Schweiz
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Interview

«Gierig wie Investmentbanker» – 7 fiese Vermieter-Tricks, vor denen du dich in Acht nehmen musst

Mit dreisten Methoden versuchen einige Verwaltungen, den Mietern maximal viel Geld aus den Taschen zu ziehen. Die jüngste Methode in Zürich ist nur eine davon. Walter Angst vom Mieterverband zeigt, mit welchen Maschen Vermieter ihre Gier befriedigen wollen.



Die neuste Masche der Verwaltungen betrifft ausserterminliche Kündigungen. Bei solchen wollen die Verwaltungen die Mieter dazu zwingen, Nachmieter zu einem viel höheren Mietzins zu finden. Gelingt das nicht, werden diese nicht aus dem Mietvertrag entlassen. Überrascht Sie das?
Nein. Die Realität sprengt oft die Vorstellungskraft. Auf dem Wohnungsmarkt in Zürich gibt es fast nichts, das es nicht gibt. 

Warum ist das so?
Schauen Sie, der Wohnungsmarkt hat sich so ungesund entwickelt, dass einige Immobilienfirmen und Verwaltungen meinen, sie können sich fast alles erlauben. Die wissen genau, dass sie für eine Altbauwohnung in der Stadt Zürich 1000 Franken mehr verlangen können als vor fünf Jahren. Entsprechend gehen sie ans Werk. Es gibt Akteure, die ähnlich gierig sind wie Investmentbanker.  

Angst

Walter Angst, Kommunikationsleiter des Mietverbandes Zürich.  bild: zvg

Weshalb wehren sich so wenige Mieter gegen die Missstände?
Es gibt viele, die sich für ihre Rechte einsetzen. Aber es gibt auch viele, die Angst haben; vor allem wenn sie auf Wohnungssuche sind. Es wäre gut, wenn sich die Mieter in der Schweiz etwas offensiver für ihre Rechte einsetzen würden. 

Sie sind nahe bei den Sorgen der Mieter. Können Sie Beispiele von besonders dreisten Verwaltungsmethoden machen?
Die Liste ist endlos. Ich zähle Ihnen gerne die extremsten auf. 

Den Hauswart auswechseln

Das Auswechseln des Hauswarts ist eine Massnahme, die den Mieter teuer zu stehen kommen kann. Der neue Hauswart kann pro Monat plötzlich 50 Franken mehr kosten. Schreiben Verwaltungen tiefe Akonto-Beträge für Heiz- und Betriebskosten in den Mietvertrag und fordern die vollen Kosten dann Ende Jahr ein, kann dies den Mieter ebenfalls teuer zu stehen kommen. In Samstagern verlangte eine Verwaltung inklusive Nebenkosten rund 1'600 Franken für eine dunkle 4-Zimmerwohnung an einer befahrenen Strasse. Ende Jahr schickte sie den Mietern eine Nebenkostenrechnung über satte 3000 Franken. 

Der Meistbietende bekommt die Wohnung

Eine der dreistesten Methoden sind Angebote für Wohnungen, die an den Meistbietenden vergeben werden. Bei entsprechenden Portalen muss man sich anmelden und bieten. 

Die Sie-bekommen-nie-mehr-eine-Wohnung-Drohung

Ein griffiges Mittel im Kampf gegen überhöhte Mietzinsen ist die Anfechtung der Anfangsmiete. Dieses Instrument setzt sich in Zürich mehr und mehr durch. Den Vermietern passt das gar nicht. Ein Angestellter einer renommierten Immobilienfirma, deren Namen nicht genannt werden kann, hat Mietern offen gedroht, sie würden nie mehr eine Wohnung in der Stadt finden, wenn sie die Klage nicht sofort zurückziehen würden. 

Geld für die Besichtigung 

Eine andere Methode, aus der Wohnungsnot Profit zu schlagen: Man lässt sich bereits für die Besichtigung bezahlen. So geschehen im Kreis 2 in Zürich, wo tatsächlich 50 Franken pro Termin kassiert wurden. Bei diesem Beispiel war es aber nicht der Vermieter, sondern der Mieter, der sich auf diese Art bereicherte. Zudem gibt es Fälle von Betrügern, die im Internet Geld für die Besichtigung von Wohnungen verlangten, die gar nicht frei waren. 

Vermietung an den Bürokollegen

Seit 2014 muss im Kanton Zürich bei der Vertragsunterzeichnung immer der Mietzins des Vormieters mitgeteilt werden. Dadurch sind utopische Mietzinserhöhungen für Verwaltungen schwieriger. Es gibt aber Schlaumeier-Vermieter, die auch hier tricksen. Es sind Fälle bekannt, bei denen Wohnungen für einen Monat zu massiv höheren Preisen als bisher an Angestellte der entsprechenden Verwaltung «vermietet» wurden. Danach hat man die Wohnung zum völlig übersetzten Mietpreis an einen neuen Mieter weitergegeben. 

Das Nagelhaus in Zuerich West, unten links, aufgenommen am Donnerstag, 30. Mai 2013, in Zuerich. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Das Nagelhaus in Zürich: Altes muss weichen, damit Neues Platz hat. Und trotzdem hat es zu wenig Platz.  Bild: KEYSTONE

Gefakte Kündigungen

Es kommt vor, dass Kündigungen mit falscher Begründung – zum Beispiel Renovation – ausgesprochen werden, um Mieter mit «tiefen» Mietzinsen loszuwerden. Der Vermieter behauptet, er wolle umbauen. Ein Projekt gibt es aber nicht. Ein solches Vorgehen ist missbräuchlich.

Boni für den Verwalter, der die grössten Aufschläge macht

Insider sagen, es gebe Unternehmen, die Mitarbeiter mit Boni und Lohnerhöhungen auszeichnen, wenn sie bei Neuvermietungen grosse Mietaufschläge realisieren. Wie oft es zu solchen Auswüchsen kommt, lässt sich nicht sagen. Dass es in Zürich viele Mietverträge gibt, mit denen übersetzte Erträge generiert werden, kann jedoch nicht bestritten werden. 

Hast du auch schon schräge Erfahrungen mit Vermietern gemacht? Dann schicke uns deine Geschichte. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Black Cat in a Sink 31.08.2016 14:01
    Highlight Highlight Meine Frau und ich sind seit 6 Jahren in einer Wohnbaugenossenschaft angeschlossen und bekamen so eine topmoderne Wohnung im Grünen!
    Die Hypothekarzinssenkungen hat man die uns alle gewährt und unser Hauswart ist Spitzenklasse! Ich kann das wirklich jedem hier nur empfehlen.
    Davor mussten wir mit einer Verwaltung und dem Hausbesitzer vor die Schlichtungsstelle. Das war ziemlich hässlich, aber dank guter Vorbereitung sehr erfolgreich für uns!
    Wichtig ist: Wehrt euch! In der Regel hilft die Schlichtungsstelle eher dem Mieter!
  • Kookaburra 31.08.2016 13:22
    Highlight Highlight Wieso hat sich der "Wohnungsmarkt ungesund entwickelt"? (Die Wohnungskosten sind in den letzten zehn Jahren um über ein Drittel! gestiegen.)

    Seht ihr nicht, wieso diese "ungesunde Entwicklung" passierte und dem Kapital solche Willkürmacht geschenkt hat?

    Heute glaube ich, die Linken machen mehr für die Kapitalisten und Reichen und gegen die armen Arbeiter, wie die Rechten. Ich glaube aber nicht wirklich, dass sie so dumm sein können, also muss es geplant sein.

    Zuwanderungsfreunde sind in unserer Zeit die einfältigsten Marionetten des Kapitalismus und der Wirtschaft.

    so traurig
    • Fabio74 31.08.2016 20:37
      Highlight Highlight bisschen einfach gestrickt. Schau mal nach wer die MEhrheit im Parlement hat und dann frag dich wie eine Minderheit bestimmen soll
    • pamayer 01.09.2016 00:17
      Highlight Highlight Eine kreative art, von der burgerlichen gier abzulenken. echt, sehr kreativ.
    • mrmikech 20.10.2016 20:12
      Highlight Highlight Was hat zuwanderung mit die mietpreise zu tun? Sind die kosten höher wegen zuwanderung? Nein. Nutzen vermieter die lage aus? Ja. Grad dafür hat man politiker aber leider haben sowohl die linke als die rechte nichts gemacht.
  • Süffu 31.08.2016 11:14
    Highlight Highlight Mit Immoverwaltungen habe ich schon viel erlebt, musste nun schon einigen Verwandten und Bekannten beistehen. Habe mir ein kleines Wissen aneignen müssen, welches nicht nötig wäre, handelten diese skrupellosen Geldmaschinen fair und ehrlich.

    Guter Rat ist teuer, auch wenn man Mitglied des Mieterverbandes ist..
  • Charlie Brown 31.08.2016 09:58
    Highlight Highlight #1: Das ist m.E. sehr unpräzise formuliert. War die Miete inkl. NK oder nur mit einem Akonto? Wenn sie inkl. war, gibt es m.E. keine Handhabe, eine nachträgliche Rechnung zu stellen.

    Zudem: Die NK sind grundsätzlich ein Durchlaufposten, an welchem die Verwaltung nichts verdient. Wenn sich eine NK-Position verteuert ist das zwar ärgerlich für den Mieter, hat aber nicht viel mit gierigen Vermietern zu tun. Oder liege ich jetzt da ganz falsch?
    • Madison Pierce 31.08.2016 10:09
      Highlight Highlight Grundsätzlich ist das richtig, wenn man dem Vermieter keinen Betrug unterstellen will. Es nimmt ja kaum jemand Einsicht in die Abrechnungen, von daher könnte man gut tricksen. Aber ich glaube wegen dem grossen Risiko und kleinen Verdienst macht das kaum jemand.

      Habe allerdings schon von Vermietern gehört, die eigene Verwandte zu einem recht fürstlichen Lohn als Hauswart anstellen. Da stimmen dann auch die Belege.
    • Charlie Brown 31.08.2016 10:38
      Highlight Highlight @Madison Pierce: Klar, so kann man es machen. Ist aber natürlich klar illegal. Einen spannenden Artikel zum Thema gibt es hier: https://www.mieterverband.ch/mv/mitgliedschaft-verband/zeitschrift-mw/artikel/2014/nebenkosten-muessen-wirtschaftlich-sein.html
  • TheBean 31.08.2016 09:05
    Highlight Highlight Ich hab meinem Vormieter 500 CHF bar auf die Hand bezahlt, damit ich die Wohnung am zentraler Lage zu einem super Preis bekomme.

    Hat sich definitiv gelohnt!
    • Firefly 31.08.2016 09:54
      Highlight Highlight Ja und helfen mit, dass die Bestechung als gängiges Mittel in der Schweiz wieder geläufig wird. Das nennt man Korruption und sowas sollte mit hohen Bussen für Vermieter und Mieter geandet werden.

    • Stachanowist 31.08.2016 10:28
      Highlight Highlight ...
      Benutzer Bild
    • TheBean 31.08.2016 11:00
      Highlight Highlight Im Gegenzug hat der Vormieter noch ein paar Möbel dagelassen, die ich dann für ihn entsorgt habe ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 31.08.2016 08:56
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist eine verpasste Chance. Es fehlt eindeutig eine Empfehlung wie man sich gegen diese aufgelisteten Tricks der Vermieter verteidigen kann!
    • Fumo 31.08.2016 10:43
      Highlight Highlight In dem man sich am genannten Mieterverband wendet?
    • Felix Burch 31.08.2016 10:57
      Highlight Highlight @brno Sousa: Da bin ich nicht ganz einverstanden. Es steht einiges drin. Jeder Fall ist anders: Wenn du dem Mieterverband beitrittst und dich von ihnen beraten lässt, hilft das sicher. An die Schlichtungsstelle wenden je nach Fall auch. Anfechtung der Anfangsmiete ist ein weiterer Punkt.
    • Bruno S.1988 31.08.2016 11:05
      Highlight Highlight In einigen der Situation erübrigt sich ein Beitritt zum Mietverband, da vieles zum Thema Miete im Obligationenrecht behandelt wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 31.08.2016 08:53
    Highlight Highlight Ein Wechsel der Hauswarts kann tatsächlich massiv zu Buche schlagen. Seit bei uns die Hauswartsdienste ausgelagert wurden, sind meine Nebenkosten um jährlich fast 2000.- Fr. gesunken. Anstatt nach der Abrechnung noch 800.- draufzuzahlen bekomme ich nun jährlich zwischen 1100.- und 1300.- zurück.
  • Dusel 31.08.2016 08:46
    Highlight Highlight Wie so oft funktioniert hier der "freie" Markt nicht (mehr) und so müsste der Gesetzgeber eingreifen weil sich die Branche vor Gier kaum noch retten kann...
    • Firefly 31.08.2016 09:55
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung. Der Markt wirds schon richten... jaja, in der Theorie vielleicht!
    • LeChef 31.08.2016 09:58
      Highlight Highlight Der freie Markt funktioniert in diesem Fall nicht, weil das Wohnangebot sich nicht der Nachfrage anpassen kann. Das liegt nicht zuletzt an zu strengen(!) Regulierungen. Ein Beispiel: Nehmen wir an, eine Stadt erlässt eine Mietpreisbremse. Was passiert? Weil sich Neubauten nicht im dem Masse lohnen, wie sie es bei freien Preisen tun würden, wird weniger investiert, es kommt weniger Wohnraum hinzu. Die Stadt wird dies irgendwann bemerken und ihre Regulierung lockern - die Preise werden enorm steigen und höher sein, als wenn man den Markt von Anfang an hätte spielen lassen. Willlkommen in Genf...
    • Firefly 31.08.2016 10:09
      Highlight Highlight @LeChef, In Zürich sind die Preise schon seit Jahrehnten zu hoch, die Stadt scheint nie eine Mietpreisbremse eingeführt zu haben und trozdem keine Besserung. Ihre Theorie scheint nicht zu greiffen. Die Investoren investiereten nur in Büros und zu teure Luxuswohnungen, die jetzt oft leerstehen. Entweder sie waren nicht so schau wie sie oder von Gier und der Aussicht aufs schnelle Geld verblendet, was in der heutigen Wirtschaft leider oft vorkommt.

      Am besten würde die Stadt wohl selber ins Gewerbe einsteigen und mehr bezahlbare Stadt- und Genossenschafts-Wohnungen bauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NikolaiZH 31.08.2016 08:35
    Highlight Highlight Ich wundere mich, warum bei solch einer präkeren Lage die Stadt nicht in Wohnungsbau radikal einsteigt?
    • Firefly 31.08.2016 09:57
      Highlight Highlight Weil man Jahrelang gepredigt hat, der Staat, die Stadt müsse den Markt in Ruhe lassen, der regle sich schon selber... Bha, für die Reichen vielleicht ja.
  • LeChef 31.08.2016 08:31
    Highlight Highlight Solche Misstände wären deutlich weniger vorhanden, wenn die Nachfrage das Angebot nicht derart übersteigen würde. Die Städte sind mit ihren viel zu strikten Bauordnungen und Preisregulierungen nicht unschuldig daran. Noch wichtiger ist aber die Zuwanderung. Es ist durch die enorme Nachfrage und die entsprechenden Preissteigerungen für Eigentum leider möglich geworden, auch mit praktisch leerstehenden Immobilien Gewinne zu erzielen. Entsprechend gibt es bei überhöhten Mieten wenig Druck nach unten; Vermieter lassen heute eine Neubauwohnung lieber ein Jahr leerstehen, als die Miete zu senken.
    • Philipp Burri 31.08.2016 10:01
      Highlight Highlight Ahja der SVPler dessen angebetete Partei massgeblich Schuld am Schlamassel ist und immer wieder mobil macht gegen genoss. Wohnungsbau, sieht die Schuld bei den Städten und der Zuwanderung - obwohl letzteres ausnahmsweise mal nicht von der Hand zu weisen ist.
    • LeChef 31.08.2016 11:05
      Highlight Highlight SVP? Man kann sich auch realistisch mit den Folgen der Zuwanderung auseinandersetzen, wenn man die PFZ nicht kündigen will. Ansonsten wirkt man wie die drei wohlbekannten Affen; nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Bin übrigens ein Linksliberaler und durchaus nicht gegen sozialen Wohnungsbau.
  • Super 31.08.2016 08:29
    Highlight Highlight "Wie Investmentbanker"...
    das Problem ist ja bei fast allen Branchen inzwischen, dass die von Ivestoren erwarteten Kapitalgewinne fast gleich gross sind. Obwohl das Risiko im Imobilienmarkt ungleich kleiner ist wollen die Herren trotzdem ihre fetten Prozente für das Besitzen von Geld einkassieren...
  • stadtzuercher 31.08.2016 08:15
    Highlight Highlight Was da von Vermieterseite abgeht, ist letzten Endes bloss Umsetzung des bürgerlichen politischen Programms. Der HEV, Hauseigentümerverband, der diese Vermieter politisch vertritt, ist zu 100% in den Händen von SVP und FDP; es sitzen zur grossen Mehrheit Politiker in den Vorständen, auf lokaler wie nationaler Ebene. Für die sind Mieter minderwertige Menschen, die man hemmungslos ausnehmen darf und deren Rechte sie politisch schleifen. Die Immobilienbesitzer, das ist die Oberklasse der SVP/FDP. Der Rechtsrutsch zeigt halt auch hier folgen...
  • Liam 31.08.2016 08:11
    Highlight Highlight Wieso greift hier die Politik nicht ein? Zürich ist doch SP regiert. Solche Missstände darf es doch einfach nicht geben. Aber das ist auch ein Spiegel unserer Gesellschaft. Gier, Gier, Gier.
    Der Buddhist würde sagen, die Vermieter werden im nächsten Leben in einem Armenviertel wiedergeboren. Bad Karma..
  • sheimers 31.08.2016 08:05
    Highlight Highlight Der Klassiker bei der Mieter-Abzocke: Die Kaution bei Auszug wegen irgend einem Vorwand nicht zurückzahlen.
    • Adrian Habegger 31.08.2016 10:08
      Highlight Highlight Die nichtausbezahlte Kaution kann der Haftpflichtversicherung als Schaden gemeldet werden so verlierst du nich das gesamte Geld....
  • Pingupongo 31.08.2016 07:29
    Highlight Highlight In Frage 3 sind wohl Mieter gemeint, nicht Vermieter. Letztere müssen sich ja nicht wehren...
  • x4253 31.08.2016 07:28
    Highlight Highlight Ich bin kein Jurist, aber:
    5 und 6 klingen sehr nach StGB 146 Betrug
    3 klingt nach StGB 181 Nötigung

    Was im Wohnungsmarkt in ZH abgeht, geht sowieso unter keine Kuhhaut. Solange die Situation so angespannt bleibt, wird sich auch nichts ändern.

    Nach der Anzahl an schwarzen Schafen sind es wohl eher ganze Schafsherden in dieser Branche.
    • Fabio74 31.08.2016 07:54
      Highlight Highlight Solange die Vermieter max bei der Schlichtungsbehörde unterliegen und nie ein Strafverfahren und eine saftige Busse folgt,wird sich nichts ändern.
      Das Volk will es so, sonst würde es andere Parlamentarier nach Bern schicken
    • Alf 31.08.2016 08:44
      Highlight Highlight Wenn du es schon mit Tieren hast: "das geht AUF keine Kuhhaut".
      Ist aber nicht nur in ZH so, wird schweizweit gemacht.
    • Bruno S.1988 31.08.2016 08:58
      Highlight Highlight Ich denke dass hier das OR (Privatrecht) noch vor dem StGB zur Anwendung kommt.

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