Schweiz
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Die beiden FDPler Filippo Leutenegger, links, und Michael Baumer, freuen sich ueber ihr Resultat anlaesslich der Stadtratswahlen im Stadthaus in Zuerich, aufgenommen am Sonntag, 4. Maerz 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Einsame Bürgerliche in einer rot-grünen Stadt: Die Zürcher FDP-Stadträte Filippo Leutenegger (links) und Michael Baumer. Bild: KEYSTONE

«Nicht nur Linke fahren Velo» – frustrierte FDP sucht neue Strategie für rot-grüne Städte

Der linke Triumph in Zürich zeigt es erneut: Die grossen Schweizer Städte sind für die Freisinnigen ein hartes Pflaster. Die FDP Schweiz sucht jetzt «liberale Antworten», um die rot-grüne Dominanz zu brechen. Das dürfte schwierig werden, glaubt Politologe Michael Hermann.



Es war ein bitterer Wahlsonntag für die Bürgerlichen in Zürich: Mit «Top 5», einer Wahlallianz aus SVP, FDP und CVP, wollte man nach 28 Jahren Rot-Grün die Mehrheit in der Stadtregierung zurückerobern. Herausgekommen ist es anders: Die CVP verlor ihren Sitz an die Grünliberalen. Der neu gewählte FDP-Stadtrat Michael Baumer musste bis zum letzten Wahlkreis zittern, ob er das absolute Mehr schaffen würde. Im Parlament eroberten die linken Parteien SP, Grüne und AL die absolute Mehrheit.

Im Zürcher Stadthaus war am Sonntagabend zu spüren: Die Freisinnigen hatten sich mehr erhofft. Severin Pflüger, Präsident der Stadtpartei, spricht zwar davon, dass «die FDP nicht so schlecht angekommen ist». Als einzige bürgerliche Partei konnte sie beim Wähleranteil leicht zulegen. Trotzdem: Der Traum von einer bürgerlichen Wende scheint in noch weitere Ferne gerückt sein: «Unsere Machtposition in der Stadt Zürich ist auf einem historischen Tiefpunkt», räumt Pflüger angesichts der rot-grünen Übermacht ein.

Das will man nicht einfach so hinnehmen. Um im urbanen Raum nicht immer den Kürzeren ziehen zu müssen, treffen sich am Donnerstag Vertreter der FDP aus den acht grössten Schweizer Städten in Bern. Mit einem «Kick-off-Event» wird die Initiative «FDP Urban» lanciert. Ziel der FDP-Stadtparteien von Basel, Bern, Genf, Lausanne, Luzern, St.Gallen, Winterthur und Zürich: «Liberale Antworten» auf «gemeinsame städtische Herausforderungen» entwickeln.

Beat Habegger ist Vizepräsident der Stadtzürcher FDP und Leiter von «FDP Urban». Er ist davon überzeugt, dass die FDP in Schweizer Städten ein grösseres Wählerreservoir hat, als sie es derzeit ausschöpft: «Ich glaube, hier wohnen Leute, welche den Freiraum schätzen, den eine Stadt bietet.» Diese wollten keine Bevormundung und Überregulierung, wie sie unter Rot-Grün vorherrschten.

Weshalb die FDP mit ihrem Programm nicht gegen die rot-grünen Mehrheit ankommt, erklärt Habegger mit mehreren Faktoren. Einerseits geniesse die linke Politik in gewissen Themenfeldern tatsächlich grosse Unterstützung. So sei der gemeinnützige Wohnungsbau sehr populär. Dass auch private Investoren attraktiven und günstigen Wohnraum bauen könnten, gehe dabei vergessen: «Hier muss es uns besser gelingen, Alternativen aufzuzeigen», sagt Habegger selbstkritisch.

«Ich höre immer wieder das Klischee der Banken- und Bonzenpartei.»

Tom Berger, FDP Stadt Bern

Im Rahmen von «FDP Urban» wollen die freisinnigen Stadtparteien gemeinsam jene Ideen entwickeln, die als Alternativen zu rot-grünen Lösungen die Wähler überzeugen. Damit das gelingt, brauche es teilweise auch ein programmatisches Umdenken, meint Tom Berger. Der 31-Jährige kam über sein Engagement fürs Berner Nachtleben in die Politik und sitzt für die FDP im Stadtberner Parlament.

Derzeit spricht Berger auf der Strasse viele Wähler an. Am 25. März möchte er in den Grossen Rat des Kantons Bern gewählt werden. «Im Wahlkampf merke ich, dass die FDP stark über die nationale Politik wahrgenommen wird». Er höre immer wieder das Klischee der Banken- oder Bonzenpartei. «Dann muss ich erklären, dass wir als Partei eine progressive, urbane Politik machen.»

Die Äusserungen gewisser Vertreter der nationalen FDP seien nicht immer hilfreich: «Ich habe beispielsweise Mühe, wenn sich Freisinnige gegen die Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Paaren aussprechen». Auch im Bereich der Cannabis-Legalisierung wünscht sich Berger eine Öffnung. Das würde den Freisinnigen helfen, im urbanen Raum progressive Wähler anzusprechen.

Der Politologe Michael Hermann bestätigt Bergers Analyse. Der politische Diskurs sei stark von der nationalen Ebene geprägt: «Die Politik der FDP Schweiz färbt auf die Wahrnehmung in den Städten ab.» Es wäre allerdings ein Fehler, wenn die Freisinnigen ihre ganze Politik auf die urban-progressive Wählerschaft ausrichten würden. Mit einem solchen Kurswechsel verlöre die FDP im Rest der Schweiz mehr Wähler, als sie in den Städten hinzugewinnen könnte.

«Die Bevölkerung in den Städten unterstützt mit überwältigender Mehrheit eine starke öffentliche Hand.»

Michael Hermann, Politologe

Für einen gangbaren Weg hält Politologe Hermann hingegen eine Anpassung der Wahltaktik. Einerseits müsse die FDP in Städten wie Zürich auf «gesunde Distanz» zur SVP gehen, die für viele Wähler ein rotes Tuch sei. Und andererseits sei das Schlagwort der «bürgerlichen Wende» möglicherweise ein Fehler gewesen. Das habe eher geholfen, die linken Wähler zu mobilisieren. In den grossen Schweizer Städten herrsche derzeit der Eindruck, die Welt und die Schweiz seien stark nach rechts gerückt. Damit entstehe das subjektive Gefühl: «Unsere Stadt ist der letzte Ort, wo wir noch selber etwas zu sagen haben.»

Anstatt aggressiv eine bürgerliche Wende zu promoten, würde sich die FDP besser als Ergänzung, als Gegengewicht zu Rot-Grün verkaufen: «Mehr liberaler Geist, mehr Verständnis für die Wirtschaft wären die richtigen Stichworte.» Denn an ein baldiges Ende der rot-grünen Mehrheiten glaubt Hermann nicht.

Schliesslich unterstütze die Bevölkerung in den Städten mit überwältigender Mehrheit eine starke öffentliche Hand. Sie sei bei entsprechenden Gegenleistungen auch bereit, dafür Steuern zu bezahlen. Das gelte auch für Gutverdienende: «Politisch ist bei ihnen die Identifizierung mit urbanen Werten wichtiger als die Identifizierung mit der eigenen ökonomischen Schicht.» Reiche, denen tiefe Steuern besonders wichtig seien, würden hingegen tendenziell aus den Städten wegziehen.

Das habe aber nichts mit einer verwerflichen Klientelpolitik von Rot-Grün zu tun: «Der Kanton Zürich ist seit 1848 bürgerlich regiert, da spricht auch niemand von einer selbst herangezüchteten, konservativen Wählerschaft.» Um die progressiven Werte der städtischen Wählerschaft anzusprechen, müsse die FDP «urbane Typen» als Kandidaten aufbauen.

«Nicht nur Linke fahren Velo.»

Tom Berger, FDP Stadt Bern

Für den Zürcher FDP-Vertreter Beat Habegger spielt auch die «falsche Aussendarstellung» eine Rolle beim schweren Stand der Freisinnigen in den Städten. Die Partei bestehe «aus modernen, urbanen Menschen.» Er selber fahre jeden Tag Velo, so Habegger. Nur weil man sich für eine «selbstbestimmte Mobilität» und gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer einsetze, sei man kein Auto-Turbo.

Der Berner Tom Berger ist ebenfalls mit dem Zweirad unterwegs und besitzt kein Auto. Die FDP auf eine «Autofahrer- und Parkplatz-Partei» zu reduzieren, sei falsch. Doch gerade auch innerhalb der eigenen Partei müsse er noch viel Überzeugungsarbeit leisten, damit die Parteikollegen gewisse ideologische Scheuklappen in der Verkehrspolitik ablegten. Denn, so Berger: «Nicht nur Linke fahren Velo».

Sieht so die Zukunft unserer Städte aus?

Quiz: Erkennst du Schweizer Städte anhand von vier Emojis?

Quiz
1.
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Hmm, Flughafen, ist es Genf?
Nein, so schicke Aktentaschen tragen sie nur in Lausanne.
Das ist leicht, so trübe schauen nur Zürcher aus der Wäsche.
So weit habt ihr doch nicht überlegt! Ich sage Chur!
2.
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«Un i ha Heimweh nach de Bärge!» – eindeutig Interlaken!
Keine Ahnung ... Schwyz? Was ist typisch für Schwyz?
Soll das ein Steinbock sein? Ist es Chur?
Der Berg erinnert mich etwas an den Pilatus, sicher Luzern!
3.
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Mit dem Nebel im letzten Bild könnte jede Stadt im Mittelland gemeint sein ... Solothurn?
Nein, da schaut doch ganz klar der Zugerberg raus! Also Zug!
Stoppt den Wahnsinn! Geld kann nicht fliegen und es handelt sich um Neuenburg.
Segelsport am Genfersee, eindeutig Genf.
4.
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Yaaay! Schaffhausen!
Nope, die Trauben weisen auf die Romandie hin ... Lausanne!
Immer diese Fangfragen: Schloss + Wein = Sion!
Dieser Widder kommt doch im Wappen von Delsberg vor!
5.
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Palme? Also Süden ... Bellinzona?
Messer und Gabel deuten auf ein Restaurant hin und die beste Küche gibt es nun mal in Montreux.
Solche mit Fähnchen gepimpten Boote können sie sich nur in Lugano leisten.
Alles Quatsch, hier ist Locarno am Start!
6.
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Jetzt ist bei euch aber eine Schraube locker ... Genf?
Was soll das sein? La-Chaux-de-Fonds?
Ist das überhaupt in der Schweiz? Casablanca?
Friedenstaube? Bern! Da sind doch alles Hippies.
7.
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Yverdon-les-Bains!!!
Winterthur!!!
St. Moritz!!!
Bern!!!
8.
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Theater, Musik, Berge, Touristen. Eindeutig Thun!
Mmh, scheint mehr Luzern zu entsprechen.
Endlich St. Gallen!
Schon wieder Zürich? Ihr zentralistischen Säcke!
9.
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Öhm, ähm ... St. Gallen?
Pfffff ... Aarau?
Katholisch? Brig?
Hmm ... dini Mueter?
10.
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Ha, easy, eindeutig Winterthur!
Haha nein Scherz, aber jetzt im Ernst: Natürlich Basel.
Ich wähle aus Prinzip nicht Basel: Sion!
Lol, ihr könnt mich alle mal. Fribourg!
11.
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Aha, endlich kommt Lausanne!
Der Aargau! Aber das ist ja ein Kanton und gar keine Stadt, ihr Trottel!
Oder doch Vevey?
Ist McDonalds eine Stadt?
12.
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Jap, Olten.
10000000000% Neuenburg, ich weiss es, ich bin so klug!
S3, Biel.
Ist das die neue Gotthardröhre? In dem Fall Tessin ... Bellinzona?

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    Alle Leser-Kommentare
  • MilfLover 07.03.2018 13:46
    Highlight Highlight Banken- und Bonzenpartei.
  • Zeit_Genosse 06.03.2018 22:21
    Highlight Highlight Mit urban sozialem Liberalismus könnte es gelingen. Das wäre dann eine neue Schwesterpartei: Die Sozialliberalen. Aber dann könnte die Mutterpartei verlieren. Also, sich verbiegen und die gleichen drei Buchstaben tragen geht nicht.
    • satyros 07.03.2018 13:46
      Highlight Highlight Die Grünliberalen gibt es ja schon. Sind in den Städten ziemlich erfolgreich und vom Gedankengut her dieser Vision eines urbanen Freisinns, der velofahrende Hipster, kreative Kleingewerbler und städtische Gutverdiener ansprechen soll, nicht unähnlich. Das Problem bei der FdP sind die Inhalte, nicht deren Verpackung. Ausbau von Kindertagesstätten? Nein. Mehr Platz auf den Strassen für Velofahrer? Nein. Günstiger Wohnraum für eine bessere Durchmischung? Nein. Wie soll das die genannten Leute ansprechen? Wer einfach tiefere Steuern will, lebt kaum in der Stadt.
  • dumdidumdidum 06.03.2018 21:51
    Highlight Highlight Diesen Unterschied konnte die LDP in Basel schaffen und ist erfolgreicher als die FDP
  • Moelal 06.03.2018 21:11
    Highlight Highlight Die Diskussion der Kommentare zeugt nicht von grossem Demokratieverständnis. Glaubt Ihr eigentlich alle Zürcher sind einfach zu kaufende Schafsähnliche Idioten? Das IST Demokratie. Man wählt was man möchte. Und offensichtlich möchte man in Zürich einen gewissen Stil und eine entsprechende Vertretung! Akzeptiert es einfach als Meinung des stimmenden Volks und basta! Wenn Ihr keine Demokratie wollt, geht doch selber in ein antidemokratisches Land. Nordkorea ist froh um Devisen
  • satyros 06.03.2018 20:21
    Highlight Highlight "Die FDP auf eine «Autofahrer- und Parkplatz-Partei» zu reduzieren, sei falsch." Ist es das? Wäre Bern bürgerlich regiert, wäre der Bundesplatz immer noch ein Parkplatz. Welche Partei kämpft denn gegen jeden Poller, jedes Fahrverbot und jede Aufhebung eines Parkplatzes? Eine vernünftige, urbane Verkehrspolitik ist mehr als darauf zu verweisen, dass ein Kandidat selber Velo fährt.
  • Watson=Propagandahuren 06.03.2018 19:37
    Highlight Highlight Soooo links ist die Stadtzürcher SP doch gar nicht?
    Oder seit wann mache Linke den Bückling vor Grosskonzernen wie Google und Co?
  • Toerpe Zwerg 06.03.2018 18:58
    Highlight Highlight Bürgerlich vs Links ist eine überholte (achtung Euphemismus) Dichtomie.

    Ich bin nicht bürgerlich und sicherlich nicht links. Wenn sich die FDP aus diesem überholten Denkmuster befreit und die klassenkampflinke im Widerspruch Regierungsverantwortung im marktwirtschaftlichen System mit Systemüberwindungsphantasien gären lässt, gewinnt sie dazu.

    Es erstaunt mich übrigens nicht, dass dem System gegenüber kritisch eingestellte gute Verwalter ebendieses Systems sind.

    Die erfolgreichsten Konzepte entstehen gemeinschaftlich und mit Korrektiven.
    • pun 06.03.2018 21:14
      Highlight Highlight Bisher hat der Druck der Systemüberwindungsfantasien recht gut funktioniert, um grundsätzliche Verbesserungen für die Menschen durchzusetzen (Frauenstimmrecht, AHV, IV, ALV, minimaler Lohnschutz...) und 60+ Jahre Regierungsverantwortung haben die SP weder umgebracht noch die Kapitalismuskritiker/innen zum verstummen gebracht. Alles cool soweit.
  • simiimi 06.03.2018 18:55
    Highlight Highlight Die FDP soll sich jetzt nach links verbiegen, um in den Städten zu punkten? Nein danke. Den Linken die Städte, der Rest des Landes den Bürgerlichen. Finde ich eigentlich eine ganz gute Losung, mit der alle mehr oder weniger leben können.
    • Moelal 06.03.2018 21:02
      Highlight Highlight Genau vor allem in der Stadt
    • pun 06.03.2018 21:16
      Highlight Highlight isi, dann wärs nur eine Frage der Zeit bis wir Linken im ganzen Land die Mehrheit haben 😎. #urbanisierung
    • Genital Motors 07.03.2018 06:26
      Highlight Highlight Dann bleibt bitte im winter drunten im nebel... und im sommer fern von unseren bergseen. Danke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joe Smith 06.03.2018 18:43
    Highlight Highlight «Dass auch private Investoren attraktiven und günstigen Wohnraum bauen könnten, gehe dabei vergessen.» Richtig, das *könnten* sie. Der Punkt ist halt, dass sie es nicht tun.
    • pun 06.03.2018 21:18
      Highlight Highlight Momol, wart halt, bis der Markt an teuren Wohnungen gesättigt ist, dann werden sie es bestimmt vielleicht tun!
    • Anna Landmann 06.03.2018 23:08
      Highlight Highlight Die FDPler werfen doch sonst allen vor, nix von Ökonomie zu verstehen? Der Markt sorgt doch eben dafür, dass alles zum Marktpreis verkauft wird, oder? Der Markt alleine wird also niemals "günstige" Wohnungen, sprich unter dem Marktpreis, schaffen, oder?
      Private Investoren helfen darum sicher niemals bei diesem Problem, ausser es sind Genossenschaften oder andere Orgsnidationen mit speziell sozislrm Auftrag. Aber sn die wird man bei der FDP in diesem Zusammenhang sicher nicht denken.
  • Christian Mueller (1) 06.03.2018 18:28
    Highlight Highlight Wie der Freisinn zu retten ist: transparente Parteifinanzen und Kampagnen, gesellschaftsliberal UND wirtschaftsliberal, keine subventionen, kein nfa, keine zölle, keine klientelpolitik (für ihre 'unbekannten' spender).
    • simiimi 06.03.2018 19:00
      Highlight Highlight Der Freisinm muss nicht gerettet werden, er ist viel eher gradr en vogue, im Gegensatz zur Sozialdemokratie. Einzig und allein in den Städten sieht es anderst aus, aber damit kann ich als Freisinniger gut leben.
  • Maracuja 06.03.2018 18:03
    Highlight Highlight <Dass auch private Investoren attraktiven und günstigen Wohnraum bauen könnten, gehe dabei vergessen>

    Private Investoren hatten jahrzehntelang Zeit günstige Wohnungen in den Städten zu bauen. Offensichtlich können sie genau dies nicht. Statt den Stimmbürgern ein schlechtes Gedächtnis zu unterstellen, wäre es vielleicht an der Zeit, wenn die FDPler anerkennen würden, dass es neben dem privaten Wohnungsbau auch den sozialen Wohningsbau braucht.
  • Maya Eldorado 06.03.2018 17:51
    Highlight Highlight Auch die Linken fahren auf der rechten Strassenseite Velo - sollten sie auf jeden Fall......
  • IchSageNichts 06.03.2018 17:50
    Highlight Highlight Wenn zB im Kanton SG seit mehr als 10 Jahren ein Bauer auf der Nationalratsliste auf Platz 1 nominiert wird dann ist doch etwas faul bei den Liberalen! So gewinnt man keinen Blumentopf in der Stadt. Und der ist ja nicht der einzige Bauer bei der FDP. SG zeigt wies besser geht mit Herr Dobler. Mehr Innovative und weniger Altmetall wäre die Devise, dann läufts auch in der Stadt. Sind nicht alle Städter für mehr Sozialarbeiter, psychologische Abklärungen in den Schulen und allgemein weniger Verantwortung.
  • ayelet 06.03.2018 17:48
    Highlight Highlight Ich habe in der Stadt Zürich die FDP gewählt, einfach weil aus meiner Sicht SP und SVP nicht wählbar sind. Jedoch stellt sich die FDP Zürich ein bisschen lahm dar: keine Jungen keine Frauen. Meiner Meinung eine recht lahme Liste von älteren Herren aus der Wirtschaft. Ich verstehe, dass viele die FDP nicht gewählt haben.
  • Astrogator 06.03.2018 17:47
    Highlight Highlight Ich habe früher oft auch FDP gewählt. Aber seit sie damit beschäftigt ist der SVP in den Arsch zu kriechen ist die FDP für mich genausowenig bürgerlich wie die SVP selbst.
    Und wenn ich rechtsaussen und rückständig wählen würde, dann wohl das Original und nicht den profillosen Mitläufer.
  • alessandro 06.03.2018 17:33
    Highlight Highlight Der erbärmliche Hilfeschrei im Sinne von "wir sind doch auch Menschen!" wird im Nachhinein immer von einem neoliberalen Konstrukt unterlegt. Genau darum geht es doch... Der Markt regelt nun mal einfach nicht alles in der Art und Weise, wie es für die Mehrheit stimmt. Die Interessen sind nicht dieselben. Warum sollte ich eine Partei wählen, welche nicht meine Interessen vertritt? Der Zusammenhang zwischen guter Wirtschaftslage und Bevölkerungszufriedenheit existiert so nicht wie dich die liberalen das vorstellen.
  • Hierundjetzt 06.03.2018 17:21
    Highlight Highlight Es ist viel einfacher: bei jedem Wirtschaftsskandal hat die FDP die Finger drin.
    - Swissair-Konkurs
    - Finanzkrise 2008 (FDP im 2007: der Markt muss freier werden)
    - UBS Bankrott
    - Swisslife: AWD Kauf
    - CS die Jahr für Jahr 100ete von Millionen an Bussgeldern in die USA überweisen muss.
    --> No Billag Kessler (yep, er ist ein FDP'ler)
    - AHV / PK Rentensenkung (weil aus Gründen)
    - Unternehmenssteuerreform II
    - Streichen von KK Verbilligungen für die ärmsten: O-Ton: Wir müssen jetzt mal sparen (bei den Ärmsten... klar)

    Nein die FDP ist echt keine Alternative. Für nichts.
  • Don Alejandro 06.03.2018 17:07
    Highlight Highlight "Nicht nur Linke fahren Velo" impliziert genau das, woran die FDP scheitert. In der konstanten Unterschätzung der politischen Wählerschaft. Es ging substanziell um einiges mehr, warum die Linke und nicht die FDP gewählt wurde.
    • dan2016 06.03.2018 17:30
      Highlight Highlight die ärmsten wählen tendenziell SVP, nicht links. Weil Sie das Gefühl haben, dass die anderen Armen ihnen etwas wegnehmen.
    • Platon 06.03.2018 17:40
      Highlight Highlight @dan
      Nicht ganz. Die ärmsten wählen tatsächlich links. SVP wählen vor allem Männer mit sicherem, aber eher niedrigem Einkommen, also eigentlich die Arbeiter. Profitieren tun diese vom Staat mehr als sie verlieren, wählen aber trotzdem die Staatsabbaupartei. Man will ja schließlich nichts dem Ausländer geben...
    • seventhinkingsteps 06.03.2018 17:54
      Highlight Highlight @dan2016

      Weil ihnen erfolgreich eingetrichtert wurde, dass Indiviualismus und kalter Egoismus statt Empathie und Gemeinschaft sie weiter bringt.
  • Fanta20 06.03.2018 17:04
    Highlight Highlight "Nicht nur Linke fahren Velo."

    Beim Terminus "die Linken" dringt halt sehr oft ein leicht abschätziger Unterton durch. Ich will hier jetzt nicht eine Lanze für Sozialdemokraten und Grüne brechen, aber evtl. wäre es für die anderen Parteien hilfreich, genau solche Phrasen etwas überlegter einzusetzen. Es ist ja weiss Gott nicht so, dass "die Linken und Grünen" grundsätzlich und aus Prinzip an allen Fronten zu bekämpfen wären.
    Das genau Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt mit "den Rechten". Das verhärtet ja schlussendlich nur die Fronten.
    • derEchteElch 06.03.2018 19:13
      Highlight Highlight Meine Meinung.

      Aber schau mich an. Mich bezeichnet man hier auf watson als ultra-konservativen, während mein Wahlzettel fast alle Parteien berücksichtigt und ich in gewissen Themen so, bei anderen Themen aber auch anders stimme.

      Hingegen lässt sich eine Linke/Linker erst gar nicht auf eine andere Meinung ein, die nicht in ihr Weltbild passt. Bestes Beispiel dazu jene (linke) Jugend, die Vorträge mit Gewaltandrohung verhindert und am 1. Mai randaliert oder ein Redeverbot für Andersdenkende fordert.

      Erkennst du das Problem?
    • Fanta20 06.03.2018 22:03
      Highlight Highlight Ja, solche gibt es gewiss auch, aber ich würde das mit den "Linken" nicht pauschalisieren. Es ist ja nun wirklich nicht so, dass 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung am 1. Mai steinewerfend durch die Strassen ziehen oder Politiker an Podiumsdiskussionen niederschreien. Das sind insgesamt nur wenige Fehlbare. Ich kenne zahlreiche moderate Linkswähler, die durchaus den eigenen Standpunkt kritisch reflektieren können.
    • TJ Müller 07.03.2018 11:51
      Highlight Highlight haha, Elch. Du merkst es nicht, gell? Du sprichst dich dafür aus ("Meine Meinung") nicht immer die Linken als Kampfbegriff zu gebrauchen und überlegter einzusetzen um die Fronten nicht zu verhärten. Du bist ja so divers und bildest dir deine eigene, unabhängige Meinung. Aber die LINKEN! "Hingegen lässt sich eine Linke/Linker erst gar nicht auf eine andere Meinung ein." Bist du dir echt nicht bewusst wie scheisse arrogant dies rüber kommt? Und dann wunderst du dich, wenn du angefeindet wirst? Wieso sprichst du anderen Menschen die Fähigkeit ab, so wie du eine differenzierte Meinung zu haben?
  • rauchzeichen 06.03.2018 17:02
    Highlight Highlight die fdp kümmert sich wie alle parteien mehr um wähler, als eine klare vision und richtung zu haben. schlimmer noch, sie begehen parteiintern verschiedene wege, was das bild nur noch unschärfer macht. damit wollen sie möglichst viele wähler erreichen, erreichen schlussendlich aber nur leute, die verwirrt fragen, für was die fdp steht. professionell sieht anders aus, aber hey, es ist ja nur ne partei...
  • Grigor 06.03.2018 16:59
    Highlight Highlight Vielleicht sind sie einfach in der falschen Partei wenn alle anderen auf der falschen Linie sind bzw. falsche Positionen vertreten. Aber Nein, natürlich sind alles tolle und tolerante Leute bei der FDP und die Wähler haben es einfach nicht verstanden. Interessante Logik. So gewinnt man sicher die nächsten Wahlen.
  • seventhinkingsteps 06.03.2018 16:52
    Highlight Highlight "Nur weil man sich für eine «selbstbestimmte Mobilität» und gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer einsetze, sei man kein Auto-Turbo."

    Schon, aber halt auch nicht für ein Auto freies Zürich, was als Idee nicht sehr schlecht ankommt bei Zürchern.. Die Frage ist ob Stadtbewohner gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer wollen oder ob Velofahrer in der Stadt mehr Privilegien haben sollen als Autofahrer.
  • You will not be able to use your remote control. 06.03.2018 16:50
    Highlight Highlight Tja die Rechten haben halt nur neoliberale Geldadelparteien zur Auswahl.
    • phreko 06.03.2018 17:31
      Highlight Highlight Griffistone, wiederlegen kannst du es nicht, oder?
  • bokl 06.03.2018 16:50
    Highlight Highlight Weniger SVP, mehr GLP, dann klappt es wieder bei der FDP...
    • dho 06.03.2018 23:08
      Highlight Highlight ... schon fast ein vielversprechender Wahlslogan für die FDP...
  • sheshe 06.03.2018 16:43
    Highlight Highlight 20 Jahre zu spät, aber löblich, dass das Umdenken langsam auch in der Politik ankommt.
  • Radesch 06.03.2018 16:38
    Highlight Highlight "Ich höre immer wieder das Klischee der Banken- und Bonzenpartei."

    Naja die FDP müsste eben mal beweisen, dass es nicht so ist... Unternehmenssteuersenkungen hier, Sozialabbau da, mehr Markt dort...

    Nein danke. Allerdings begrüsse ich, dass die FDP im Gegensatz zur SVP viel für die Schweiz getan hat und auch diskussionsfähig ist. Sie blockiert sich nicht im Vornherein. Deswegen halte ich die FDP für sehr wichtig.
    • seventhinkingsteps 06.03.2018 17:07
      Highlight Highlight @LordOfGriffinstone

      Es fällt mir sehr schwer vorzustellen was für eine Art von Freiheit jemand geniesst, der jeden Rappen umdrehen muss um die überhöhte Miete bezahlen und die Familie ernähren zu können. Die Freiheit zu verhungern wenn man arbeitslos wird?
    • seventhinkingsteps 06.03.2018 17:40
      Highlight Highlight Niemand schreit "Bonzen und Banken", absolute Polemik die du da betreibst. Es gibt reale Argumente gegen gewisse Vorgehen von Banken. Diese auf "Bonzen und Banken schreien" hilft niemandem in dieser Diskussion weiter. Vielleicht liegts ja auch an dieser Art von Arroganz, dass die Bürgerlichen nicht sehr erfolgreich sind in der Stadt.

      Den mag es geben, ist aber nicht inhärent besser nur weil er der Mittelweg ist. Kompromisse sind nicht inhärent besser als Extreme.
    • Triumvir 06.03.2018 18:27
      Highlight Highlight Es gibt aber eine bessere FDP namens Grünliberale. Deshalb erachte die FDP als unwichtig und total überflüssig, zumal sie regelmässig mit der SVP ins Bett steigt 😂💩
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Tiere «schwerwiegend vernachlässigt» – Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen Zürcher Bauer

Einem Bauern im Zürcher Oberland wird Tierquälerei vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet. Eine Tierschutzorganisation spricht von einem «extremen Fall».

Zentimeterhoch türme sich der Mist, der Boden sei mit Kot und Urin bedeckt, die Tiere würden vernachlässigt: Es sind happige Vorwürfe, welche die Organisation «Tier im Fokus» (TIF) gegen Landwirt H.M.* erhebt. Dieser führt in einer Gemeinde im Zürcher Oberland einen Mutterkuh-Betrieb. Bilder aus dem Innern des Rinderstalls von Bauer H.M. sollen die Vorwürfe belegen. Sie stammen laut Angaben von «Tier im Fokus» aus dem Juni 2019 und wurden der Organisation auf einem USB-Stick zur …

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