Schweiz
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Jetzt kommen die E-Tankstellen auf Schweizer Rastplätzen



epa05314039 An electric vehicle is being charged at a charging station in Berlin, Germany, 18 May 2016. The German Federal Cabinet has initiated a program valued at one billion euro to promote electromobility. The government is also using the initiative to meet its climate change targets. As part of the program that is due to launch 01 June 2016, anyone buying a full electric vehicle receives 4000 euros, while a hybrid car buyer gets 3000 euros. The total cost of the initiative of one billion euros is equally shared between car manufactures and the government.  EPA/MICHAEL KAPPELER

Bild: EPA/DPA

Ab sofort können Unternehmen ihr Gesuch für den Bau und Betrieb von E-Tankstellen auf Rastplätzen einreichen. Sie müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllen. Die Frist läuft bis am 11. Dezember.

Dies teilte das Bundesamt für Strassen (Astra) am Dienstag im Bundesblatt mit.

Seit der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) Anfang Jahr in Kraft ist, kann das Astra Bewilligungen für den Bau und Betrieb von Ladestationen auf Rastplätzen erteilen. Diese sollen aber nicht einzeln, sondern nur im Paket vergeben werden. Ein Bewerber werde den Zuschlag für jeweils 20 Rastplätze erhalten, teilte das Astra im März mit.

Wegen der hohen Investitionskosten können Bewilligungen für bis zu 30 Jahre erteilt werden. Das Astra stellt dafür aber eine Reihe von Bedingungen: So muss die Ladeleistung der E-Tankstellen mindestens 150 Kilowatt betragen.

Die Energie soll mehrheitlich aus erneuerbaren Quellen sowie aus schweizerischer Produktion stammen, und es müssen mindestens die drei gängigsten Steckertypen (CCS; CHAdeMO und Type 2) vorhanden sein. Die Bezahlung muss mit gebräuchlichen Zahlungsmitteln vor Ort und ohne vorgängige Registrierung oder Kundenkarte möglich sein.

Bund bezahlt für Infrastruktur

Während die Raststätten mit Restaurants und Tankstellen unter kantonaler Hoheit stehen, ist für die Rastplätze mit WC und eventuell einem Imbissstand der Bund zuständig. Die Ladestationen sollen dort von privaten Investoren gebaut und betrieben werden.

Weil die Strominfrastruktur auf den Rastplätzen aber nicht für Schnellladestationen ausgelegt ist, wird der Bund die dafür notwendige Anschlussleistung zur Verfügung stellen. Das Astra rechnet mit einem durchschnittlichen Aufwand von rund einer halben Million Franken pro Rastplatz. Aufgrund dieser Arbeiten dürften die ersten Schnellladestationen auf Rastplätzen nicht vor Ende 2019 in Betrieb gehen.

Gemäss Astra gibt es entlang des 1850 Kilometer langen Nationalstrassennetzes rund 100 Rastplätze und 59 Raststätten. Ende März standen auf 24 Raststätten Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge, 14 weitere waren zu diesem Zeitpunkt in Planung. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Etap 11.09.2018 17:54
    Highlight Highlight E Mobilität
    Eine erfreuliche Entwicklung. Toll das direkt bezahlt werden kann. Habe auch schon Probleme mit Karten oder horrend hohen Kosten gehabt (manchmal zum „vorbeidieseln“ -); . Wobei ich der Meinung bin, das es durchaus etwas kosten darf bzw. muss. Freue mich, bis bald an der Raststätte.
  • Posersalami 11.09.2018 11:55
    Highlight Highlight "So muss die Ladeleistung der E-Tankstellen mindestens 150 Kilowatt betragen."

    DAS ist die wohl gescheiteste Regulierung seit langem! Wenn man mal schaut wie viele 50kW Ladestellen grad in Deutschland gebaut werden, teils an Raststätten.. unbrauchbar!
  • Saperlot 11.09.2018 11:32
    Highlight Highlight „Einer erhält den Zuschlag für alle“. Toll, noch so eine Monolstellung...
    • DerHans 11.09.2018 12:37
      Highlight Highlight Es sind 20 Rastplätze pro Anbieter, nicht alle.
  • w'ever 11.09.2018 11:12
    Highlight Highlight wow!
    willkommen in der zukunft
  • paper 11.09.2018 10:47
    Highlight Highlight Ganz wichtig dabei die Punkte: ein (1) Anbieter, mindestens 150kW und vor Ort ohne Registrierung bezahlbar! (Und bitte gleicher Preis mit / ohne Kundenkarte.)
    In Deutschland gibt es rund 200 (!) Elektroladeanbieter, in der Schweiz verhältnissmässig nicht weniger. Aktuell wird an den meisten Orten beim Bezahlen ohne Kundenkarte ein massiv teurerer Tarif verrechnet. Es kann absolut nicht sein, dass man 200 Chipkarten mit sich herumtragen muss. Aus genau diesem Grund habe ich als Teslafahrer noch nie eine kostenpflichtige, öffentliche Ladestation benutzt. Unnötig kompliziert.
    • DerHans 11.09.2018 12:01
      Highlight Highlight Ich gebe ihnen zum Teil recht aber ganz so dramatisch ist es nicht mehr mit dem Bezahlen. Ich habe nur eine Chipkarte und in Ausnahmefällen mal die Kreditkarte oder per App. Aber natürlich sehr begrüssenswert dass es langsam vorwärts geht.

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