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Ein Päckchen Reibkäse und ein fataler Blick: Wie ein Rentner viel Geld und Würde verlor

Dass er sich in einem grotesken Fall um Hausfriedensbruch wehrte, kostet einen 85-Jährigen viel Geld.

Ueli Wild / az Aargauer Zeitung



Karl H. (Name geändert) geht es mies. Den 85-Jährigen plagen gesundheitliche Probleme; er hat Mühe beim Gehen. Noch schlimmer ist seine Frau dran: Solange es ging, pflegte er die Schwerkranke zu Hause. Dann wurde sie in ein Heim verlegt. Der Mann klingt resigniert: «Es ist ein langsames Wegsterben.» Der längst pensionierte Beamte führt ein einsames Leben in seiner Wohnung in der Region Aarau. Er geht nirgends mehr hin. Das hat einen besonderen Grund – eine Geschichte, die dem Senior zu schaffen macht. Die er nicht wegstecken kann und die ihn beschämt: Im November 2017 wurde er, in zweiter Instanz, rechtskräftig verurteilt – wegen Hausfriedensbruchs.

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Ein Päckchen Reibkäse aus dem Denner brachte den Fall ins Rollen.

Schuld an allem war ein Päckchen Reibkäse. Kostenpunkt: Fr. 1.95. Es war am 28. Mai 2016. H. kaufte in der Denner-Filiale in der Aarauer Telli ein – für 120 Franken. Nachdem er an der Kasse bezahlt und seine Einkäufe in einer Tasche verstaut hatte, packte ihn ein Security-Mann und durchwühlte das Behältnis. Zwischen dem Boden und der Karton-Verstärkung, wie sie solche Taschen oftmals aufweisen, fand der Wachmann einen flachen Gegenstand, der nicht auf dem Kassenzettel figurierte: ein Päckchen Reibkäse. Der Wachmann schrieb später in seinem Rapport von einem doppelten Boden, einer Vorrichtung zum Klauen. «Ladendiebstahl» lautete der Befund, den der Wachmann dem verdutzten Senior an den Kopf warf. Als ob es logisch wäre, Waren für 120 Franken korrekt zu bezahlen und einen Beutel Reibkäse für Fr. 1.95 an der Kasse vorbeizuschmuggeln.

H. hatte keine Ahnung, wie der Käse in die Tasche kam. Die einleuchtendste Erklärung wäre gewesen: Er stammte von einem früheren Einkauf und war unbemerkt in der Tasche liegen geblieben. In den Augen des Security-Mannes gab es nichts Derartiges zu klären: Er knöpfte dem verdatterten alten Mann 150 Franken ab und hielt ihm ein paar Formulare zum Unterschreiben unter die Nase. Der Senior unterschrieb alles, denn er wollte nur eines: Nichts wie weg und nach Hause zu seiner kranken Frau, die er nicht zu lange allein lassen durfte.

Fataler Blick auf Denner-Auslagen

Zwei Monate später war H. im Buchser Wynecenter auf dem Weg vom Parkhaus zur Rolltreppe, die zum Migros-Supermarkt hochführt. Die Denner-Filiale gleich links beim Eingang zur Mall war für ihn tabu: Der angebliche «Käseklau» hatte ihm ein Hausverbot für alle Denner-Filialen in der Schweiz eingetragen. Im Vorbeigehen warf er einen Blick auf die Früchte- und Gemüseauslagen, die sich vor dem Denner-Eingang befanden. Dann schob er seinen Einkaufswagen weiter, und als er auf der Rolltreppe einen Blick zurückwarf, blickte er in ein ihm bekanntes Gesicht: Das war doch der Mann, der ihn zwei Monate vorher in der Telli zum Ladendieb erklärt hatte.

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Das Wynecenter in Suhr. Bild: Sonntagsverkauf.ch

Auch beim zweiten Zusammentreffen nahm der Wachmann H. ins Visier: Gestützt auf den Rapport des Sicherheitsmannes, ging ein Strafantrag gegen H. ein, unterzeichnet vom stellvertretenden Leiter des Sicherheitsdienstes. Knapp drei Monate später flatterte ihm ein Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau in Haus. Grund: Er habe Hausfriedensbruch begangen, indem er sich im Eingangsbereich der Denner-Filiale im Wynecenter aufgehalten habe, obschon ihm ein zwei Jahre geltendes Hausverbot schriftlich eröffnet worden sei. Konkret: Er habe beim Betrachten der Denner-Auslagen vor dem Laden den Fuss nicht nur auf die beigen Bodenplatten der Mall, sondern auch auf die grauen gesetzt, die bereits zur Denner-Filiale gehören würden.

Freispruch am Bezirksgericht

Heute noch schüttelt der Mann ungläubig den Kopf: Er habe doch nicht wissen können, dass ein Unterschied zwischen den verschiedenfarbigen Bodenplatten bestehe. Er verstand die Welt endgültig nicht mehr. Er focht den Strafbefehl an. So kam es im Februar 2017 zur Verhandlung vor dem Bezirksgericht. Und siehe da: Gerichtspräsident Andreas Schöb sprach den alten Mann von Schuld und Strafe frei – aus formalrechtlichen Gründen. Eine schlüssige Antwort schienen die Bilder der Videokamera nicht zu liefern, sagte der Einzelrichter. Trotzdem sei der Tatbestand des Hausfriedensbruchs wohl objektiv erfüllt. Das spiele aber keine Rolle, denn der Unterzeichner des Strafantrags habe zu diesem Zeitpunkt gar nicht über eine entsprechende Vollmacht der Denner AG verfügt. Daher habe gar kein gültiger Strafantrag vorgelegen. Der aber wäre nötig gewesen, denn Hausfriedensbruch ist ein Antragsdelikt. Eine Generalvollmacht, sagte auch Verteidigerin Marianne Wehrli damals, habe der Strafantragsteller erst später erhalten – ohne Klausel, wonach sie rückwirkend ausgestellt worden sei.

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Das Obergericht in Aarau © Keystone Bild: Keystone

Nur: Die Staatsanwaltschaft zog den Fall ans Obergericht weiter. Und erhielt Recht. Die 2. Strafkammer unter dem Vorsitz von Oberrichterin Franziska Plüss sprach den Senior im November 2017 schuldig. Im Wesentlichen mit der Begründung, der stellvertretende Leiter des Sicherheitsdienstes sei von seiner Funktion her automatisch berechtigt gewesen, Strafanträge zu formulieren. Beim Strafmass reduzierte das Obergericht die von der Staatsanwaltschaft geforderte bedingte Geldstrafe von 500 auf 150 Franken. Dazu kommen freilich die Gerichtsgebühren von insgesamt gut 2500 Franken und die Anwaltskosten.

Gegen 10 000 Franken, sagt H., habe ihn der Käse zuletzt gekostet. Ans Bundesgericht weiterziehen wollte er den Fall nicht. «Ich kann nicht mehr», sagt er. Und schon das Geld, das er bis jetzt ans Bein gestrichen habe, schmerze genug. Was ihm widerfahren ist, kann er trotzdem nicht fassen. (aargauerzeitung.ch)

Hä? 26 absurde Fotos, von denen wir gerne die Geschichte dahinter erfahren würden

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139Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Abel Emini 06.09.2018 21:19
    Highlight Highlight Kann man nicht durch einen Scanner an der Kasse überprüfen ob die Ware bezahlt wurde?!
  • René Gruber 05.09.2018 06:32
    Highlight Highlight Da stellen sich einem doch viele Fragen:
    War der Senior ein bequemes Opfer für den Detektiv um seine Erfolgsquote zu verbessern?
    Sind Staatsanwaltschaften wirklich so überlastet, wenn sie Zeit haben solche Lappalien vor die nächste Instanz zu bringen?
    Fehlt es den Richtern an gesundem Menschenverstand?
    Am meisten Frage ich mich aber: Warum wird in einem mir bekannten Fall ein mit Stadionverbot belegter Hooligan vom vom Gericht vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs freigesprochen, mit der Begründung das Stadionareal sei nicht klar definiert worden! Beim Rentner tut dies aber nichts zur Sache!
  • Mirischgliich 04.09.2018 22:11
    Highlight Highlight Es wäre interessant zu erfahren, wer alles im November 2017 von diesem Wachmann überführt worden ist.
    Waren da noch andere seltsame Fälle dabei?
    Wie es scheint, wurde der Wachmann kurze Zeit später befördert.

    Brauchte er vielleicht noch ein paar Diebstähle um seine Fähigkeiten zu beweisen? Und hat er den Käse vielleicht selber in die Tasche des Rentners geschoben?

    Es sollte der Korrektheit halber auch in diese Richtung ermittelt werden.
  • Fischra 04.09.2018 20:45
    Highlight Highlight Ja diese Wachmänner. Nicht alle sind wirklich fähig. Aber dieser Fall macht wirklich Sprachlos.
  • MilfLover 04.09.2018 20:24
    Highlight Highlight Leider sind Recht und Gerechtigkeit nicht das Selbe.
  • Daniel Kräuchi 04.09.2018 20:23
    Highlight Highlight Wenn es denn so ist, ist es Einfach Traurig......
  • Helvetiavia Philipp 04.09.2018 19:44
    Highlight Highlight So unfassbar diese Geschichte klingt, es ist nicht mehr als eine Geschichte - erzählt aus der Perspektive des Rentners. Der Wachmann würde bestimmt eine andere Version erzählen und in jedem Fall erledigten die Gerichte nur ihre Arbeit und dies korrekt.
    • MilfLover 04.09.2018 21:02
      Highlight Highlight Als ich deinen Nickname las, wusste ich, dass es bestimmt nix gescheites sein wird. So ist es auch.
  • m. benedetti 04.09.2018 17:35
    Highlight Highlight Das man etwas im eigenen Wägeli vergisst herauszunehmen ist mir auch schon passiert. Bei mir war es eine Limone. Allerdings hat mich noch nie jemand kontrolliert. Wenn ich bedenke, dass mich eine Limone statt 80 Rappen gut und gerne 10‘000 Franken kosten könnte, werde ich in Zukunft besser aufpassen.
  • MilfLover 04.09.2018 17:17
    Highlight Highlight Ich würde gerne wissen ob sich der Sicherheitsmann noch im Spiegel anschauen kann und ob er nachts gut einschätzen kann.

    Wieso schaltete sich eigentlich niemand vom Denner ein der einen klaren Verstand haben sollte und den Fall irgendwann mal beenden hätte können?

    Übrigens, eine Rechtsschutzversicherung lohnt sich immer!
    • Bert der Geologe 04.09.2018 20:06
      Highlight Highlight Rechtsschutzversicherung lohnt sich für die Versicherung. Der Blitz ist für deinen sexistischen Nickname
    • MilfLover 04.09.2018 21:01
      Highlight Highlight Und mein Blitz weil du keine Ahnung hast. Ich brauche meine Rechtsschutzversicherung jährlich. Auch wenn ich nur eine Beratungen brauche, lohnt es sich allemal.
  • Ökonometriker 04.09.2018 16:53
    Highlight Highlight Be Staat müsste man arbeiten... die haben tatsächlich Zeit für sowas.
  • Kimelik 04.09.2018 16:31
    Highlight Highlight Sofort bei Migros melden und zwar alle, die sollen das erstatten!!!
  • honesty_is_the_key 04.09.2018 16:00
    Highlight Highlight Was genau passiert ist, wissen nur die Beteiligten.
    Und ich bin weder Anwalt und Richter und masse mir deshalb keinerlei Fachkompetenz zu.

    Trotzdem: auch wenn "Karl H." den Käse gestohlen haben sollte, das "Delikt" liegt in keinem Verhältnis zu den Konsequenzen. Wo bleibt der gesunde Menschenverstand und die Empathie ? Und die "Verhältnismässigkeit" ?

    Und - hat die Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau wirklich so wenig zu tun, um so eine Lappalie überhaupt zu verfolgen, geschweige denn ans Obergericht weiterzuziehen ? Stimmt mich sehr nachdenklich.

    Und macht mich traurig.
  • Nachtstuhl 04.09.2018 14:43
    Highlight Highlight Tolle Geschichte! Was in Wirklichkeit geschehen ist, werden wir nie erfahren.
  • nass 04.09.2018 14:43
    Highlight Highlight "gsunde Menscheverstand" scheint Glückssache. Tut mir leid für den Herrn. *Sache gits* Kopfschüttel...
  • Anded 04.09.2018 13:48
    Highlight Highlight Wenn mir eine Kassiererin aus versehen 2.- zuwenig Rückgeld rausgibt... Wie kann ich Denner verklagen, dass die Firma wegen Betrug verurteilt wird und dicht machen kann?
    Und wenn nicht, wieso zum Geier geht es denn andersrum???
  • Schmabusi 04.09.2018 13:34
    Highlight Highlight Findet sich in der ganzen Watson Community kein Jurist welcher diesen Fall pro bono annimmt? Wäre doch eine tolle Sache...
  • Der Bademeister 04.09.2018 13:09
    Highlight Highlight Kennt ihr noch den hier? Kaderman der Versicherungsbranche scannt nur Waren im Wert von Fr. 80 anstatt Fr. 350 und wird freigesprochen. Merkt ihr was so von wegen vor dem Gesetz sind alle gleich...

    https://www.watson.ch/schweiz/gesellschaft%20&%20politik/140584617-das-passiert-wenn-du-im-coop-dein-steak-nicht-scannst
  • ~°kvinne°~ 04.09.2018 13:00
    Highlight Highlight Ich weiss gar nicht was ich da noch sagen kann...echt sprachlos. Gopf.
  • Patho 04.09.2018 12:38
    Highlight Highlight Der Sicherheitsmensch muss einen gewaltigen Minderwertigkeitskomplex haben...
  • Urs457 04.09.2018 12:36
    Highlight Highlight Offensichtlich geht dem Security-Mann jegliches vernünftige Urteilsvermögen ab. Dass es offensichtlich auch allen vorgesetzten Stellen bei Denner fehlt ist bereits sehr irritierend. Aber dass Staatsanwälte und Richter, die ja mit Augenmass und Vernunft Recht sprechen sollten, diese Verfahren einfach durchgezogen haben, ist absolut erschreckend!
  • Micha Moser 04.09.2018 12:30
    Highlight Highlight Ich habe mit 13 Jahren 1x Gummibärchen geklaut wurde nur Verwarnt, warum konnte man das auch nicht bei so einem Fall machen? Wenn Waren nicht über 10 Franken teuer sind und nicht klar ist ob es absicht war sollte eine Verwarnung meiner Meinung nach reichen.
    • Bert der Geologe 04.09.2018 19:37
      Highlight Highlight Mit 13 klaut man Bier und Zigaretten, nicht Gummibärchen. Daher die Verwarnung.
    • Micha Moser 05.09.2018 00:55
      Highlight Highlight Migros hatte beides nicht :(
  • dä dingsbums 04.09.2018 12:22
    Highlight Highlight Hallo Watson,

    Ich finde es toll, dass Ihr auf Kritik reagiert und z.B. die überflüssige mehrfache Nennung der Staatsangehörigkeit des Security-Manns korrigiert habt.

    Es ist schade, dass Ihr anschliessend meinen Kommentar dazu einfach wieder löscht, obwohl er gar nicht gegen Eure Richtlinien verstösst.

    Das ist nicht die feine Art und das habt Ihr schon mehrmals gemacht. Ich frage mich ob Ihr Eure Richtline 5 ("Sie tragen zur Qualität von watson bei") überhaupt ernst meint.
  • DemonCore 04.09.2018 12:19
    Highlight Highlight Die tyrannische Schweizer Justiz, wie sie leibt und lebt. Nur mit Hilfe des Anwaltskollektivs konnte ich einer serbischen IV Bezügerin helfen, der völlig grundlos ein Strafbefehl über 7000 Franken ausgestellt wurde. Speichert sofort die Nummer eines guten Anwalts in eurem Telefon und verweigert die Aussage bis ihr mit dem Anwalt gesprochen habt.
  • Albert J. Katzenellenbogen 04.09.2018 11:59
    Highlight Highlight Und niemand der parteiergreifenden Kommentarschreiber fragt sich, ob die Geschichte des Mannes a) vollständig ist und b) zutrifft.
    Aber man braucht halt einen grossen, bösen Feind, wie Stawa oder Denner.
    • Bert der Geologe 04.09.2018 15:37
      Highlight Highlight @Albert: Also ich nehme mal an, oder hoffe es zumindest, dass watson folgendes, einfach zu prüfendes geprüft hat: a) den Freispruch und b) den Weiterzug durch den Staatsanwalt. Wie soll da der Staatsanwalt nicht mein Feind werden?
    • Pana 04.09.2018 20:12
      Highlight Highlight Ich hoffe auch sehr, dass Watson die Details gut überprüft hat. Die Geschichte klingt teilweise wirklich sehr abenteuerlich. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Security eine Einkaufstasche nach Bezahlung so ausführlich durchsucht, wenn da nicht eine Vorgeschichte im Spiel war, bzw sich die Sache genau so abgespielt hatte. Ausschliessen kann ichs natürlich nicht, aber würde mich nicht überraschen, wenn es noch mehr zur Story geben würde. Gibt es ein Statement von der Gegenseite?
  • Dominik Treier (1) 04.09.2018 11:42
    Highlight Highlight Ich wäre sofort bereit Geld zu sammeln um einen Weiterzug ans Bundesgericht zu finanzieren. Wer macht mit? Eine unglaubliche Geschichte sowas und einfach nur eine Frechheit...
    • Hr. Döpfel 04.09.2018 12:12
      Highlight Highlight Gute Idee und danke für deine Beteitschaft, dich zu engagieren.

      Aber vielleicht wäre ihm mehr geholfen, wenn Geld für seine bisherigen Auslagen gesammelt würde.
      Um das zu klären oder sich überhaupt engagieren zu können, müsste man aber den Betroffenen selber kontaktieren können. Allenfalls gibt die AZ nach Absprache und im Einverständnis mit ihm die Personalien heraus.
  • saukaibli 04.09.2018 11:41
    Highlight Highlight Ich weiss gar nicht, wer von Beteiligten mich am wütendsten macht. Der ... von Wachmann, der es geil findet, sein bisschen Macht, das er durch seinen lächerlichen Job hat, an einem alten Mann auszuleben. Sein Chef, der die ganze Scheisse mitträgt. Der ganze Justizapparat (in erster Linie dieser widerliche Staatsanwalt), der auf Kosten eines älteren Menschen seinen Selbsterhaltungsmechanismus am Laufen hält. Die Verantwortlichen von Denner, die nicht irgendwann mal "stop" gerufen haben... Einfach unglaublich dieser Fall. Ich wünsche dem Mann viel Kraft.
    • spanischi nössli 04.09.2018 13:19
      Highlight Highlight Äxgüsi! Geblitzt, anstatt geherzt.
      Auf jeden Fall keine Einkäufe bei Denner und Migros mehr.
  • Palpatine 04.09.2018 11:23
    Highlight Highlight Frechheit! Und wegen solchen absolut unverhältnismässigen Gerichtsentscheide dauert es dann monatelang, bis wirklich wichtige Entscheide gefällt werden, deshalb sind unsere Gerichte derart überlastet!
  • Baba 04.09.2018 11:13
    Highlight Highlight Herr, lass Vernunft (und ein wenig Empathie) regnen:
    - über den Denner-Wachhund
    - den Staatsanwalt und
    - die Oberrichterin

    Für den alten Herrn tut mir das alles so unsagbar leid. Das gleiche hätte meinem Paps auch passieren können.

    Und diese absolut sinnlosen Demütigungen führen jetzt dazu, dass er seine letzte Lebenszeit einsam verbringt. Ich könnte heulen...😢
  • Calimoerchen 04.09.2018 11:00
    Highlight Highlight Da bleibt mir der Kommentar im Halse stecken. Ich werde nie mehr einen Fuss in Denner setzen!! Unter jedem Hund. Der Herr hätte mit Sicherheit den Käse bezahlt.
    Hoffentlich macht der Sicherheits-Spacko nie einen Fehler in seinem Leben. Und den Richtern scheint langweilig zu sein. Unglaublich!!!
  • Maya Eldorado 04.09.2018 10:55
    Highlight Highlight Da steht doch auch, dass der alte Mann meinte, dass der Käse von einem früheren Einkauf herrühren könnte. Das wäre doch ganz einfach zu kontrollieren gewesen. Das Ablaufdatum auf dem Käse hätte gezeigt, ob dem so ist.
    Könnte man heute noch, wenn der Käse nicht forteworfen worden wäre.
    • pamayer 04.09.2018 11:27
      Highlight Highlight oder den käse öffnen und daran schnuppern.
    • Dominik Treier (1) 04.09.2018 11:48
      Highlight Highlight Was soll daran denn offensichtlich sein?! Welchen Grund hätte ein alter Mann denn bei einem Einkauf von 120.- Käse für 1.95 zu klauen? Dümmer ginge es ja nicht mehr... So viel Risiko für so wenig Gewinn, da ist wirklich jede Erklärung wie der Käse da hin kam plausibler...
    • Bert der Geologe 04.09.2018 15:33
      Highlight Highlight @Dominik Treier: vielleicht hatte er ja die Rasierklinge für 32.95 im oder unter dem Käse versteckt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cal1ban 04.09.2018 10:52
    Highlight Highlight Es ist zum Wände hinaufgehen. Ich wünsche dem Herrn viel Kraft. Wie können die von der Staatsanwaltschaft und die Richterin nachts bloss schlafen?
    • DemonCore 04.09.2018 12:22
      Highlight Highlight Kaltherzige Schreibtischtäter schlafen nur dann nicht mehr gut wenn sie Geld oder Macht verlieren.
  • Triple 04.09.2018 10:52
    Highlight Highlight Gebt Loosern, in diesem Fall dem Wachmann, Macht und er wird sie ausnutzen. Zur genüge schon am eigenen Leib erfahren.
  • The Writer Formerly Known as Peter 04.09.2018 10:52
    Highlight Highlight Welcher Staatsanwalt zieht solche Bagatelldelikte weiter und geht gegen 85 jährige Menschen vor, die Ihr ganzes Leben ordentlich Steuern bezahlt und nicht negativ aufgefallen sind? Finde so etwas eine bodenlose Frechheit und als Chef eines solchen Staatswanwalt hätte ich meinem untergebenen gehörig etwas "zu Husten"!
  • G. Schmidt 04.09.2018 10:51
    Highlight Highlight Ein bisschen komisch, dass die Staatsanwaltschaft diesen Fall weiterzog?

    Haben die wirklich nichts besseres zu tun? Scheint mir ein bisschen zu sehr nach "selber Arbeit" kreieren...
  • Hallosager 04.09.2018 10:46
    Highlight Highlight Naja eigentlich mag ich Denner und Migros. Aber was hier abgeht, ohne das einer einschreitet ist einfach nur traurig. Vermutlich kommt in den nächsten Tagen ein hoher Mitarbeiter der GL wurde auf die Sache aufmerksam und die ganze Sache wird fallen gelassen. Leider zu spät fpr mich.
    • Baba 04.09.2018 11:15
      Highlight Highlight Es wäre für alle zu spät. Der Herr wurde rechtskräftig vom Aargauer Obergericht verurteilt 😢
    • Anded 04.09.2018 13:55
      Highlight Highlight Naja, Denner könnte sich noch öffentlich für das unverhältnismässige Vorgehen entschuldigen und ihm die Kosten erstatten. Ich glaube, das wäre für den Renter wohl noch der bestmögliche Ausgang. Das Trauma und das Strafregister bleibt.
      Die Migros als Konzern hat mit dem ganzen wohl gar nix am Hut. Könnte mit sogar vorstellen, dass das gar nicht oder kaum über den Aarauer Filialeiter hinausging. Die Denner AG ist aber in der Verantwortung.
  • Mathis 04.09.2018 10:37
    Highlight Highlight Der Rentner wurde zu recht bestraft. Man kauft einfach keinen Reibkäse (was für eine Käsesorte ist das überhaupt?). Man kauft Parmesan und reibt ihn selbst!
    • Baba 04.09.2018 11:15
      Highlight Highlight Soso, Sie machen eine Käsewähe mit Parmesan 🤢
    • Corpus Delicti 04.09.2018 11:51
      Highlight Highlight Zum Glück muss ich niemals Ihren Hörnliauflauf oder gar Ihre Käsewähe essen. 😉
    • dan2016 04.09.2018 12:31
      Highlight Highlight @Mathis, hat ihn ja nicht gekauft.
    Weitere Antworten anzeigen
  • So en Ueli 04.09.2018 10:29
    Highlight Highlight Lässig, unser System kann erfolgreich phöse Renter, die angeblich etwas für knapp 2 Franken klauen, mit aller Härte betrafen, aber Mörder, Kinderschänder und andere ebenso unsägliche Deliquenten/innen werden mit samtigen Handschuhen behandelt und erhalten lächerliche Strafen. Irgendwie läuft bei uns etwas schief.
  • mafussen 04.09.2018 10:22
    Highlight Highlight Falls das jemand von Denner liest, der ein halbwegs normales Rechtsempfinden hat und/oder weiss, was ein Shitstorm ist, dem sollte klar sein, was jetzt zu tun ist.

    Aber ganz ganz zackig!
  • Drank&Drugs 04.09.2018 10:22
    Highlight Highlight Das Lesen dieses Artikels hat auch bei mir ein Kopfschütteln ausgelöst. Von dem her verwundert mich nicht, dass praktisch alle Kommentare hier in dieselbe Richtung zeigen.

    Allerdings sollte man nicht vergessen, dass jede Geschichte zwei Seiten hat, wovon uns hier aber nur eine präsentiert wird. Ob dann wirklich alles genauso war wie von Herrn H. Berichtet ist also unbekannt...
  • öpfeli 04.09.2018 10:20
    Highlight Highlight Da fehlen mir die Worte. Der Mann muss schon sehr frustriert sein dass er so handelte.
    Ich hab mal vergessen die Papiertasche zu scannen beim self checkout. Die Migrosfrau hat mich nach dem Bezahlen freundlich darauf hingewiesen und ich durfte die Tasche nachträglich bezahlen.
    Wenn ich solche Geschichten lese, bin ich gleich noch dankbarer für ihre Reaktion.
  • Theor 04.09.2018 10:19
    Highlight Highlight Es tut mir leid, aber als jemand der in den Strafverfolgungsbehörden in der Nähe arbeitet, kann ich die Geschichte so nicht glauben. Ich kenne viele Staatsanwälte und Richter und nicht EINER DAVON hätte Lust und Zeit, so einen Fall zu verfolgen. Erstens sind die Strafverfolgungsbehörden konsequent übelst am Anschlag. Arbeit im Akkord, langwierige Themen werden tunlichst vermieden. Und auch menschlich ist keiner von denen so schlimm und verfolgt aus purer Bosheit einen armen alten Rentner.

    Daher sage ich, dass es unmöglich ist, dass der Fall sich so abgetragen hat, wie hier geschildert wurde.
    • äti 04.09.2018 10:56
      Highlight Highlight .. Partei abhängige Richter vielleicht?
    • The Writer Formerly Known as Peter 04.09.2018 11:01
      Highlight Highlight Wie könnte es denn im schlimmsten Fall sein? Mehr wie den Klau eines Reibkäse kann man dem Mann anscheinend nicht vorwerfen. Sonst wäre das auf den Tisch gekommen. Nun kann man sagen macht man nicht. Aber vielleicht auch mal 5 gerade sein lassen. Ausserdem zweiteres mit dem Hausfriedensbruch ist doch einfach lächerlich. Fühlte sich der Wachmann durch einen 85 jährigen Bedroht? Wenn der Mann die Filiale betreten hätte, wäre alles klar gewesen und man bräuchte keine Tricks. Hat er aber offensichtlich nicht. Auch wenn es nicht Ihrem Weltbild entspricht, viel anders kann es nicht gewesen sein.
    • Theor 04.09.2018 11:12
      Highlight Highlight Es gibt mehrere Möglichkeiten, aber das wären alles nur spekulationen:

      A. der Herr hat schon mehr als nur einmal etwas mitgehen lassen und war in der Filiale wohlbekannt.

      B. Der Sicherheitsmann hat aktiv beobachtet, wie der Mann den Gegenstand bewusst eingesteckt und nicht bezahlt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • reconquista's creed 04.09.2018 10:13
    Highlight Highlight Unglaublich!
    Aber jemanden der für 270.- Fleisch klaut freisprechen.
    https://www.watson.ch/!140584617
    Manchmal kann mal die Urteile wirklich schwer nachvollziehen, wo bleibt der gesunde Menschenverstand?
  • iHero 04.09.2018 10:12
    Highlight Highlight Oh the humanity!
  • Bert der Geologe 04.09.2018 10:11
    Highlight Highlight Spätestens, als der Fall vor Gericht kam, hätte auch beim Denner der Käse Chefsache werden müssen. Glaube kaum, dass die Marketing-Abteilung diese Geschichte in den Medien lesen möchte. Noch peinlicher ist aber wirklich, dass ein Staatsanwalt den Fall aktiv weiterzieht. Zum Fremdschämen ist das.
  • In vino veritas 04.09.2018 10:10
    Highlight Highlight Naja, ich halte sowieso nicht so viel von solchen Möchtegern-Polizisten. Bei mir ging im Globus beim verlassen des Geschäfts die Warensicherung los und sofort wurde ich unfreundlichlichst nach hinten gebeten. Nach 20 min konnte ich wieder gehen und sagte dem Filialleiter auch, warum die Warendicherung ausgelöst hatte. Eine Dame hat beim rausgehen einen 700 Fr Mantel mitgenommen und hat das Geschäft gleichzeitig mit mir verlassen. Eigentlich wollte ich ihn ja direkt darauf aufmerksam machen, aber da er mich vor allen Leuten als Dieb beschimpft hat war es mir egal.
    • Bodicore 04.09.2018 11:34
      Highlight Highlight Hmm komisch... Wir Wachmänner sind normalerweise auf diskretion aus. Es ist nicht unsere Wahre und wir mögen es einen ruhigen Arbeitstag zu haben...

      Ich nehme doch schwer an dass sie nicht mitgehen wollten als sie freundlich nach hinten gebeten wurden und laut angefangen haben zu diskutieren und der Wachmann wehementer werden musste ? War es nicht so ?

    • Bodicore 05.09.2018 06:21
      Highlight Highlight Ah 6 Wachleute und 41 die sich im Spiegel erkannt haben.

  • Silverstone 04.09.2018 10:07
    Highlight Highlight Soo saaaad :(
  • Lumpirr01 04.09.2018 09:57
    Highlight Highlight Leider wieder einmal ein typischer Vorfall, wo der gesunde Menschenverstand auf der Strecke blieb........
  • kafifertig 04.09.2018 09:52
    Highlight Highlight Recht bekommt nur, wer viel, sehr viel Geld hat.
    Wer nicht reich ist, gehört nicht zum Rechtsstaat, sondern zu seinem Viehbestand.
  • Pierre Brun (1) 04.09.2018 09:41
    Highlight Highlight Zwei Jahre lang Denner-Verbot - freiwillig!
  • Paternoster 04.09.2018 09:32
    Highlight Highlight Solidarisch könnte das nähere Umfeld besagten Denner boykotieren? Oder Reibkäse verstecken....
    • The Writer Formerly Known as Peter 04.09.2018 11:02
      Highlight Highlight Der Mann ist einsam. Steht in der Einleitung.
  • Gummibär 04.09.2018 09:31
    Highlight Highlight Der Reibkäse. Na Ja , wer weiss ? Der Hausdetektiv hat vielleicht beobachtet, wie der in die Tasche fiel.

    Das Betreten, respektive Befahren mit Einkaufswagen, der grauen Platten im Eingangsbereich des Wyne-Centers hingegen ist eine andere Sache. Hat die Staatsanwaltschaft nichts besseres zu tun als Denners graue Bodenplatten bis vor Obergericht zu verteidigen?
    Pfui Denner! Pfui Aargauer Staatsanwaltschaft! Schämt Euch.
  • Renato Giudicetti 04.09.2018 09:27
    Highlight Highlight Eine Schande und unwürdig. Die Plausibilität wurde völlig ausser acht gelassen. Einkauf Fr. 120.- und Diebstahl von Fr. 1.95. Das ein solches Käsesäckli von einem früheren Einkauf stammen könne, wird ausgeblendet. Ein deutscher Wachmann... dazu sage ich jetzt gar nichts, ist auch besser so...
  • Franziska Buergi 04.09.2018 09:24
    Highlight Highlight Wahnsinnig...können wir dem Mann nicht irgendwie helfen?
  • Ruggedman 04.09.2018 09:12
    Highlight Highlight Ich glaube ich habe ein Schleudertrauma vor lauter Kopfschütteln. So ein Schwachsinn hab ich noch selten gehört. Sorry für die Ausdrucksweise aber die Staatsanwaltschaft und das Obergericht sollte man an den "Gring zwicken."🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
  • Ohniznachtisbett 04.09.2018 08:50
    Highlight Highlight Moment: Hier gegen Gerichte und Staatsanwalt zu schreiben ist falsch. Diese machen nur ihren Job und müssen sich an Gesetze halten. Sie müssen Fälle weiterziehen, wenn eine Verurteilung wahrscheinlich ist und die Gerichte müssen nach Gesetz urteilen. Was ich nicht verstehe: Warum hat der Denner nicht schon längst die Strafanzeigen zurück gezogen. Gibt es niemand in diesem Konzern (Migros), der solche Fälle mal anschaut und sagt fertig basta, wir ziehen die Anzeige zurück. Sowohl Ladendiebstahl (unter 300 Franken) als auch Hausfriedensbruch sind Antragsdelikte...
    • Mietzekatze 04.09.2018 13:46
      Highlight Highlight Es geht... In Art. 52 StGB steht: "Die zuständige Behörde sieht von der Strafverfolgung, einer Überweisung an das Gericht oder einer Bestrafung ab, wenn Schuld und Tatfolgen geringfügig sind". Somit hätte die StAwa eigentlich easy Einstellen können gegen ihn. Aber du hast natürlich Recht, die Migros hätte da mal mit anständigem Menschenverstand das ganze Unterbinden können...
    • Max Dick 04.09.2018 14:21
      Highlight Highlight Ich liebe dieses « haben nur ihren Job gemacht »....auch die SS Männer haben nur ihren Job gemacht als sie die Hähnen aufdrehten.
  • Franz 04.09.2018 08:43
    Highlight Highlight Rentner kontra Chefarzt: vor dem Gesetz sind alle Bürger gleich, die Armen arm, die Reichen reich!!!
  • Judge Dredd 04.09.2018 08:40
    Highlight Highlight 2/2
    Also das blose schauen beim Vorbeigehen und das zufällige betreten von falschen Bodenplatten kann ich mir nicht vorstellen, da würde es gar an objektiven Tatbestandsmerkmalen fehlen.
    Bei den Dennerfilialen befindet sich meines Wissens die Gemüse und Früchteauslage bereits im Inneren des Ladens.

    Nichts desto trotz ist es tragisch für den Rentner und sehr kleingeistig vom Anzeigeerstatter.
  • Madison Pierce 04.09.2018 08:39
    Highlight Highlight Die Aargauer Justiz fällt derzeit nicht positiv auf. Es gab in letzter Zeit einige fragwürdige Urteile, die vom Bundesgericht kassiert wurden.

    Und die Staatsanwaltschaft jammert immer wieder, wie überlastet sie sei, aber die Zeit, solchen Gugus weiter zuziehen hat sie...
  • Political Incorrectness 04.09.2018 08:37
    Highlight Highlight Genau dafür haben wir eine Staatsanwaltschaft... um gemeingefährliche, alte Diebe zu bestrafen!
    /ironie off

    Kann mir einer erklären, warum die Staatsanwaltschaft den S* noch weiter zog?
  • Madmessie 04.09.2018 08:32
    Highlight Highlight Denner gehört übrigens der Migros, also ist diese verantwortlich für das, was diesem Mann angetan wurde.
  • Judge Dredd 04.09.2018 08:32
    Highlight Highlight 1/2
    So wie es hier beschrieben wird, muss das ja ein Skandalurteil sein, dass überhaupt nicht verstanden werden kann.

    Gerne würde ich dazu aber noch die andere Seite hören. Wie kommt die Staatsanwaltschaft, das Bezirksgericht und das Obergericht zum Schluss, das die Tatbestandsmerkmale für den Hausfriedensbruch tatsächlich gegeben sind. Im Artikel 186 steht "...in ein Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in einen unmittelbar zu einem Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder in einen Werkplatz unrechtmässig eindringt..."
  • AndreaHadorn 04.09.2018 08:20
    Highlight Highlight Mit Kanone (Obergericht) auf Spatz (Schaden CHF 1.95) geschossen - unser Rechtssystem lässt das zu? Die rechtliche Korrektheit darf in so einem Fall Tausende Franken kosten? - Einen Schutz gegen Ressourcenverschwendung wegen Geringfügigkeit gibt es offenbar nicht.
  • andrew1 04.09.2018 08:18
    Highlight Highlight Solch einen lächerlichen fall der wegen nichtigkeit hätte eingestellt werden sollen wird noch von der staatsanwaltschaft weitergezogen? Ist denen langweilig? Ist etwa wie 1 kmh netto zu schnell auf der autobahn. Gehört auch wegen nichtigkeit eingestellt. Aber eben auch kleine fälle geben viel zu tun und beschäftigen einen ganzen beamtenapparat und geben unter umständen noch etwas geld. Ich las etwas von 10000 fr im artikel.
    • Astrogator 04.09.2018 08:49
      Highlight Highlight 1 km/h netto zuviel wird im Ordnungsbussenverfahren abgewickelt und gelangt in der Regel nicht vor Gericht. Aber ansonsten einverstanden.
    • andrew1 04.09.2018 10:45
      Highlight Highlight Aber es beschäftigt auch einige mit bild ansehen, busse von 20 fr verschicken usw. Zudem könnte man einfach die toleranz des messgerätes von 5 auf 10 kmh erhöhen und man könnte sich solch lächerliches leicht sparen. Aber nein die schweizer überkorrektheit und genauigkeit schlägt voll zu...
    • trio 04.09.2018 18:49
      Highlight Highlight @andrew1
      Das ist Blödsinn, 1 km/h zu schnell kann man immer sein. Egal ob die Toleranz 5, 10 oder 20km/h ist. Irgendwo ist immer eine Grenze. Das mit diesem Fall zu vergleichen ist einfach nur falsch!
  • Randy Orton 04.09.2018 08:13
    Highlight Highlight Hat sich der Mann an Denner/Migros gewendet oder hat watson dort nachgefragt? Eine unglaubliche Geschichte, ich hoffe der arme Mann bekommt doch noch irgendwie Recht zugesprochen.
  • northvan 04.09.2018 08:10
    Highlight Highlight Wie war das mit dem Herrn der Fleisch für über 300 Franken nicht gescannt hat? Die Kleinen hängt man und die Grossen lässt man laufen? Irgendwie bedenklich...

    https://www.watson.ch/schweiz/gesellschaft%20&%20politik/140584617-das-passiert-wenn-du-im-coop-dein-steak-nicht-scannst
  • Schluch 04.09.2018 08:07
    Highlight Highlight Ausserdem.... Wie ist das.... Ist es dem Herrn verboten mit Reibkäse (von einem früheren Einkauf) durch die Gegend zu spazieren? Wer trägt hier die Beweislast? Muss ihm der Diebstahl nicht explizit nachgewiesen werden?
    • Astrogator 04.09.2018 08:49
      Highlight Highlight Mein erster Gedanke war, hat jemand das Ablaufdatum vom Käse angeschaut?
    • So en Ueli 04.09.2018 10:31
      Highlight Highlight Eigentlich müsste der Detektiv oder Denner dem Herrn nachweisen können, dass er das Produkt entwendet hatte. Bei uns gilt immer noch die Beweispflicht nach Art 8. ZGB.
      Wenn die den Beweis liefern konnte, dann war die Konsequenz des Ladenverbotes gerechtfertigt.
    • Aglaya 04.09.2018 11:28
      Highlight Highlight @ so en Ueli

      Das ZGB hat im Strafrecht nichts zu suchen, da gilt die Unschuldsvermutung nach Art. 10 StPO. Ein Hausverbot erteilen kann man aber auch ohne Beweise, das ist Teil des Haus-/Eigentumsrechts.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schluch 04.09.2018 08:04
    Highlight Highlight Schwer zu verstehen, weshalb die Staatsanwaltschaft den seich auch noch weiterzieht, handelt es sich doch sehr offensichtlich um eine Bagatelle. Beschäftigungstherapie?
  • felixJongleur 04.09.2018 07:59
    Highlight Highlight Was im Bericht übergangen wurde ist die Klärung der Frage, weshalb der Wachmann so genau wusste, dass da etwas versteckt sein muss. Hatte er den Mann beobachtet als den Käse umständlich zuunterst verstaute? Einfach so hat er ja kaum die Einkaufstasche kontrolliert.
  • Phönix3 04.09.2018 07:58
    Highlight Highlight Bravo Staatsanwaltschaft und Denner! Schön, dass ihr euch Zeit nehmt für die ganz bösen Jungs... würg, kotz...
  • Baccara - Team Nicole 04.09.2018 07:56
    Highlight Highlight Das macht mich einfach nur traurig. Dem Wachmann fehlt eindeutig der Hausverstand.

    Aber - Karma is a bitch und ich hoffe, er kann dann besser damit umgehen.
    • Calimoerchen 04.09.2018 11:00
      Highlight Highlight Dem fehlt noch viel mehr!
    • DemonCore 04.09.2018 12:12
      Highlight Highlight Karma ist eine nette Idee, um die Leute still zu halten.
  • Scory 04.09.2018 07:55
    Highlight Highlight Diese Richter haben jegliches Augenmass verloren. Arme Schweiz kann ich da nur sagen. Und Denner lässt sowas auch noch gewähren. Ich fasse es einfach nicht.
  • fant 04.09.2018 07:52
    Highlight Highlight Und bei anderen läuft es so: https://www.watson.ch/!140584617 Nicht dass ich jetzt gleich das Vertrauen in den (Schweizer) Rechtsstaat verliere, aber zu Denken gibt das schon...
  • Follower 04.09.2018 07:45
    Highlight Highlight Ja, das ist in jeder Hinsicht dumm gelaufen. 😢
  • Rectangular Circle 04.09.2018 07:44
    Highlight Highlight Ich bin sprachlos.
    • Noë (1) 04.09.2018 10:54
      Highlight Highlight ich auch...
    • Aroki 04.09.2018 17:09
      Highlight Highlight Mehr kann ich dazu auch nicht sagen.
  • dä dingsbums 04.09.2018 07:39
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte bleibe beim Thema. Danke, die Redaktion.
    • Baccara - Team Nicole 04.09.2018 07:55
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • ThomasHiller 04.09.2018 08:18
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • HansDampf_CH 04.09.2018 07:39
    Highlight Highlight Es gibt Momente da schäme ich mich Schweizer zu sein. Ein solcher Irrsinn gibt es wohl nur in der Schweiz und vielleicht noch in den USA
    • Toerpe Zwerg 04.09.2018 09:50
      Highlight Highlight Bauchgefühl?
  • Howard271 04.09.2018 07:36
    Highlight Highlight Ohje... unglaublich.

    Aber warum ist es so wichtig zu betonen, dass der Sicherheitsmensch Deutscher war? „Der böse Deutsche/Fremde“ unterdrückt den armen Schweizer?
    • dä dingsbums 04.09.2018 08:38
      Highlight Highlight Naja, wenn überhaupt würde der arme Schweizer ja wohl eher vom Schweizer Discounter, der Schweizer Staatsanwaltschaft oder den Schweizer Gerichten unterdrückt.

      Darum ist es völlig überflüssig die Staatsangehörigkeit des Security-Mannes mehrmals zu erwähnen.
    • Pascal Scherrer 04.09.2018 08:40
      Highlight Highlight Du hast Recht, das war unvorteilhaft formuliert. Wir haben das nun korrigiert.
    • Schnueffelix 04.09.2018 09:14
      Highlight Highlight Sehe ich nicht so. Die Rechtslage in DE ist nuneinmal gänzlich anders zu handhaben als in der Schweiz. Und meiner Erfahrung nach hat es allzuoft Grenzgänger in den Sicherheitsfirmen, welche wohl erfahrung im Job haben aber eben in DE. Und leider ist es auch öfters mal so, dass der vorgeschriebene Grundkurs, wenn der betrieb überhaupt dem GAV untersteht, lediglich auf dem Papier stattgefunden hat. Womit ich jetzt aber auf keinen fall Pauschal unprofessionalität unterstelle, sondern lediglich auf eine meiner Meinung nach bedenkliche tendenz hinweise.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnueffelix 04.09.2018 07:31
    Highlight Highlight Wenn man als Security Ladenaufsicht betreibt sollte schon ein gewisses Augenmass nicht fehlen. Zudem man dem Klientel in der Regel allein schon an der Körpersprache anmerkt, ob der Verdacht berechtigt war. Für mich sieht es so aus, als habe der Jagdtrieb des Security das Augenmass überstrahlt. Schade und bezeichnend für eine Branche, die sich seit Jahren selbst kannibalisiert. Man hat die Qualität an Mitarbeitern, die man einkauft. Ich finde die nachfolgende Anzeige traurig, es wäre eine Sache gewesen, hätte Herr H. den Laden auch betreten. Als Berufsmann schäme ich mich da grad fremd.
    • Schnueffelix 04.09.2018 09:16
      Highlight Highlight Davon mal abgesehen steht der Antrag wegen Hausfriedensbruch aus meiner Sicht eher auf tönernen Füssen, da das Denner-Rayon ausserhalb der Ladenfläche nicht genügend gekennzeichnet ist, um Hausfriedensbruch geltend zu machen. lediglich andersfarbene Bodenplatten, sofern nicht explizit mit "Denner" angeschrieben, reichen da aus meiner Sicht nicht aus. Ich kann Herr H also nur Raten, die Sache weiterzuziehen.
  • Olmabrotwurst 04.09.2018 07:28
    Highlight Highlight Was soll man dazu noch was sagen?
  • DerGrosseSee 04.09.2018 07:25
    Highlight Highlight Ich hoffe dieses Übertriebene Verhalten von Denner wird Konsequenzen halten.

    Wirds leider nicht. Aber danke dass so ein Fall publik wird. Das schadet dem Ruf von Denner. Ich hatte auch mal was aus nem alten Einkauf noch in der Tasche kann ja mal Passieren. Mit welcher Bösartigkeit hier vorgegangen wird ist Krank.
  • Astrogator 04.09.2018 07:24
    Highlight Highlight Da gibt es den Fall eines vermögenden Mannes der für über 100 Franken Fleisch beim Self-Scanning „vergisst“ und bloss das günstige Zeug bezahlt und straffrei davon kommt weil er „vielbeschäftigt“ ist und es deshalb glaubhaft sei, dass man ausgerechnet den teuersten Posten vergisst - und dann das hier.


    Muss man nicht verstehen...

Schimpftiraden und Buh-Rufe – Fragerunde mit Sommaruga läuft aus dem Ruder

Die Podiumsdiskussion mit prominenter Besetzung um die Selbstbestimmungsinitiative wurde zum Forum für wütende Beleidigungen und Gelächter über Sommaruga.

Die Diskussion dauert noch nicht einmal fünf Minuten, als Bundesrätin Simonetta Sommaruga trotz Mikrofon von lauten Buh-Rufen aus dem Publikum übertönt wird. Rund 400 interessierte Zuhörer haben sich im Zentrum Bärenmatte in Suhr eingefunden, als Notlösung haben die Veranstalter spontan zusätzliche Stühle im Foyer aufgestellt.

Die Besucher sind überwiegend männlich und weisslichen Hauptes. Die Arme verschränkt, die Mundwinkel unzufrieden nach unten geformt. Die Stimmung im Saal ist bereits …

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