Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Der Schweizer Botschaft war meine Verhaftung offensichtlich egal»



epa06252628 A handout photo made available by Eleazar Urbaez on 08 October 2017, shows two members of the Venezuela Bolivarian National Guard (GNB) while custody the journalists Jesus Medina, Roberto Di Mateo and Swiss Journalist Filippo Rossi, arrested at Tocoron, in the state of Aragua, Venezuela. The National Union of Venezuelan Press Workers (SNTP) denounced the detention of two foreign journalists and one Venezuelan when they visited a jail in that country doing a journalistic research.  EPA/Eleazar Urbaez HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Verhaftet in Venezuela: Filippo Rossi und Kollegen. Bild: EPA

Ein in Venezuela vorübergehend inhaftierter Schweizer Journalist hat in einem Zeitungsinterview scharfe Kritik am Schweizer Aussendepartement geäussert. «Der Schweizer Botschaft war meine Verhaftung offensichtlich egal», sagte der 27-jährige Tessiner Filippo Rossi.

Die Schweizer Vertretung habe ihm keinen Anwalt gestellt, sagte der freie Journalist in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» vom Samstag. Stattdessen hätten sich die italienischen Behörden um ihn gekümmert.

Die Schweizer Konsulin habe ihm geraten, einen venezolanischen Pflichtverteidiger zu nehmen, sich vom Anwalt der italienischen Botschaft verteidigen zu lassen oder einen Anwalt zu kontaktieren, den sie kenne, sagte Rossi. Leider sei dieser aber im Moment nicht erreichbar gewesen.

Weiter habe ihn auch kein Botschaftsvertreter im Gefängnis besucht. Nach seiner Freilassung habe die Schweizer Botschaft erst ein Auto für den Transport zum Flughafen geschickt, nachdem eine Mitarbeiterin der italienischen Vertretung darum gebeten habe, erklärte Rossi.

EDA kontert die Vorwürfe

Die Schweizer Botschaft habe sich vielleicht einfach streng ans Protokoll gehalten. In diesem Fall hätte sie aber die protokollarische Korrektheit höher gewichtet als Menschlichkeit, sagte Rossi. «Mein Glück war, dass ich mit einem italienischen Kollegen verhaftet wurde. Wenn die italienische Botschaft nicht so beherzt eingegriffen hätte, sässe ich vielleicht jetzt noch im Gefängnis.»

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) dementierte die Vorwürfe laut «Tages-Anzeiger». In einer Stellungnahme an die Zeitung hält das EDA fest, dass Schweizer Botschaften nicht verpflichtet seien, einem festgenommenen Schweizer einen Anwalt zu stellen. Dass die Botschaften auch Vertrauensanwälte von Nachbarstaaten der Schweiz empfehlen würden, sei üblich.

Gefängnisbesuche durch die Schweizer Vertretungen erfolgen laut EDA in der Regel nicht umgehend, sondern erst wenn feststehe, dass es sich nicht nur um eine temporäre Festhaltung handle. Die Schweizer Vertretungen im Ausland könnten nicht für die Sicherheit ihrer Staatsangehörigen garantieren; dafür sind einzig die lokalen Behörden zuständig. Dass Rossi dann doch zum Flughafen begleitet wurde, sei als Entgegenkommen zu verstehen.

«Matratze voller Läuse»

Rossi war bei einer Recherche für einen Dokumentarfilm zu dem für prekäre Verhältnisse und Gewaltakte berüchtigten Gefängnis Tocorón im Bundesstaat Aragua zusammen mit einem italienischen und einem venezolanischen Kollegen verhaftet worden. Das Justizministerium warf ihnen fehlende Bewilligungen und das Mitführen von unerlaubten Aufnahmegeräten vor. Zwei Tage später kamen die drei Männer ohne Auflagen frei.

Er habe Angst um seine Sicherheit gehabt, erzählte Rossi. Die Zelle sei grässlich gewesen. «Eine einzige Matratze voller Läuse für alle drei, Blut an den Wänden, Ratten, Gestank nach Urin und Kot, ein Loch als Toilette. Wasser und Zahnpasta erhielten wir von anderen Gefangenen.» (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Fernsehchefin Wappler bereitet Entlassungen vor

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
39
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.10.2017 19:47
    Highlight Highlight Vielleicht sollte sich Filippo Rossi wieder auf das konzentrieren, was er am besten kann:

    [https://community.mammut.ch/t5/News-Schweiz/Athleten-Portrait-Filippo-Rossi-Trail-Running/ba-p/2803]

    Enthüllungsjournalist spielen sollte er vergessen. Da ist er überfordert.

    🖐👻😀
  • Einstein56 21.10.2017 18:51
    Highlight Highlight HD Noldi Schick: Völlig falsch. In der Schweiz hat auch ein Vergewaltiger oder Massenmörder von Gesetzes wegen Anrecht auf einen Pflichtverteidiger. Das ist sogar in der Militärjustiz so. Haben wir da nicht aufgepasst in der Rechtslehre? Oder schmückst du dich mit Faketiteln?
  • CASSIO 21.10.2017 16:03
    Highlight Highlight ist das wirklich eine geschichte wert?
    • Hierundjetzt 21.10.2017 18:18
      Highlight Highlight Wenn man nur die Schweiz kennt: ganz klar nicht.

      Für die restlichen 99%: ja
    • CASSIO 21.10.2017 22:07
      Highlight Highlight ich bin in asien geboren, habe einen schweizer vater und eine südamerikanische mutter. meine frau ist aus osteuropa... hmmm...
  • moedesty 21.10.2017 15:21
    Highlight Highlight er war halt nicht berühmt bzw. wichtigt bzw. politiker bzw. nur 08/15.

    so läuft das.

  • ujay 21.10.2017 14:58
    Highlight Highlight Erstaunlich, wie wenig sachlich die Posts hier sind. Natürlich muss die CH Botschaft nicht sofort einem CH Bürger, der im Ausland straffällig geworden ist, zur Seite springen. Dass zuerst abgewartet wird, hat auch mit der diplomatischen Umgang bei einem Verfahren zu tun. Die Botschaft hat nicht die Handhabe, sich in ein Verfahren im Ausland einzuschalten. Dass die diplomatischen Dienste verschiedener Länder sich gegenseitig unterstützen, hier eben Italien, ist usus. 2004 nach dem Tsunami in Thailand, ist auch die schwedische Botschaft in Bangkok für die CH Botschaft in die Bresche gesprungen.
    • Hierundjetzt 21.10.2017 16:53
      Highlight Highlight Reine Erfindung Deinerseits. Als ob die italienische Konsluin (!) zum ital. diplomatische Korps gehört. Das ist einfach ein Job wie ein Konsul für die Schweiz.

      Rechtsbeistand vermitteln und im Gefängnis besuchen hat nichts und 0 mit Einmischung zu tun.

      Sonst würde sich das Rote Kreuz ja auch „einmischen“
  • Oberon 21.10.2017 12:21
    Highlight Highlight Man muss nun schon aufpassen und nicht gleich alle in die gleiche Schublade stecken.
    Trotzdem ist diese Entwicklung ein schlechtes Zeichen für die Schweizer Bürger.
    Es ist ja offensichtlich das hier einiges Falsch gelaufen ist und wird das Vertrauen in unsere Regierung nicht stärken. Falls kein Gegensteuer gesetzt wird muss man sich als "normaler" Steuerzahler schon fragen ob die Steuergelder richtig eingesetzt werden. Dies führt auch dazu das immer mehr Bürger nach rechts rücken, da es einfach schon seit Jahren keine Antworten zu aktuellen Problemen gibt.
  • elivi 21.10.2017 09:34
    Highlight Highlight Was sind den die aufgaben einer botschaft bei einem verhaftetem shweizer? Ich versteh das wenn der schweizer wirklich schuldig ist, ist es was anderes.
    Mein mitleid in diesem fall hält sich in grenzen. Freier journalist geht nach venezuela um im gefängnis was zu berichten und wird verhaftet. Wenn ich sowas mache sichere ich mich selber ab und setzte nicht auf die botschaft
    • Hierundjetzt 21.10.2017 10:08
      Highlight Highlight Erzähl kein Quark. Lies das Interview im Tagi. Die CH Botschaft war unter aller S**
    • CASSIO 21.10.2017 16:05
      Highlight Highlight hierundjetzt, elivi ist im recht. wenn ich in ein sozialistisch regiertes land gehe mit der absicht, die zustände dort und damit das regime zu kritisieren, dann muss ich nachher nicht rumheulen
  • 97ProzentVonCH68000 21.10.2017 09:33
    Highlight Highlight Schöne Anspruchshaltung hat Herr Rossi!
    • Hierundjetzt 21.10.2017 10:18
      Highlight Highlight Stimmt, voll daneben, dass er einfach so verhaftet wurde. Obwohl es eine Einladung gab.

      Die Italiener waren zack hilfsbereitvor Ort. So wies sein soll
    • 97ProzentVonCH68000 21.10.2017 13:44
      Highlight Highlight Stell die vor ein Ausländer wird in CH verhaftet. Soll dann dessen Botschaft auch immer gleich das volle Supportprogramm hochfahren?
    • 97ProzentVonCH68000 21.10.2017 13:48
      Highlight Highlight Ein Anwalt stellen, sofort persönlicher Besuch im Gefängnis, Auto für Fährt an Flughafen organisieren (den find ich besonders herzig)...
      ...nachdem Herr Rossi womöglich einfach selbst Fehler machte (fehlende Bewilligung, unerlaubte Aufnahmen).
      Tja Selbstverantwortung...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Therealmonti 21.10.2017 09:25
    Highlight Highlight Aus eigener, langjähriger Erfahrung weiss ich, dass Schweizer Botschaften und Konsulate vor allem eines können: Cocktail-Parties veranstalten. Wenn es darum geht, einem Landsmann in Nöten zu helfen, ist man besser bedient, wenn man sich an eine Vertretung eines unserer Nachbarländer hält.
    • Plöder 21.10.2017 09:51
      Highlight Highlight Und warum sitzt man in einem Gefängnis?!

      Das wäre jo so nur als Bsp. Englische Raser werden in der Schweiz festgenommen, weil sie zu schnell waren. Nun jetzt kommt das königliche Konsulat und sagt: " Nö Nö Nö ihr dürft ihnen den Prozess nicht machen es sind unsere Staatsbürger" (ui der Aufschrei wäre gross) D.h. Wenn ich irgendwo bin geniesse ich Narrenfreiheit!! Juhuu
      Also das schweizer Konsulat riet ihm ja den ital. Anwalt zu nehmen vielleicht haben die ja gar niemanden vor Ort. Stell dir vor jedes Konsulat hätte einen Rechtsverdreher....
    • Hierundjetzt 21.10.2017 11:07
      Highlight Highlight Hergott, er war auf Grund einer Einladung des Gefängnisses dort. Er wollte einen Dokumentarfilm über die schlimmen Zustände dort drehen.

      Und jetzt ab in den Artikel mit Dir 😡
    • Hans Jörg Kobel 21.10.2017 11:57
      Highlight Highlight Kann Ihnen nur zustimmen. Immer und immer wieder hört man, dass man als Schweizer von der Botschaft keine Hilfe erwarten kann, wenn man im Ausland in Schwierigkeiten gerät. Im Gegensatz zum Beispiel bei den Deutschen. Die helfen vorbildlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 21.10.2017 09:23
    Highlight Highlight Also fasst man die Äusserung des EDA zusammen, gehört es nicht zu den Pflichten der Botschaften sich um Schweizer Bürger zu kümmern, die im Ausland in Not geraten.
    Na das ist doch mal ne Aussage! Dann brauchen wir diese überbezahlten Beamten auch nicht und können so viel Steuergeld sparen. Die Wirtschaft soll bitte ihre Interessenvertreter selber finanzieren. Mir wird auch langsam klar warum gerade die FDP gerne im EDA sitzt.
  • Der Rückbauer 21.10.2017 08:55
    Highlight Highlight Offenbar eine Fehlleistung des EDA. War da ein Jurist und kein Diplomat am Werk? Wenn die Technokratie auch beim EDA einreisst, dann gute Nacht Schweizer! Uebrigens: Schon mit den Auslandschweizern hat das EDA seine liebe Mühe. Stichwort: Bankkonti. Es ist erbärmlich, dass eine Auslandschweizer kein Bankkonto in der Schweiz eröffnen kann. Die Schweizer Aussenpolitik ist zu sehr auf die Klientel ausgerichtet und zu wenig auf den Bürger. - Man vergleiche diese Geschichte mit jener von Werner Greiner in Mali....Rechtsanwalt aus Adliswil! Kulturfestivalbesucher!
  • Einstein56 21.10.2017 08:46
    Highlight Highlight Logisch. Burkhalter hat Besseres zu tun. Ringier lädt ja zum grossen Interview.
  • Eve Lansing 21.10.2017 08:24
    Highlight Highlight Die sofortige Unterstützung von in Not geratenen Schweizern im Ausland ist eine der Hauptaufgaben von CH-Botschaften, resp. Konsulaten. Welchen Wirbel und welche Aufregung nur einen im Ausland gestohlenen Pass verursacht, habe ich diesen Monat am eigenen Leib erfahren. Eine erreichbare Botschaft, die erklärend und vor allem sofort hilfsbereit ist, ist das A und O. Ich darf mir gar nicht vorstellen, wie das für den Gefangenen war. Finde ich gar nicht in Ordnung!
    • Hierundjetzt 21.10.2017 10:15
      Highlight Highlight Ach und für was genau ist den eine Botschaft da? Kennt unser Sdt Schick jetzt plötzlich 195 Rechtssysteme?

      Der Besuch des Gefängnisses erfolge auf Basis einer Einladung.

      Die Italiener waren sofort zu Stelle

      Die CH wollten zuerst mal gaaanz lange Wochenende machrn.

      Für was erhält das EDA 5 Mrd im Jahr? Hm für lustige Partys?
    • Eve Lansing 21.10.2017 11:20
      Highlight Highlight www eda-admin.ch

      Konsularischer Schutz: Hilfe im Ausland bei Notlagen.CH Staatsangehörige, die im Ausland in eine Notlage geraten, können die schweizerischen Vertretungen um Rat und Hilfe angehen ...
      Bei Freiheitsentzug:
      Information der inhaftierten Person über Verteidigungsrechte, Möglichkeit der Überstellung in die Schweiz, Fragen der Sozialversicherung und gesundheitliche Risiken;
      Sicherstellen, dass das Recht auf menschenwürdige Haftbedingungen, die Verfahrensgarantien und das Verteidigungsrecht respektiert werden...
  • manolo 21.10.2017 08:10
    Highlight Highlight die Schweizer im Ausland werden im Gegensatz zu anderen ausländischen botschaften , von der ch-botschaft immer wieder in stich gelassen, die ausreden die da kommen, lasse ich nicht gelten! aber das weiss man ja schon lange, dass man sich als Schweizer nicht auf die ch-diplomatie verlassen kann,das ist usus!
  • Caturix⸮ 21.10.2017 08:04
    Highlight Highlight Botschafter sind da um Schweizer Interesse zu vertreten. Also nur um Geld ins Land zu schaufeln. Sicher nicht wie andere Ländern zusätzlich seinen Bürgern zu helfen. Ist doch egal wenn ein Schweizer drauf geht, da kommen zig andere und machen den gleichen Job und kosten vielleicht auch weniger.

Bundeskanzler Thurnherr warnt: «Je länger die Krise dauert, desto gereizter die Stimmung»

Dass sich die Coronakrise unerbittlich in die Länge ziehe, mache die Situation für alle schwierig, auch für den Bundesrat. Dies sagt Bundeskanzler Walter Thurnherr. Er dankt Bevölkerung und Wirtschaft. Aber er sieht auch einigen Handlungsbedarf.

Das Coronavirus ist allgegenwärtig. Wie schützt sich der Bundesrat?Walter Thurnherr: Die allgemeinen Hygienevorschriften gelten auch für den Bundesrat. Wir verzichten auf die Kaffeepause im Vorzimmer, wo wir sonst etwas eng um einen Tisch sitzen – Kaffee wird aber noch serviert. Wir haben die Pulte auseinandergeschoben. Wir unterbrechen die Sitzungen und lüften regelmässig. Und wir haben eine Audioanlage installiert für den Fall, dass sich jemand zuschalten muss.

Alain Berset musste einmal …

Artikel lesen
Link zum Artikel