Schweiz
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Nummern anstatt Namen stehen auf einer Klingel, aufgenommen am Donnerstag, 14. November 2013 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die Wohnung steht noch leer, doch Muslime müssen hier nicht klingeln. (Symbolbild) symbolbild: keystone

Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt: «Nur an Schweizer, keine Muslime»

Ein Vermieter schliesst muslimische Bewerber in der Annonce explizit aus. Ist das rechtens?

Konrad Staehlin, Rafaela Roth



«Keine Muslime» wolle er in der Wohnung, schreibt ein Vermieter auf dem Wohnungsportal Immoscout24 in seine Annonce, die der «Nordwestschweiz» vorliegt. Konfrontiert mit der klaren Ansage, erklärt er: 

«Muslime singen mehrmals täglich in der Wohnung, genau wie in der Moschee. Ich habe schon meine Erfahrungen mit ihnen gemacht, darum darf ich das auch so schreiben.»

Darf er wohl nicht. Er kommt damit in Konflikt mit der Rassismus-Strafnorm, es handelt sich um ein Offizialdelikt. «Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich die Staatsanwaltschaft der Sache annimmt. Die Annonce ist nicht unproblematisch», beurteilt Marcel Niggli, Strafrechtsprofessor an der Universität Freiburg, den Fall.

Bild

Im Inserat schliesst der Vermieter Muslime als potentielle Mieter aus.  bild: screenshot

«Kann im Einzelfall vorkommen»

Niggli weiter: «Man muss zwischen dem privaten und dem öffentlichen Raum unterscheiden. Wer eine Wohnung öffentlich ausschreibt, darf in der Annonce keine Rasse, Ethnie oder Religion herabsetzen.» Nicht unter die Rassismus-Strafnorm fällt die Nationalität. Deswegen verfolgten die Behörden 2013 den Fall einer Wohnungsausschreibung in Altstätten, in dem «keine Schweizer» erwünscht waren, nicht weiter.

Gegenüber der «Nordwestschweiz» geben die grössten Wohnungsportale an, nur sehr selten mit diskriminierenden Inhalten konfrontiert zu sein. «Maximal fünf Mal im Jahr», komme dies zum Beispiel auf Homegate vor. Bei allen befragten Portalen, unter anderem bei Immoscout24, werden Inserate von Mitarbeitern kontrolliert. Teilweise kommen auch automatische Verfahren wie eine Filterung nach Stichwörtern zum Einsatz. «Bei 80'000 aktuellen Inseraten kann es leider im Einzelfall vorkommen, dass die Kontrollmechanismen nicht greifen und ein Inserat mit zweifelhaftem Inhalt auf die Plattform gelangt», schreibt Immoscout24.

Umfrage

Muslimverbot bei Wohnungsinseraten – ist das in Ordnung?

  • Abstimmen

1,631

  • Ja. 34%
  • Nein. 42%
  • Ist mir egal. 6%
  • Ich will nur das Ergebnis sehen. 18%

Trotz des Malheurs stellt die diskriminierende Annonce die Plattform nicht vor ein rechtliches Problem. «Sie macht sich strafbar, wenn sie von der problematischen Anzeige weiss, diese aber ignoriert und nicht vom Netz nimmt», erklärt Strafrechtler Niggli. Kaum hatte die «Nordwestschweiz» jedoch Immoscout24 mit dem Inserat konfrontiert, war dieses von der Homepage verschwunden.

Konflikt mit Datenschutz

Das Problem von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt wurde 2014 von Forschern der Universität Bern untersucht. Sie schlossen aus ihrer Auswertung von Testbewerbungen, dass Interessenten mit ausländischem Namen signifikant tiefere Chancen auf eine Wohnung haben als identische Mitbewerber mit Schweizer Namen. Salopp ausgedrückt: Diskriminierung funktioniert auch ohne verletzende Inserate. Die Vermieter können die Auswahl problemlos im Nachhinein aufgrund des Namens treffen.

Das gleiche Spiel ist auch mit der Konfession möglich. Dies deswegen, weil viele Liegenschaftsverwaltungen potentielle Mieter standardmässig danach fragen. Auch dies ist wohl nicht rechtens, und zwar aus Datenschutzgründen. Francis Meier, Sprecher des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten, erklärt: «Daten dürfen nur für einen konkreten Zweck erfasst werden. Bei Wohnungsbewerbungen ist es zum Beispiel zulässig, Angaben zur Bonität oder zum Mietverhalten zu erheben. Die Religionszugehörigkeit sollten die Vermieter hingegen nur in Ausnahmefällen erfragen.» Ein Beispiel hierfür ist ein Wohnblock voller orthodoxer Serben, in dem der Einzug muslimischer Albaner zu Problemen führen könnte. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • kliby 21.10.2016 13:01
    Highlight Highlight Es ist scheinbar legitim, Geschlechter zu diskriminieren (auf Air BnB sinds vor allem Männer die nicht gewünscht werden).
    Unter solchen Umständen kann man von mir aus auch Religionen und Nationalitäten diskriminieren, ist mir egal.
  • Andre Schmid 21.10.2016 09:05
    Highlight Highlight Nur an Schweizer darf er schreiben.. Keine Ausländer darf er nicht schreiben .. Im Walliser Bote ist oft zu lesen .. Nur an Schweizer
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 21.10.2016 09:40
      Highlight Highlight Mir welcher Begründung darf er das eine und das andere nicht?
    • Blutgrätscher 22.10.2016 11:55
      Highlight Highlight Sorry Andre, aber ich hab sowas im Walliser Boten noch nie gesehn... werd mich wohl drauf achten müssen, aber ich bleibe skeptisch.
  • michiOW 21.10.2016 07:48
    Highlight Highlight Ich liebe Niggli seit der Arena.

    Er soll in die Politik!!!
  • Matrixx 20.10.2016 22:58
    Highlight Highlight Ich glaube, das ist immer der Fall - stillschweigend.

    Ich wohne in einem Block, in dem eigentlich nur Menschen aus anderen Ländern stammen. Ich habe die Wohnung sofort gekriegt, trotz unzähligen Interessenten. Für mich wars eigentlich klar, dass da mehr als nur Sympathie zu Grunde liegt.
  • Süffu 20.10.2016 22:54
    Highlight Highlight Wohne unter und neben Muslimen, habe die noch nie singen gehört - schade, fände das lustig :-)
    • Andi Amo 23.10.2016 18:59
      Highlight Highlight Die brauchen halt Ruhe zum Bomben bauen... :-)
  • Menel 20.10.2016 22:33
    Highlight Highlight Was ist mit Schweizer Muslimen???
  • Alnothur 20.10.2016 21:40
    Highlight Highlight "Nicht unter die Rassismus-Strafnorm fällt die Nationalität." - dann verstösst sie gegen die Verfassung. In der Verfassung ist explizit auch von Herkunft die Rede.
    • Masche 20.10.2016 23:08
      Highlight Highlight Nationalität und Herkunft ist nicht unbedingt das gleiche. Die Nationalität kann man wählen, die Herkunft nicht.
  • dracului 20.10.2016 17:48
    Highlight Highlight Der Kampf gegen Diskriminierung ist eigentlich ein Kampf gegen die ausgesprochene Diskriminierung. Jeder Vermieter (und Arbeitgeber) kann irgendwelche Kriterien anwenden. Man darf sie nur nicht benennen, wenn sie diskriminierend wären. Schaut euch dieses Organigramm an: Nur die fachlichen Qualifikationen der Personen waren das Selektionskriterium.
    Benutzer Bild
    • Hierundjetzt 20.10.2016 22:04
      Highlight Highlight Immerhin konsequent. Die Chefs sind männlich. *Ironie off

      Ich würde dieser Firma nie einen Auftrag geben. Das ist ja schrecklich. Was stimmt nicht mit dem Chef?
    • AJACIED 20.10.2016 22:41
      Highlight Highlight Und jetzt mach das bei deiner Firma anders. Möchte sehen ob bei dir "alle" anders aussehen würden 😂
  • Masche 20.10.2016 16:45
    Highlight Highlight Zitat: "Nur an Schweizer, Deutsche und EU".
    Dexit?
  • Babalu 20.10.2016 16:08
    Highlight Highlight Ich hab, als ich meine günstige Wohnung in Zürich City weitervermietet habe im Inserat geschrieben: "Ausländer werden bevorzugt". Das damit sich auch die melden, welche denken, dass sie aufgrund ihrer Herkunft nur in Leimbach oder Seebach eine überteuerte Wohnung kriegen. Ich hab ihnen auch gesagt, wie viel ich für die Miete bezahlt habe und welche Renovationen gesetzlich zulasten des Vermieters fallen. Meinem Vermieter hab ich so kurzfristig zwei Ausländer als zumutbare Nachmieter angeboten und ihn gezwungen Mietzinsverlust gegen xenophobe Ansichten auf die Waage zu stellen. Gier hat gesiegt.
    • kliby 20.10.2016 16:55
      Highlight Highlight babalu, und weshalb käme jemand auf die idee, wie du ausländer (oder inländer) zu bevorzugen?
    • Andi Amo 23.10.2016 19:00
      Highlight Highlight @axantas
      Ich wäre dabei. Ist ja widerwärtig, sorry!
    • Babalu 26.10.2016 20:33
      Highlight Highlight Offenbar ist Diskriminierung nur wenn du "keine Moslems, keine Juden oder keine Schweizer" schreibst. "Schweizer werden bevorzugt" ist demnach keine Diskriminierung und , wenn man die Wohnungsinserate liest, weit verbreitet. Ich hab einfach eine andere Gruppe als die Schweizer bevorzugt, dazu noch eine viel inhomogenere. Daher werden sich axantas und Andi lange überlegen müssen, wo sie da einen Strafbestand finden. Und wenn ich verklagt werden würde, wäre mir das recht, denn dann müssten die ganzen xenophoben Bünzlis, die nur Schweizer in ihren Wohnungen wollen auch büssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NumeIch 20.10.2016 15:32
    Highlight Highlight Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt und in den Kommentaren gibt es viel Applaus - man fasst es nicht. Shame on you!
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 20.10.2016 16:45
      Highlight Highlight Was ist falsch an Diskriminierung?
      Darf ich denn nicht meine Vorlieben haben?
    • 's all good, man! 20.10.2016 18:29
      Highlight Highlight »Was ist falsch an Diskriminierung?«

      😂😂😂

      Man fasst es wirklich nicht...
    • Fabio74 20.10.2016 20:31
      Highlight Highlight Da du ja dich Trump nennst, erübrigen sich weitere Fragen...
  • Zwerg Zwack 20.10.2016 15:08
    Highlight Highlight Gemäss Inserat soll die Wohnung mit einem männlichen Firmenmitarbeiter geteilt werden. Dieser möchte wohl einfach jemanden aus einem ähnlichem Kulturkreis. Kann ich verstehen und finde es in Ordnung, dass dies von Anfang an kommuniziert wird.
  • Hand-Solo 20.10.2016 15:03
    Highlight Highlight Das Grundproblem ist aus meiner Sicht an einem ganz anderen Ort zu suchen:

    Schon mal versucht als Vermieter einem Mieter die Wohnung zu künden? Das kannst du nicht einfach so weil dir sein Gesinge auf den Keks geht...
    Du hast als Vermieter praktisch keine Chance, einem Mieter zu künden.

    Als Vermieter musst du vorher so sicher wie möglich sein, dass dir der Mieter nicht in irgend einer weise unangenehm wird, wodurch halt viele Vermieter auf solche grenzwärtige Massnahmen zurückgreifen. Welche möglichkeit haben sie denn sonnst?
    • Fabio74 20.10.2016 20:32
      Highlight Highlight Seit wann ist singen in der Wohnung verboten?
    • Hand-Solo 21.10.2016 07:49
      Highlight Highlight Das ist es nicht. Aber wenn es dir als Vermieter auf den Wecker geht, hast du halt einfach Pech gehabt.
  • Lowend 20.10.2016 14:00
    Highlight Highlight Unsere Nationalisten und die vielen Schweizer Rassisten würden sich erst darüber aufregen, wenn einen Vermieter im Inserat schreiben würde, dass eine Wohnung nicht an Nazis und Rechtsextreme vermietet wird.
    • Bobo B. 20.10.2016 19:38
      Highlight Highlight Ach, der gute alte Lowi. Ist immer wieder für einen lustigen Spruch aus der linken Mottenkiste zu haben...
    • Moti_03 20.10.2016 20:05
      Highlight Highlight Wieder mal ein typischer, sinnloser, völlig nicht beim Thema und fast schon hetzerischer Kommentar. Komisches Markenzeichen von dir.
  • Ano Nym 20.10.2016 13:50
    Highlight Highlight "Muslime singen mehrmals täglich..."

    passt in die gleiche schublade wie
    - juden essen nie ein schinkensandwich
    - christen gehen sonntags in die kirche und kennen die bibel auswendig
    - budhisten sind alles fröhliche hippie-veganer die nie krieg führen würden
    - atheisten kommen in die hölle

    Der gleichen logik wäre polo hofer auch muslim ( da er mehrmals täglich singt...)
    • Mafi 20.10.2016 15:06
      Highlight Highlight Ok ich bin ein Hund weil ein Hund mehrmals am Tag kackt? Yay. Toller Vergleich mit dem Polo Hofer😂aber einfach nur schlecht...
    • Piwi 20.10.2016 16:59
      Highlight Highlight Da hat aber jemand in Logik nicht aufgepasst: aus A -> B ("ist Muslim" impliziert "singt") folgt nicht automatisch auch B -> A.
    • Manuel H. 20.10.2016 19:14
      Highlight Highlight @Piwi: richtig. Jeder Daumen ist ein Finger, aber nicht jeder Finger ein Daumen :)

      ...hoffentlich bekommen die Muslime in meiner Nachbarschaft nicht mit, dass sie eigentlich täglich singen müssten.
  • Frausowieso 20.10.2016 13:22
    Highlight Highlight Er hätte sich den Satz besser sparen sollen. Bei der Auswahl des zukünftigen Mitbewohners kann er ja nach eigenem Gütdünken vorgehen und ihm unsympathische Bewerbungen einfach aussortieren. Solche Aktionen sind einfach nur unnötig.
    • Qui-Gon 20.10.2016 14:27
      Highlight Highlight Ist halt auch noch faul, der Mensch...
    • Andi Amo 20.10.2016 16:04
      Highlight Highlight Naja, immerhin wissen so die genannten Gruppen bereits im Vornherein, dass sie keine Chance haben und verschwenden nicht noch Zeit und Energie mit Kontaktaufnahme, Besichtigung und Bewerbung. Das finde ich eigentlich noch fair.
  • SemperFi 20.10.2016 12:53
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, wo hier eine Diskriminierung sein soll. Es gilt doch Vertragsfreiheit und ein Vermieter kann beliebige Kriterien aufstellen, nach denen er seine Mieter aussucht. Da ist es doch fair, wenn er Personen die sowieso keine Chance haben, dies klar kommuniziert?
    • Qui-Gon 20.10.2016 15:14
      Highlight Highlight Wer eine von ihm angebotene Leistung, die für die Allgemeinheit bestimmt ist, einer Person oder einer Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Ethnie oder Religion verweigert, macht sich strafbar.
    • Andi Amo 20.10.2016 16:06
      Highlight Highlight Anscheinend eben nicht, weil in Altstätten war es ja wieder in Ordnung, als man 'keine Schweizer' ins Inserat schrieb!
    • SemperFi 20.10.2016 16:19
      Highlight Highlight Aber eine Wohnung zu vermieten ist etwas anderes als eine Disco oder ein Restaurant zu führen. Das eine ist ein freiwilliger Vertrag zwischen zwei Privaten, das andere richtet sich an die Allgemeinheit, da ist mir die Diskrimierung schon klar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gelegentlicher Kommentar 20.10.2016 12:10
    Highlight Highlight Einerseits wünsche ich mir, dass solch offensichtliche Vorurteile nicht toleriert werden.

    Andererseits lieber so, alls dass sich die diskriminierten Personen die grosse Mühe machen, einr Bewerbungsschreiben einzureichen, nur um dann auf Grund ihres Namens sofort aussortiert zu werden.

    Wie dieser Herr denken leider unzählige Vermieter in der Schweiz.
    • Andi Amo 20.10.2016 16:09
      Highlight Highlight Vorurteile sind gelebte Erfahrungen anderer. Und dieser Vermieter hatte anscheinend bereits auch schon seine eigenen Erfahrungen gemacht.
    • Señor Ding Dong 20.10.2016 18:54
      Highlight Highlight Kling zwar pragmatisch gesehen richtig, hat aber eine schlechte Signalwirkung. Und darum gehts wohl. Du kannst ja als Vermieter/Arbeitgeber alle Schwarzen aussortieren, aber du darfst es nicht öffentlich publizieren. Es ist herabwürdigend, ob es denjenigen Zeit spart oder nicht. Wer sich öffentlich äussert, hat ein paar wenige Spielregeln, an die er sich halten muss. Scheint in letzter Zeit Vielen schwerzufallen.
  • Barracuda 20.10.2016 11:56
    Highlight Highlight "Keine Schweizer" passt also und wenn ein Vermieter aufgrund von schlechten Erfahrungen in seiner Wohnung "Keine Muslime" haben will, ist das nicht rechtens... Logisch:-)
    • marenda 20.10.2016 12:37
      Highlight Highlight Schweizer bezeuchnet die Nationalität, Muslime die Religionszugehörigkeit. Muslime können durchaus auch Schweizer sein.
    • Frausowieso 20.10.2016 13:23
      Highlight Highlight "Keine Muslime" kann übrigens auch Schweizer betreffen. Nur so am Rande erwähnt.
    • Liselote Meier 20.10.2016 13:33
      Highlight Highlight Ist zwar keine Diskriminierung in ethnischer Hinsicht, da es keine Schweizer Ethnie gibt, da seit der Assimilierung der keltischen Helvetier es ein "Vielvölker-Staat" ist, aber sehr wohl eine Diskriminierung hinsichtlich Herkunft Schweiz und somit nach der Anti-Rassismus Strafnorm eine Straftat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 20.10.2016 11:22
    Highlight Highlight Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Art. 8, Abs. 2:

    "Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung."

    Wenn der Vermieter mit dieser Annonce ungestraft durchkommt, frage ich mich, ob unsere Verfassung mehr wert ist als das Papier, auf dem sie steht.
    • Gelegentlicher Kommentar 20.10.2016 11:56
      Highlight Highlight Grundsätzlich hast du recht, finde es auch eine Sauerei. Allerdings greift dieses Grundrecht der Verfassung nur in der Beziehung Staat-Privaten, nicht zwischen Privaten. Die Annonce verstösst gegen das Rassismusgesetz, die Verfassung hat damit aber nichts zu tun, ausser natürlich, dass die Behörden im Prozess nicht rassistisch/diskriminierend sein dürfen.
    • Hayek1902 20.10.2016 12:23
      Highlight Highlight Jetzt solltest du noch lernen, was genau eine Verfassung regelt, dann klappt es auch mit den Argumenten. So weit mir bekannt ist, ist es nicht der Staat, der hier Wohnungen vermietet.
    • Gustav.s 20.10.2016 13:08
      Highlight Highlight Wegen Herkunft? Schweizer ist also keine Herkunft....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Saraina 20.10.2016 11:16
    Highlight Highlight Der mit dem mehrmals täglich Singen ist im Fall totaler Quatsch. Mal abgesehen davon, dass man in seiner Wohnung durchaus singen darf. Jedenfalls bis zehn Uhr.
    • demokrit 20.10.2016 12:00
      Highlight Highlight Naja, der Syrer Bassam Tibi hat die syrische Lärmkultur auch schon kritisiert. Scheint also doch etwas dran zu sein.
    • Fumo 20.10.2016 12:04
      Highlight Highlight Nicht um den Vermieter in Schutz zu nehmen, aufgrund der Religion zu diskriminieren ist falsch.
      Hier geht es um ein möbiliertes Zimmer, nicht eine Wohnung. Als Untermieter darf man das was der Hauptmieter erlaubt und wenn ein Hauptmieter im Vertrag festhalten will dass in seiner Wohnung nicht gesungen werden darf ist das auch erlaubt.
    • Saraina 20.10.2016 18:00
      Highlight Highlight Ja klar kann er singen verbieten. Er kann ja auch vermieten, an wen er will. Nur Schweizer, ü50, unmusikalisch und ruhig? Kein Problem. Bei der Wohnungssituation in Zürich kann er ja wählen. Nur, dass Muslime grundsätzlich mehrmals täglich singen als Ausdruck ihrer Religion, das ist Quatsch.
  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 20.10.2016 11:05
    Highlight Highlight Durch diese Annonce wird niemand herabgesetzt. Sie sagt ja nichts Schlechtes aus über irgendjemanden.
    Bei der Vermietung gilt die Vertragsfreiheit. Der Vermieter darf vermieten, an wen er will, und nicht vermieten, an wen er nicht will. Es ist nichts als aufrichtig und fair, wenn er keine falschen Hoffnungen weckte bei einem Teil der Leser.
    Ich hingegen hätte es mit einem positiven Färbung kommuniziert: nur an Atheisten und Christen.
    • Saraina 20.10.2016 11:17
      Highlight Highlight Es soll singende Atheisten geben... Vielleicht: "nur an ruhige Einzelperson"?
  • Caturix 20.10.2016 11:01
    Highlight Highlight Das muss er ja nicht schreiben er kann sich die Leute ja ansehen und kann ja auch den Vormieter fragen. Strafregisterauszug ist auch möglich.
    • Oberon 20.10.2016 13:14
      Highlight Highlight Jo meistens werden so ja auch potentielle Mieter selektiert, nur bleibt das
      Problem das gleiche.

Eine halbe Million Menschen in der Schweiz denken an Suizid

541'000 Menschen in der Schweiz haben in den letzten zwei Wochen an Suizid gedacht. 200'000 haben schon einen Versuch gemacht, 33'000 in den letzten 12 Monaten. Seit 2012 stieg der Anteil an Menschen mit Suizidgedanken von 6.4 auf 7.8 Prozent.

Und die Dunkelziffer dürfte aus zwei Gründen hoch sein: Erstens basiert die Statistik des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) auf Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB 2017), und bei Befragungen werden Auskünfte oft aus Scham …

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