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Insbesondere im Fernverkehr bleiben viele Plätze leer.
Insbesondere im Fernverkehr bleiben viele Plätze leer. Bild: keystone

Die Strassen sind voll wie vor Corona – der ÖV ist der grosse Verlierer

Noch immer gilt Home-Office-Pflicht und das Freizeitangebot ist stark eingeschränkt. Auf den Schweizer Strassen merkt man davon nicht viel. Anders sieht es im Zug aus.
27.04.2021, 10:0927.04.2021, 12:06

Die Mobilität hat in den letzten Wochen wieder deutlich zugenommen. Hoch im Kurs ist dabei das Auto. Doch mit den Lockerungen und vor allem den wärmeren Temperaturen hat vor allem auch der Velo- und Fussverkehr stark zugenommen.

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Dies zeigen die Daten von Open Data Zürich, welche die Mobilität in der Stadt Zürich aufzeigen. Interessant dabei: In der unteren Spalte zeigt die Linie jeweils die Temperatur und die blauen Balken den Niederschlag an. Insbesondere in den letzten Wochen hat das Velo (orange Linie) dank wenig Niederschlägen und wärmeren Temperaturen an Aufschwung gewonnen.

Der «motorisierte Individualverkehr», der an mehreren dutzend Standorten in der Stadt gemessen wird, bewegt sich ziemlich genau auf dem Niveau der Vergleichswerte aus den ersten neun Wochen im Jahr 2020 (blaue Linie oben).

Nach wie vor schwer betroffen von der Pandemie ist der Öffentliche Verkehr. Er erreichte seit März 2020 nie mehr das Vorniveau (rote Linie).

Mobilitätsindex in Zürich

Die Grafik zeigt die Daten bis am 23. April (aktuellster Stand).
Die Grafik zeigt die Daten bis am 23. April (aktuellster Stand).Bild: christoph baur

Von dieser Grafik gibt es übrigens eine ansprechend gestaltete interaktive Version.

Ziemlich deckungsgleich präsentieren sich die Resultate von Apple zur Mobilität in der Schweiz. Dafür wertet das Unternehmen die Anfragen zur Routenführung auf Apple-Geräten aus. Verglichen wird mit dem Niveau des 13. Januars 2020.

Autos und Fussgänger bewegen sich demnach sogar mehr als am Vergleichstag – der ÖV liegt noch immer rund 13 Prozent darunter.

Mobilitätstrends von Apple

Bild: apple

Dass der ÖV seit Beginn der Pandemie deutlich schlechter ausgelastet ist, bestätigt auch die SBB. Spürbar ist dies insbesondere im Fernverkehr, wo seit Herbst nur rund die Hälfte der üblichen Passagiere unterwegs ist.

Auslastung im Fernverkehr

Die aktuellsten Daten beziehen sich auf die Kalenderwoche 15 (12. - 18. April 2021).
Die aktuellsten Daten beziehen sich auf die Kalenderwoche 15 (12. - 18. April 2021).Bild: SBB

Etwas weniger stark ist der Rückgang im Regionalverkehr, doch auch dort verzeichnet die SBB im Moment nur rund 60 Prozent der üblichen Passagiere.

Auslastung im Regionalverkehr

Bild: SBB
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(lea)

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Nicetius
27.04.2021 10:41registriert Dezember 2014
Macht ja irgendwie auch Sinn. Ich denke mal, dass sich beim ÖV besonders deutlich auswirkt, dass derzeit Viele im Home Office arbeiten. Und wenn man dann Einkaufen oder mit der Familie irgendwo hin fährt, fühlt man sich wahrscheinlich im eigenen Auto sicherer, als sich mit vielen Unbekannten in den Zug, ins Tram oder in den Bus zu setzen.
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AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________
27.04.2021 10:45registriert August 2017
...Home-Office-Pflicht falls möglich...

Die meisten Arbeitgeber sehen das halt eher als Home-Office-Empfehlung
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Knut Knallmann
27.04.2021 11:00registriert Oktober 2015
Macht aus meiner Sicht Sinn. Viele meiden aktuell den ÖV wegen der Ansteckungsgefahr oder wegen der Maskenpflicht. Zudem fehlen zur Zeit auch die Touristen aus dem Ausland, die sonst viel mit dem ÖV unterwegs sind. Ich denke aber mittelfristig wird sich das Ganze wieder plus minus stabilisieren - Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich so viele die Staus oder den Verkehr auf der Strasse auf Dauer antun wollen.
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