Schweiz
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Stiefvater der flüchtigen Wärterin Angela Magdici: «Was ihr Ehemann erzählt, stimmt hinten und vorne nicht» 

Walter Minder, der Stiefvater der flüchtigen Gefängniswärterin, schliesst nicht aus, dass der Ausbruch unfreiwillig geschah. Auch dass seine Stieftochter zum Islam konvertiert sei, hält er für unwahrscheinlich.

16.02.16, 16:33 16.02.16, 18:07


«Denk an deine Mutter, die immer für dich da war. Nicht mehr und nicht weniger.» Dies ist die Botschaft die Walter Minder, Stiefvater von Angela Magdici, seiner Stieftochter überbringen möchte, würde sie die Sendung schauen.

Ihr Stiefvater schliesst nicht aus, dass das Ganze unfreiwillig geschah. «Angela war eine sehr organisierte Person, ich denke, wenn sie das geplant hätte, hätte sie ihre Habseligkeiten gepackt.» Er wünscht sich, dass endlich Bilder der Überwachungskameras veröffentlicht werden. Dies würde ihm und der Famile helfen Licht ins Dunkle bringen, ob sie das Gefängnis freiwillig oder unter Gewalteinfluss verlassen habe. 

Kann sich nach wie vor vorstellen, dass seine Stieftochter nicht unfreiwillig geflüchtet ist: Walter Minder in der Sendung TalkTäglich
Video: kaltura.com

«Bis heute haben wir keinen Brief von Angela erhalten», so der Stiefvater der Gefängniswärterin, im TalkTäglich auf Tele Züri. Viele Fragen stellen sich Walter Minder und seiner Familie rund um den Gefängnisausbruch. Niemand aus der Familie habe bisher etwas von ihr gehört. SMS und Anrufe blieben unbeantwortet. Genauso wie die vielen Fragen die sich die Familie stellt. Wo ist Angela? Hat sie es freiwillig getan? Lebt sie noch? 

Vergeblich habe die Familie auf einen Brief von ihr gewartet. Den Hinweis auf einen solchen hätten sie von der Freundin erhalten, bei der Angela in letzter Zeit wohnte. Die Freundin habe der Polizei erzählt, sie sei am Montagabend vor der Tat bei ihr am Küchentisch gesessen und habe einen Brief an ihre Eltern verfasst. Was in diesem Brief stand und ob dieser tatsächlich existiert, bleibt offen. Denn: Bisher kam gemäss Minder kein Brief an.

«Das stimmt hinten und vorne nicht»: Stiefvater Walter Minder über die Aussagen von Angela Magdicis Ehemann.
Video: kaltura.com

«Sie ist eine aufgestellte, moderne, selbstbewusste Frau, die stets ihren eigenen Weg geht. Wenn sie sich etwas in den Kopf setzt, setzt sie das auch um.» So beschreibt Walter Minder seine Stieftochter. Gefängniswärterin sei ihr Traumjob gewesen. Erst recht seit ihrer Versetzung ins Gefängnis Limmattal, wo es ihr besonders zu gefallen schien. 

Auf die Frage, ob seine Stieftochter ihren Ehemann möglicherweise bedroht habe, sagt Minder: «Ich erlaube mir folgendes zu sagen: Was ihr Ehemann erzählt, stimmt hinten und vorne nicht.» Der Stiefvater könne sich nicht vorstellen, dass sie zum Islam konvertiert sei. Natürlich könne er diesbezüglich aber auch nur spekulieren. 

Die Sendung in voller Länge.
Video: kaltura.com

(sae / nordwestschweiz)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • burny 18.02.2016 09:52
    Highlight Was für ein Kindergarten heute! chillt mal ein bisschen !
    2 0 Melden
  • malu 64 17.02.2016 19:23
    Highlight Liebe Rhabarber es gibt nicht nur
    geschlossene Anstalten und Untrsuchungsknäste. Dort wird man nach längerem Aufenthalt in
    der Geschlossenen wieder auf die
    Menschheit losgelassen. Da Arbeiten fast 50% Frauen, manche
    hätten Stress in Ihrer Beziehung oder kamen mit dem Job nicht
    zurecht. Ich untertreibe lieber als
    das ich Mist erzähle. Ich werde
    vielleicht mal ein Buch darüber
    schreiben. Aber solange ich im
    Berufsleben stehe, geht das leider
    nicht.
    2 0 Melden
  • Paco69 17.02.2016 15:51
    Highlight Bei einer Ablehnung der Durchsetzungsinitiative kann Angela den Straftäter Hassan beruhigt wieder in die CH zurückbringen, wo er dann auch bleiben darf. Unter Umständen gibt es dann bald sogar noch ein Sondersetting und Sozialhilfe dazu. Besser könnte es doch kaum laufen!
    0 5 Melden
  • Maya Eldorado 17.02.2016 01:31
    Highlight Alle diese Geschichten die da konstruiert werden.....!
    Solange nicht bewiesen ist, dass die Frau dem Täter zur Flucht verholfen hat, gilt die Unschuldsvermutung! So ist es doch - oder? Oder hab ich das falsch verstanden?

    Würde da anstelle der Wärterin ein Wärter sein, würde man eher sagen, dass der Wärter vom Bösewicht überwältigt wurde und mitgenommen wurde.

    Ist da halt eine Frau involviert kommen da halt sofort noch ganz andere, romantische Gedanken mit ins Spiel.

    Legen wir jetzt die Geschichte auf die Seite und warten Tatsachen ab.
    16 4 Melden
  • malu 64 17.02.2016 01:29
    Highlight Rendel/Seltsamerweise hatten
    nicht die Betrüger die besten Chancen, sondern die Gewalt
    verbrecher. Ich war lange genug
    da, um mehrere solcher Affären zu
    beobachten. rund 40 Frauen arbeiteten in diesem Gefängnis. Aber nicht in Wachdienst, nur als
    Sozialarbeiterinnen und Betreuung und Leiterinnen der
    Arbeitsgruppen. Vorbereitung auf
    die Freiheit. Die meisten waren sehr sonderbare Frauen.
    4 3 Melden
  • malu 64 16.02.2016 21:16
    Highlight Solche Geschichten gibt es in
    Schweizer Gefängnissen mehr
    als ihr denkt. Vor allem im offenen
    Strafvollzug gibt es immer wieder
    Liebespaare, die zum Teil nach der
    Verbüssung ihrer Strafen liiert
    blieben. Ich war selber im Knast
    und habe es miterlebt. Zur gemeinsamen Flucht der Turtel
    tauben kam es nie, aber die
    Lovers wurden durch andere Sachen verwöhnt. Zigaretten, Kaffe, Hasch und Alk. Natürlich
    gab es Neider, welche das Maul
    verrissen, aber Diesen musste
    man halt mit dem einen oder
    anderen Geschenk das Maul
    schliessen. Unsere Betreuerinnen
    waren keine Schönheiten. Aber in
    der Not frisst der Teufel fliegen.

    20 7 Melden
  • Einstein56 16.02.2016 19:20
    Highlight Und wieder einmal: Die versammelte Eidgenossenschaft gegen die Migranten!
    5 56 Melden
  • malu 64 16.02.2016 19:08
    Highlight Seit Tagen scheint es kein anderes
    Thema zu geben. Lasst sie doch in
    Ruhe. Auf der Flucht zu sein macht
    keinen Spass. Du weisst nie wann du erkannt wirst. Die werden früher oder später selber zurück
    kommen.
    12 27 Melden
    • sambeat 16.02.2016 20:23
      Highlight Hoffentlich nicht... Die sollen gefälligst bleiben, wo sie sind!
      19 7 Melden
  • Scaros_2 16.02.2016 16:40
    Highlight Wilkommen in der Schlammlacht die es nach Program 8 bei jeder dieser Tatfällen gibt.
    73 2 Melden

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