Schweiz
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Viele ÖV-Unternehmen, wie hier die RBS in Bern, sperren den vorderen Teil ihrer Busse ab. bild: facebook/rbs

Eingesperrte Chauffeure, leergefegte Bahnhöfe: So trifft Corona den ÖV

Seit Mittwochmorgen schützen viele Transportunternehmen ihre Fahrer vor den Passagieren. Derweil meiden immer mehr Pendler die Stosszeiten.



Viele Pendler reiben sich heute verwundert die Augen: Landauf, landab sperren Verkehrsbetriebe den vorderen Teil ihrer Busse mit Ketten oder Klebeband ab, um das Personal vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

«Damit alle gesund bleiben, bitten wir Sie, soweit als möglich Abstand zu halten», steht auf Info-Tafeln, die etwa bei den Zürcher Verkehrsbetrieben ZVV, Postauto, Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS), den Verkehrsbetrieben Luzern (VBL) oder den Winterthurer Stadtbussen zu sehen sind.

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«Wir bitten Sie, Abstand zu halten», heisst es bei den VBZ. bild: watson

«Ab Mittwoch bleibt bei allen Postautos die vorderste Türe zu, und der Ticketkauf beim Fahrer ist nicht möglich», teilt Postauto mit.

Die Verkehrsbetriebe Zürich öffnen ab sofort bei jedem Halt alle Türen, damit die Passagiere die Türknöpfe nicht mehr anfassen müssen.

>> Mehr aktuelle Informationen im Liveticker

Bahnhof Bern leergefegt

Das Coronavirus wirkt sich je länger je stärker auf die ÖV-Passagierzahlen aus. Das inzwischen von vielen Unternehmen angeordnete Homeoffice zeigt offensichtlich die gewünschte Wirkung.

Im Bahnhof Bern etwa war am Mittwoch um 7.05 Uhr die normalerweise proppenvolle Bahnhofsunterführung praktisch leergefegt, wie der watson-Reporter beobachtete.

Das gleiche Bild zeigte sich auch um 8.30 Uhr, wie ÖV-Experte Christian Ginsig auf Twitter schreibt. «Ja, es sind definitiv weniger Menschen unterwegs», so der frühere SBB-Sprecher.

Auch die Intercity-Züge haben in den Stosszeiten plötzlich viel Platz, wie Bilder aus dem normalerweise übervollen IC Zürich-Bern (07.32 Uhr) auf Twitter zeigen.

Wie stark die Passagierzahlen tatsächlich zurückgehen, ist noch nicht klar. Die SBB teilten am Dienstag mit, dass sie einen Rückgang von zehn bis 20 Prozent spüren.

Auf den Strecken nach Italien sind die Fahrgastzahlen um 90 Prozent eingebrochen, nach Frankreich um 60 Prozent.

Die österreichischen Bahnen haben derweil am Mittwoch angekündigt, den Zugverkehr nach Italien komplett einzustellen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rikens 11.03.2020 19:32
    Highlight Highlight Die Klimaanlage ist trotzdem an und Wirbelt alles umher
  • Nonkonformist 11.03.2020 14:31
    Highlight Highlight War heute morgen wieder mal im Zug unterwegs. Also um ca. 8Uhr wars im Bhf Bern jedenfalls recht voll. Auch in meinem Zug waren alle Abteile voll besetzt. Die Dame vis a vis von mir hat regelmässig gehustet und geniesst. Alles lief völlig normal ab, nichts zu sehen von dieser Corona Hysterie. Ich sehe keinen Grund mei Verhalten auch nur ein kleines bisschen zu ändern.
  • MrEurovision 11.03.2020 14:23
    Highlight Highlight Und heute morgen (7:10 Luzern) hat die SBB anstelle eines IR-Doppelstockzuges mit zusätzlichen Wagen eine einfach geführte S-Bahn eingesetzt.
    Das war dann richtig voll.
    • Antigone 11.03.2020 14:32
      Highlight Highlight War in diesem Zug und konnte es nicht glauben, was ich da sehe. Wie ein schlechter Witz...
  • Queen N 11.03.2020 14:16
    Highlight Highlight Frauenfeld - Zürich heute morgen 7:15, hatte ein ganzes Abteil für mich alleine. Das gab es noch nie!!
  • Jungleböy 11.03.2020 13:40
    Highlight Highlight jetzt müsste man die 1.klasse für alle öffnen um den abstand gewähleisten zu können.
  • Doublethink 11.03.2020 13:35
    Highlight Highlight Strecke Konolfingen - Bern heute morgen um 7.07:
    Zug trifft mit über 20min Verspätung ein, jedes Abteil rappelvoll. Man ist froh wenn man überhaupt noch reinkommt und nicht den nächsten Zug nehmen muss.

    Grund für die Pendelfahrt? Student an der BFH.

    Da kommen mir so einige Vorschläge der Politiker wie blanker Hohn vor.
  • The Count 11.03.2020 13:26
    Highlight Highlight Herrlich, von mir aus darf es für immer so bleiben im ÖV.
  • Digitalrookie 11.03.2020 12:55
    Highlight Highlight
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    Den Humor darf man trotz allem nicht verlieren...
  • Antigone 11.03.2020 12:42
    Highlight Highlight Strecke Luzern-Zürich und zurück zu Stosszeiten, ist gleich voll wie immer und auch in Zürich (zB HB) merkt man nicht viel von diesem Virus.
    Und obwohl ich nicht zu Dramatisierung und Panik neige, iwie ist es doch ein mulmiges Gefühl, so viele Menschen auf einem Haufen zu sehen. Man hat den Virus ständig im Hinterkopf...
  • Lukas Aurelius 11.03.2020 12:12
    Highlight Highlight Ganz ehrlich? Ich gehöre nicht zur Risikogruppe. Könnte ich frei wählen würde ich mich infizieren, mich danach 2 Wochen isolieren und müsste anschliessend keine Angst mehr haben irgend wen anzustecken. Blitzt mich zu tode von mir aus, aber ich würde eine kontrollierte (!) Durchseuchung von nicht-Risikogruppen befürworten.
    • ScottSterling 11.03.2020 12:19
      Highlight Highlight Was soll das bringen? Man ist nachher NICHT zwingend immun. Das ist überhaupt nicht sicher! So Halbwissen ist gefährlich.
    • Kong 11.03.2020 12:21
      Highlight Highlight habe ich mich auch gefragt ob das funktioniert, aber wie sieht es mit 'zweitansteckung' aus, ist die immunisierung garantiert, sprich man kann dann wirklich niemanden mehr anstecken und kann die krankheit nicht ein zweites mal kriegen?
    • samsam88 11.03.2020 12:24
      Highlight Highlight Sehe ich genau so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maxi #sovielfürdieregiongetan 11.03.2020 12:10
    Highlight Highlight Lustig 8:30 leere bahnhöfe... die hauptpendlerzeit ist da ja auch schon vorbei zeischen 6-7 habe ich keinen unterschied feststellen können
  • Plan B 11.03.2020 12:08
    Highlight Highlight Ich gehe nun davon aus, dass die SBB die Züge kleiner macht. Da weniger Leute reisen.
    • Astrogator 11.03.2020 13:51
      Highlight Highlight Davon gehe ich auch aus, alles andere wäre unwirtschaftlich. Aber der Eigner (Bund) will kosteneffizienz von seiner Bahn.
  • soulpower 11.03.2020 11:56
    Highlight Highlight Man bekommt fast das Gefühl, dass der lasche Umgang mit dem Virenherd Italien, auf welche fast alle Ersterkrankungen in der Schweiz zurückzuführen sind...nun einen Virus-Tsumani in unserem Land verursacht hat. Der öV lässt grüssen! Erkennt einfach mal, dass es hier nicht um die "politische Abschottung à la SVP" geht, und ob man dafür oder dagegen ist. Legt bitte mal politisches links/rechts Denken und Diskussionen beiseite und realisiert: Es geht im Moment nun einzig und allein darum, Menschen zu retten. Nachher könnt ihr alle wieder politisieren soviel ihr wollt.
  • Brummbaer76 11.03.2020 11:52
    Highlight Highlight „....den Zürcher Verkehrsbetrieben ZVV,....“
    ZVV = Zürcher Verkehrsverbund, VBZ = Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich.
    Es richtig alle Busbetreiber innerhalb des ZVV machen mit und sperren den vorderen Teil ihrer Busse.
  • Magnum44 11.03.2020 11:45
    Highlight Highlight Das mit dem Ticketverkauf kann gleich so beibehalten werden.
    • bokl 11.03.2020 17:03
      Highlight Highlight Warum?
    • Magnum44 11.03.2020 17:07
      Highlight Highlight 1. 2020.
      2. Ist der Bus schon ohne Ticketverkauf oftmals sehr knapp am Bahnhof.
  • Butch Cassidy & Sundance Kid 11.03.2020 11:38
    Highlight Highlight Kreative Vorsichtsmassnahme.. Aber ZVV ist halt nicht SBB und die überlegen sich wenigstens was..

    SBB dagegen heute morgen: Die S12 zwischen Winterthur und Aarau wird heute verkürzt geführt.. yeeeee gruppenkuscheln.
    • Magnum44 11.03.2020 13:27
      Highlight Highlight Aber Tickets konnte man keine beim Lokführer kaufen, oder?
    • Astrogator 11.03.2020 13:50
      Highlight Highlight @Magnum: Nein, aber wir atmen in den Triebzügen 9 Stunden täglich dieselbe Luft wie alle anderen auch.

      Abgesehen davon, dass es auch in unserer Berufsgruppe Fälle von Risikogruppen gibt (Bluthochdruck, Alter). Stell dir vor wieviele ein Infizierter Lokführer anstecken kann. In der Rush Hour sind über 1000 Personen in einem 511'er, einer 150 Meter langen Röhre.
    • MrEurovision 11.03.2020 14:24
      Highlight Highlight es geht noch schlimmer...
      SBB heute morgen: Ersatzzug für den IR70 zwischen Luzern und Zürich. Gruppenkuscheln in der S-Bahn war angesagt
    Weitere Antworten anzeigen
  • ast1 11.03.2020 11:36
    Highlight Highlight Können wir – egal wie die Corona-Situation sich entwickelt – das als Exempel für die Zukunft nehmen? Wenn mehr Pendler zwischendurch Homeoffice machen würden, wäre unsere Infrastruktur wesentlich weniger belastet.
    • oliopetrolio 11.03.2020 13:52
      Highlight Highlight Guter Punkt. Jedoch frage ich mich, wie ich als Landschaftsgärtner Homeoffice machen soll.
    • BTD90 11.03.2020 14:55
      Highlight Highlight @oliopetrolio, du bist mit Homeoffice auch nicht gemeint, du Lurch😉. Genauso wenig wie ich als Mech.
    • sebjseb 11.03.2020 15:55
      Highlight Highlight ...und die Umwelt somit auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 11.03.2020 11:35
    Highlight Highlight Ich reibe mir auch die Augen, wenn ich den Artikel nicht lesen kann, weil eine invasive Auto- Werbung mit dem Text mitscrollt.
  • Randalf 11.03.2020 11:33
    Highlight Highlight
    In den Bussen sind jetzt auch die vorderen Sitze gesperrt, also die Leute auf noch engerem Platz zusammen und der Bus wird weniger durchlüftet.
    Wir werden uns leider daran gewöhnen müssen.
    • victoriaaaaa 11.03.2020 12:12
      Highlight Highlight Naja aber wenn alle so nahe an den Busfahrern stehen ist das auch nicht optimal...sind die den ganzen tag im bus, stecken die sich wohl am schnellsten an, Folglich könnten die busfahrer das recht « einfach » auf viele weitergeben, und wenn sie dann nicht mehr arbeiten kommt gar kein bus...
    • MacTeger 11.03.2020 13:05
      Highlight Highlight Wenn die türen nun automatisch an jeder haltestelle aufgehen, kompensiert das die durchlüftung
    • Magnum44 11.03.2020 15:17
      Highlight Highlight Wenn die Fahrer krank sind, fährt dann gar kein Bus mehr. Besser?
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  • Aliminator 11.03.2020 11:26
    Highlight Highlight Leergefegt ist da ein klein wenig übertrieben, oder? Ich hätte 20 bis höchstens 25% weniger Pendler geschätzt.

Verhängt der Bundesrat heute Einreisesperren?

Das Tessin fordert eine partielle Schliessung der Grenzen – und die SVP will sie gleich ganz schliessen lassen. Der Bundesrat hingegen erwägt, Einreisesperren zu verfügen.

Schon am Dienstag hatte die SVP gefordert, die Grenze zu Italien müsse geschlossen werden. «Es kann nicht sein, dass Italien bestimmt, wer in die Schweiz kommen darf», sagte Vizepräsidentin Magdalena Martullo-Blocher. Denkbar sei, dass es aus Italien zu Fluchtbewegungen vor dem Virus komme.

Dafür hat die SVP offenbar Indizien aus der Tessiner Verwaltung erhalten. Martullo weiter: «Die Schweiz sollte auch handeln, bevor Frankreich und Deutschland allenfalls die Grenzen zur Schweiz schliessen.»

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