DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Sommer im November

Der letzte Freitagabend war der Startschuss für ein lateinamerikanisch angehauchtes Jazz Wochenende. Marta Gomez (Sängerin) und Andres Rotmistrovsky (Bass) verwandelten das Pflegidach in Muri in einen Ort, an dem wunderbare Musik und deren Geschichten in die Welt hinausgetragen wurden. Während dreier Abende hatte man die Möglichkeit Gomez und Rotmistrovsky als Duo zu erleben.
04.12.2018, 10:16
Michelle Wissmann

Zurück in die Vergangenheit

Die Sängerin und der Bassist lernten sich während ihres Studiums am Berklee College in den USA kennen. Beide Musiker sind fasziniert von der Musik des Anderen. Gomez und Rotmistrovsky lieben es, gemeinsam aufzutreten und das Publikum zu verzaubern. Diese Magie war im Pflegidach besonders spürbar. Die beiden Musiker bezeichneten sich auf der Bühne gegenseitig als Lieblingsbassisten und Lieblingssängerin. Gomez und Rotmistrovsky sind keine Unbekannten mehr in Muri. 

Hinweis
Die Artikel in der Rubrik «Musig im Pflegidach» werden von Schülerinnen und Schüler der Kanti Wohlen im Rahmen ihres Deutschunterrichts verfasst.

Im Gegensatz zu letzteren Auftritten standen diese Konzerte unter dem Projekt «Newvelle.Muri». Vom ersten bis zum letzten Ton wurde alles aufgezeichnet, um Vinylschallplatten herzustellen. In wenigen Monaten werden diese zu kaufen sein. Für Gomez waren die Aufnahmen keine Herausforderung. Sie ist immer voller Begeisterung, wenn es darum geht, ein Album aufzunehmen. So sagte sie: «The magic is always there, in every album» (Die Magie ist immer da, in jedem Album).

Marta Gómez & Andres Rotmistrovsky DUO - «Cancion En Sol»

Sonnenstrahlen im Nebelmeer

Martha Gomez (voc) und Andres Rotmistrovsky (b) entführten das Publikum während einer Stunde in eine andere Welt. Die Kombination von sanften Basstönen und spanischem Gesang war einzigartig. Die ruhige Jazzmusik, mit südamerikanischem Einfluss, verführte die Gäste zum Zurücklehnen und Geniessen. Gomez’ und Rotmistrovsky’s Musik versprühte im ganzen Saal das Gefühl von Fröhlichkeit und Geborgenheit. 

Die Leidenschaft zur Musik war nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen und zu spüren. Mit leicht tanzenden Bewegungen von Gomez wurde die Illusion eines perfekten Bühnenbilds erfüllt. Das Pflegidach war an diesem kalten, nebligen Abend der einzige Ort im Freiamt, an dem dank des südamerikanischen Temperaments die Sonne schien.

«Kids are my mentors»
Marta Gomez

Ein Lied ist nicht nur ein Lied. Denn hinter jedem Song steckt eine verborgene Geschichte. Die gebürtige Kolumbianerin liess das Publikum an ihren Erlebnissen teilhaben. Aussagen von Freunden und Kindern sind für Gomez eine wichtige Inspirationsquelle. So Gomez: «Kids are my mentors» (Kinder sind meine Mentoren). Kinder haben eine grosse Bedeutung in ihrem Leben. Ein Song basiert auf einem Erlebnis mit ihrem Sohn. 

Beiden macht es grossen Spass, im Park in den Himmel zuschauen und sich Wolken als Tiere vorzustellen. Dies inspirierte Gomez, einen neuen Song zu komponieren. Manchmal schon reicht ein kurzer Satz und ein neuer Song ist geboren. Für die Sängerin ist die Erde das Zuhause vieler Geheimnisse, die man nur entdecken kann, wenn man aufmerksam durch das Leben geht. Die Kolumbianerin achtet stets auf die kleinen Dinge. Vielleicht versteckt sich hinter ihnen, eine noch nie dagewesene Melodie.

Magie der Musik

Einer der letzten gespielten Songs, hiess «Para la guerra nada» (Nichts für den Krieg). Ein Song, von dem mehr als 3000 Versionen existieren. Überall auf der Welt stiess dieses Lied auf offene Ohren. Aus unterschiedlichsten Ländern und Städten wurden Aufnahmen ins Internet hochgeladen. Dieses Lied ist nicht beliebt, weil es einzigartig ist, sondern weil es eine wichtige Botschaft vermittelt. 

«Parala guerra nada» behandelt das Thema Krieg und zeigt, wie unnötig dieser ist. Lieber soll man zusammen lachen, singen und musizieren als sich bekämpfen. Zu diesem Song griff Gomez dann selbst zur Gitarre und überbrachte mit Rotmistrovsky die gefühlvolle Nachricht. Als gemeinsame Vollendung sang das Publikum die letzten Zeilen gemeinsam mit dem Duo.

Marta Gómez & Andres Rotmistrovsky@«Musig im Pflegidach» Muri

1 / 38
Marta Gómez & Andres Rotmistrovsky@«Musig im Pflegidach» Muri
quelle: christoph biegel/marin wolf
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Interaktion, Improvisation, Intuition
Romantic Funk, bestehend aus dem Leader Orlando le Fleming (Bass), Will Vinson (Saxofon), Tom Cawley (Piano) und James Maddren (Schlagzeug), trat am Sonntag in der Konzertreihe Musig im Pflegidach auf. Schon nach den ersten Sekunden wurden die Jazzfans in Muri von der Kreativität der Musiker verzaubert.

«Alles in allem bin ich mit unserem heutigen Auftritt als Band wirklich zufrieden. Von meinem Teil bin ich jedoch nicht sehr überzeugt, aber meine Bandmitglieder haben das kompensiert», so der Leader le Fleming nach dem Konzert. Ein Zuschauer meinte allerdings: «Die Harmonie zwischen allen Vieren war phänomenal, von A bis Z!» Vermutlich braucht es dieses Anstreben nach Perfektion, um in dieser Liga spielen zu können. Der Bassist ist hart mit sich selbst.

Zur Story