Schweiz
Appenzell

Sechseläuten in Heiden: Kopf vom Böögg explodiert nach 31:28 Minuten

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Der Böögg wurde am Samstag bei Regen verbrannt.Bild: EPA KEYSTONE

Böögg-Blamage in Heiden – Kopf fällt auf den Boden und explodiert nach 31:28 Minuten

22.06.2024, 19:1022.06.2024, 20:18
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Heute ist es dem Böögg endlich an den Kragen gegangen! Nach 31 Minuten und 28 Sekunden explodierte der Kopf des Böögg am Samstagabend in Heiden in Appenzell-Ausserrhoden.

Wenige Minuten vor der Explosion war der Kopf des Bööggs vom Holzstoss auf den Boden und in den Flammen gefallen, sodass die Explosion nicht so sichtbar und spektakulär war wie in anderen Jahren.

Die Highlights der Böögg-Verbrennung im Video.Video: chmedia

Glaubt man dem Volksmund, wird der Sommer eher trüb und nass. Dass es lange dauerte, bis der Kopf des Schneemanns explodierte, dürfe unter anderem am Regen gelegen haben. Bereits am Nachmittag setzten in Heiden teilweise starke Niederschläge ein. Der Holzstoss unterhalb des Böögg und auch der Schneemmann waren entsprechend vom Regen durchnässt, sagte Böögg-Bauer Lukas Meier in der Liveübertragung von «Telezüri» und «TVO».

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Das Fest fand auf der Streulewiese in Heiden statt.Bild: KEYSTONE

Eigentlich hätte der Böögg am 15. April auf dem Sechseläutenplatz in Zürich verbrannt werden sollen. Wegen starker Windböen konnte er aber nicht angezündet werden. Am Samstag wurde der Zürcher Schneemann in Heiden im Kanton Appenzell verbrannt. Der Gastkanton hat für die «Böögg-Aazönde» ein eigenes Volksfest auf die Beine gestellt.

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Die Pferde wurden in Heiden durch Steckenpferde ersetzt.Bild: KEYSTONE

Vieles in Heiden war anders als am traditionellen Sechseläuten in Zürich. Der grösste Unterschied war wohl, das Fehlen der Reiter. Weil sich der Boden nicht für einen Umritt eignete, gab es diese umstrittene Tradition in Heiden nicht. Die Pferde wurden durch Steckenpferde ersetzt.

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Die Zürcher Regierungspräsidentin Natalie Rickli (rechts) hat mitgeholfen, den Böögg anzuzünden.Bild: KEYSTONE

Das Fest fand bei Regen auf der Streulewiese in Heiden statt. Um 18.00 Uhr fing der berühmteste Schneemann der Schweiz zu brennen.

Der Böögg wurde von der Zürcher Regierungspräsidentin Natalie Rickli, dem Landammann von Appenzell-Ausserrhoden Yves Noël Balmer und dem Präsidenten des Zürcher Zentralkomitees der Zünfte Zürichs Felix H. Boller angezündet. (sda/lyn)

Das Sechseläuten
Das Sechseläuten ist ein Feuerbrauch und Frühlingsfest in Zürich. Das Verbrennen des «Bööggs» symbolisiert die Vertreibung des Winters. Der «Böögg» ist ein mit Holzwolle und Knallkörpern gefüllter künstlicher Schneemann. Auf einem 10 Meter hohen Scheiterhaufen gesetzt, wird er um Schlag 18 Uhr (Sechseläuten) angezündet. Je schneller er verbrennt, desto schneller soll der Sommer beginnen und dementsprechend auch länger und sonniger ausfallen – das behauptet zumindest der Volksmund.

Mehr zum Böögg:

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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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moto3
22.06.2024 17:53registriert August 2022
Pferde werden durch Steckenpferde ersetzt. Erinnert mich an den Film der Ritter von der Kokusnuss
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Demetria
22.06.2024 18:32registriert März 2020
Eigentlich wär doch das ne Idee. Keine Zünfter mehr, dafür kommen einmal im Jahr die Appenzeller in den Kanton Zürich um drei mal um den Böög zu laufen und ihn anzuzünden.

Und hinterher leeren wir alle ein paar Fläschchen Appenzeller Bier oder Kräuterschnaps und hauen uns zwecks Magenschonung noch ein paar Biberli und Käse rein (damits es Bödeli git).
Fänd ich eigentlich viel demokratischer und geiler als der FDP/SVP-Sauhaufen der uns huldvoll aus den Kutschen zuwinkt oder ihre Pferde ums Feuer quält.
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züristone
22.06.2024 18:43registriert August 2015
Also 31 Minuten aber eigentlich ist der Kopf einfach runtergefallen…ist er überhaupt explodiert? Ich befürchte das wird nix mit dem Sommer. Jetzt kann uns nur noch Yann Sommer etwas Sonnenschein bringen 🙈😜.
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