Mond zieht das Wasser an. Weil die Erde aber um einiges grösser ist, zieht er nicht die ihm zugewandte Wassermenge an, sondern jene an den Enden. Hier zieht die Gravitation der Erde das Wasser nicht in entgegengesetzte Richtung. So sieht das aus:

Ebbe und Flut: So beeinflusst der Mond die Ozeane der Erde.
Die Mond-Gravitation wirkt besonders an der auf diesem Bild oberen und unteren Ende der Erde. Diese Wassermassen werden auf die zugewandte Seite gezogen.Bild: shitterstock

Das Wasser wird also nicht direkt vom Mond angezogen, sondern sammelt sich jeweils an der zu- und abgewandten Seite. Dadurch entsteht in diesen Erdregionen die Flut und an den Enden jeweils die Ebbe. Weil dadurch zwei Flutberge entstehen (einmal an der abgewandten und einmal auf der zugewandten Seite), gibt es meistens auch zwei Tiden pro Tag.

Wann findet die nächste Mondfinsternis statt?

Eine Mondfinsternis ergibt sich dann, wenn sich die Erde zwischen Mond und Sonne befindet und der Schatten der Erdkugel den Mond komplett bedeckt. Dieses Phänomen tritt relativ häufig auf, ist jedoch nicht immer von allen Erdregionen aus zu sehen. Pro Jahr gibt es mindestens zwei Mondfinsternisse.

Die letzte Mondfinsternis fand am 8. November statt, es war eine totale Mondfinsternis. Allerdings war sie leider von der Schweiz aus nicht sichtbar. Die nächste von der Schweiz aus beobachtbare Mondfinsternis findet am 5. Mai 2023 statt. Dabei handelt es sich um eine Halbschatten-Mondfinsternis, bei welcher der gesamte Mond – im Gegensatz zur totalen oder partiellen Finsternis – immer noch leicht von direktem Sonnenlicht beschienen wird.

Kann man im Vollmond ein Gesicht oder einen Hasen sehen?

Der Mond dreht sich aber nicht nur um die Erde, sondern auch um sich selbst – und zwar in einer sogenannten gebundenen Rotation. Das bedeutet, dass er der Erde immer die gleiche Seite zuwendet und wir von der Erde aus nur diese Seite des Mondes zu Gesicht bekommen. Die Rückseite des Mondes sehen wir also nie. Dafür können wir auf der Mondoberfläche dunkle Tiefebenen, sogenannte Mare, erkennen. Einige Leute interpretieren aus den Tiefebenen verschiedene Figuren.

Eines davon ist beispielsweise der Hase. Andere meinen, ein Gesicht im Mond zu erkennen. Je nachdem, wo wir uns befinden, liegt der Mond anders, als wir ihn von der Schweiz aus kennen. Auf der Südhalbkugel steht er, von uns aus betrachtet, auf dem Kopf. Die dortigen Bewohner sehen statt einem Hasen eine Frau, die Brennholz auf dem Rücken trägt.

Sieht man den Vollmond auch bei Tag?

Für uns sind die Aufgaben des Mondes und der Sonne klar aufgeteilt: Am Tag scheint die Sonne und in der Nacht leuchtet der Mond. Das stimmt aber nicht ganz. Manchmal ist der Mond auch am Tag am Himmel zu sehen. Gilt dasselbe auch für den Vollmond? Leider nicht. Der Vollmond orientiert sich nicht daran, ob bei uns gerade Tag oder Nacht ist.

Der Vollmond am Nachthimmel hinter Wolken
bild: shutterstock

Das astronomische Ereignis findet dann statt, wenn Sonne, Erde und Mond im Weltraum in einer Reihe stehen. Exakt in dieser Reihenfolge. Die Erde steht dann also zwischen diesen beiden Himmelskörpern. Auf der sonnenabgewandten Erdhalbkugel ist zu diesem Zeitpunkt Nacht und man sieht von dort aus den Vollmond. Auf der anderen Seite der Erdhalbkugel ist aber noch Tag. Dort sieht man den Vollmond nicht, da er sich hinter der Erde versteckt. Dies erklärt, warum im Mondkalender manchmal steht, dass der Vollmond mitten am Tag stattfindet.

Beeinflusst der Vollmond unseren Schlaf?

Viele Leute beklagen sich darüber, dass der Vollmond ihnen den Schlaf raube. Aber ist wirklich der Mond für einen schlechten und unruhigen Schlaf verantwortlich?

2013 versuchten Schweizer Forscher, dem Vollmond-Effekt bei einer Gruppe von Probanden im Schlaflabor auf die Schliche zu kommen. Die Testpersonen brauchten im Schnitt 5 Minuten länger, um einzuschlafen. Ausserdem waren die Schlafdauer und Tiefschlafphase kürzer als sonst. Allerdings weist die Studie gewisse Schwächen auf, welche die Forscher später selbst einräumten. Es wurden nur 33 Personen getestet und die Anzahl der untersuchten Vollmondnächte war sehr gering. Weitere Studien konnten keinen Zusammenhang zwischen dem menschlichen Schlaf und den Mondphasen finden.

Bekannt ist jedoch, dass Licht einen Einfluss auf unseren Schlafrhythmus hat. So könnte es sein, dass der helle Vollmond der Grund für einen leichteren Schlaf ist. Ein Argument, welches das widerlegen könnte: Die drei Nächte um die Vollmondnacht sind zwölfmal so hell wie der Halbmond.

Beeinflusst der Mond die Periode der Frau?

Der Menstruationszyklus beträgt im Schnitt 28 Tage, fast genauso lang, wie der Mond um die Erde rotiert. Ist das Zufall? Ja, besagt eine Studie aus dem Jahr 2019, welche die Zyklen von 1,5 Millionen Frauen untersuchte, die keine hormonelle Geburtenkontrolle zu sich genommen hatten. Es wurden keine Hinweise gefunden, die darauf deuten, dass es zwischen den Mondphasen und der Menstruation eine Beziehung gibt.

Die Länge des Menstruationszyklus kann jedoch je nach Alter und ethnischem Hintergrund variieren. Zusätzlich dauert der Menstruationszyklus bei Tieren unterschiedlich lange, somit scheint es sich bei dem Menschen bloss um reinen Zufall zu handeln.

Heulen Wölfe den Vollmond an?

Vollmond und heulende Wölfe – in den Filmen gehört das oft zusammen. Aber heulen die Tiere wirklich den Vollmond an?

Heulen Wölfe tatsächlich den Vollmond an?
bild: shutterstock

Nein. Das Heulen ist die Sprache der Wölfe, so nehmen sie Kontakt zu ihren Artgenossen auf und rufen zur Jagd auf. Da die Wölfe vor allem während der Dämmerung auf die Jagd gehen, hört man sie meistens in der Nacht. Zwar kann es so aussehen, als würden sie beim Heulen den Kopf zum Mond strecken. Tatsächlich tun sie das aber, um eine bessere Reichweite zu erzielen.

Wann ist in der Schweiz 2022 Vollmond?

Den Vollmondkalender des Jahres und die dazugehörigen Namen der Algonkin, einem nordamerikanischen Stamm Ureinwohner, findest du hier:

  • Dienstag, 18. Januar 2022 (00:48 Uhr) – Wolfsmond
    Der erste Vollmond des Jahres steht im Namen der heulenden Wölfen, die Mitten im Winter besonders hungrig sind.
  • Mittwoch, 16. Februar 2022 (17:56 Uhr) – Schneemond
    Weil laut den Algonkin im Februar besonders viel Schnee fällt, nennen sie ihn den «Snow Moon».
  • Freitag, 18. März 2022 (8:17 Uhr) – Wurmmond
    Mit den steigenden Temperaturen schmilzt der Schnee und die Vögel ziehen erste Regenwürmer aus der Erde.
  • Samstag, 16. April 2022 (20:55 Uhr) – Rosa Mond
    Der «Pink Moon» verdankt seinen Namen der gleichfarbigen Flammenblume, die dann gerade blüht.
  • Montag, 16. Mai 2022 (6:14 Uhr) – Blumenmond
    Auch der darauffolgende Vollmond ist den Blumen gewidmet, die Mai überall blühen.
  • Dienstag, 14. Juni 2022 (13:51 Uhr) – Erdbeermond
    Im Juni geben die - wie unschwer zu Erraten ist - reifenden Erbeeren dem Vollmond den Namen.
  • Mittwoch, 13. Juli 2022 (20:37 Uhr) – Bockmond
    Weil dem männlichen Reh, also dem Rehbock, im Hochsommer ein Geweih wächst, heisst der Vollmond «Buck Moon»
  • Freitag, 12. August 2022 (3:35 Uhr) – Störmond
    Im August ziehen die Algonkin beim Fischen viele Störe an Land, daher kommt der Name «Sturgeon Moon»
  • Samstag, 10. September 2022 (11:59 Uhr) – Erntemond
    Alternativ wird der Vollmond im September auch als «Corn Moon» bezeichnet, da die Maisernte ansteht.
  • Sonntag, 9. Oktober 2022 (22:55 Uhr) – Jägermond
    Die Algonkin erjagen sich ihre Fleischvorräte für den Winter.
  • Dienstag, 8. November 2022 (12:02 Uhr) – Bibermond
    Um nicht frieren zu müssen, legen die Stämme Fallen für Biber und andere Pelztiere aus.
  • Donnerstag, 8. Dezember 2022 (5:08 Uhr) – Kalter Mond
    Mit dem Beginn des Winters kommen die eisige Temperaturen, nach denen der Vollmond im Dezember benannt ist.​
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So nah war der Mond seit 68 Jahren nicht mehr – die besten Bilder des «Supermonds» 2016

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So nah war der Mond seit 68 Jahren nicht mehr – die besten Bilder des «Supermonds» 2016
quelle: epa/dpa / timm schamberger
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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Prometheus Disk
27.01.2021 12:52registriert Dezember 2020
Tag-Mond über einer weiss eingeschneiten Rotbuche.
14 Fakten zum Vollmond, mit denen du angeben kannst\nTag-Mond über einer weiss eingeschneiten Rotbuche.
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Prometheus Disk
27.01.2021 14:16registriert Dezember 2020
Supermond im April 2020 war super!
Foto: Martin Mägli
14 Fakten zum Vollmond, mit denen du angeben kannst\nSupermond im April 2020 war super!
Foto: Martin Mägli
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Kanuli
27.01.2021 12:34registriert Mai 2020
Ich hatte bisher oft Alpträume, lebendigere Träume und auch Schlafprobleme, und jedes Mal, wenn es besonders schlimm war, grinste mich der Vollmond an. Kann allerdings trotzdem Zufall sein, weil unser Körper hat noch andere Zyklen (zb Hormonzyklus), welche einfach auch zufällig in dem gleichen Rythmus wie der Mond fallen kann. Man darf dabei Korrelation und Kausalität nicht vermischen. Nur, weil Dinge zufällig zur gleichen Zeit auftreten, muss es keinen zwingenden Zusammenhang zwischen ihnen haben.
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