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Schweiz
Coronavirus

Corona: So klein ist die Gefahr, trotz Impfung an Covid-19 zu sterben

Impfwillige Personen warten im Empfangsbereich im Impfzentrum Bernexpo, am Montag, 10. Mai 2021, in Bern. Im heute geoeffneten Impfzentrum Bernexpo (IZBE) werden bei voller Auslastung bis zu 4000 Impf ...
So effektiv schützt die Impfung in der Schweiz gegen schwere Verläufe.Bild: keystone

So klein ist die Gefahr einer schweren Corona-Infektion, wenn du geimpft bist

Wie gut schützt die Impfung gegen schwere Verläufe mit Covid-19? Diese Frage stellen sich viele. Wir haben die aktuellsten Zahlen aus Schweiz untersucht.
05.08.2021, 11:0206.08.2021, 16:01
Reto Fehr
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Keine Impfung bietet einen 100-prozentigen Schutz gegen das Coronavirus. Die Hersteller der Impfstoffe Moderna und Pfizer/BioNTech gehen von 95 Prozent Wirksamkeit aus. Es wird also zu sogenannten Impfdurchbrüchen (Infektion trotz Impfung) kommen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) publiziert diese Daten neuerdings immer am Donnerstag. Das BAG schreibt dazu vorsorglich, dass die publizierten Daten mit Vorsicht zu geniessen seien, da es nicht ganz einfach sei, diese zu sammeln.

Konzentrieren wir uns auf diese Daten. Als vollständig geimpft gilt man in der Schweiz, wenn man zwei Impfdosen erhalten hat oder eine Infektion mit dem Coronavirus hatte und mindestens vier Wochen danach eine Impfdosis erhielt.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Mit den aktuellsten Zahlen vom Dienstag (3. August) waren dies in der Schweiz und Liechtenstein 4'199'690 Personen oder 48,58 Prozent der Bevölkerung.

Die vollständige Wirkung entwickelt die Impfung aber erst 14 Tage nach der zweiten Impfung. Diese Frist berücksichtigt das BAG bei der Ausweisung der Impfdurchbrüche ebenfalls.

Das sind alle 4'199'690 Menschen in der Schweiz, die seit mindestens 2 Wochen vollständig geimpft sind:

Ein Quadrat entspricht 10'000 Personen.
Ein Quadrat entspricht 10'000 Personen.

Von diesen rund vier Millionen Geimpften infizierten sich seit dem 27. Januar 2021 bisher 460 Personen mit dem Coronavirus. Das BAG hält dazu allerdings fest: «Die Zahl der Fälle ist eine Unterschätzung, weil es Personen mit Impfdurchbrüchen gibt, die weder in einem Spital noch ambulant erfasst wurden. Die Zahlen liegen deshalb etwas höher. Trotz dieser Unschärfe sind diese Fälle von vollständig Geimpften, die sich infizieren, gering und sie bewegen sich im zu erwartenden Rahmen.»

Während bei den Fällen also eine Unschärfe besteht, ist dies bei Hospitalisationen und Todesfällen praktisch nicht mehr der Fall. Darum fokussieren wir uns darauf. Also, zurück zu unseren Quadraten. Dir ist bei der obenstehenden Grafik sicherlich dasjenige oben rechts mit dem roten Rahmen aufgefallen:

Das ist das Quadrat oben rechts, es entspricht 10'000 Personen. Jedes kleinere Quadrat entspricht 100 Personen:

Jedes kleine Quadrat entspricht 100 Personen.
Jedes kleine Quadrat entspricht 100 Personen.Bild: watson

Schauen wir uns hier das 100er-Quadrat oben rechts mit der grauen Umrandung etwas genauer an. Du siehst da das Magenta- und das blaue Kästchen. Magenta sind alle vom BAG bisher gemeldeten Hospitalisationen von vollständig Geimpften (2 Wochen nach der 2. Impfung). Es sind: 96.

Blau sind alle Todesfälle von vollständig Geimpften seit dem 27. Januar. Es sind: 19.

Magenta steht für 96 Hospitalisationen, blau für 19 Todesfälle von vollständig Geimpften:

Grosses Quadrat entspricht 100 Personen.
Grosses Quadrat entspricht 100 Personen.bild: watson

Von 4'199'690 vollständig Geimpften mussten also 96 ins Spital, 19 verstarben. Mit anderen Worten: 0,002 Prozent der Geimpften wurden hospitalisiert, 0,0005 verstarben.

Ebenfalls zu beachten gilt hier:

  • Von den 96 Hospitalisierten waren 50 über 80-jährig und 21 Personen zwischen 70 und 79 Jahren alt.
  • Von den 19 Todesfällen waren gemäss dem BAG 18 Personen über 80 Jahre alt.

Die ganze Auswertung in einer Grafik:

Bild
Bild: watson.ch

Anmerkung: In einer ersten Version war das Verhältnis der Hospitalisierten nicht korrekt angezeigt. Die Zahlen stimmten jederzeit.

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Video: watson

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139 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Pollyxynja
05.08.2021 11:13registriert März 2020
Vielleicht steh ich ja komplett auf dem Schlauch, aber wäre es hier nicht sinnvoll einen Vergleich zu den nicht geimpften zu ziehen?
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CogitoErgoSum
05.08.2021 11:19registriert August 2018
Herr Fehr, ich hoffe, Sie konnten mit diesem anschaulichen Artikel einige überzeugen, die mit dem Impfen noch abgewartet haben.
An alle. Bitte impfen Sie sich und helfen Sie damit, dass wir zusammen wieder normal leben können.
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MORGLUM
05.08.2021 11:12registriert Februar 2020
Schöne Aufarbeitung der Fakten. Ausdrucken und an alle impfzweifler verteilen.
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Die Walser­zü­ge
Um 1150 bis 1450 wanderten die Walser in die rauen Hochlagen der Alpen aus, um die dortigen unkultivierten Weideflächen zu besiedeln und zu bewirtschaften. Es war eine der letzten grossen Völkerwanderungen im Mittelalter. Das Erbe des Walser Einfallsreichtums ist in der Schweizer Kultur noch immer von grosser Bedeutung.

Üblicherweise mieden die Römer die hohen Berge der Alpen, die sie «terra maledicta», also «verfluchte Erde» nannten. Die von feindseligen, barbarischen Völkern bewohnten unbarmherzigen Landschaften der Alpen schienen den Römern eine Welt weit abseits der ihnen vertrauten bestellten Felder und städtischen Zentren. Nach dem Rückzug der Römer aus dem Gebiet der heutigen Schweiz besiedelten die Alemannen das Mittelland, während sich die Burgunder im fünften Jahrhundert im Wallis niederliessen.

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