Schweiz
Basel

Basel-Stadt stoppt E-Voting-Test nach Panne

Nach Panne: Basel-Stadt stoppt E-Voting bis Ende Jahr

10.03.2026, 14:5410.03.2026, 14:54

Wegen einer Panne konnten im Kanton Basel-Stadt 2048 elektronisch abgegebene Stimmen für den Abstimmungssonntag nicht ausgezählt werden. Betroffen waren Auslandschweizer und angemeldete Stimmberechtigte mit Behinderungen.

Nun wird das E-Voting bis Ende 2026 ausgesetzt, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilt. Bis dahin sollen eine externe Untersuchung und ein Strafverfahren klären, warum die Stimmen nicht ausgezählt werden konnten. Die Staatsanwaltschaft hat zudem ein Verfahren eröffnet. Die Finanzierung des Testbetriebs ab 2027 soll ebenfalls vorerst sistiert werden. Der Abschluss der Beratung erscheine derzeit nicht angebracht, heisst es in der Mitteilung.

Bei der Panne konnte die elektronische Urne nicht entschlüsselt werden. Auch mehrere IT-Experten blieben beim Versuch, das Problem zu lösen, erfolglos. Die Ursache wird jedoch nicht beim E-Voting-System der Post vermutet, sondern bei einem USB-Stick. Zudem sei auch nur der Kanton Basel-Stadt betroffen. Bei bisherigen Abstimmungen im Rahmen des Versuchsbetriebs sei es zu keinen Vorfällen gekommen.

Der Regierungsrat sagt, er bedaure den Vorfall ausserordentlich. Auf das Resultat der Abstimmungen von Sonntag hat dies aufgrund der deutlichen Resultate derweil keine Auswirkung. (dab)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz
1 / 18
Das waren die bisher knappsten Abstimmungen in der Schweiz

Bundesbeschluss über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)
Abgestimmt am: 06.12.1992
Ergebnis: abgelehnt
Stimmenunterschied: 23'836

quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Abstimmungssonntag Susanne Wille
Video: ch media
Das könnte dich auch noch interessieren:
EU-Skeptiker drücken dem neuen Vertragspaket ersten Stempel auf – das fordern sie
Nach den ersten zwölf Debattenstunden im Ständerat zum EU-Paket wird klar, dass das vom Bundesrat erzielte Verhandlungsergebnis vielen nicht genügt. Bei der Zuwanderung fordert die kleine Kammer eine härtere Gangart.
Während die Befürworterinnen und Befürworter des EU-Vertragspakets am Montag in der Eintretensdebatte und bei der Regelung der staatlichen Beihilfen deutlich die Oberhand behielten, rückten am Dienstag die kritischen Stimmen in den Fokus. Das zeigte sich insbesondere bei den Gesetzesänderungen im Bereich der Zuwanderung. Justizminister Beat Jans musste mitansehen, wie die kleine Kammer auf Konfrontationskurs mit der EU einschwenkte.
Zur Story