Schweiz
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Mit diesem Foto schafft es ein Bündner in die Weltelite: «Ein gutes Bild ist immer eines, das man gerne anschauen möchte»

22.04.16, 12:42


Seit dem Jahr 2008 werden bei den «Sony World Photography Awards» herausragende Bilder prämiert: Eine Jury aus Branchen-Experten – aus Häusern wie «Magnum Photos», «Pano Pictures» oder «Condé Nast Traveller» – wählt die eindrücklichsten Aufnahmen aus vier Sparten aus: Professional, Youth, Student und Open. 

Die letzte Sparte ist Amateuren vorbehalten, die erste den Profis. Und genau hier konnte sich ein Schweizer aufs Siegerpodest knipsen: Stefan Schlumpf hat in der Kategorie «Landschaft» den dritten Platz ergattert. Er ist erst der siebte Schweizer, der es in einer der verschiedenen Sparten und deren Kategorien auf einen der Podestplätze geschafft hat.

Und zwar mit diesen Bildern vom Rhonegletscher mit «Präservativen», die ihn vor der Sonnenstrahlung schützen sollen.

Der abgedeckte Rhonegletscher.
bild: stefan schlumpf

Grey, melted snow and ice runs like silent tears. Crumbling, ancient ice crunches. Tired from the fight against the warmth, the glaciers take flight, fleeing from human ignorance. But there are also people who want to persuade them to stay, desperately asking for a (last) chance. Wrapping them in soft fleece, providing safety and peace beneath the insulating shield. Rebelling against the powerlessness from the impending effects of global warming.

bild: stefan schlumpf

Vor seiner Abreise zur Preisverleihung in London sprachen wir mit dem Churer Fotografen: «Ein gutes Bild ist immer eines, das man gerne länger anschauen möchte und das Emotionen auslöst», so das Motto des 41-Jährigen, der schon Landsleute wie Lara Gut, Didier Cuche und Dario Cologna vor der Linse hatte.

Herr Schlumpf, Glückwunsch zum Erfolg in der Kategorie «Landschaft»: Wird man als Bündner ob der herrlichen Umgebung eigentlich automatisch Landschaftsfotograf?
Ja, in der Tendenz hat das schon einen kleinen Einfluss. Es sind unsere Spezialgebiete: Natur, Sport, Bergsport. In einer Stadt wie Zürich geht es vielleicht mehr um People oder Fashion.

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Das ist viele, viele Jahre her ... Mein Vater hatte eine analoge Kamera, die kaputt ging. Er wollte sie wegwerfen, und da habe ich gesagt: Ich nehme sie. Da war Mitte zwanzig. Ich habe sie reparieren lassen – und das war mein Einstieg in die analoge Fotografie. Ich habe dann aber irgendwann wieder aufgehört.

Wann sind Sie wieder eingestiegen?
Das war etwa 2004, als die ersten digitalen Spiegelreflexkameras auf den Markt kamen.

Sind Sie damit eine Art «Spätzünder»?
Ich kenne schon noch einige Fotografen, die spät eingestiegen sind. Ich hatte Ingenieurswissenschaften studiert und habe mich 2006, mit 31 Jahren, auf die Fotografie konzentriert.

Gab es eine Szene oder ein Foto, das den Moment markiert, in dem Sie sich für die Fotografie entschieden haben?
Ja, ich habe einen Platz gesehen im Val di Mello und ein Joga-Foto gemacht. Ich bin zwei, drei Mal angereist, bis es mit dem Wetter und dem Wasserstand optimal gepasst hat und habe es einem renommierten amerikanischen Hersteller von Kletter - und Jogakleider angeboten. Die haben es direkt gekauft – und das war wohl einer der Auslöser.

Bigna Buchli doing yoga in the Val di Mello, Italy

Joga im Val di Mello in Italien.
bild: stefan schlumpf

Sie fotografieren oft Extremsportler. Wie ist es dazu gekommen?
Das kam vor allem durchs Klettern. Ich mache das selbst und hatte diverse Kontakte zu professionellen Athleten. Über diese habe ich offene Türen bei Sponsoren gehabt – so habe ich einen Fuss in die Tür bekommen.

Werbe-Sujet von Stefan Schlumpf.

Wie wichtig ist es bei Sport-Fotografie in den Bergen, selbst Erfahrung zu haben?
Das ist zwingend notwendig, vor allem wegen der Gefahren-Einschätzung. Ich mache ja Berg-Fotos, keine Skipisten-Bilder.

Wann konnten Sie erstmals ein Foto in einem grossen Magazin platzieren?
Das erste grössere Foto? Das war ein Kletter-Foto, das «Mammut» für eine internationale Kampagne gekauft hat. Das war 2007.

Und jetzt gewinnen Sie Preise: Wie wichtig sind solche Auszeichnungen für einen Fotografen?
Es ist eine sehr schöne Anerkennung – dass die eigene Arbeit, die man über einen langen Zeitraum betreibt, wertgeschätzt wird.

Sie fliegen nun zur Preisverleihung nach London. Was steht auf dem Programm?
Am ersten Tag erstmal nichtstun. Am Donnerstag ist die Verleihung, die beginnt um 18 Uhr: Ich werde mir vorher noch ein, zwei Museen angucken, wenn ich schon mal in London bin. Aber gemütlich!, denn ich fliege anschliessend gleich weiter: Ich begleite einen Radprofi bei einem Rennen durch Italien. Nonstop. 1000 Kilometer.

Was möchten Sie in diesem Leben noch einmal vor die Linse bekommen?
Das werde ich immer gefragt ... Mich interessieren so viele Sachen: Das geht von beeindruckenden Persönlichkeiten über aussergewöhnliche Landschaften bis hin zu Sport-Motiven: Ich kann gar nicht sagen, dass es ein Foto gibt, das ich unbedingt machen will.

Sein Kopf sei schon wieder voll mit neuen Ideen, verrät Schlumpf noch: Er hat sich vorgenommen, noch in diesen Frühling sein erstes Fotobuch herauszugeben. «Silent» soll der Bildband heissen. Ab dem 20. Mai sind die Bilder, die er dafür verwenden will, in der «Galerie am Obertor» in Chur zu sehen. 

Und hier einige ausgesuchte Gewinnerbilder – die restlichen Fotos findest in den unten stehenden Diashows.

Acid throwing is a kind of violence and according to the official statistics and local news increased compare to the past IRAN.This kind of violence is mostly against women and children. These attacks have been done with intent to disfigure, maim, torture and destroy the social life and the future of the victim. The motivation to commit this type of violence is cultural destitiution ,intolerance and happens in situations such as family conflicts,rejected marriage proposal, revenge and divorce requests. Victims in addition physical and psychological damages are faced the experience of social stigma ,blame and social unpleasant tags .the victims are in dire need of medical and financial support and counseling services. Unfortunately there is no governmental and nongovernmental organizations to follow these issues in the country and they have to treat themselves only by public aid and donations.

Gewalt-Opfer aus dem Iran – ein Foto von Asghar Khamseh. bild: Asghar Khamseh

on January 30, 2015 in Xinjiang, China. 

The Eagle Hunting festival, organised by the local hunting community, is part of an effort to promote and grow traditional hunting practices for new generations in the mountainous region of western China that borders Kazakhstan, Russia and Mongolia. The training and handling of the large birds of prey follows a strict set of ancient rules that Kazakh eagle hunters are preserving for future generations.

Tibetanische Nomaden in China – fotografiert von Kevin Frayer. Bild: Getty Images AsiaPac

A country named after a desert. One of the least densely populated places on earth. Defined by its rich variety of colors yet in a forever changing, yet completely barren landscape. Namibia's landscape draws you in, through a vast brown plain of scorched earth, and steers you over the white surface of a salt pan to finally arrive in the gold tones of the sand dunes. Patience is required to discover the wide range of Namibia's subtle scenery. It literally takes you hours, driving though nothing, to at long last arrive at...more of nothing. The sight of other people is rare and only the strategically located gas stations are a reminder of the world beyond. This country is in another time zone—time seems to move slower but it feels more logical, somehow. Captivated by these washed out yet delicately colored landscapes, you can drive for hours. Chaperoned by herds of giraffes or zebras, shadowed by flocks of flamingos, suddenly stumbling upon a family of elephants. The animals look up curiously, but soon forget about you and slowly continue their journey, unhurried by your presence, at their own pace. - Maroesjka Lavigne

Rhinoceros in Namibia von Maroesjka Lavigne. bild: Maroesjka Lavigne

The season of a firefly comes around in Japan at the beginning of a rainy season. This firefly is a species called Luciola parvula, and repeats blink. [Hime-HOTARU] Call a firefly in Japan. This species flies in the beautiful forest. In particular, the firefly in bamboo forest is valuable. The population of these firefly decreases every year in Japan. These may be influence by environmental destruction. This picture was taken under a little moonlight.

Ein Traum von einem Bild von Kei Nominyana. bild: Kei Nominyana

People swim at the sea in Havana, April 28, 2015. On Sunday, Cuba registered a temperature of 39.7 degrees Celsius, 0.1 degrees less than the island's historic record, according to Jose Rubiera, Director of the National Forecast Center of the Institute of Meteorology of Cuba.

Diese badenden Grazien hat Alexandre Mendeghini in Szene gesetzt. bild: Alexandre Mendeghini

2016 Sony World Photography Awards – die Erstplatzierten der Kategorie «Professional»

2016 Sony World Photography Awards – Gewinner der offenen Sparte

2016 Sony World Photography Awards – Gewinner im Jugend-Bereich

Und hier die Gewinner vom Vorjahr – falls du dich noch nicht sattgesehen hast.

2015 Sony World Photography Awards – Thema «Menschen»

2015 Sony World Photography Awards – Thema «Panorama» und Landschaften»

2015 Sony World Photography Awards – Thema «Natur» und «Stillleben»

2015 Sony World Photography Awards – Thema «Portrait»

2015 Sony World Photography Awards – Thema «Kunst und Kultur»

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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