Schweiz
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Blick auf das Stadthaus in Baden, aufgenommen am Montag, 18. August 2014. Der wegen Nackt-Selfies in die Schlagzeilen geratene Badener Stadtammann und Nationalrat Geri Mueller muss seine Fuehrungs- und Repraesentativaufgaben vorlaeufig abgeben. Dies entschied der Stadtrat Baden an seiner Sitzung. Der Stadtrat habe diesen Entscheid gemeinsam gefaellt, um dem Stadtammann Zeit einzuraeumen, sich voll auf die Klaerung der Situation zu konzentrieren, heisst es in einer Mitteilung der Badener Stadtregierung vom Montagmorgen, 18. August. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Das Stadthaus in Baden. Tummeln sich in dieser Stadt bald junge Unternehmer aus aller Welt? Bild: KEYSTONE

Baden soll das Silicon Valley der Schweiz werden

FDP-Politiker Philippe Ramseier will Start-ups in die Stadt locken. Hierfür brauche es weniger regulatorische Hürden.

Pirmin Kramer / Aargauer Zeitung



Der Badener Einwohnerrat Philippe Ramseier will, dass Baden zur innovativsten Stadt des Landes wird, zu einer Art Silicon Valley der Schweiz. «Unsere Stadt hat das Potenzial, um ein Zentrum für technologische Innovation zu werden, wie wir es schon im vergangenen Jahrhundert waren», ist er überzeugt.

In den vergangenen Jahren habe die Region Zürich der Stadt Baden diesbezüglich leider den Rang abgelaufen. Ramseier fordert den Stadtrat in einem politischen Vorstoss dazu auf, bessere Rahmenbedingungen für Jung-Unternehmen zu schaffen.

Philippe Ramseier, FDP Baden

FDP-Politiker Philippe Ramseier Bild: Philippe Ramseier

Insbesondere müssten regulatorische Hürden abgebaut werden. «Wir müssen uns beispielsweise wieder viel stärker um ETH-Spin-offs bemühen. Damit sie ihren Firmensitz nach Baden verlegen, sollten sie einerseits attraktive Infrastruktur vorfinden. Andererseits muss sich der Zuzug nach Baden für Start-ups auch aus finanzieller Sicht lohnen.»

Zwangsabgaben in Form von Steuern sollten sich für Unternehmer, die ihren Firmensitz nach Baden verlegen, auf ein Minimum beschränken, fordert Ramseier, der diesen Herbst für den Stadtrat kandidiert. Langfristig würde sich diese Strategie aus Sicht der Stadt in Form von neuen Arbeitsplätzen und innovativer Wertschöpfung ausbezahlen.

«Wenn nicht wir attraktive Voraussetzungen für Start-ups schaffen, wird dies eine andere Stadt machen.»

Die digitale Revolution sei eine grosse Chance für Baden, glaubt Ramseier, der selber ein IT-Unternehmen leitet. Weltweit tätige Technologie-Konzerne mit Sitz in Baden wie die ABB und die Alstom sowie die Nähe zum Paul-Scherrer-Institut (PSI) in Villigen und zur ETH in Zürich würden eine hervorragende Basis für die Entstehung eines Technologie-Clusters bilden.

King Philippe of Belgium, left, and Swiss Federal Councillor Johann Schneider-Ammann, right, at his visit of ABB Turbo Systems AG in Baden, Switzerland, Friday, June 23, 2017. (Walter Bieri/Keystone via AP)

Der belgische König mit Bundesrat Schneider-Ammann zu Besuch bei der ABB in Baden. Bild: AP/KEYSTONE

Ohne Hilfe der Politik sei dessen Entstehung aber nicht möglich – es brauche attraktive Rahmenbedingungen. Nun sei der Stadtrat gefordert, eine Strategie zu entwickeln, damit Baden ein Technologie-Hub werden könne.

«Vom einen auf den anderen Tag würde sich dieser Wandel nicht vollziehen. Aber die digitale Revolution vollzieht sich derart schnell, dass wir keine Zeit verlieren dürfen. Wenn nicht wir attraktive Voraussetzungen für Start-ups schaffen, wird dies eine andere Stadt machen.»

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