Schweiz
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Regierungsraetin Natalie Rickli, Gesundheitsdirektorin, informiert ueber die Massnahmen zur Sicherstellung des Contact Tracing bei Besucherinnen und Besuchern von Clubs, aufgenommen am Mittwoch, 1. Juli 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Natlie Rickli am Mittwoch in Zürich. Bild: keystone

Rickli gibt schärfere Regeln für Zürcher Clubs bekannt – so sehen sie aus



In Zürcher Clubs müssen Besucherinnen und Besucher neu einen Ausweis vorzeigen und ihre Handynummer überprüfen lassen. So soll sichergestellt werden, dass das Contact Tracing im Falle einer möglichen Corona-Ansteckung möglich ist.

Der Kanton Zürich reagiert mit den verschärften Regeln auf die zwei «Superspreader-Events», die in den vergangenen Tagen bekannt wurden. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) gab die Neuerungen am Mittwochnachmittag an einer Medienkonferenz bekannt.

Falsche Kontaktdaten auf den Besucherlisten erschwerten nach den «Superspreader-Events» in Clubs das Contact Tracing massiv. Zahlreiche Besucher gaben offenbar Fantasienamen wie «Donald Duck» an, einzelne Gäste waren auf der Liste gar nicht verzeichnet.

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Flamingo Club wird nicht geschlossen

Ab Freitag müssen die Clubs nun sicherstellen, dass ihre Gäste die richtigen Namen angeben. Dazu müssen diese einen Ausweis vorzeigen. Auch die angegebene Handynummer muss verifiziert werden.

Die Clubs werden zudem dazu verpflichtet, dem Kanton den verantwortlichen Betreiber sowie drei weitere Personen zu nennen, die Zugriff auf die Besucherlisten haben.

So soll sichergestellt werden, dass die Gesundheitsdirektion innert zwei Stunden Zugriff auf die Kontaktdaten erhält, falls sich nachträglich herausstellt, dass eine infizierte Person unter den Gästen war. Die Gäste sollen dann per SMS und E-Mail über die mögliche Ansteckungsgefahr informiert werden.

Der Flamingo Club, in dem es an einem Anlass am 21. Juni zu mehreren Ansteckungen kam, wird vorerst nicht geschlossen. Der Club hat laut Rickli zugesichert, die neuen Vorschriften einhalten zu können. Dies soll überprüft werden. Falls die Vorschriften eingehalten werden, darf der Club weiterhin geöffnet bleiben.

Zahlen in Zürich steigen

Die täglich publizierten Zahlen der positiv auf Covid-19 getesteten Personen ist im Kanton Zürich in den vergangenen Tagen und Wochen wieder deutlich gestiegen. Bis am Mittwochnachmittag lagen der Gesundheitsdirektion 39 positive Tests innerhalb eines Tages vor - so viele wie seit Mitte April nicht mehr. (cma/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bildung & Aufklärung 01.07.2020 22:53
    Highlight Highlight 'F2 to enter setup' drückt was ich meinte prägnanter aus:

    Loben/Danken, "nur weil sie auf Druck der Oeffentlichkeit endlich ihre Hausaufgaben (ihren verd... Job - Anm. v. mir) gemacht hat?"
  • Chapeau 01.07.2020 22:23
    Highlight Highlight Also genau so wie es die seriösen Clubs bereits dieses Wochenende gehandhabt haben...
  • DaniSchmid 01.07.2020 21:47
    Highlight Highlight Bis die ersten Fälle auftreten wo diese sauberen Listen etwas nützen würden, haben wir schon so viele Fälle dass das Contact Tracing komplett überfordert ist und aufgegeben werden muss. Das wird ca. nächsten Dienstag oder Mittwoch sein. Die einzige Lösung: Sofort Clubs zu und wieder Veranstaltungsverbot für grössere Gruppen bis die Zahlen wieder unten sind, bis dahin die Branche entschädigen. Worauf warten wir noch?
  • Antiypanikmacher 01.07.2020 20:19
    Highlight Highlight Ich verstehe etwas nicht ganz. Gemäß Sicherheitskonzept war nicht vorgegeben wie die Clubs das machen müssen, aber sie waren verpflichtet die korrekten Kontaktdaten zu erheben.
    Wenn ich zu schnell fahre hat es noch keinen Polizisren interessiert warum ich zu schnell gefahren bin. Warum interessiert uns jetzt plötzlich warum der Clubbetreiber falsche Daten hat? Da kommt mir gleich der nächste Gedanke, wie seriös nimmt er es mit Altersbeschränkungen, Sozialabgaben, ...
    Keine Kindererziehung funktioniert mit dem Spruch, aber das nächste Mal bin ich böse und werde dich bestrafen.
  • Tom Toni 01.07.2020 18:10
    Highlight Highlight Ich bin jetzt nicht grad ein Freund von Frau Rickli, politisiert sie doch eindeutig auf der anderen Seite des Lagers:
    Aber hier muss ich Frau Rickli Recht geben. Die von ihr vorgegebenen Massnahmen scheinen angesichts der moentanen Lage die einzig Richtigen zu sein, wenn man die Schliessung der Clubs verhindern will.
  • Nik G. 01.07.2020 18:00
    Highlight Highlight Alle die nun gegen Clubs, Bars, Konzerträume schiessen und sie schliessen wollen. Schön wenn ihr einen Job habt der nicht davon abhängig ist von diesen Konsumenten zu leben. Es gibt viele Menschen die von der Kultur leben und momentan kein bis ein sehr kleines Einkommen haben. Denkt einfach mal an deren Schicksal. Ja auch ich bin ein Homeoffice Sessel Pupser. Und Sorry die Unterstützung des Bundes sind Peanuts.
    • Antiypanikmacher 02.07.2020 10:41
      Highlight Highlight Ich denke nicht, das Clubs und Konzerträume geschlossen werden müssen. Aber diejenigen, die Ihre Verantwortung nicht wahrnehmen müssen konsequent zur Verantwortung gezogen werden. Ich gehe davon aus, dass es auch hier eine Minderheit sichverantwortungslos verhält.
  • Stambuoch 01.07.2020 17:23
    Highlight Highlight Ich mag Rickli nicht. Absolut nicht. Weder sie noch ihre Partei etc.
    Aber als RR macht sie keinen all zu schlechten Job, es tut weh, dies zu sagen. Aber man muss fair bleiben.
    • F2 to Enter Setup 01.07.2020 20:01
      Highlight Highlight "...keinen allzu schlechten Job" 😂😂😂
    • Bildung & Aufklärung 01.07.2020 22:49
      Highlight Highlight All die 'Fettnäpfe' und mehr, sind bereits wieder vergessen und somit verziehen.

      früher dachte ich immer, poltiker-in sein ist schwer, aber heute weiss ich, 'wir' und der grossteil der gesellschaft ist extremst vergesslich, man kann sich wirklich fast alles erlauben. einfach kurz aussitzen und weitergehts.

      und wenn man nicht gerade eine katastrophe ist, wird man dafür noch explizit gelobt ^-^
    • Stambuoch 02.07.2020 10:52
      Highlight Highlight Ich wünschte mir die selbe kritische Betrachtung (Durch User und Medien) von weiblichen, linken Regierungsrätinnen/Politikerinnen...nur findet man dies höchst selten, während man, sobald eine Frau bürgerlich ist, voll draufhaut.

      Das ist verräterisch und ich bin der Meinung in beiden Konstellationen (Frau & bügerlich/links) gibt es in etwa gleich viele Deppen und gleich viele Gute.

      Fortsetzung:
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  • Faktenchecker 01.07.2020 16:55
    Highlight Highlight Eine gute Politikerin diese Rickli.
    Hätten wir nur mehr von der Sorte.
    • Ryno 01.07.2020 17:22
      Highlight Highlight Ich finde auch das Frau Rickli vernünftig handelt, auf Watson hätten sie aber mit Ritz oder Berset mehr Herzli erhalten (wobei mit Ritz wohl auch nicht 😉). Leider können viele gute und vernünftige Entscheidungen nicht honorieren wenn die Person der SVP angehört, soviel zur allgegenwärtigen respektvollen Toleranz.
    • wilhelmsson 01.07.2020 18:38
      Highlight Highlight Auch wenn sie heute aus Sicht vieler richtig gehandelt hat, ist das getwittere von Gestern nicht vergessen. Gute Politiker kommunizieren auch unter Druck umsichtiger und zurückhaltender.
    • Imfall 01.07.2020 22:58
      Highlight Highlight ist zwar kopiert, aber sehr treffend!
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  • Bert der Geologe 01.07.2020 16:48
    Highlight Highlight Angesichts der extremen Zunahme an Neuinfektionen in Zürich, Aargau und auch in St. Gallen, frage ich mich, ob diese Massnahme nun genügt. Es läuft immer so ab. Steigende Fallzahlen, Kommunikation mit 1-2 Tage Verzögerung: hüstel hüstel, wir haben da ziemlich viele Neuinfektionen und diskutieren. Dann Druck der Medien, dann hüstel hüstel milde Massnahmen, die dann eventuell und verzögert verschärft werden. Wäre ein Lockdown für grössere Events nicht der angepasstere Weg? Lieber ein paar Steuerfranken für geschlossene Lokale, als Milliarden für einen grossen Lockdown.
    • lilie 01.07.2020 20:05
      Highlight Highlight @Bert: Die Schliessung aller Clubs ist immer noch eine Option.

      Aber wir müssen das Ganze auch mal in Relation sehen: Wir hatten jetzt einen einzigen Superspreader, der eine Kettenreaktion in mehreren Clubs ausgelöst hat. Das ist unglücklich, aber man muss ja auch sagen: In hunderten Lokalen ist im gleichen Zeitraum nichts passiert!

      Auch in Südkorea sind die Nachtclubs ja nach dem Superspreader-Vorfall wieder offen. Es geht also offensichtlich. Es braucht einfach noch ein Finetuning.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 01.07.2020 20:49
      Highlight Highlight @lilie...ob in den anderen Clubs nichts war, werden wir erst noch sehen. Ich teile da deinen Optimismus nicht.
    • Bert der Geologe 01.07.2020 21:27
      Highlight Highlight @Lilie: Es geht doch um Wahrscheinlichkeiten. Dass ein Superspreader zig Leute ansteckt, die dann in anderen Clubs wieder zig Leute anstecken hat nun offensichtlich eine recht grosse Wahrscheinlichkeit. Da nutzt auch dein Feintuning nicht viel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boogie 01.07.2020 16:43
    Highlight Highlight Hier geht es um Massnahmen, die dabei helfen sollen, dass die Behörden an die entsprechenden Daten kommen. Sinnvoller wäre es wenn gar keine Clubs offen wären, an denen sich dutzende Personen anstecken können, die dann wiederum andere Leute anstecken am nächsten Tag usw. Da liegt doch das Problem. Nicht die Meldepflicht ist das Problem sondern Veranstaltungen mit vielen Leuten auf engem (geschlossenem) Raum.
    • Haimmernokeanig 01.07.2020 18:50
      Highlight Highlight Was zu ilegalen Partys füren könnte, löst das Problem auch nicht.
    • lilie 01.07.2020 20:07
      Highlight Highlight @Boogie: In Südkorea haben die Clubs auch offen. Es geht also. Wir hatten Vorfälle in drei Clubs - in allen anderen Clubs (wieviele es wohl sein mögen?) ist nichts passiert.
    • HugoBalls 02.07.2020 12:25
      Highlight Highlight @Boogie und was sollten die Behörden mit deinen Daten wollen? So interessant bist du wohl kaum
  • Theo Rehtisch 01.07.2020 16:40
    Highlight Highlight Ich würde alle Clubs schliessen oder Maskenpflicht in den Clubs einführen. Einzig bei der Konsumation der Alkoholika und beim Austausch von Körperflüssigkeiten ist die Maske sehr hinderlich.
    • Dr. Rantanplan 01.07.2020 18:26
      Highlight Highlight „Einzig bei der Konsumation der Alkoholika...ist die Maske hinderlich.“
      Dafür ist jetzt das Dictum „Eins hinter die Binde giessen“ frisch aktualisiert ;-)
    • Bildung & Aufklärung 01.07.2020 22:50
      Highlight Highlight wer trinkt alk denn heute noch, das ist ja total lahm und out.

      die vodka-tampons (die funktionageln auch bei männchen, einfach in den anderen aus-, respektive eingang) schon wieder vergessen?
  • Bravo 01.07.2020 16:34
    Highlight Highlight Und jetzt noch dies: Geht mal am Wochenende um Mitternacht in einen Mac oder Burger King. Da hats dann fast so viele Leute wie aktuell in einem Club zugelassen... Natürlich ohne Masken, alles Junge...
    • mukeleven 01.07.2020 19:18
      Highlight Highlight aber dort ziehen sich die partyvoegel auf den toiletten nicht noch koks und sonstige pusher rein...
      sowie das der standard ist in zuercher clubs.
    • Garp 01.07.2020 19:38
      Highlight Highlight 300 Leute auf einmal gleichzeitig in einem Imbiss? Offenbar gehörst Du dann auch zu denen, sonst wüsstest du das nicht. Und was erlaubt ist, wird auch genutzt. Von Jung und Alt.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 01.07.2020 20:50
      Highlight Highlight Das sind wie vor Corona schon, die Leute welche sich ausserhalb des Club verpflegen.
  • Heiri Schmid 01.07.2020 16:33
    Highlight Highlight Das kann nur funktionieren, wenn die Ausweispflicht abschreckend wirkt, und weniger Leute die Clubs besuchen. Aber sonst werden die Ansteckungen weiter wachsen. Die Ausweispflicht wird nämlich nicht die Ansteckungsrate verbringend. Und, ob die positiv getesteten dann wirklich streng in Quarantäne sind sollte auch überprüft und sichergestellt werden. "Selbstquarantäne" ist da viel zu locker.
  • ein bekiffter Holländer 01.07.2020 15:44
    Highlight Highlight Jetzt müssen wir uns, nach all der watson-Kritik bei ihr bedanken.

    Danke für das prompte und konsequente Handeln.
    • FrancoL 01.07.2020 16:22
      Highlight Highlight Ich schliesse mich dem Dank an, möge dieser moderate Schritt Wirkung zeigen, allerdings muss man auch in der Lage sein und den Willen haben Clubs die da nicht genau hinschauen für eine gewisse Zeit zu schliessen.
    • F2 to Enter Setup 01.07.2020 16:58
      Highlight Highlight Bedanken? Nur weil sie auf Druck der Oeffentlichkeit endlich ihre Hausaufgaben gemacht hat? So oder so: die Fallzahlen steigen sprunghaft an. Wenn sich in einem dieser "Haifischbecken" auch nur einer ansteckt, müssen 299 in Quarantäne. Russisches Roulette!
    • FrancoL 01.07.2020 17:54
      Highlight Highlight Die Zahlen steigen aber nicht wegen der Frau Rickli an, sondern wegen den Hohlköpfen, die ihre neue Freiheit missbrauchen.
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