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«Was ich an Homosexualität hasse»: Schwuler YouTuber holt zum Rundumschlag aus

Schwulenbars, tägliche Outings und dann erst diese Flagge: In seinem neuesten Video rechnet der österreichische YouTuber Michael Buchinger mit Homo- und Heterosexuellen gleichermassen ab.



Michael Buchingers Gesellschaftskritik: «Eine etwas übertriebene Liste an Dingen, die mich an unserer Gesellschaft im Umgang mit Homosexualität stören.»

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video: YouTube/Michael Buchinger

Ganz am Anfang seiner Hasstirade steht die Selbstausgrenzung. «Ich hasse nichts mehr, als wenn Freunde mich einladen, in ein schwules Café, auf eine schwule Party oder in schwules Sommerkino zu gehen», stellt Michael Buchinger in seinem Video klar.

Und weiter geht es mit «all den Dingen, die ich an Homosexualität hasse, oder an Schwulen oder an mir selbst als schwule Person.» 

Ja, Buchinger ist homosexuell. Dennoch glaubt er nicht, dass man sich immer wieder aufs Neue outen muss. Auch so ein Punkt auf seiner Liste. Der ironische Kommentar des Wieners dazu: «Auch ich dachte ja, dass Whoopi Goldberg weiss ist und Elvis lebt, und ich brauche deshalb einen täglichen Reminder, dass dem nicht so ist.»

«Nein, es ist nicht schwer»

Michael Buchinger wirkt etwas aufgebracht – denn so wie er es erlebt, verhält sich die doch recht aufgeklärte Gesellschaft noch immer verkrampft, wenn es um die sexuelle Orientierung geht.

Überhaupt kommt es ihm so vor, als ob viele «Heterosexuelle und Homosexuelle als zwei verschiedene Völker mit zwei völlig unterschiedlichen Sprachen sprechen» sehen würden.

Zum Schluss beantwortet Buchinger auch ein für alle Mal die Frage «Ist das nicht schwer für dich?»: «Das Einzige, was leichter sein könnte für mich als schwul zu sein, ist im Bett zu liegen und die Wand anzustarren.» (smo)

 

 

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    Alle Leser-Kommentare
  • OkeyKeny 25.02.2016 12:21
    Highlight Highlight Es sind Dinge die ER nicht ausstehen kann, also ist das ja rein subjektiv. Ich finde jedoch, dass Homosexualität öffentlich zelebriert werden soll, nicht weil es besser ist als andere sexuelle Ausrichtungen, aber weil die Schweiz noch immer relativ rückständig ist, und wir ausdrücklich zeigen wollen, dass wir selbstbewusst hinter dieser Sache stehen. Solange man schweigt, ändert sich nichts. Zudem haben Veranstaltungen wie zum Beispiel die Gay Pride eine simple, aber wichtige Botschaft an andere Homosexuelle: Du bist nicht alleine.
  • Calvin Whatison 25.02.2016 09:38
    Highlight Highlight Solange es Menschen gibt... ;-)
  • Miss_Ann_Thropist 25.02.2016 08:33
    Highlight Highlight Was der Junge erzählt ist meiner Meinung nach Bullshit. Es braucht natürliche Ghettos, damit man sich unter seinesgleichen wohl fühlen kann. Ein Töfffahrer ist auch in nem MC und nicht im Literaturclub. Und wenn ich mal einen Abend Party machen will, ohne dass alle Frauen mich zu ihrem neuen besten Shoppingfreund machen wollen und ohne dass jeder Heteromann denkt ich würde auf ihn stehen, dann geh ich eben irgendwohin, wo ich weiss, dass das nicht der Fall sein wird. Und solange es noch Parteien gibt, die mir meine Rechte verweigern (hallo CVP, SVP) sind auch öffentliche Protestaktionen nötig.
  • Statler 25.02.2016 08:17
    Highlight Highlight Bin in Zürich kürzlich an einem Plakat vorbeigegangen «Tage der arabischen Literatur» - und dachte mir so: Wie schön wäre es, wenn die Herkunft dabei keine Rolle spielen würde. Wenn es einfach nur um Literatur ginge (die an sich ja schon etwas Schönes ist). Wie schön wäre es, wenn es keine «schwulen Filme» geben würde, sondern einfach nur Filme, etc. pp.
    So lange das nicht so ist, werden Menschen ausgegrenzt. Denn wenn «arabisch/schwul/lesbisch/behindert...» sein, «etwas Besonderes» ist, hängt diesem Besonderen auch immer der Geschmack von «nicht normal/ausserhalb der Gesellschaft» an...
    • giandalf the grey 25.02.2016 10:10
      Highlight Highlight Da bin ich nicht ganz deiner Meinung.
      Also es stimmt schon: ein "schwulen Film" ist bullshit. Aber es macht durchaus Sinn zu erwähnen was für Literatur gelesen/präsentiert wird. Das hat auch nicht mit Ausgrenzung zu tun sondern mit Kategorisierung (und ja da ist die Grenze verschwommen ich weiss). Ich meine nur wenn ich sage "lass uns Musik hören" anstatt "lass uns Rap hören" dann kategorisiere ich zwar nicht, aber wenn du nicht auf Rap stehst bist du dann vielleicht unglücklich.
      Es ist deshalb nicht etwas Besonderes sondern ein Merkmal. Wenn es etwas Besonderes ist ist es natürlich kacke.
    • Pascal91 25.02.2016 10:48
      Highlight Highlight Das das mit der arabischen Literatur finde ich jetzt überhaupt nicht eingrenzend. Ist halt einfach das Thema. Gibt ja in praktisch allen Interessen unterschiedliche Richtungen oder Gruppen. Hier geht's jetzt halt um arabische Literatur und nicht um z.B. russische oder deutsche Literatur. Wie soll das ausgrenzen?
    • Statler 25.02.2016 11:18
      Highlight Highlight @Gian & Pascal: Mir geht's darum, worauf der Fokus liegt. Mir ist es grundsätzlich egal, woher die Literatur kommt oder ob ein Film schwul ist [etc.]. Die Frage ist doch, sind die Geschichten gut?
      «Arabisch» ist kein «Thema», sondern die Herkunft. Rap hingegen ist eine Stilrichtung, die mir nicht sagt, woher die Protagonisten kommen. Bei der Literatur wäre die Kategorie vielleicht Drama, Thriller, Romanze - ob die nun arabisch oder aus Oberengstringen ist, spielt doch für die Qualität der Geschichte keine Rolle?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kimbolone 25.02.2016 06:34
    Highlight Highlight Solange man sich und seine sexuelle Ausrichtung mit Gayparades zelebrieren muss, wird Homosexualität leider stinknormal sein. Gleiches gilt für Sportleroutings: Wenn jedes Mal so ein Fass aufgemacht wird, zeigt das doch nur, dass wir noch weit von der Normalität entfernt sind.

    Schade!
    • Kimbolone 25.02.2016 07:20
      Highlight Highlight Nie stinknormal, nie. Man sollte nicht elementare Wörter vergessen beim Kommentieren. 😣
    • Kyle C. 25.02.2016 10:29
      Highlight Highlight Das Problem dabei ist die unscharfe Definition von "Normal". Ein schreckliches Wort. Das Ziel sollte nicht sein, etwas vermeintlich "Abnormales" zu normalisieren. Denn das setzt immer eine bereits existierende Definition von Normalität voraus und ist somit per se schon problematisch, da sich Normalität stetig verändert. Das Ziel sollte eine respektvolle Gleichgültigkeit sein. Ich bin weder für noch gegen Homosexuelle. Einfach darum, weil sie mir egal sind. Genau wie mir die Heterosexualität anderer Menschen egal ist. Aber das ist Träumerei. Normal/abnormal hat und wird es immer geben.
    • Fabio74 16.03.2016 21:28
      Highlight Highlight Gayprides werden so lange nötig sein, wie gleiche Rechte fehlen und in anderen Ländern Unterdrückungen stattfinden.

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